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Kinderwunsch belastet Ehe

Ich finde die Betreuungssituation noch etwas undurchsichtig.
Deine Tochter ist sehr krank und ihre Betreuung fast niemandem zuzutrauen.
Sich Helfer zu organisieren, um Entlastung und Paarzeit zu schaffen, ist laut dir, wie ich dich verstehe, fast unmöglich. Jedenfalls tust du es nicht.

Du warst in der Vergangenheit immer wieder länger beruflich weg.
Wie konntest du da deine kranke Tochter mitnehmen und sie betreuen? Und gleichzeitig deinem Job nachgehen?

Was war mit der Schulpflicht in diesen Wochen?

Das Kinderwunschthema kann ziemlich einfach verursacht sein (Hormonveränderungen), jedoch auch sehr komplex sein, kann auch mit eurer Art der Beziehungsführung zusammenhängen, da lässt sich viel spekulieren, hier letztlich jedoch nicht klären.
Ihr wollt es auch nicht klären, auch eure Beziehung nicht beleuchten.

Was kann hier noch für dich getan werden?
 
Das ist zwar richtig, aber in den Schulgesetzen der Länder steht davon kein Wort. Und diese Gesetze regeln, wie die Schule stattzufinden hat.

Es gibt eine allgemeine Schulpflicht, und für deren Erfüllung sind die Eltern zuständig. Ein Recht auf Bildung für jedes Kind ist aber etwas ganz anderes, und darum streicht der Kultusminister diesen Passus immer wieder durch, falls es doch mal ins Gesetz gelangen soll. Zu teuer.
Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht - und damit höherrangig als jedes Schulgesetz. Dafür braucht es keine Formulierung im Landesgesetz, weil Grund- und Menschenrechte ohnehin darüber stehen. Wenn z.B. ein Schulgesetz das Recht auf Bildung verletzen würde, könnte man es verfassungs- oder völkerrechtlich anfechten.
 
Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht - und damit höherrangig als jedes Schulgesetz. Dafür braucht es keine Formulierung im Landesgesetz, weil Grund- und Menschenrechte ohnehin darüber stehen. Wenn z.B. ein Schulgesetz das Recht auf Bildung verletzen würde, könnte man es verfassungs- oder völkerrechtlich anfechten.
Tja, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte würde dem TE ganz sicher zustimmen.
Und unser deutsches Verfassungsgericht auch...

Aber wie lange dauert so ein Verfahren? Solange die Schule durch ihren Entscheid keinen Ärger bekommt, werden die wahrscheinlich daran festhalten, daß sie der Betreuung des Mädchens nicht gewachsen sind, und die Eltern sich eine andere Schule suchen sollen.

Vielleicht sollte der TE sich an die Verbände für Behinderte und chronisch Kranke wenden, und ruhig für einen kleinen Aufstand mit Internet- und Zeitungsartikeln usw sorgen.
An die (kommunale) Öffentlichkeit zu gehen, das hat schon oft in solchen Fällen geholfen, daß benachteiligte Menschen zu ihrem Recht kommen...
 
Achtet darauf hier keine GF Diskussion zu starten und schreibt bitte mit dem TE.
Desweiteren ist es nicht ok, die Sinnhaftigkeit des Threads anzuzweifeln. Das sollte der TE für sich entscheiden.
 
TE: Du könntest deine Tochter in ein spezielles Internat geben und sie kann euch am Wochenende besuchen.

Da ist das Personal geschult, deine Tochter in guten Händen und du könntest dich wieder mehr deiner Frau widmen...

Wenn nicht und du eh das gros in der Kinderbetreuung leistest, kann deine Frau doch noch ein Kind bekommen, wenn sie lustig ist, wo sie natürlich diejenige ist, die sich hauptsächlich kümmert, du hast ja eh keine Zeit wegen Job und Tochter.

Aber sie ja schon...
 
Sie könnte online beschult werden. Das wäre eine Eingliederungshilfe und zuständig wäre das örtliche Sozialamt. Oder ein überörtlicher Sozial-/Eingliederungshilfeträger. Im Bereich Jugendhilfe kommt das häufiger mal vor, die Sozialämter sind da zurückhaltender. Jedenfalls gibt es Anbieter, die sowas durchführen, wenn ein Amt die Kosten trägt.

Generell muss für sowas die Schulpflicht ruhen. Ist jetzt nur eine Idee, was so in Frage käme. Es kann sein,:dass die steigenden Anforderungen an der weiterführenden Schule auf die Erkrankung zurückwirken. Für dein Kind ist es ja schon schlimm genug, wenn sie dadurch soziale Kontakte verliert. Manchmal kann man aber die Beschulung klären.

Dass du das weisst ist schon klar, aber weiss es die Frau, die deine Tochter aufgezogen hat und die sich ach so liebevoll um sie kümmert denn nicht? Ich spreche von deiner Frau, also derjenigen, die im Oma-Alter unbedingt schwanger werden will.

