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Konflikte mit Tochter nach Diagnose

Das wissen wir alle nicht.
Absencen sind in keinster Weise mit spektakulären Grand-mal- Anfällen zu vergleichen, die bemerkt man kaum.
Und wenn man das nicht kennt, schon gar nicht...
Allerdings wachsen sich diese Absencen meistens von selbst aus, wenn die Betroffenen über 20 sind.

Ja, so ist es.

Ich habe mir online-Videos von Kindern angesehen, wo gerade eine Absence aufgenommen wurde. Derart leere und ausdruckslose Blicke mit Augenverdrehen habe ich bei meiner Tochter nie bemerkt. Sie hat nur manchmal einen verträumten Gesichtsausdruck oder guckt auch mal einen kurzen Moment etwas verwirrt bzw. ratlos (nicht bei Hausaufgaben, die sie nicht versteht).

Trotzdem habe ich oft gedacht, dass bei ihr irgendwas nicht stimmt. Sie ist als Kind sehr viel gestürzt und ständig über etwas gestolpert. Ich werde auch nie vergessen, wie sie beim Wettlauf mit einer Freundin mit dem Gesicht gegen die Hauswand gelaufen ist. Dabei hat sie sich an der Schläfe verletzt und konnte nicht erklären, warum sie nicht vorher abgebremst hat. Sie war da schon 8 oder 9 Jahre alt und hatte irgendwie in dem Moment keine Kontrolle über ihren Körper.

Für mich ist es schlimm, dass ich sie jetzt wohl einfach gewähren lassen muss und sie bald tatsächlich Fahrstunden nimmt. Für mich ist das eine Horrorvorstellung!
 
Für mich ist es schlimm, dass ich sie jetzt wohl einfach gewähren lassen muss und sie bald tatsächlich Fahrstunden nimmt. Für mich ist das eine Horrorvorstellung!
Sie wird sicher nicht plötzlich Anfälle bekommen.
Und mit 8,9 Jahren rennt man im Spiel schon mal gegen eine Wand, eine Tür oder einen Laternenpfahl.
Sie ist 18. Da gibt es nichts zu "gewähren". Du bist raus.
 
Hallo liebe Community,

leider gibt es sehr schlechte Neuigkeiten, die mich zur Verzweiflung treiben. Ich hatte mir Sorgen gemacht, dass meine Tochter vorschnell zu ihrem wesentlich älteren Freund ziehen könnte oder dass sie schwanger vor der Tür steht. Wie naiv ich doch war! Das was jetzt passiert ist, hätte ich niemals vorhergesehen. Es hat jedenfalls dazu geführt, dass ich meine Tochter am letzten Wochenende rausgeschmissen habe!

Am Freitag fand ich im Briefkasten eine Benachrichtigung für einen Einschreibebrief. Ich wusste sofort, dass das nur etwas Schlimmes bedeuten kann. Die ganze Nacht zerbrach ich mir den Kopf, dachte, es könnte eine Abmahnung im Job sein oder eine andere negative Benachrichtigung. Meine Befürchtungen wurden am Samstag, als ich das Einschreiben abholte, übertroffen. Es war die Kündigung unserer Wohnung!

Ich war geschockt, was meiner Tochter zur Last gelegt wurde. Ich hatte ja im Oktober 2024 eine Abmahnung bekommen, in der der Vermieter mit fristloser Kündigung drohte. Es ging um die Beschwerde der Nachbarn auf unserer Etage, die laute Musik, Tiergeräusche und lautes Laufen durch das Treppenhaus moniert hatten. Außerdem hatte ich die Nachbarn mehrmals lautstark durch die Tür aufgefordert, sich leiser zu verhalten bezüglich Poltern und Türenknallen.

Seitdem haben wir uns ruhig verhalten. Als der Vermieter kurz vor Weihnachten wegen einer Störung der Heizung bei uns war, fragte er zwar noch nach wegen Wohnungswechsel, sagte aber gleichzeitig, dass keine Beschwerden mehr gekommen seien. Ich zeigte ihm allerdings Fotos von dem Teppich, den das benachbarte Pärchen jedes Wochenende im Treppenhaus über das Geländer hing. Er untersagte ihnen das, gab aber als Rückmeldung von ihnen, dass wir zu laut auf der Treppe seien.

Vorletzten Sonntag ist ein Streit wegen des Teppichs eskaliert. Seit ein paar Monaten legte das Pärchen den Teppich jeden Sonntag für Stunden in den Gang zwischen unseren Wohnungstüren. Ich kann nur wiedergeben, was mir meine Tochter erzählt hat. Sie hat den Teppich zurückgeklappt, damit er nicht mehr so sehr im Weg lag. Als das Pärchen nach Hause kam, ist die junge Frau wohl ausgeflippt. Sie hat vor unserer Tür herumgekeift, ob wir behindert seien und hat dann Sturm geklingelt. Es kam zu einem Wortgefecht und jeder Menge Anschuldigungen, dass wir morgens um 5 Uhr auf Stöckelschuhen durch die Wohnung gehen und um diese Uhrzeit bei ihnen geklingelt haben. Meine Tochter wies sie wohl daraufhin hin, dass das alles Verleumdungen seien. Was ja auch der Fall ist. Doch die junge Frau ließ sich nichts sagen und schrie, dass schon der Vormieter wegen uns ausgezogen sei.

