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Das kann man immer. Das ist das Risiko. Aber manche haben mehr Menschenkenntnis, manche weniger.
Und irren ist ja nicht schlimm. Kann passieren.
Ich habe mich auch schon geirrt. Relativ selten allerdings.

Ja, irren ist nicht schlimm. Aber du hast es so dargestellt, dass man das generell immer gleich erkennen könnte wer ein Freund ist und wer nicht.
Und wenn man sich selbst mit guter Menschenkenntnis irren kann, dann kann eine Fehleinschätzung eben auch jedem passieren.
Insofern ist das für dich vielleicht leichter, für einen anderen jedoch nicht.
 
Natürlich nicht. Aber wenn man irgendwann mal Hilfe braucht, merkt man schnell, wer ein echter Freund ist und wer nicht.

Ja, das stimmt.
Das meinte ich ja auch mit meinem anfänglichen Beispiel mit der einen, die lieber Fotos auf Instagram postete, als sich dafür zu interessieren wie es mir ging.
Nur eine Kleinigkeit, keine Notsituation. Dennoch sehr vielsagend.
Auf solche Menschen kann man verzichten.
Doch das merkt man eben nicht immer gleich zu Beginn. Manchmal vergehen ein paar Monate oder vielleicht ein Jahr und in manchen Fällen mehrere Jahre. Weil man vorher eben nicht akut Hilfe brauchte.
Man verbringt viel Zeit mit diesen Menschen, es besteht eine gewisse Intimität. Da möchte man dann doch meinen es seien Freunde.
So stellen manche dann manchmal erst nach Jahren fest, dass sie nicht von echten Freunden umgeben waren.
Da kann auch das beste Bauchgefühl einen manchmal nicht vor solchen Erkenntnissen schützen.
 
Ich habe mich bei Facebook auch nicht registriert um Freunde zu finden. Sondern ich wollte nur mal schauen was daran so intressant ist das ich dort sein muss. Ich war nur überrascht wer da plötzlich wieder ankam. Einige nehmen viele Freundschaften auf Facebook sammeln sehr ernst.
Heute ist kaum jemand mehr bei Facebook sondern alle sind bei Instagram. Dort bin ich immer noch nicht und weiß auch nicht ob ich mich dort anmelden möchte.

Was Hobbys angeht bin ich mehr in Foren unterwegs. Auch wenn die leider langsam aussterben. Ein Treffen kam bisher nie zustande und ich weiß auch nicht ob ich das möchte.

Wenn Corona sich etwas beruhigt hat möchte ich mir gerne Apps ansehen bei denen man sich mit Leuten verabredet. Eventuell gebe ich auch Dating Apps nochmal eine Chance. Ich habe dort schon vernünftige Männer kennengelernt. Man muss nur richtig suchen und Geduld haben. Wie im echten Leben auch. ;-)

Ich möchte mir auch gerne Hobbys suchen bei denen ich mehr rausgehe. Vielleicht sowas wie Theater. Ich habe früher sehr gerne gespielt aber das ganze irgendwann aufgegeben.

Ich möchte nicht nur neue Hobbys haben in der Hoffnung einen Partner oder Freunde zu finden. Wenn ich nur hoffe da gehe ich ja kaputt. Mir fehlt die Abwechslung. Einfach mal rauskommen. Spaß haben. Ich habe viele Hobbys und kann mich stundenlang alleine beschäftigen. Aber ich muss mal raus kommen. Unter Menschen sein.

Vielleicht werde ich es dieses Jahr auch in Angriff nehmen mich beruflich neu zu orientieren. Ich würde gerne studieren. Bloß da ist meine Angst zu versagen. Ich bin 29 und mein Lebenslauf sieht schlimm aus. Durch Mobbing habe ich die Schule abgebrochen. Ich habe Jahre lang keine Ausbildung gefunden mit so einem Lebenslauf stellt mich kaum jemand ein. Außerdem auf dem Dorf gibt es nicht viel. Meine Mutter hat mir verboten in die Großstadt zu gehen, weil ihr das zu weit weg war.
Nach der Ausbildung konnte ich mir die Stelle aussuchen. Auch jetzt hätte ich schon ein paar mal wechseln können wenn ich gewollt hätte. Trotzdem ist die Angst zu versagen groß. Einen sicheren Job aufzugeben. So jung bin ich auch nicht mehr. Wie geht es mir Corona weiter? Aber die Angst es nicht zu versuchen ist noch größer. Jetzt ist mein Lebenslauf so versaut da macht ein Studium welches ich hoffentlich nicht abbrechen muss auch nicht mehr viel kaputt. Dann würde sich mein Umfeld wieder ändern. Außerdem hätte ich ein neues Ziel vor Augen.

Ich glaube auch nicht das es etwas bringt wenn ich das Gespräch zu meinen Freunden suche. Aber ich kann es versuchen. Dann weiß ich woran ich bin und kann noch besser mit ihnen abschließen.
Ich habe in der Vergangenheit auch Kontakte abgebrochen die mir nicht guttaten. Da habe ich auch nur Unverständnis bekommen, wenn ich meine Wünsche und Gefühle angesprochen habe.