Was bist du denn von Beruf? Fernfahrer? Nimmst du auch genug Insulinspritzen mit auf deinen wochenlangen Geschäftsreisen?

Du redest dich hier um Kopf und Kragen, aber deine Geschichte wird immer undurchsichtiger.

@Micki77
Was erhoffst du dir von dem Faden? Wir sind jetzt auf Seite 23. Es wurden viele hilfreiche Tipps gegeben, aber in deinen Augen geht dies nicht und jenes nicht - entweder, weil die Frau zu nichts bereit ist und auf der anderen Seite, weil das Kind zu krank ist. Also bleibt alles wie es ist?
Willst du überhaupt etwas an der derzeitigen Situation ändern?

Was deine Tochter betrifft: Ich verstehe nicht, warum du dich nicht mal erkundigst, was es für Möglichkeiten gibt, dass deine Tochter wieder in die Schule gehen kann. Ich wüsste jetzt selbst nicht, welche Stellen zuständig wären, aber ich würde erst mal beim Arzt und Krankenkasse nachfragen, ob z.B. eine medizinische Schulbegleitung möglich wäre. So etwas gibt es für schwerkranke Kinder. Oder vielleicht ist deine Tochter auf einer Sonderschule besser aufgehoben. Wie gesagt, ich kenne mich in dem Bereich auch nicht so gut aus, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es da keine Lösung gibt. Du bist ja nicht der erste, der ein schwerkrankes Kind zu versorgen hat. Und die Lösung kann doch nicht sein, dass deine Tochter zu Hause bleibt. Du und deine Frau könnt sie doch nicht ständig betreuen, wenn ihr noch erwerbstätig seid.

Ich halte es für problematisch, pauschal zu sagen, dass Schulen keine schwer kranke Kinder aufnehmen. Grundsätzlich hat jedes Kind ein Recht auf Bildung - auch mit gesundheitlichen Einschränkungen. In vielen Fällen gibt es individuelle Lösungen. Lehrer und Eltern müssen nur wollen.

Dass Schulen sich keine Notfälle wünschen, ist verständlich - aber das kann kein Argument sein, Kinder auszugrenzen. Schulen sind für alle Kinder da, nicht nur für die unkomplizierten.

Haus- oder Online-Unterricht kann sicher eine Option sein – wenn es medizinisch notwendig ist und zum Wohl des Kindes beiträgt. Aber pauschal zu behaupten, das sei generell „besser“, blendet die sozialen, emotionalen und entwicklungspsychologischen Aspekte von Schule völlig aus.

Das sagt sich so einfach - ist im Rahmen solcher komplexen medizinischen Problematik aber das, was viele Schulen machen.
Denn dann liegt der Ball bei den Eltern - die tätig werden müssen.




Das bedeutet meist einen langen Kampf mit den Behörden.
Denn da geht es um das Thema Finanzierung.

Und Hausbeschulung bedeutet nicht - dass ein Lehrer täglich vorbeikommt. Im Glücksfall für 3-4 Stunden wöchentlich.
Online-Beschulung über Web-Schulen wird oft nur nach langem Kampf genehmigt.
Eine Option wäre evtl. noch Beschulung mit Avatar = Miniroboter (was es ja schon gibt) in der Schule. Wenn die bisherige Schule das nicht will, dann wird es wieder schwierig.




Die Großzahl der Schulbegleiter sind ungelernte Kräfte. Also meistens ohne pädagogische Ausbildung. Muss kein Nachteil sein - stellt aber bei manchen Fällen schon ein Problem dar.

Das wäre hier ja kein Problem.
Aber ich glaube, bei der Komplexität würde auch keine "normale" Pflegekraft reichen. Das müsste dann schon eine Intensivpflegekraft sein.
Und da solche Kräfte ja schon in der stationären Pflege fehlen, ist es bei der mobilen Pflege noch mal schwerer. Und aufgrund der ganzen Problematik ja auch nicht einfach, selbst wenn es Leute gibt, die spontan zu wechseln.



Das aufgrund dieser komplexen Problematik - die sich ja wohl erst in den letzten 2/3 Jahren so "verschlechtert" hat, der TE nicht mehr hinter dem Wunsch steht, ein 2 Kind zu bekommen, wundert mich wirklich nicht.

Es sind wahrscheinlich so viele Kämpfe mit Institutionen und Behörden auszufechten.
Nebenbei die Sorge um eine evtl. weitere Verschlechterung der Situation der Tochter. Die Betreuung der Tochter muss bis zur weiteren Klärung gewuppt werden. Und irgendwie muss ja auch Geld reinkommen/verdient werden.
Klar, es ist alles lösbar - braucht aber seine Zeit. Und da spricht man nicht von Tagen oder Wochen, sondern eher von Monaten (bis Jahren).
Da bleiben beim besten Willen in absehbarer keine Reserven - einem 2. Kind so gerecht zu werden, wie man vermutlich möchte.

