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Kinderfeindlichkeit in Deutschland- andere Länder?

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Rhenus auch wenn dies weit, weit über dein Vorstellungsvermögen hinaus geht wir haben nicht alle heulend und uns selber bemitleidend in der Ecke gelegen weil wir in diesem System aufwachsen mussten. Ich habe keine Ahnung wie du dir das Leben jener Menschen vorstellst.

Aber rede mal unvoreingenommen mit den Leuten und nicht nur voreingenommen über sie dann, wirst du Dinge erfahren welche du in keinen deiner Bücher zu lesen bekommst und das ist nun mal der Unterschied zwischen dir und mir ich habe in dem System gelebt du warst bloß Zaungast.

Vielleicht sollte er sich einfach mal mit ein paar jüngeren Menschen - d.h. einstigen Kindern in der ehemaligen DDR - unterhalten und zuhören, was die einem alles so vorjammern und klagen, wie schlimm und schlecht und überhaupt das doch alles war (oder vielleicht auch nicht war, je nachdem). 😉
 
Werteverfall nach der Wende
Vor und nach der Wende waren Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz exakt gleich groß, kein Wunder, waren ja alles die gleichen "fremderzogenen" jungen Menschen.
Der einzige Unterschied ist die Reaktion des jeweiligen Staates darauf, denn wenn zu DDR-Zeiten irgendwer die "Vertragsarbeiter aus kommunistischen Freundstaaten" oder wie man Ausländer euphemistisch bezeichnet hat, in fremdenfeindlicher Absicht angegriffen hätte, wäre derjenige postwendend auf etliche Jahre wahlweise in Bautzen oder einer anderen DDR-Strafanstalt oder aber in der Psychiatrie (wegen asozialen Verhaltens oder so) gelandet.
Der Weststaat dagegen hat leider auf dem rechten Auge ziemlich lange eine fette Augenklappe getragen, zumindest was die heutigen Rechten und nicht die Vergangenheit betraf. Zustände wie etwa in Clausnitz, wo rechtsgerichtete Anwohner die Flüchtlingsbusse behindert haben hätte es zu DDR-Zeiten nie gegeben, wenn dort so eine Blockade von Flüchtlingen aus irgendwelchen "kommunistischen Bruderstaaten" stattgefunden hätte, wären die Busse nach dem Ausladen der Flüchtlinge postwendend als Gefangenentransporter zur nächsten Strafanstalt verwendet worden.

Der zitierte "Werteverfall" geht also auf die Kappe des (West-)Staates, der Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz nicht mehr so konsequent und rigoros verfolgt wie das DDR-Regime. Und auch da, nicht nur in Sachen Kindererziehung, hätte der Westen sich eine Scheibe vom gelebten Sozialismus abschneiden können.
Gell? 🙄
 
Solche Dinge nerven mich auch das geht gar nicht. Ein bisschen Erziehung darf es dann schon sein.

(Antwort auf Post 42) Erziehung bei der Mutter heißt das, denn der Fisch stinkt vom Kopf her, und wenn die Eltern/Mutter selber keine Kinderstube hat können die Kinder es auch nicht lernen.
 
(Antwort auf Post 42) Erziehung bei der Mutter heißt das, denn der Fisch stinkt vom Kopf her, und wenn die Eltern/Mutter selber keine Kinderstube hat können die Kinder es auch nicht lernen.

Sind wir wirklich so perfekt, dass wir anderer Leute erziehung in Frage stellen können? Oder gar Vorschriften bezüglich der Erziehung ihrer Kinder machen können? Der freiheitliche Staat hat leider den unangenehmen Nebeneffekt, dass wir auch mit dumm oder falsch handelnden Menschen auskommen müssen. Natürlich nur bis zu exakt dem Augenblick, wo das Kind einem den Ast ins Auge wirft. Aber nicht davor.
 
Rede- und Meinungsfreiheit gelten für alle, und offensichtliche Erziehungsfehler anderer kann und soll man schon ansprechen, bevor der Ast ins Auge trifft.
 
Ich verweise zum Vergleich auf Post #27, denn so wie dort geschildert - nach Schule und Mittagessen Spielen auf der Straße und auf allen Nachbargrundstücken etc. - hab ich es auch als Kind erlebt.

