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Konflikte mit Tochter nach Diagnose

Da viele sich hier aufregen - dass Marika das FSJ für ihre Tochter "organisiert" hat: es gibt in Fast allen Bundesländern die Schulpflicht und dann Berufsschulpflicht. Die meist mind. bis zum 18. Geburtstag geht.
D.h. das Jugendliche - die jünger sind - und kein Abitur machen und vor diesem Zeitpunkt einen Schulabschluss machen:
1. eine Ausbildung machen müssen
2. einen ungelernten Job machen können - dann aber trotzdem pro Woche in eine allgemeine Berufsschule gehen müssen
oder
3. Ein FSJ oder FÖJ machen können - denn da finden themenspezifische und allgemeinbildende Seminare statt die der Schulpflicht quasi gleichgesetzt sind.

Mittlere Reife bedeutet, dass deine Tochter - @ Marika46 - zu dem Zeitpunkt 16 oder 17 war.
Sie also definitiv unter diese Reglung gefallen ist. Zumal es für mich liest - als ob sie vom Gymnasium mit der mittleren Reife runter ist.
D.h. unter Umständen - dass die ganzen berufsberatenden Maßnahmen - die an Haupt- und Realschulen (bzw. wie das bei euch heißt) normalerweise stattfinden > gar nicht so gelaufen sind.
Dann ist es wirklich schwer - sich für einen der o.g. 3 Wege zu entscheiden. Wobei Optoon 1 aufgrund eines fehlenden reellen Berufswunsches ja schon wegfällt. Und wenn der Jugendliche, also die Tochter, selbst nicht wirklich Motivation zeigt, ist es schwer - eine gute Entscheidung zu treffen. Die man aber musste - weil sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht 18 war.
 
@Marika46
Vielleicht solltest Du Dich mal weniger in ihr Leben einmischen und sie nicht überbehüten.
Du sitzt ja wie eine Glucke auf ihr drauf.
Sie muss zusehen, wie sie selbstständig wird.
Allerdings muss sie halt auch den Preis dafür bezahlen, wenn sie nicht aktiv wird und sich nicht um eine passende Arbeit bemüht.
Dann hat sie halt kein Geld , dass sie zum Weggehen zur Verfügung hat.
 
Aber scheinbar muss an ihr irgendwas unnatürlich krankhaft verkehrt sein.
Wenn ich so was schon lese, könnte ich 🤢.

Muss es nicht.

Da Probleme aber wohl schon seit Jahren bestehen - würde wohl jedes Elternteil versuchen herauszufinden, woran das liegt.
Um dem eigenen Kind den bestmöglichen Start in ein eigenständiges Leben zu ermöglichen.

Denn manches lässt sich doch beeinflussen. Entweder durch Medikamente - z.B. bei ADHS - oder entsprechenden Therapien - körperliche Einschränkungen.
Stellenweise bringen entsprechende Diagnosen z.B. mehr Unterstützung bei der Ausbildung, ....

Und nur, weil das eigene Kind dann 18 wird, kann man die eigenen Gefühle nicht einfach ausschalten. Vor allem, weil es die Probleme scheinbar ja schon seit Jahren gibt und man als Mutter (in dem Fall Marika) sieht, wie schwer sich das eigene Kind damit tut.

Und ja - ich habe 2 Exemplare hier - wo ich vor ähnlichen Herausforderungen stand und auch wieder stehe.
Ich hätte bzw. könnte beide auf "die Schnautze fliegen lassen" können - aber gerade bei jemandem, der die eigene Zukunft noch nicht halbwegs realistisch sieht - versucht man doch unterstützend zur Seite zu stehen.
 
Die unerklärlichen Stürze in der Kindheit, ihre stark verlangsamte Motorik und die Vergesslichkeit finde er jedoch bedenklich.

Das Problem ist, dass meine Tochter nicht weiß, was sie beruflich machen soll. Sie hat keine Interessen. Bei der Berufsberatung vom Arbeitsamt sagte sie mal, dass sie gern etwas mit Tieren machen wolle. Ich habe ihr daraufhin geraten, einen Einblick zu bekommen, indem sie sich eine ehrenamtliche Tätigkeit in einem Tierheim sucht. Was sie dann aber nicht gemacht hat.

sie seit zwei Monaten einen Freund hat, der 37 (!) ist. Ganz ehrlich bin ich aus allen Wolken gefallen und habe gefragt, warum sie sich nicht einen gleichaltrigen Freund suche. Das war wahrscheinlich schon ein Fehler, denn sie reagierte sofort pampig und meinte, das sei doch wohl ihre Sache. Natürlich beschäftigt es mich, da meine Tochter recht naiv ist, aber ich habe mir die Frage verkniffen, ob sie für Verhütung gesorgt habe. Ich habe echt Angst, dass sie bald nach Hause kommt und mir mitteilt, dass sie schwanger ist.
Ich kann dich ehrlich gesagt ganz gut verstehen. Deine Tochter hat offensichtlich Probleme, sie hat überhaupt keinen Plan, und du sollst sie einfach "loslassen"? Die Scherben musst ja dann doch du aufkehren. Wenn es blöd läuft, denkt sie nicht dran, auszuziehen, weil es so viel bequemer ist und sie ja eh nicht weiß was sie will. Wenn es ganz blöd läuft steht sie schwanger vor deiner Tür.

Trotzdem kannst du sie zu nichts zwingen und alle Versuche von dir in diese Richtung werden deine Tochter vielleicht gerade in die entgegengesetzte Richtung führen.

Ich finde nicht, dass man bei so einer Sachlage dir ganz klar nur 1 "richtigen" Rat geben kann.
 

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