In der Kündigung hieß es, dass wir - nach einer Zeit der Rücksichtnahme - wieder massiv den Hausfrieden gestört haben. Meine Tochter habe an besagtem Sonntag den Teppich verrückt und mit irgendwas eingesprüht, so dass er nach Essig gestunken habe. Außerdem würde sie regelmäßig am frühen Morgen durch das Treppenhaus trampeln. Letzteres kann ich nicht beurteilen, weil ich oft schon um 6.30 Uhr das Haus verlasse, während meine Tochter eine Stunde später geht.

Als ich sie auf die Beschwerden ansprach, meinte sie, dass der Nachbar doch auch morgens um 7 Uhr wie ein Elefant die Treppen runtertrampelt. Der Teppich sei eine Stolperfalle und den habe sie auch aus dem Weg geräumt, am liebsten hätte sie ihn die Treppe runtergeworfen. Den Teppich mit Essig besprüht zu haben, streitet sie ab. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die junge Frau, auch wenn sie sehr gewöhnlich ist, so einen Aufstand wegen ein bisschen "Verrücken" gemacht hätte.

Jedenfalls haben wir jetzt die Kündigung und ich habe meiner Tochter vorgeworfen, dass sie sich nicht an unsere Vereinbarungen gehalten hat und dass es ihre Schuld ist. Da sie nichts eingesehen hat und der Meinung war, dass das "Pack" eher rausfliegen müsste, habe ich sie gebeten einen Koffer zu packen und mir erst mal nicht mehr unter die Augen zu kommen.

Ich habe zwar eine Kündigungsfrist von neun Monaten, aber die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist ja mehr als angespannt. Ich verstehe nicht, warum meine Tochter das alles aufs Spiel gesetzt hat, wo sie doch wusste, dass wir für den Vermieter ein rotes Tuch sind.

Ich glaube auch nicht, dass es Sinn macht, Widerspruch gegen die Kündigung einzulegen.

Bitte gebt mir einen Rat.

War es falsch, meine Tochter rauszuschmeißen? Wie hättet ihr euch verhalten?

Es gibt Momente, wo ich denke, dass ich als Mutter versagt habe.

Es grüßt euch

Marika
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe nicht dass du deiner Tochter jetzt die Schuld gibst.
Dass sie den Teppich aus dem Weg räumt, ist doch harmlos.
Und der ganze Rest ist, so wie alle anderen Anschuldigungen gegen euch, Hörensagen. Wieso glaubst du nun plötzlich der Nachbarin, die ja auch dir Sachen vorgeworfen hat, die angeblich nicht zutreffen?

Und wohin hast du deine Tochter rausgeschmissen? Wohin geht sie jetzt? Zu ihrem Freund, den du nicht leiden kannst?

Ich fürchte das war eine Kurzschlusshandlung von dir.
 
Warum hast du sie denn überhaupt rausgeworfen, wohin ist sie denn nun? Bei dem Teppich steht doch Aussage gegen Aussage und was hat der Teppich der anderen Mieterin überhaupt im Treppenhaus zu suchen? Gegen die Kündigung Widerspruch einlegen und mit dem Vermieter sprechen.
 
Geh dringend zum Mieterbund und lass dich beraten.
Ich sehe hier keinen Grund für eine rechtsgültige Kündigung.
Es steht Aussage gegen Aussage.

Und warum die Nachbarn ihren Teppich in die Mitte vom Gang legen ergibt auch keinen Sinn.

Euer Haus scheint extrem hellhörig zu sein.

Lass dich durch die Kündigung nicht einschüchtern.
Kämpfe um dein Recht.
 
Nach den ganzen Schilderungen bin ich mir nicht sicher, ob ich dort wohnen bleiben wollte.

Was ist das für eine seltsame Geschichte mit dem Teppich? Der hat, außerhalb von Ein- und Auszug, nichts im Treppenhaus zu suchen.

Was deine Tochter betrifft: befindet ihr euch im Abnabelungsprozess? Kann sie selbstständig leben?
 
Du hast sehr impulsiv reagiert. Ich verstehe nicht, warum du deine Tochter rausgeworfen hast.

Ein Teppich hat im Hausflur nichts zu suchen und schon gar nicht regelmäßig und bis vor eure Wohnungstüre. Sie geht morgens geräuschvoll die Treppe runter. Alles kein Kündigungsgrund.

Aber ihr habt eine längere Vorgeschichte und soweit ich mich erinnere gab es eine Abmahnung bzw. wurde mündlich besprochen, dass ihr in absehbarer Zeit ausziehen solltet? Oder wurde das sogar schriftlich festgelegt?

Gehe zum Mieterbund und lasse dich beraten!
 
Da hilft nur noch ein Anwalt.
Letztendlich solltest du dennoch ein Wohnungswechsel ins Auge fassen.
Willst du wieder mit deiner Tochter zusammen wohnen?
Ansonsten wird es einfacher zu sein nur für eine Person zu suchen.
 

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