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Konflikte mit Tochter nach Diagnose

Hallo Marika46,
mit 18 ist das Gehirn junger Menschen noch nicht zu Ende ... das dauert noch einige Jahre und in dieser Zeit brauchen sie vielfältige Meinungen, Vorbilder und Ansprech- bzw. Vertrauenspersonen. Deine Zeit als Haupt-Beziehungsperson qua Mutterstatus ist vermutlich schon länger vorbei, auch wenn dich das kränkt.

Sieh' es doch mal als Entlastung an. Sie ist 18, hat Rechte und Pflichten, lernt jetzt, Verantwortung zu übernehmen und eigene soziale Netzwerke aufzubauen. Wenn sie von sich aus nochmal zu einer Untersuchung geht, ist das vermutlich besser als wenn du sie drängelst. Oft lernt man als junger Mensch ja erst durch eigene (!) Fehler und du solltest ihr zugestehen, diese auch machen zu dürfen.

Zerstöre nicht eure Basis-Beziehung durch unnötige Übergriffigkeit – denn früher oder später ist diese Beziehung das, was zählt (für sie und für dich!).

Alles Gute!
 
Ich sagte meiner Tochter, dass das Berufsleben nie einfach sei und sie versuchen solle, sich ein dickeres Fell zuzulegen.
Du hast kein Verständnis für deine Tochter, lese ich da heraus.
Eine hysterische Kollegin? Geht gar nicht.
Wir alle gestalten die Arbeitswelt mit, oftmals auch nur, dass wir unangebrachtes Verhalten hinnehmen.
Du vermittelst deiner Tochter also, sie soll klein bei geben und alles mit sich machen lassen?

Ich würde dir empfehlen auf der Seite deiner Tochter zu stehen. Es liest sich für mich so, als wenn du gegen sie bist und auf der Seite anderer Leute stehst, wie dem Arzt oder dieser Kollegin.

Sei für sie und versuche sie zu verstehen, dann könnt ihr gemeinsam nach Ursachen und Lösungswegen suchen.
Auch wenn sie schon 18 ist, ist sie dennoch ein junger Mensch dem Erfahrungen fehlen.
Vielleicht schafft sie es aber auch auf ihre eigene Weise.

Ich wollte auch nie, dass meine Tochter irgendwelche Medikamente nimmt, damit sie besser "funktioniert". Wenn sie selbst das mal will, ist es etwas anderes.
Ansonsten muss sie in dem Körper leben. Ich würde es mir nie anmaßen zu sagen sie solle sich ein Medikament mit möglichen Nebenwirkungen einwerfen, dessen Notwendigkeit sie gar nicht sieht.

Vertrauen schenkt dir nur ein Mensch, der weiß dass du es gut mit ihm meinst, ihn verstehen willst und für ihn bist und nicht gegen ihn.
Höre ihr zu.
 
Hallo Marika,

schwierig. Ganz unwahrscheinlich finde ich die Diagnose nicht. Epilepsie bedeutet nicht immer, dass es auffällige Krampfanfälle sein müssen.

Es gibt wenige Sekunden dauernde Absencen. Das würde z. B. erklären, warum deine Tochter vermeintlich nicht zuhört und man ihr Dinge mehrfach erklären muss.

Ich würde sie nicht drängen, Medikamente zu nehmen. Vielleicht möchte sie in der nächsten Zeit eine Zweitmeinung einholen.

Sie ist 18, letztlich ist es ihre Entscheidung, auch wenn du sie natürlich vor allem beschützen möchtest.

Sprich mal ruhig mit ihr darüber, dass ihre Konzentrationsprobleme sich vielleicht bessern könnten, wenn es tatsächlich eine leichte Form von Epilepsie ist und die Medikamente helfen.

Dass sie in dem Heim beschäftigt ist, in dem du arbeitest, finde ich auch nicht so glücklich, ehrlicrh gesagt. Lass sie ihre eigenen Erfahrungen machen, ohne im Hintergrund einzugreifen.
 
Ein paar persönliche Gedanken aus verschiedenen Perspektiven:

Da eines meiner Kinder Entwicklungsverzögerungen hatte, kann ich nachempfinden, dass das als Mutter mitunter ziemlich belastend sein kann.

Deine Tochter hat die mittlere Reife geschafft , deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass sich beruflich etc. nichts für sie finden lässt.

Diagnosen/Erkrankungen: Sofern die Diagnose dieses Neurologen überhaupt zutrifft.
Selbst als erwachsener/älterer Mensch kann man ganz schön dran zu knabbern haben, damit klarzukommen.... das braucht meist Zeit. Persönlich kann ich deine Erwartungshaltung an deine Tochter nicht nachempfinden, dass sie brav die Tabletten schlucken soll und dann wieder zur Tagesordnung übergehen soll.

