Du hast sehr impulsiv reagiert. Ich verstehe nicht, warum du deine Tochter rausgeworfen hast.
Ein Teppich hat im Hausflur nichts zu suchen und schon gar nicht regelmäßig und bis vor eure Wohnungstüre. Sie geht morgens geräuschvoll die Treppe runter. Alles kein Kündigungsgrund.
Aber ihr habt eine längere Vorgeschichte und soweit ich mich erinnere gab es eine Abmahnung bzw. wurde mündlich besprochen, dass ihr in absehbarer Zeit ausziehen solltet? Oder wurde das sogar schriftlich festgelegt?
Gehe zum Mieterbund und lasse dich beraten!
Es war sicherlich ein Fehler, meine Tochter daraufhin sofort rauszuwerfen. Leider bin ich ein sehr impulsiver Mensch, habe mich nur schwer unter Kontrolle, wenn ich Wut habe. Ich wollte es nie so machen, wie meine Mutter es mir vorgelebt hat, aber leider ist es doch so gekommen.
Ich sah mich in dem Moment, als ich sie aufforderte, einen Koffer zu packen, im Recht. Eben wegen dieser längeren Vorgeschichte hatte ich immer Angst vor einer Kündigung und habe alles drangesetzt, bei den Nachbarn nicht mehr in Ungnade zu fallen. Ich habe alles hingenommen, egal, ob es ihr ständiges Trampeln und Poltern war oder dass sie mehrmals in der Woche bis nach Mitternacht ihre Alexa laut dröhnen lassen. Ich habe aus Verzweiflung oft kurz davor gestanden, die Polizei zu rufen wegen nächtlicher Ruhestörung, aber ich hatte solche Angst vor einer Eskalation. Deshalb habe ich es so empfunden, dass meine Tochter mit ihrem Verhalten alles kaputt, alles zunichte gemacht hat!
Richtig, nach der Abmahnung im Oktober 2024 forderte mein Vermieter mich einige Wochen später
mündlich auf, mir innerhalb eines halben Jahres eine neue Wohnung zu suchen. Er hat innerhalb dieses halben Jahres zweimal schriftlich nachgefragt, wie es mit einem Wohnungswechsel aussehe und ich habe
schriftlich geantwortet, dass ich trotz intensiver Bemühungen nichts gefunden habe. Das alles ist auch im Kündigungsschreiben festgehalten.
Ohne diese Vorgeschichte gäbe es wahrscheinlich keinen Kündigungsgrund, aber so...