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Konflikte mit Tochter nach Diagnose

Also, ihr ein soziales Jahr in einem Pflegeheim aufzudrücken, wo man selbst nicht glücklich ist, ist schon nicht so toll.

Und dann hat besagte Tochter erhebliche Probleme mit der Impulskontrolle.

Ich finde die Diagnose zweifelhaft. Die Tochter hat keine Ziele, keine Freude. Da kommt man mit der Diagnose echt nicht viel weiter. Und dann soll sie gefälligst die Medis nehmen?

Ich würde der Tochter betreutes Wohnen und eine Berufsberatung empfehlen.
 
Tatsächlich finde ich es auch grenzwertig, dass du deine Tochter ausgerechnet in die Branche und erst recht an die Einrichtung vermittelst, in der du selber immer und immer wieder Probleme hast. Dass die Pflege dazu ein psychisch und physisch extrem belastender Bereich ist und sich das in Zukunft aufgrund der demografischen Entwicklung noch verschärfen wird, spricht einmal mehr dafür, das seinem Kind nicht anzutun. Nun gut, das ist zu spät und ein erstes Misserfolgserlebnis hat sie kassiert.

Ich finde übrigens nicht, dass es zwingend in jedem Beruf schwierig sein muss und ich frage mich, was das soll, ihr das als Lebensweisheit mitzugeben, bevor sie überhaupt das erste Problem hat. Du schiebst sie förmlich in die Problemlandschaft, mit der du regelmäßig Schwierigkeiten hat, statt erst einmal mit ihr zu überlegen, wo ihre Stärken und ihre Interessen liegen. Hier hätte sie auch Freunde und die übrige Familie fragen können, wo die ihre Stärken sehen - da hätte sie gleich eine ganze Ladung positiver Feedbacks bekommen, denn irgendetwas kann jeder.

Ich gehe davon aus, dass euer problematisches Verhältnis nicht erst seit gestern besteht, schließlich wurde sie von dir erzogen und hat so einige Probleme deines Lebens und Scheiterns miterlebt, ohne die "Schuldfrage" jetzt zu stark in den Fokus rücken zu wollen.

Nimm dich zurück mit deinen negativ behafteten Ratschlägen, solange sie nicht in echter Gefahr ist. Sie muss eigene Erfahrungen sammeln und wer weiß: Vielleicht kommt sie in einer Umgebung, die zu ihrer Persönlichkeit passt, viel besser zurecht als du?! Ich finde schon allein bedenklich, dass die "Teilleistungsstörung" immer wieder eine Rolle gespielt zu haben scheint und du auch jetzt wieder diese Problemkarte ziehst und ihr das unter die Nase reibst. Okay, dann kann sie eben nicht gut Mathe, aber vielleicht umso besser mit Tieren oder im Handwerk?

M. E. solltest du versuchen, dich weniger auf Probleme zu fokussieren und ihr nicht immer und immer wieder vor Augen führen, wo ihre Unzulänglichkeiten liegen. Sie hat die Mittlere Reife geschafft. Das ist schon mehr als viele andere junge Leute hinkriegen - und vielleicht ja auch mehr als du geschafft hast? Hast du den Abschluss eigentlich richtig gewürdigt, ihr gezeigt, dass du stolz auf sie bist? So etwas bleibt haften, aber eben leider auch der ständige Hinweis auf ihre Teilleistungsstörung. Okay, Bankerin sollte sie damit nicht werden - muss sie ja aber auch nicht. Niemals würde ich sie jetzt noch zu einem Intelligenztest schleppen und ihr weitere Komplexe eintrichtern, wenn sie womöglich nicht super abschneidet. Und ja, die Ärzte haben recht: Nicht alle Menschen sind gleich schnell. Dafür sind einige langsame aber deutlich gründlicher als die schnellen.

Die ärztliche Diagnose ist ein Ärgernis und m. E. unzureichend. Erklär dich mit deiner Tochter solidarisch, dass du siehst, dass sie das nicht so stehen lassen möchte und bestärke sie, dass auch du deine Zweifel hast. Steh mal zu ihr. Ignoranz ist allerdings keine Lösung, denn sollte sie den Führerschein machen, so Auto fahren und einen Unfall mit Personenschaden bauen, obwohl der Arzt ihr das untersagt hat, kann das fatal werden. Haltet zusammen und schmiede den Plan mit ihr, dass ihr die Diagnose verifizieren lasst. Und dann FRAG sie, ob sie das alleine hinkriegt, zu einem weiteren Arzt zu gehen oder ob du mitkommen sollst. Trau ihr mal etwas zu, damit sie die Chance hat, dir zu beweisen, dass sie alleine laufen kann.