Kinder sozialisieren sich normalerweise gegenseitig, sobald sie alt genug sind, mit dem (Kinder-)Rudel mitzulaufen, lernen dort auf Augenhöhe als Gleiche unter Gleichen mehr Sozialverhalten als ihnen alle Eltern und Erzieher jemals beibringen könnten. Was sie in dieser Zeit nicht mitbekommen, kann später auch keine Erziehung mehr wettmachen, denn wenn erst mal die Pubertät zuschlägt mit all ihren Problemen, ist dieser Bus bereits abgefahren.

Aber, wo gibt es das in Deutschland heute noch? Spielen auf der Straße viel zu gefährlich wegen dem realen Verkehr und den irrealen Kinderschändern, die angeblich hinter jedem Busch lauern, außerdem fressen Hausaufgaben, Nachhilfeunterricht und Zwangs-Bespaßung von Musik- bis Reitunterricht und was sonst Kind heute alles haben muß oder müßte, die Zeit auf, bis zum sorglosen Miteinander der Kinder jenseits von Schule und Familie nichts mehr übrig bleibt. Einfach mal abhängen, in Sandhaufen bohren, Wasserkäfer in Tümpeln fischen, Drachen steigen lassen (ganz ohne Hilfe von Papa) und die ganze Umgebung zum Spielplatz machen, egal ob Zäune oder Grundstücksgrenzen, und den fiesen Nachbarn, der keine Kinder in seinen Apfelbäumen dulden mag, triezen ... lang ist diese Zeit her.
Hier unterscheiden sich imho "kinderfreundliche" Länder wie Italien von Deutschland - die Freiheit der Kinder, Kind zu sein und sich wie Kind zu benehmen, ist dort immer noch größer als hier und heute.
Kind kann sich durchaus zu benehmen wissen, wenn es angebracht ist. Wenn nämlich die Vorbilder stimmen, und das sind nur zum Teil die Eltern und Erzieher.
 
Vor und nach der Wende waren Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz exakt gleich groß, kein Wunder, waren ja alles die gleichen "fremderzogenen" jungen Menschen.

Fremdenfeindlichkeit und krankhaftes Misstrauen war tragende Ideologie in der DDR.
Insoweit kann das nicht stimmen.

Der einzige Unterschied ist die Reaktion des jeweiligen Staates darauf, denn wenn zu DDR-Zeiten irgendwer die "Vertragsarbeiter aus kommunistischen Freundstaaten" oder wie man Ausländer euphemistisch bezeichnet hat, in fremdenfeindlicher Absicht angegriffen hätte, wäre derjenige postwendend auf etliche Jahre wahlweise in Bautzen oder einer anderen DDR-Strafanstalt oder aber in der Psychiatrie (wegen asozialen Verhaltens oder so) gelandet.

Das kenne ich anders... Da wurden die Opfer nach Übersee verschifft!
Familien getrennt und Opfer eingesperrt.
Oder vergewaltigten Frauen bei Strafe verboten Anzeige zu erstatten oder gar darüber zu reden!


Der Weststaat dagegen hat leider auf dem rechten Auge ziemlich lange eine fette Augenklappe getragen, zumindest was die heutigen Rechten und nicht die Vergangenheit betraf.

Ja jetzt wird‘s wahrlich lustig...
Die DDR hat doch den Faschismus nahtlos übernommen!
Einen General Paulus hofiert, den Stechschritt, Fahnenkult, militaristisch von klein auf geschult.
Selbst der Sprachgebrauch war nahezu identisch.

Der moralische Anspruch, den eine DDR nach dem Zweiten Weltkrieg hinsichtlich der Aufarbeitung des NS-Regimes reklamierte, lag doch meilenweit hinter der gesellschaftlichen Realität zurück.
So war der Antifaschismus als Legitimationsideologie fast nie auf eine konkrete Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ausgelegt!
Wer sich zum Sozialismus bekannte, der war einer... Auch wenn er vorher Nazi war.

Es gab doch nur eine „offizielle Erinnerung“, die sehr verklärt wurde.
Der Antifaschismus-Mythos wurde als Instrument zur Denunziation politischer Gegner genutzt.
Die Bezeichnung „Faschist“ oder „faschistisch“ war in der Frühphase der DDR ein willkürlich verwendbarer Kampfbegriff.
Und eine SED ging mit der nationalsozialistischen Erblast von Anfang an höchst heuchlerisch um.
Ein Beispiel ist die „antifaschistisch-demokratische Umwälzung“. Zunächst auf die Bodenreform und die Verstaatlichung der Großindustrie sowie auf einen Austausch der Eliten im stalinistischen Sinne angewandt.
Bei „einfachen“ NSDAP-Mitglieder reichte oftmals die aktive Mitarbeit am „demokratischen Aufbau“ des Sozialismus bzw. der Eintritt in die KPD bzw. SED aus, um problemlos integriert zu werden.

