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Konflikte mit Tochter nach Diagnose

Ja schön ist das nicht, aber das kommt öfter vor, das junge Leute ihrer Mutter nicht gleich erzählen, das sie einen freund haben. Erst recht nicht, wenn bei euch grade so "dicke Luft" ist.
Klassische Ausrede, ich bin bei einer Freundin 😉
Deine Tochter ist 18 !!!! und nicht 14.
Und an ihrer Stelle würde ich die Tabletten auch nicht nehmen, solange sie sich selber nicht beeinträchtigt fühlt. Ob jemand fahrtauglich ist, kann der Fahrlehrer gut beurteilen.
Mir hat damals der Fahrlehrer (waren sogar verschiedene) nach vielen Fahrstunden gesagt, lassen sie es lieber. Zu leicht ablenkbar, zu nervös, schnell überfordert) Ich habe zwar den Führerschein geschafft, bin aber nie gefahren, weil die Fahrlehrer hatten recht. Lass sie doch die Fahrschule machen, schliesslich muss sie da keine (zweifelhafte) Arztdiagnose vorzeigen.
Wenn die Diagnose gesichert wäre, dann wird bzw. würde das wahrscheinlich an einer zentralen Stelle gemeldet.
Zulassungsstelle für die Fahrerlaubnis oder ähnliches.
Das wäre dann schon eine enorme Einschränkung für eine junge Frau.

Daher ist es wichtig, dass es keine Fehldiagnose ist, Zweitmeinung würde ich mich unbedingt einholen.
Da sollte die junge Frau (sie ist ja schon 18) selbst aktiv werden.
 
Es gibt ja ganz unterschiedliche 18-jährige. Die eine wirkt wie gerade aus dem Nest gefallen, die andere hat schon einiges erlebt, ist tough und steht selbstbewusst ihre Frau. Davon würde ich abhängig machen, ob ich als Mutter zumindest anbiete mitzukommen oder nicht.

Was die Info zum neuen Freund angeht würde ich wohl auch etwas sagen, obwohl die Tochter volljährig ist. Und zwar würde ich sie darum bitten, der Schwester oder einer Freundin zu sagen, wo sie hingeht. Das hat nichts mit Gluckenverhalten zu tun, sondern ist einfach eine Sicherheitsmaßnahme. Das habe ich sogar mit meinen Single-Freundinnen so gehandhabt, wenn die sich mit Männern getroffen haben oder auch ich selber. Dazu laufen leider viel zu kranke Köpfe herum und ich finde ein wenig Selbstschutz nicht verwerflich. Das kann man seinem erwachsenen Kind aber vermitteln ohne dass es sich kontrolliert fühlt und ich denke, genau darauf kommt es an. Schließlich bedeutet es auch "Ich habe Angst um dich, du bist mir wertvoll und wichtig." Das spricht die Tochter der Mutter ja ein Stückweit ab.
 
Vielleicht kann sie etwas gegen Stress tun und den Neurologen / Psychiater erstmal weglassen. Auch Hausärzte können solche Medikamente verschreiben, aber es macht nicht jeder Hausarzt. Es kann z. B. etwas zur Beruhigung (...) bei Stress gegeben werden. Lavendelöl wirkt auch gegen Stress und hilft beim Einschlafen. Stress kann ein Auslöser von Anfällen sein, sowie Schlafmangel und Essprobleme (Mahlzeiten auslassen, zu wenig an bestimmten Nährstoffen). Auch Darmbakterien können gegen Stress helfen.

Andere Auslöser kann es auch geben. Da gibts teils auf Youtube Tests zu Lichtblitzen zu (unseriös, kann aber eine erste Einschätzung sein). Chaotische Umgebungen kann man auch meiden. Dazu zählen beszimmte Filme, Sendungen und Gruselgeschichten, sowie Bahnchaos.

Spaziergänge im Wald oder in der Natur können gegen Stress helfen.

Vielleicht ist sie hochsensibel. Das sind viele, vor allem intelligente Menschen. Sie kann sich einen Beruf aussuchen, bei dem das nicht im Weg steht z. B. im Büro. Es kommt auch darauf an, was sie subjektiv als Stress wahrnimmt oder was ihre Trigger sind. Oxytocin kann beruhigend wirken und das hat man, wenn man Babys hält oder mit Kindern spielt.

Auch kaltes Wasser und Sport kann helfen. Wenn man Kopfweh (wegen Hitze, Sport oder Nährstoffmangel / Essen ausgelassen) hat, kann man Elektrolyte aus dem Supermarkt nehmen. Das hilft dagegen relativ zuverlässig und hat i.d.R. keine Nebenwirkungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Termin beim Neurologen war vor zwei Wochen. Es war ein netter Arzt, der sich die Probleme meiner Tochter in Ruhe anhörte. Ich hatte den Eindruck, dass er ihr unbedingt helfen wollte und nicht gleich alles auf die psychische Schiene schob. Es wurde bei dem Termin ein EEG gemacht, nach dessen Auswertung alles auf eine milde Form von Epilepsie (Absencen) hindeutete. Meine Tochter reagierte sofort rebellisch. Sie sagte, dass sie die Probleme aber doch nur bei niedrigem Blutdruck habe und es daher mit dem Kreislauf zusammenhängen müsse.

Der Arzt zeigte sich daraufhin schon etwas verärgert und wies darauf hin, dass meine Tochter wegen dieser Diagnose auch erst einmal keinen Führerschein machen dürfe. Sie wollte wissen, wann das denn möglich sei. Schließlich wollte sie das bald angehen. Der Arzt sagte, dass sie erst nach einem Jahr Anfallsfreiheit fahren dürfe. Er verschrieb ein Medikament und klärte noch über die möglichen Nebenwirkungen auf.

