Heute ist kaum jemand mehr bei Facebook sondern alle sind bei Instagram. Dort bin ich immer noch nicht und weiß auch nicht ob ich mich dort anmelden möchte.
Instagram ist nicht meins. Viel zu viel oberflächliche Selbstdarstellerei.
Was Hobbys angeht bin ich mehr in Foren unterwegs. Auch wenn die leider langsam aussterben. Ein Treffen kam bisher nie zustande und ich weiß auch nicht ob ich das möchte.
Diese Beobachtung habe ich auch gemacht. Früher habe ich viel in Hobby-Foren gepostet und auf diese Weise eine Menge Leute kennengelernt. Heute schreiben die Leute in diesen Foren kaum noch, warum auch immer.
Ich möchte mir auch gerne Hobbys suchen bei denen ich mehr rausgehe. Vielleicht sowas wie Theater. Ich habe früher sehr gerne gespielt aber das ganze irgendwann aufgegeben.
Ich habe übers Internet eine kleine Theatergruppe kennengelernt, in der ich dann über 4 Jahre aktiv mitgespielt habe. Das war schon toll. Wobei nur die ersten beiden Jahre wirklich klasse waren. Irgendwann haben die Leute zunehmend das Interesse am Theater verloren, die Treffen zum Spielen wurden öfters abgesagt. Oft waren wir nur noch zu zweit oder zu dritt bei den Treffen und mussten die Gruppe am Ende auflösen. Freundschaften sind innerhalb der Gruppe aber nicht entstanden.
Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass eine Hobbygruppe genau das ist, was sie ist - eine Hobbygruppe und kein Freundeskreis. Natürlich können in solchen Gruppierungen Freundschaften entstehen. Aber es gibt keine Garantie dafür, dass es auch wirklich passiert.
Ich habe viele Hobbys und kann mich stundenlang alleine beschäftigen. Aber ich muss mal raus kommen. Unter Menschen sein.
Das verstehe ich. Es ist wirklich nicht leicht, als erwachsene Person neue Freunde zu finden. Mit Anfang/Mitte 20 bin ich am Wochenende öfters mal alleine in irgendwelche Kneipen gegangen und habe dort schnell Anschluss gefunden. Als ich die 30 überschritten hatte und immer mehr Freunde heirateten, Familien gründeten, etc., wurde ich zunehmend einsamer und fand nicht mehr so einfach den Anschluss an neue Leute.
Am ehesten wird man fündig, wenn man regelmäßig in einem Umfeld mit vielen Menschen unterwegs ist.
Vielleicht werde ich es dieses Jahr auch in Angriff nehmen mich beruflich neu zu orientieren. Ich würde gerne studieren. Bloß da ist meine Angst zu versagen. Ich bin 29 und mein Lebenslauf sieht schlimm aus.
Von einem Präsenzstudium würde ich dir in diesem Alter abraten. Aber die FernUni kann ich dir auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich habe dort vor Jahren mal ein Studium begonnen, welches ich aus Zeitmangel leider auf Eis legen musste. Jetzt habe ich einen Job, der mir eine bessere Freizeitplanung ermöglicht und werde das Studium im nächsten Semester fortsetzen.
Im Fernstudium hat man natürlich nicht so viel direkten Kontakt mit Menschen, aber beruflich kann es dich mit Sicherheit weiterbringen.
Meine Mutter hat mir verboten in die Großstadt zu gehen, weil ihr das zu weit weg war.
Dieser Satz ist mir sofort aufgefallen. Eine erwachsene volljährige Frau sollte ihre Entscheidungen selbst treffen und sich nicht von ihrer Mutter sagen lassen, was sie zu tun hat. Auch ich bin als Tochter einer dominanten Mutter aufgewachsen und habe lange gebraucht, um auf eigene Beine zu kommen. Das ist auch der Grund, weshalb ich dir von einem Präsenzstudium abrate. Du wärst vermutlich finanziell auf deine Eltern angewiesen. Das solltest du unbedingt vermeiden.
Kann es sein, dass deine Mutter/Eltern diese Versagensangst bei dir ausgelöst haben? So war es früher bei mir. Meine Eltern haben mir ständig eingeredet, dass ich strunzdumm sei und nichts auf die Reihe bekomme. Von solchen Gedanken solltest du dich unbedingt verabschieden. Vielleicht hat sich das auch auf deine zwischenmenschlichen Beziehungen ausgewirkt. Es ist ganz wichtig, dass du unabhängig bist und dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen lebst.