Wischte man eine Auseinandersetzung mit der kollektiven Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen, in der DDR einfach beiseite.
Und so ist auch die latente Fremdenfeindlichkeit, sowie sich ständig als Opfer zu sehen, zu erklären.

Diese Sichtweise was rechtsextrem und fremdenfeindlich ist, das daraus resultierende mangelhafte Unrechtsbewusstsein, spiegelt sich daher bis heute eklatant wieder.

Und gipfelt hier in pauschalen Zurückweisungen und Leugnungen, die jedoch nicht in der Lage zu sein scheint, ihre eigene Region zu analysieren und zu erklären, warum der Osten ideologisch so rückständig erscheint.

Denn selbst eine SED Nachfolgerpartei, wo eine eingefleischte Ultrakommunistin die Parteispitze erklommen hat, übt sich in übelsten Populismus gegen Flüchtlinge.

Und das alles soll nichts mit staatlicher Fremderziehung zu tun haben?

Zustände wie etwa in Clausnitz, wo rechtsgerichtete Anwohner die Flüchtlingsbusse behindert haben hätte es zu DDR-Zeiten nie gegeben, wenn dort so eine Blockade von Flüchtlingen aus irgendwelchen "kommunistischen Bruderstaaten" stattgefunden hätte, wären die Busse nach dem Ausladen der Flüchtlinge postwendend als Gefangenentransporter zur nächsten Strafanstalt verwendet worden.

Also ein Unrecht mit dem anderen Extrem des Unrechts bekämpfen.
Ich hoffe, du weißt was du da sagst!

Wer auf eigene Leute schießen ließ, heute auf Flüchtlingen schießen lassen möchte, Brandstiftern zujubelt, muss doch mangelnde Sozialisierung erlebt und erfahren haben.
Wir sehen doch auch diese Doktrin in Ungarn usw...

Menschen sind von Natur aus gleich, doch Erziehung und Werte- sowie Toleranzempfinden nicht.
Die muss man anerziehen.

Der zitierte "Werteverfall" geht also auf die Kappe des (West-)Staates, der Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz nicht mehr so konsequent und rigoros verfolgt wie das DDR-Regime.

Das hat die DDR aber niemals!
Rechtradikalismus war immer Bestandteil dieses Staates DDR!
Das hat man nie umerzogen, weil man sich genau die Ideologie der Nazis zu eigen machte. Lediglich die Parolen wurden geändert, die Flaggen...
Das mag kaum aufgefallen sein. Kam man jedoch bei der Wende in den Osten und verloren die Leute zur vorgerückten Stunde ihr Misstrauen, dann offenbarten sie sich schon sehr heftig.

Und irgend etwas kann in deiner Darstellung nicht stimmen Konnte der NSU nicht lange Zeit morden? Verschwanden keine Akten in den neuen Bundesländern und fordern Ost-Politiker nicht wieder den Schussbefehl an der Grenze?

Und sollte das westdeutsche "Nachlässigkeit" sein, wie du gerne unterstellen möchtest, dann frage ich dich auch... Wodurch unterscheidet sich denn der Deutsche Mensch in Ost und West, wenn nicht durch Sozialisierung und Erziehung?


Und auch da, nicht nur in Sachen Kindererziehung, hätte der Westen sich eine Scheibe vom gelebten Sozialismus abschneiden können.
Gell? 🙄

Oh, nenne doch mal Beispiele...
Die Damen trauen sich ja nicht einmal mehr einfache Fragen zu beantworten... 🙂
 