Als wir aus der Praxis raus waren, fing meine Tochter an zu toben. Sie lasse sich nicht ihr Leben kaputt machen wegen einer Erkrankung, die sie nicht habe. Ich versuchte sie zu beruhigen und sie davon zu überzeugen das Medikament zu nehmen. Sie sagte zu, das Rezept in der Apotheke einzulösen.
Hallo Mareike,

ich kann absolut nachvollziehen, dass bei euch zur Zeit der Haussegen schief steht.
Auch, dass du dir große Sorgen um deine Tochter machst.

Deine Tochter ist eine sehr junge Frau, gerade volljährig geworden.
Wahrscheinlich hatte sie Träume, wie sie durch den Führerschein Freiheit und Selbstständigkeit erfahren könnte.
Dieser schöne Traum wurde nun von einer Sekunde zur nächsten erstmal zunichte gemacht.
Das ist ein unglaublicher Schock für deine Tochter, dieser hätte die meisten anderen Erwachsenen auch erschüttert.
Schließlich ist da jetzt erstmal diese Ungewissheit für sie.
Wie es weitergehen wird mit ihrer Erkrankung.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: wenn sie ein Jahr ohne Absencen war, wird meistens die Erlaubnis erteilt, dass man den Führerschein doch noch machen darf.
Dafür muss sie sich aber regelmäßig untersuchen lassen, damit es dokumentiert wird.

Ich würde ihr jetzt erstmal genügend Zeit lassen, um die ganzen Neuigkeiten sacken zu lassen.
Bestimmt spricht sie auch mit ihrem Freund darüber und vielleicht sogar mit dessen Eltern und anderen Leuten.

Wenn sich die Situation entspannt hat, dann könnt ihr nochmals miteinander in Ruhe reden und die weiteren Schritte gemeinsam überlegen.

Natürlich kann sie sich auch eine Zweitmeinung einholen.
Schadet nie!
Gewöhnlich sollte ein Neurologe fähig sein, ein EEG richtig zu interpretieren, er hat schließlich täglich damit zu tun.

Aber wenn es deiner Tochter Sicherheit gibt, dann ist eine Zweitmeinung unabdingbar.

Ihr bekommt das hin, wenn die Wogen geglättet sind lässt es sich besser reden. 🍀
 
Lass sie doch die Fahrschule machen, schliesslich muss sie da keine (zweifelhafte) Arztdiagnose vorzeigen.
Ganz ganz schlechte Idee 👎
Ein Fahrlehrer ist kein Arzt.
Außerdem wäre dieses Vorgehen (bei gesicherter Diagnose) eine Straftat!
Und dazu willst du bestimmt keine junge Frau anstiften.

Während einer Absence hat man keinerlei Kontrolle über das eigene Handeln, auch wenn sie nur wenige Sekunden andauert.
Wenn man deshalb in eine Menschenmenge fährt….ich brauche das bestimmt nicht weiter ausführen…
 
Dass das aber dann sonst nie auffiel, in der Schule usw, dass sie immer mal wieder kurz weg ist.
Stimmt so nicht:
Jedenfalls wurde mir im November von der Einrichtungsleitung gesagt, dass meine Tochter für Büroarbeit ungeeignet sei. Sie mache oft den Eindruck, dass sie überhaupt nicht zuhöre, man müsse ihr alles dreimal erklären. Meine Tochter habe Konzentrationsstörungen und sei sehr vergesslich. Wenn man sie auf Fehler hinweise, reagiere sie oft patzig. Rückmeldungen, die ich auch bei den Elternsprechtagen zu hören bekam.
Die TE spricht hier zwar hauptsächlich von den Rückmeldungen bezüglich der FSJ-Einrichtung. Aber im letzten Satz auch von der Schule.

Und wer Absencen noch nicht wirklich gesehen hat - für den sieht das aus, als ob jemand am Träumen ist. Eben wie Konzentrationsstörungen.
 
Es ist möglich, dass die Absencen nur eine Vermutung des Neurologen sind. Sind sie aber provozierbar und waren auf dem EEG sichtbar, ist das eindeutig. Da könnte man noch nachfragen. Bemerken muss man die nicht. Ist ein bisschen als würden einem gelegentlich ein paar Sekunden fehlen. Nach außen muss man das gar nicht merken.
 
ok Danke, dann würde ich das doch jetzt als Chance sehen das es durch die Medikamente besser wird.
Das mit dem Führerschein ist natürlich sehr ärgerlich.
 
Außerdem wäre dieses Vorgehen (bei gesicherter Diagnose) eine Straftat!
Und dazu willst du bestimmt keine junge Frau anstiften.
Nein natürlich nicht, aber irgendwie bezweifle ich die Diagnose.
Konzentrationsstörungen und Langsamkeit muss nicht unbedingt Absencen bedeuten.
Es gibt ja ganz unterschiedliche 18-jährige. Die eine wirkt wie gerade aus dem Nest gefallen, die andere hat schon einiges erlebt, ist tough und steht selbstbewusst ihre Frau.
Das stimmt.
Ich war mit 18 auch noch "unreif" und sehr kindlich, hab oft geträumt und vor mich hin gesponnen.
Ich wusste auch nicht so recht, was ich beruflich machen soll.
Was Deine Tochter jetzt macht da in dem Altenheim im Büro, wäre bei mir auch schiefgegangen.
Büro war noch nie meins, ich brauchte was, was ich mit den Händen machen konnte.
Deine Tochter hat bestimmt auch etwas, was sie gut kann und gerne macht.
 

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