Deshalb bin ich im Moment auch mehr oder weniger alleine. Ich habe den Kontakt zu allen abgebrochen die mir nicht guttaten oder nicht für mich da waren. Wahrscheinlich muss ich noch mehr und noch härter aussortieren.
 
Heute ist kaum jemand mehr bei Facebook sondern alle sind bei Instagram. Dort bin ich immer noch nicht und weiß auch nicht ob ich mich dort anmelden möchte.

Instagram ist nicht meins. Viel zu viel oberflächliche Selbstdarstellerei.


Was Hobbys angeht bin ich mehr in Foren unterwegs. Auch wenn die leider langsam aussterben. Ein Treffen kam bisher nie zustande und ich weiß auch nicht ob ich das möchte.

Diese Beobachtung habe ich auch gemacht. Früher habe ich viel in Hobby-Foren gepostet und auf diese Weise eine Menge Leute kennengelernt. Heute schreiben die Leute in diesen Foren kaum noch, warum auch immer.


Ich möchte mir auch gerne Hobbys suchen bei denen ich mehr rausgehe. Vielleicht sowas wie Theater. Ich habe früher sehr gerne gespielt aber das ganze irgendwann aufgegeben.

Ich habe übers Internet eine kleine Theatergruppe kennengelernt, in der ich dann über 4 Jahre aktiv mitgespielt habe. Das war schon toll. Wobei nur die ersten beiden Jahre wirklich klasse waren. Irgendwann haben die Leute zunehmend das Interesse am Theater verloren, die Treffen zum Spielen wurden öfters abgesagt. Oft waren wir nur noch zu zweit oder zu dritt bei den Treffen und mussten die Gruppe am Ende auflösen. Freundschaften sind innerhalb der Gruppe aber nicht entstanden.

Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass eine Hobbygruppe genau das ist, was sie ist - eine Hobbygruppe und kein Freundeskreis. Natürlich können in solchen Gruppierungen Freundschaften entstehen. Aber es gibt keine Garantie dafür, dass es auch wirklich passiert.


Ich habe viele Hobbys und kann mich stundenlang alleine beschäftigen. Aber ich muss mal raus kommen. Unter Menschen sein.

Das verstehe ich. Es ist wirklich nicht leicht, als erwachsene Person neue Freunde zu finden. Mit Anfang/Mitte 20 bin ich am Wochenende öfters mal alleine in irgendwelche Kneipen gegangen und habe dort schnell Anschluss gefunden. Als ich die 30 überschritten hatte und immer mehr Freunde heirateten, Familien gründeten, etc., wurde ich zunehmend einsamer und fand nicht mehr so einfach den Anschluss an neue Leute.
Am ehesten wird man fündig, wenn man regelmäßig in einem Umfeld mit vielen Menschen unterwegs ist.


Vielleicht werde ich es dieses Jahr auch in Angriff nehmen mich beruflich neu zu orientieren. Ich würde gerne studieren. Bloß da ist meine Angst zu versagen. Ich bin 29 und mein Lebenslauf sieht schlimm aus.

Von einem Präsenzstudium würde ich dir in diesem Alter abraten. Aber die FernUni kann ich dir auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich habe dort vor Jahren mal ein Studium begonnen, welches ich aus Zeitmangel leider auf Eis legen musste. Jetzt habe ich einen Job, der mir eine bessere Freizeitplanung ermöglicht und werde das Studium im nächsten Semester fortsetzen.
Im Fernstudium hat man natürlich nicht so viel direkten Kontakt mit Menschen, aber beruflich kann es dich mit Sicherheit weiterbringen.


Meine Mutter hat mir verboten in die Großstadt zu gehen, weil ihr das zu weit weg war.

Dieser Satz ist mir sofort aufgefallen. Eine erwachsene volljährige Frau sollte ihre Entscheidungen selbst treffen und sich nicht von ihrer Mutter sagen lassen, was sie zu tun hat. Auch ich bin als Tochter einer dominanten Mutter aufgewachsen und habe lange gebraucht, um auf eigene Beine zu kommen. Das ist auch der Grund, weshalb ich dir von einem Präsenzstudium abrate. Du wärst vermutlich finanziell auf deine Eltern angewiesen. Das solltest du unbedingt vermeiden.

Kann es sein, dass deine Mutter/Eltern diese Versagensangst bei dir ausgelöst haben? So war es früher bei mir. Meine Eltern haben mir ständig eingeredet, dass ich strunzdumm sei und nichts auf die Reihe bekomme. Von solchen Gedanken solltest du dich unbedingt verabschieden. Vielleicht hat sich das auch auf deine zwischenmenschlichen Beziehungen ausgewirkt. Es ist ganz wichtig, dass du unabhängig bist und dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen lebst.
 
Instagram ist nicht meins. Viel zu viel oberflächliche Selbstdarstellerei.