Zu deiner Tochter und ihrem möglichen neuen Freund: Wieso soll sie dir das umgehend erzählen, wenn das noch ganz frisch ist, zwischen den beiden? Wieso wertest du das gleich als "kein Vertrauen haben"? Sie ist erwachsen.....

Vielleicht würde euch ein bisschen Abstand gut tun.....
 
Liebe Marika, ich kann deine Verzweiflung gut nachvollziehen. Denn deine Tochter ist 18, du siehst sie immer weiter abrutschen, während bei ihr selbst gleichzeitig jede Einsicht fehlt, dass sie Hilfe braucht.
Das einzige, was du jetzt tun kannst, ist, für dich selbst Hilfe zu suchen bei Beratungsstellen.
Vielleiht tun sich da Türen auf, die du bisher noch nicht kanntest.
Bitte nimm das in Anspruch. Es könnte auch ein Beispiel sein für deine Tochter.
Aber erstmal geht`s jetzt um dich selbst, denn du kannst deinem Kind nicht helfen, wenn du selbst am Boden liegst.
Pass auf dich auf!
LG
 
Huhu,

sie hat die Realschule geschafft = Respekt.
Mit 18 ist man volljährig. Ob man dann weiß wo es langgeht ist eine andere Sache.
Gibt ihr die nötigen Freiheiten aber setze auch Grenzen.

Eine zweite Meinung ist immer gut.
Ein Intelligenztest mit einem Persönlichkeitstest (von Profis durchgeführt) und nicht von Dr. google sollten mehr Klarheit bringen.

Vielleicht auch mal der Satz: Eltern sind nicht ewig hier.

Mit 18 war mir meine Berufsfindung auch nicht klar.

Wie stellt sie sich denn ihre Zukunft vor? Chillen und abhängen?

Konzentration kann man Üben und durch Übung verbessern.

Frage - wann hast Du sie das letzte Mal umarmt?
 
Du verhältst dich zu ihr extrem übergriffig und grenzüberschreitend.

Lass sie ausziehen, lasse sie selbständig werden, durch eine Berufsberatung könnte sie einen eigenen geeigneten Job oder eine Ausbildung finden, höre auf dich in ihr Leben einzumischen und sie zu bevormunden.

Höre auf ihr Krankheiten anzudichten.

Du machst sie mit deinem Verhalten psychisch krank und lebensunfähig.

Es ist gut, dass sie einen Freund hat.

Vielleicht kann sie bei ihm wohnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Holt einfach eine Zweitmeinung ein. Wenn es nur Absencen sind, dann fällt das oft nicht auf. Auch bei Medikamenten gibt es verschiedene Mittel und allgemein tut sich bei Epilepsie auch viel mit Ernährung, Stichwort Ketose. Gar nichts machen wäre natürlich riskant. Lass sie erst in Ruhe und gehe dann wieder auf sie zu, dass ihr dem noch genauer nachgehen könnt.
 
Unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen sind erlaubt.

Mit 18 J ist es sehr wichtig seine Tochter in Ruhe zu lassen, damit sie selbständig werden kann.
 
Da sie bis dahin nicht wusste, was sie beruflich machen soll, vermittelte ich ihr ein Soziales Jahr in der Verwaltung des Pflegeheims, in dem ich arbeite.
Wie bist du denn auf diese Idee gekommen? Du fühlst dich doch an deiner Arbeitsstelle selber nicht wohl. Und umgekehrt fällt jeder Fehler, den deine Tochter dort macht, auf dich zurück. Und schließlich wäre es für deine Tochter wohl besser gewesen, sie sucht sich eigenständig etwas und lernt so, auf eigenen Beinen zu stehen, nachdem sie erwachsen ist.

Ich kann gut verstehen, dass deine Tochter angesichts der aktuellen Vorkommnisse ausgetickt ist, versetze dich doch mal in sie hinein:
Du überredest sie, zum Arzt zu gehen, obwohl sie (erwachsen!) das eigentlich gar nicht will. Dann wird ihr dort eine zumindest überprüfenswerte Diagnose gestellt, die womöglich verhindert, dass sie keinen Führerschein (Eigenständigkeit!) machen kann. Da wäre wahrscheinlich jeder junge Mensch ausgetickt.

Ich denke es ist am besten, wenn du sie jetzt in Ruhe lässt, und nicht mehr versuchst, ihr etwas aufzuzwingen was du für hilfreich hältst. Dass du mit deinen Ratschlägen nicht unbedingt treffsicher bist, weißt du doch aus deiner eigenen Geschichte: in Bezug auf deine eigenen Angelegenheiten hast du ja auch nicht immer eine glückliche Hand.
 

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