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Konflikte mit Tochter nach Diagnose

Danke vor allem für die verständnisvollen Antworten von @SanneErgo und @HeartAttack.

Eigentlich wollte ich nie dieselben Fehler machen, die meine Eltern gemacht haben, indem sie mich zu sehr bevormundet und klein gehalten haben. Besonders mein Vater hat mir immer das Gefühl gegeben, dass er mir nicht vertraut. Doch das Problem ist, dass es mir schwer fällt, meine Tochter einfach machen zu lassen, einfach ihren Weg gehen zu lassen. Ich mache mir Sorgen, dass sie orientierungslos durchs Leben "trudeln" wird, ohne Verantwortung für sich zu übernehmen, ohne irgendwelche Ziele zu haben.
Ich denke aber , dass Du denselben Fehler machst oder schon gemacht hast.
Einerseits möchte ich, dass sie dem Neurologen vertraut und sich auf die verordnete Medikation einlässt. Andererseits habe ich selbst gewisse Zweifel an der Diagnose. Das macht alles noch schwieriger. Ich möchte sie ja gern dabei unterstützen, den Führerschein zu machen, nur weiß ich jetzt nicht, ob ich sie Autofahren lassen soll. Ich habe mich schon im Internet informiert und habe gelesen, dass ein vom Arzt ausgesprochenes Fahrverbot rechtlich nicht bindend ist. Trotzdem frage ich mich, ob man es leichtsinnig einfach ignorieren soll? Was ist, wenn etwas passieren sollte?
Warum fragst Du sie nicht, ob sie sich noch eine zweite Meinung einholen will?

Was den Führerschein angeht, so wird sich ja bei den Fahrstunden herausstellen, ob sie das mit dem Fahren packt oder nicht.
 
Mein Gedanke wäre auch, dass du vielleicht die Möglichkeit bekommst, ihren Freund kennenzulernen und dir erstmal ein Bild von ihm machst.

Ich denke es könnte helfen, wenn du versuchst wie eine gute Freundin für deine Tochter zu sein. Weniger beschützend, mehr unterstützend oder einfach nur da sein und zuhören. Das mag zwar schwer sein, aber du möchtest doch sicher, dass sie möglichst viel alleine hinbekommt und da gehört es dazu, dass die Eltern in den Hintergrund treten.

Ich finde es ist wichtig, dass Kinder schon recht früh lernen eigene Entscheidungen zu treffen und Dinge selbstständig anzugehen, auch wenn sie Defizite haben. Natürlich darf auch unterstützt werden, aber immer mit dem Hintergedanken, dass sie ihr Leben eigenständig bewältigen können.
 
Dieses Mal geht es um meine 18-jährige Tochter.

Im vorletzten Jahr habe ich darüber geschrieben, dass sie schon immer ein Sorgenkind war
Hallo!
Ich sage gleich ich habe nicht alles gelesen…
Aber ich wollte nur sagen dass ich dich verstehen kann.
Ich habe auch 2 Töchter und bei mir ist die Große (14) das Sorgenkind.

Aber es ist anders als bei dir.
Sie ist sehr intelligent und lernt leicht und merkt sich Alles.
Aber sie hat andere Probleme (sie selbst sieht es als Probleme!)
Sie ist ziemlich groß, sie hat etwas Übergewicht und benötigt eine starke Brille und das stört sie. Dadurch hat sie wenig Selbstbewusstsein und ist schüchtern und ruhig.
Und sie hat das Problem dass sie leider stottert.
So wird sie oft unterschätzt.

Und genau wie du will ich das Beste für sie und hätte gerne dass es ihr gut geht und dass sie sich selbst annimmt!
Und dabei macht man leider leicht Fehler 😞!
Ich bin auch oft ratlos.
Wenn ich ihr anbiete dass wir zusammen Sport machen reagiert sie auch trotzig und meint ich soll nicht auch an ihrer Figur herum kritisieren!
Natürlich muss sie zur Logopädin, dann kommen Sprüche „das ist für die doofen Kinder!“
Wenn ich sage dass ich sie total ok finde wie sie ist kommt „das sagst du nur damit du Ruhe hast“ etc..

Also man kann versuchen ihnen den Weg zu zeigen. Aber ich denke so wie ich musst du auch ihren eigenen Kopf hinnehmen.

Es scheint manchmal müssen sie selbst herausfinden was der richtige Weg ist.
Ich habe öfter den Rat bekommen dass ich mich weniger einmischen soll.
Das könnte eventuell stimmen.
Auch bei dir?

Alles Gute für euch!
 
Und gluckenmäßig kommst du mir auch nicht vor.
Du bist Vollzeit berufstätig, bist Alleinerziehende von zwei Kindern…
Da kann man gar nicht helikoptermäßig unterwegs sein, weil man zu oft nicht zuhause ist…
Auch wenn die Mädchen nun beide volljährig sind…

@ Marika
das sehe ich auch so.
Ich kann deine Sorgen und Gedanken verstehen uns sehe dich als eine verantwortungsvolle Mutter.

Auch ich bin der Meinung: Versuche den Freund kennenzulernen um dir ein Bild über ihn und über
die Beziehung zu deiner Tochter zu machen.

Tiere interessieren deine Tochter - kannst du sie dahingehend iwie unterstützen, dass sie sich
beruflich dazu "aufraffen" kann ?