Ich finde die Betreuungssituation noch etwas undurchsichtig.
Deine Tochter ist sehr krank und ihre Betreuung fast niemandem zuzutrauen.
Sich Helfer zu organisieren, um Entlastung und Paarzeit zu schaffen, ist laut dir, wie ich dich verstehe, fast unmöglich. Jedenfalls tust du es nicht.

Du warst in der Vergangenheit immer wieder länger beruflich weg.
Wie konntest du da deine kranke Tochter mitnehmen und sie betreuen? Und gleichzeitig deinem Job nachgehen?

Was war mit der Schulpflicht in diesen Wochen?

Das Kinderwunschthema kann ziemlich einfach verursacht sein (Hormonveränderungen), jedoch auch sehr komplex sein, kann auch mit eurer Art der Beziehungsführung zusammenhängen, da lässt sich viel spekulieren, hier letztlich jedoch nicht klären.
Ihr wollt es auch nicht klären, auch eure Beziehung nicht beleuchten.

Was kann hier noch für dich getan werden?

Ich möchte gerne nochmal ein paar Punkte klarstellen, damit es nicht zu noch mehr Missverständnissen kommt.

Das Hauptproblem bezüglich meiner Frau ist, dass ich nicht zu ihr durchdringe. Ich habe ihr gesagt, dass es kein weiteres Kind geben wird. Ganz egal, ob sie schwanger werden kann, künstliche Befruchtung, Adoption oder sonstiges. Nein. Das habe ich ihr ganz klar gesagt und ihr keine falschen Hoffnungen gemacht. Sie hat das fast komplett ignoriert.
Ich habe ihr vorgeschlagen mal zusammen zum Gyn zu gehen. Beratung, Check-Up, Hormone checken lassen usw. um zu verstehen, was mit ihr los ist. Das fand sie eine super Idee um zu besprechen, wie sie schwanger werden kann.
Ich habe das Gefühl meine Worte kommen bei ihr gar nicht an oder nur das was sie hören will. Wenn ich dann nicht so reagiere, wie sie das wünscht, dann wird mir wieder alles mögliche Unterstellt.
Was soll ich machen? Reden hilft nicht. Ich kann noch so einfühlsam sein, wenn es nicht ankommt. Ich weiß nicht, wie ich zu ihr durchdringen kann.

Die Betreuungssituation meiner Tochter: Ich bin mein eigener Chef. Ich kann also entscheiden, ob meine Tochter dabei ist oder nicht. Wenn sie dabei ist, dann rund um die Uhr bei mir. Das geht im Moment dauerhaft, weil sie ja nicht zur Schule geht. Vorher war sie nur in den Ferien und an schulfreien Tagen dabei. Die restliche Zeit wurde sie von meiner Frau betreut. Das habe ich ihr auch nicht aufgezwungen. Ich habe von Anfang an gesagt, dass sie es nicht machen muss und ich eine andere Lösung finden kann. Sie macht es aber gerne. Und als meine Tochter so krank wurde, habe ich wieder angeboten eine andere Lösung zu finden, aber sie macht es weiterhin gerne.

Meine Tochter hat in der letzten Zeit so gut wie keinen Schultag komplett geschafft. Sie war entweder gar nicht da oder erst später oder für wenige Stunde. Sie musste meistens den Tag abbrechen und abgeholt werden oder es kam zum Notfall. Sie schafft den normalen Schulalltag nicht mehr. Das hat zum einen körperliche Gründe. Sie kann nicht immer auf Knopfdruck zu einer bestimmten Uhrzeit lernen. Es gibt Tage, da geht es ihr super und sie kann theoretisch stundenlang lernen. Es gibt Tage, da geht es ihr weniger gut. Sie kann dann nur wenig lernen oder mit vielen längeren Pausen. Sie braucht Flexibilität damit sie immer dann lernen kann, wenn es ihr gut geht. Zum anderen besteht Schule ja auch aus viel Lärm, vielen Eindrücken, vielen anderen Kindern. Das ist zu viel.
Es gibt scheinbar aktuell keine schnelle Lösung. Ich habe aber auch das Gefühl, dass man nicht so sehr an einer Lösung interessiert ist. Ich durfte mir letztens in einem Telefonat sehr respektlos anhören, dass ich mir doch nicht so viele Gedanken machen muss. Sie wird ja mit ihren Krankheiten auf dem Arbeitsmarkt sowieso keine Chance haben. Ein guter Schulabschluss ist dann ja wenig nötig.
Außerdem ist die Master-Lösung scheinbar, dass man "solche Kinder" einfach zur Förderschule schickt und dann ist das Thema erledigt. Das wurde mir auch gesagt und ich habe die Förderschule abgelehnt.
 

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