Sorry, aber um Instagram ob es oberflächlich ist oder was auch immer ging es in meinem Beispiel nicht.
verstehe den Kommentar jetzt zu meinem Beispiel und der eigentlichen Aussage dahinter nicht.
Das ist ein Kommentar, der mit dem was ich Aussagen wollte null zu tun hat 🤔

Das mit dem Studium ist doch keine schlechte Idee.
Ich würde mir da über das Alter weniger Gedanken machen.
Habe mal neulich gelesen ein Italiener hat mit 93 noch an einer normalen Uni studiert und sein Studium mit 96 abgeschlossen.
Wir setzen uns selbst immer sehr viele Grenzen, die keine sein müssten.

Alter ist relativ.
Primär sollte es darum gehen das tun was einen glücklich macht.

Ich sehe es eher problematisch jetzt einfach so ein Vlllzeitstudium machen zu können. Da wäre dann ein Fernstudium tatsächlich eine gute Alternative. Denn das lässt sich auch mit der Arbeit ganz gut vereinen.
Studiere auch via Fernstudium.
 
Sorry, aber um Instagram ob es oberflächlich ist oder was auch immer ging es in meinem Beispiel nicht.
verstehe den Kommentar jetzt zu meinem Beispiel und der eigentlichen Aussage dahinter nicht.
Das ist ein Kommentar, der mit dem was ich Aussagen wollte null zu tun hat 🤔
Studiere auch via Fernstudium.

Ich habe mich doch gar nicht auf dein Beispiel bezogen, sondern auf die TE.


Das mit dem Studium ist doch keine schlechte Idee.
Ich würde mir da über das Alter weniger Gedanken machen.

Ich sehe es eher problematisch jetzt einfach so ein Vlllzeitstudium machen zu können. Da wäre dann ein Fernstudium tatsächlich eine gute Alternative. Denn das lässt sich auch mit der Arbeit ganz gut vereinen.
Studiere auch via Fernstudium.

Das hast du falsch verstanden. Ich bin über 40, studiere auch bald wieder im Fernstudium und wollte auf das hinaus, was du im letzten Absatz schreibst. Nämlich dass man ab einem gewissen Alter nicht im Präsenzstudium studieren sollte, wenn man finanziell unabhängig bleiben möchte.
 
Ich habe mich doch gar nicht auf dein Beispiel bezogen, sondern auf die TE.




Das hast du falsch verstanden. Ich bin über 40, studiere auch bald wieder im Fernstudium und wollte auf das hinaus, was du im letzten Absatz schreibst. Nämlich dass man ab einem gewissen Alter nicht im Präsenzstudium studieren sollte, wenn man finanziell unabhängig bleiben möchte.

Okay, es las sich für mich anders. Als du geschrieben hast du würdest ihr in ihrem Alter von einem Präsenzstudium abraten, klang das eher primär auf das Alter bezogen als auf den finanziellen Aspekt. Oder die Vereinbarkeit von Beruf und Studium.

Aber so gehen wir ja in dem was wir beide meinen konform.
 
Mir ist klar das in einer Hobbygruppe nicht automatisch Freundschaften geschlossen werden. Mir ginge es wie ich geschrieben habe hauptsächlich darum unter Menschen zu kommen und ein neues Hobby zu finden. 🙂

Mit dem Gedanken ein Fernstudium zu machen habe ich schon gespielt. Ich mache mir zu diesem Thema wirklich viele Gedanken und möchte nichts überstürzen. Auf keinen Fall setze ich meinen sicheren Job leichtfertig aufs Spiel. Nach all dem Ärger ist das letzte was ich mache nochmal irgendwas unüberlegt anzufangen oder abzubrechen.

Ich war damals total überfordert und leider immer noch stark von meinen Eltern abhängig. Meine Mutter hat mir alles abgenommen. Sie wollte nicht das ich selbständig und erwachsen werde. Mit 22 wurde ich noch angeschrien das ich bloß vom Herd weggehen soll das ist zu gefährlich, wenn ich mir selber etwas kochen wollte. Tja mit 22 konnte ich gar nichts. Dann ist meine Mutter krank geworden, mein Vater war Monate lang im Ausland. Da musste ich erwachsen und selbstständig werden und konnte mich lösen. Ich habe keinerlei Unterstützung bekommen, weil mein Vater zu viel verdient. Er spielt mit dem Gedanken dieses Jahr in Rente zu gehen. Sollte das der Fall sein ist er raus.

Wahrscheinlich kommt meine Angst zu versagen wirklich von meinen Eltern. Meine Eltern haben mich meistens nur fertig gemacht. Klar gab es auch mal Lob. Aber das einmal loben übersehe ich schnell bei 100 mal schlecht machen. Ich habe noch die Kurve gekriegt. Trotzdem fällt es schwer sich zu freuen wenn ich heute noch Dinge aufs Brot geschmiert bekomme die ich vor Jahren gemacht habe. Ich weiß selbst das ich dumm war und mir mein Leben versaut habe. Ich hätte mir auch mal Verständnis gewünscht.
 
Ich hoffe, dass du wenigstens eine eigene Wohnung hast und nicht mehr bei deinen Eltern lebst. Ich verstehe dich wirklich sehr gut, aber du bist schon lange volljährig und für dich selbst verantwortlich. Deine Eltern können dir nichts mehr vorschreiben.
 
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