LG
 
Schwierig, schwierig, die Situation. Wichtig zu verstehen aber, dass du nur unterstützen und für sie da sein kannst, wenn sie es zulässt - und dafür braucht es Vertrauen, das ihr erst noch aufbauen müsst.

Die rechtliche Verantwortung mag enden, wenn das Kind 18 wird. Das ist aber etwas völlig anderes als das Verantwortungsgefühl, das man (i. d. R.) als Mutter hat, gerade wenn ein Kind sichtbar noch eher unselbständig ist. Deine Sorge @Marika46 kann ich daher schon verstehen. Sehr gut sogar. Und die Sorge hört m.E. auch nie auf. Trotzdem muss man die Kinder irgendwann loslassen und auch mal eigene Fehler machen lassen. Es ist an dir, das zu lernen.

Es wäre gut, wenn du davon wegkämst, Entscheidungen für dein Kind treffen und sie ständig bevormunden zu wollen. Stattdessen dich zur wohlmeinenden Ratgeberin zu entwickeln, zu der sie Vertrauen haben kann und auf die sie freiwillig zukommt, um sich Rat zu holen. M.E. reagierst du häufig zu impulsiv und aus der mütterlichen Sorge heraus - verständlich, dass sie zurückschreckt, bockt oder wegläuft. Du könntest eine bessere Ratgeberin werden, indem du Gesagtes von ihr erst einmal grundsätzlich sacken lässt und eben nicht so impulsiv deine Antwort raushaust. Nimm dir 5 Minuten Zeit und überlege erst einmal still für dich. Versetz dich in ihre Lage, du kennst sie doch. Schließ sie geschickt auf und sprich davon, was das Erfahrene für Gedanken in dir auslöst. Gib ihr die Chance, deine negative oder ängstliche Sicht zu verstehen, vielleicht sogar zu entkräften. Sie hat auch eine Meinung!!!

Bzgl. des deutlich älteren Freundes könntest du Vertrauen schaffen, indem du ihr sagst, nach dem ersten Schreck dieser doch ungewöhnlichen Konstellation würdest du das schon auch akzeptieren, sie aber bitten, dir dabei zu helfen, dass deine Sorgen abnähmen. Ob du ihn kennenlernen dürftest. Diese Beziehung muss nicht schlecht sein, vielleicht bietet der Mann ihr das erwachsene Verständnis der Vaterfigur, die sie nicht hatte. Wenn es ihr erster Freund ist würde ich das auch nicht überbewerten. Da wird sich sicherlich noch etwas tun.

Ich würde schon auch weiter versuchen, ihr beim Einstieg in einen Beruf zu helfen. Aber nicht einfach darauf los, sondern sprich mit ihr, warum das so wichtig ist. Dass es gut ist, selbständig und wirtschaftlich unabhängig zu sein, damit man frei bleibt in seinen Entscheidungen und nicht abhängig von anderen.

Habt ihr in der Nähe einen Zoo? Wie wäre es mit einer Ausbildung zum Tierpfleger? Oder einen Reiterhof? Vielleicht wäre ja auch Landwirtschaft etwas für sie. Sie könnte mehrere Praktika machen, um zu schnuppern. Wenn du selber nicht weißt, wie man vorgehen sollte, nutz doch mal chat gpt, um dich dazu zu unterhalten und auf Ideen zu kommen. Du musst dich dazu nicht anmelden, stell einfach deine Fragen so als würdest du einer echten Person gegenüber sitzen. Probier das mal aus, es ist wirklich super. Vielleicht sogar direkt zusammen mit deiner Tochter, so dass auch sie sich Fragen ausdenken kann. Nutzt die KI!

Was die Diagnose angeht muss ich leider sagen, dass ich dich nicht verstehe. Sie soll nach der Schnelldiagnose des Arztes jetzt einfach direkt die Medikamente nehmen und erst später eine Zweitmeinung einholen? Wenn sie zweifelt, du zweifelst, der Führerschein wackelig ist, wieso schlägst du ihr nicht direkt das Einholen der Zweitmeinung vor? Damit zeigst du Empathie, nimmst auch ihre Sorgen ernst, statt ihr etwas aufdrücken zu wollen, wofür im Moment keine Bereitschaft besteht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bzgl. des deutlich älteren Freundes könntest du Vertrauen schaffen, indem du ihr sagst, nach dem ersten Schreck dieser doch ungewöhnlichen Konstellation würdest du das schon auch akzeptieren, sie aber bitten, dir dabei zu helfen, dass deine Sorgen abnähmen. Ob du ihn kennenlernen dürftest. Diese Beziehung muss nicht schlecht sein, vielleicht bietet der Mann ihr das erwachsene Verständnis der Vaterfigur, die sie nicht hatte. Wenn es ihr erster Freund ist würde ich das auch nicht überbewerten. Da wird sich sicherlich noch etwas tun.
Zu dem älteren Freund....
Bei meiner Tochter war es genauso. Ich hatte eine Scheidung von ihrem Vater, da war sie ca. 14.
Er war nicht gut zu den Kindern, aber trotzdem hat sie an ihm gehangen und er brach komplett den Kontakt ab. Als sie 19 war, lernte sie auf Arbeit einen 15 Jahre älteren Kollegen kennen, und das war ein Volltreffer. Er war fürsorglich, um sie bemüht, trug sie fast auf Händen. Also muss nicht sein, das ein Älterer Mann pädophil oder sonstwas ist. Sie ist immer noch mit ihm zusammen 🙂 Und inzwischen ist sie 40 Jahre alt.
 

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