Rhenus
Sehr aktives Mitglied
Lies doch nochmal die Fragestellung des Themenstarters.
Ich kann dort weder etwas von Politik, noch von Systemen oder staatlichen Rahmenbedingungen finden.
Nur von menschlichen Reaktionen auf Kinder.
Auf die Widersprüche im Startbeitrag wollte ich eigentlich nicht weiter eingehen, weil das schon vorherige Schreiber gut darstellten.
Dir zum Gefallen schreibe ich noch etwas dazu.😉
Seitdem ich selbst mit Kindern arbeite fällt mir vermehrt auf, wie kinderfeindlich unser Land doch ist.
Wenn man mit einem Kind, das weint oder spielt oder laut spricht in den öffentlichen Verkehrsmitteln sitzt, schauen sofort alle genervt.
Unser "Land" kann nicht "Kinderfeindlich" sein, es können nur Menschen, Wirtschaft oder Politik sein.
Menschen sind Individuen, daher kann man es nicht verallgemeinern.
Nachbarn führen Lärmprotokolle und bei Spielplätzen werden Demonstrationen gegen den Bau durchgeführt, als ob es um den Bau eines Atomkraftwerks in der Nachbarschaft ginge.
Soll man wirklich auf solche Antworten eingehen?
Die Politik hat doch diesbezüglich gehandelt und Spielplätze nicht nur vorgeschrieben sondern auch weitgehend vor Klagen geschützt.
Empfindet ihr das auch so?
Nein!
Neulich waren wir in Italien und hatten Kinder dabei. Meine Nichte und meinen Neffen.
Mir ist aufgefallen, dass die Italiener viel kinderfreundlicher waren.
Ich denke nicht, dass man von Momentaufnahmen auf eine Regel schließen kann.
Vielleicht war das nur Zufall. Aber wir empfanden das so.
Genau!
Wie seht ihr das?
So...
Nun habe ich meine Meinung dazu in Beiträgen geschrieben und worin lag nun mein Fehler?
Dass ich Odina oder wen auch immer, nicht zuvor fragte?
Und wer wo wieviel Alkohol getrunken hat, wurde auch nicht erfragt... 😕
Sollte man vielleicht genauer die Beitragsdialoge verfolgen!?
Ein Fazit aus dem Artikel...
...ist im Zusammenhang mit deiner Argumentation...
... aber doch recht interessant. 🙂
Vor allem, wenn man sich die heutige Zeit (inklusive der Anforderungen an die Kinder) so anschaut.
Das liest sich so, als durften / konnten Kinder in der DDR überhaupt nicht unbeschwert Kind sein. Das zumindest kann mir keiner erzählen, erst recht nicht im Vergleich zu heute teilweise.
Nun, ich hätte da nicht Kind sein wollen.
Und das sich der Westen auch veränderte, liegt einesteils daran, dass ja nach der Wende eine Durchmischung stattfand, die Löhne gedrückt wurden, die Kommunen im Westen vor lauter SOLII immer noch ausbluten und so nicht mehr genügend in Kinder- und Jugendarbeit investieren können.
Und man sich eben die Ausbeutung der Menschen ebenfalls weitgehend kritiklos zu eigen machte.
Dass meine These richtig ist, zeigt sich doch daran, dass eben durch solche Rahmenbedingungen der neuen Erziehung, der Aufwand der Jugendämter und damit die Unterbringung in öffentliche Erziehung, drastisch steigen und nahezu unbezahlbar sind...
Eine Kinderfeindlichkeit sehe ich also vornehmlich daraus resultieren, dass die Familienstruktur zusammenbricht und völlig falsche Werte den Kindern vermittelt werden.
Man könnte jetzt noch viel über frühkindliche Bindungsstörungen schreiben, die eine solche Gesellschaft verursacht, doch jedes Jahr mehr sind diese Früchte erkennbar.
Für mich lautet also nicht die Frage, ist es Kinderfeindlichkeit, wenn unerzogene Kinder andere Leute nerven, sondern was tue ich als Gesellschaft den Kindern an!
Und aus einer Momentaufnahme einer Reise zu folgern, dass man da und dort freundlicher zu Kindern wäre...
Und das gerade an einem Beispiel Italien zu beschreiben und abzuleiten, na ja, das halte ich für sehr fragwürdig!!
Denn im europäischen Vergleich schneidet die Italienisch besonders schlecht ab.
Es sei denn, dass man darauf Wert legt, Kinder nicht zu erziehen...
Übrigens auch hier eine resultierende Verhaltensauffälligkeit!
Italienische Kinder verbringen kaum Zeit mit ihren Vätern...
Ich bin nicht der Meinung, dass man sich durch besondere Kinderfreundlichkeit auszeichnet, Kindern jeglichen Willen zu lassen!
Denn was ich da falsch mache, das rächt sich im ganzen Leben.