@Rhenus, bitte unterlasse das zitieren innerhalb von Zitaten, weil sich das von mir nicht zitieren läßt. Und Du schreibst zu viel, als daß ich das jedesmal abtippen will.
Daß die Kommunisten in der DDR am Ende auch nur rotlackierte Faschisten waren, brauchst Du mir nicht erzählen, brauner Essig in neuen roten Schläuchen, aus Raider wurde Twix und sonst ändert sich nix. Aber zumindest nach außen (Richtung Sowjetunion, Kuba, die ganzen "Verbündeten") hatte die DDR ihr Gesicht zu wahren und das bestand aus angeblichem Antifaschismus samt Freundschaft zu den "kommunistischen Bruderstaaten" samt deren Bewohnern (insbesondere vietnamesische "Vertragsarbeiter"), egal wie braun das Gesicht unter der Maske blieb.
"Fremdenfeindlichkeit und krankhaftes Misstrauen war tragende Ideologie in der DDR." Sehr schön geschrien und sehr richtig wenn es alles "Westliche" betraf, denn die pöhsen Kapitalisten im Westen hatten ja schließlich nichts anderes vor als die armen friedlichen Kommunisten des Ostblocks gewaltsam zu unterjochen, mit ihrem großzügigen Warenangebot zu verführen und in die Sklaverei zu locken, nicht wahr? 🙄 Und deshalb "mußte" die DDR unter anderem auch den Terroristen, Verzeihung "Freiheitskämpfern" der RAF Unterschlupf bieten, wenn sie von der Westpolizei verfolgt wurden. Sind nach der Wende ja einige davon hoppsgenommen worden, als man sie endlich greifen konnte. Die hätten sich das vorher vermutlich auch nicht träumen lassen, schätze ich, daß ihre ganze sozialistische Ideologie so von jetzt auf gleich kaputtgeht, und auch noch nach Willen des Volkes "Wir sind das Volk!" und so ...
 
Das es unter der Decke noch braune Ideologie gab das wusste unsere Staatsführung genau davon gehe ich jetzt mal ganz einfach aus. Aber, man hat nichts unternommen weil die offizielle Meinung nun mal dahingehend war das es in diesem Land keine Faschisten mehr gebe die waren lt. ihrer Ideologie u. Meinung alle im Westen zu finden was natürlich reiner Käse war.

Hätte man etwas unternommen so hätte man nicht nur sich sondern auch dem phösen Klassenfeind eingestehen müssen das es eben nicht so ist, das war der Grund weshalb der Staat lieber Tatenlos zugeschaut hat und solange man damit nicht in die Öffentlichkeit ging war es dem Staat auch ganz Recht so.

Eine Bewusste Erziehung in diesem Sinne auch verdeckt, gab es nicht.

Dennoch, und davon bin ich überzeugt war es nicht mehr als in den westlichen Ländern. Übrigens hat Conrad Adenauer in Bezug darauf mal gesagt "Man schüttet kein schmutziges Wasser weg wenn man noch kein sauberes hat" was wird ihn wohl zu dieser Aussage veranlasst haben?

Kann es nicht eher sein das man nach dem Krieg in Ost und West gleichermaßen Schwierigkeiten hatte vollkommen unbelastete Menschen in ausreichender Menge zu finden?


Und das die DDR doppeldeutig war das wissen wir doch, das ist doch jetzt nun auch keine Bahnbrechende Neuigkeit.

Und dann noch, kein DDR Bürger hätte es jemals für Möglich gehalten das man den RAF Terroristen Unterschlupf bietet. Man hat dem Staat schon einiges Zugetraut aber das dann doch nicht. Als dieses nach der Wende Publik wurde waren die Menschen im Osten entsetzt darüber.

Und was deinen Paulus betrifft, den wollte man ganz einfach nur für seine Ideologie Missbrauchen was dann natürlich nicht geklappt hat und von da an wurde er mehr oder weniger fallen gelassen obgleich er doch ziemlich weich gefallen ist.

Übrigens hat auch ein gewisser Herr Guderian in der Bundeswehr Karriere gemacht Hoppla na sowas, wie kann das denn sein, autsch.

Übrigens kolportierte eben jener Herr Guderian die Mär von der sauberen Wehrmacht, aber das weist du ja u. in Anbetracht dieser Tatsache getraust du dir noch so dermaßen auf die Kacke zu hauen das nenne ich mal ein starkes Stück.

Und den Studenten der 60-ziger Jahre hat die heutige Bundesrepublik ihre Aufklärung zu verdanken denn dieser Generation hat der Umgang oder sollte man besser sagen der Nicht-Umgang mit dem dritten Reich im Westen gewaltig gestunken.

Und wenn es die nicht gegeben hätte hättest du gar keine Chance auf andere herab zu blicken, autsch.

Also ganz so vorbildlich ist es bei euch auch nicht gelaufen nochmal autsch.😉

Aber, vielleicht solltest du mal von deinem hohen Ross ganz absteigen da sieht man auch den eigenen Dreck vor den eigenen Füßen viel Besser.😉

Und zum Schluss Rhenus, mein Sohn geboren im Wendejahr ist heute weder Ostdeutscher noch Westdeutscher sondern ganz einfach nur Deutscher oder Bundesbürger wenn dir die Bezeichnung lieber ist. Er wäre entsetzt über deine Mauer im Kopf.
 
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