Völlig unpassend fand ich, dass du ihr nicht widersprochen hast, als sie sagte, du bevorzugtest die Schwester. Sicherlich fühlt sie sich in ihrer Meinung jetzt noch bestätigt und das ist schon sehr verletzend. Kauf ihr eine Kleinigkeit, vielleicht ein kleines Kettchen mit einem Symbol, das Zuneigung symbolisiert. Das würde ich ihr schenken - wenn du kannst persönlich übergeben, wenn dir das eher nicht so liegt schreib ihr eine liebe Karte. Es gibt ein Buch "Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab!" Das gibt es auch in ganz klein. Leg ihr das dazu.. und schreib vorne rein "Wenn du mal wieder zweifelst lies das. Für immer.. deine Mama". Das ist zig mal mehr wert als jeder noch so gut gemeinte Rat.
 
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Ich würde der Tochter betreutes Wohnen und eine Berufsberatung empfehlen.
Warum die Tochter direkt pathologisieren? Sie hat doch nichts verbrochen. Ich habe bisher nichts davon gelesen, das darauf hindeutet, dass sie nicht auch alleine zurecht kommen könnte. Wenn jeder, der als pubertierender Jugendlicher mal mit einem Wutausbruch reagiert, direkt in betreutes Wohnen abgeschoben würde.. jesses!
 
Warum die Tochter direkt pathologisieren? Sie hat doch nichts verbrochen. Ich habe bisher nichts davon gelesen, das darauf hindeutet, dass sie nicht auch alleine zurecht kommen könnte. Wenn jeder, der als pubertierender Jugendlicher mal mit einem Wutausbruch reagiert, direkt in betreutes Wohnen abgeschoben würde.. jesses!
Weil ich der Tochter eine WG nicht zutraue. Betreutes Wohnen ist ja kein Stigma. Es kann helfen. Naja, mal mit Wutausbruch stimmt ja nicht. Man muss nur die anderen Threads von Marika lesen.

Zu gegängelt und bevormundet in dem Alter durch eine Mutter, die sich selbst nicht durchzusetzen weiß.
 
@Marika, du könntest sicherlich einiges anders machen, um deine Tochter besser zu unterstützen. Ich halte dich aber für eine sehr liebenswerte und fürsorgliche Person.
Ob für deine 18-jährige Tochter ein Auszug die beste Lösung wäre kann hier wohl niemand sagen. Jedenfalls gibt es kein Indiz, das darauf schließen lässt, dass sie ins Betreute Wohnen gehört. Dass sie den einen oder anderen Wutausbruch hat deutet jedenfalls nicht darauf hin, das kann zum pubertäten Findungsprozess gehören.

Dass deine Tochter dir nichts von ihrem Freund erzählt hat solltest du m. E. auch nicht überinterpretieren. Sei mal ehrlich vor dir selber, was hättest du ihr gesagt: "Pass auf, dass du... "? Vielleicht wollte sie genau solche Warnungen nicht hören und womöglich ist das junge Glück auch noch zu frisch, um dich einzuweihen. Wenn ihr ansonsten zu allem redet kann ich mir aber vorstellen, dass man dazu neigt, das als fehlendes Vertrauen zu interpretieren. Deine Tochter nabelt sich allmählich ab und das solltest du zulassen - abgesehen davon ist sie volljährig und hat ein Recht darauf. Da sind wir Mütter nochmal gefordert.

Unschön finde ich, dass sie dich angelogen hat als es hieß, sie sei bei einer Freundin. Das würde ich tatsächlich thematisieren, denn genauso wie sie nicht angelogen werden möchte hast auch du ein Recht darauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unschön finde ich, dass sie dich angelogen hat als es hieß, sie sei bei einer Freundin. Das würde ich tatsächlich thematisieren, denn genauso wie sie nicht angelogen werden möchte hast auch du ein Recht darauf.
Ja schön ist das nicht, aber das kommt öfter vor, das junge Leute ihrer Mutter nicht gleich erzählen, das sie einen freund haben. Erst recht nicht, wenn bei euch grade so "dicke Luft" ist.
Klassische Ausrede, ich bin bei einer Freundin 😉
Deine Tochter ist 18 !!!! und nicht 14.
Und an ihrer Stelle würde ich die Tabletten auch nicht nehmen, solange sie sich selber nicht beeinträchtigt fühlt. Ob jemand fahrtauglich ist, kann der Fahrlehrer gut beurteilen.
Mir hat damals der Fahrlehrer (waren sogar verschiedene) nach vielen Fahrstunden gesagt, lassen sie es lieber. Zu leicht ablenkbar, zu nervös, schnell überfordert) Ich habe zwar den Führerschein geschafft, bin aber nie gefahren, weil die Fahrlehrer hatten recht. Lass sie doch die Fahrschule machen, schliesslich muss sie da keine (zweifelhafte) Arztdiagnose vorzeigen.
 
Von außen ist es natürlich schwer was dazu zu sagen. Ich denke ein Problem ist, dass du dich für sie verantwortlich fühlst, es aber eigentlich nicht mehr bist, da sie 18 ist.
Was mich wundert, vermutlich hat sie ja schon immer gewisse Schwierigkeiten gehabt (über das übliche Maß hinaus) . Habt ihr da nie früher schon mal was versucht abzuklären. Grundsätzlich wird der Neurologe seine Untersuchung richtig gemacht haben und das Medikament könnte helfen. Zweitmeinung kann nicht schaden.
 

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