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Bei Facebook habe ich mich damals nicht registriert, weil ich einsam war und Freunde finden wollte. Ich habe mir einen Account zugelegt, um mich besser über mein Hobby zu informieren. Früher war ich bei myspace und habe mich auf den Homepages meines Lieblingsbands über die Neuveröffentlichungen und die anstehenden Live-Auftritte informiert. Irgendwann wurden myspace und die Band-Homepages nicht mehr richtig aktualisiert, weil alle zu FB abgewandert waren. Jahrelang hab´ ich immer wieder gesagt, dass ich niemals zu FB gehe und irgendwann hatte ich keine Wahl mehr, weil mir sonst viele wichtige Infos entgangen wären.

Wenn du ein Hobby hast, welches du sehr intensiv pflegst, kannst du über solche Plattformen viele Gleichgesinnte kennenlernen.

Ich möchte dich echt nicht runterziehen, aber bitte mach´ dir keine große Hoffnungen auf Besserung, wenn du mit deinen Freunden über deine Bedürfnisse redest. Ich bin nicht schüchtern und habe meinen früheren Freunden ganz offen gesagt, was mir im Kontakt mit ihnen fehlte und was ich mir für die Zukunft wünschte. Niemand ist auch nur ansatzweise auf mich eingegangen. Manche Leute waren total eingeschnappt und haben mich wütend beschimpft. Einige zogen sich sogar komplett zurück. Andere taten nach außen ganz verständnisvoll und meinten, dass sie in Zukunft auf meine Wünsche besser eingehen würden. Aber auf ihre Worte folgten leider keine Taten, das war nur Blabla.

Es spielt keine Rolle, ob Freunde in der Nähe wohnen oder nicht. Wichtig ist, dass sich in einer Freundschaft beide Seiten um die Kontaktpflege bemühen. Leute, die weiter weg wohnen, benutzen für ihr Desinteresse gerne die Ausrede mit der Entfernung. Aber auch Menschen, die in der Nähe wohnen, können in der Kontaktpflege faul, nachlässig und unzuverlässig sein - wenn sie an ihrem Gegenüber kein Interesse haben.

Dasselbe gilt für Beziehungen. Alle meine Beziehungen haben als Wochenendbeziehungen angefangen. Bei meinem Freund und mir war die Fahrerei ausgeglichen, bis wir zusammengezogen sind. In meinen Ex-Beziehungen war fast immer ich diejenige, die am Wochenende fahren musste, auch wenn ich viel mehr Stress und weniger Zeit hatte als die Männer - weil die Typen mir mehr bedeuteten als ich ihnen.

Ich möchte dir den guten Rat geben, deine zwischenmenschlichen Beziehungen einigermaßen ausgeglichen zu gestalten. Sobald es in einem Kontakt zu einer Schieflage kommt, wird es verdammt schwer. Die Person, die stärker an dem Kontakt hängt und den anderen mehr braucht, wird immer mehr für die Pflege tun müssen als die andere Person. Und das ist auf die Dauer total frustrierend. Tu dir das bitte nicht an.

Das Schwierige bei Freundschaften ost oft auch, dass man nicht weiß ob der andere so empfindet wie man selbst.
Man kann jemanden als Freund sehen, für den anderen aber nur eine Bekanntschaft sein.
Das ist leider nicht so wie in Beziehungen wo man meist eine gleichwertige Bindung eingeht. Natürlich kann hier such einer den anderen mehr lieben.
Aber insgesamt gibt es interessante Erkenntnisse, dass die Zahl echter Freunde zunehmend sinkt Unverbindlichkeit zunimmt und such über die Hälfte unseres Umfeldes in Sachen Freundschaft nicht genauso empfindet wie wir selbst.

Aber ich stimme dir zu. Man sollte schauen, dass kein Ungleichgewicht entsteht.
Dennoch finde ich sollte man dem anderen auch die Chance geben sich zu seinem Empfinden zu äußern. Vielleicht nimmt es sich doch jemand zu Gemüte und kommt ihr entgegen. Ist vll auch dankbar für ein ehrliches Feedback, weil ihm sein eigenes Verhalten und dessen Wirkung nach außen nicht bewusst ist...
 
Ich mache die Erfahrung, dass Freundschaften zufällig entstehen. Auch und vor allem , wenn es um wirklich ernste und wichtige Themen geht.
Aber steuern kann man sowas nicht.

Meine Freundschaften sind alle zufällig entstanden. Ich hatte auch mal eine Phase, in der ich ganz bewusst nach Freunden gesucht habe. Damals war ich sehr aktiv auf new-in-town. Obwohl ich mich mit relativ vielen Menschen - einzeln und in Gruppen - getroffen habe, hat sich keine einzige dauerhafte Freundschaft entwickelt.
 
Das Schwierige bei Freundschaften ost oft auch, dass man nicht weiß ob der andere so empfindet wie man selbst.
Man kann jemanden als Freund sehen, für den anderen aber nur eine Bekanntschaft sein.

Vor ein paar Jahren hätte ich dir zugestimmt. Inzwischen finde ich, dass man das schon irgendwie spürt, wie wichtig man einem anderen Menschen tatsächlich ist.
 
Vor ein paar Jahren hätte ich dir zugestimmt. Inzwischen finde ich, dass man das schon irgendwie spürt, wie wichtig man einem anderen Menschen tatsächlich ist.

Ich glaube das Ersparen ergibt sich mitunter aus gemachten Erfahrungen und wie man seinem Bauchgefühl vertraut.
Ich denke nicht, dass das jeder auf Anhieb und immer zielsicher deuten kann.
Und manche Freundschaften haben auch den Charakter, dass sie sehr innig seien, doch situativ berichten viele dann, dass gerade die Leute mit denen sie besonders intensiv Zeit verbrachten und auch Intimität teilten sie im Stich ließen.
Ganz so eindeutig ist das denke ich dann doch pauschal wieder nicht.
 
Und manche Freundschaften haben auch den Charakter, dass sie sehr innig seien, doch situativ berichten viele dann, dass gerade die Leute mit denen sie besonders intensiv Zeit verbrachten und auch Intimität teilten sie im Stich ließen.
Ganz so eindeutig ist das denke ich dann doch pauschal wieder nicht.

Sowas kannst du ganz einfach nachprüfen. Wenn jemand deine Hilfe braucht und du in einer Notsituation für diese Person eine wertvolle Unterstützung warst, solltest du diesen Menschen auch mal um einen Gefallen bitten. An der Reaktion deines Gegenübers erkennst du in der Regel, ob es wirklich eine Freundschaft ist. Menschen, die immer wieder gerne nehmen, aber nicht dazu bereit sind, auch mal etwas für dich zu tun, sind keine Freunde.
 
Ich finde, das merkt man relativ schnell.

Das sind Ergebnisse sozialpsychologischer Studien. Die kamen zu dem Ergebniss, dass 50 Prozent unserer Freunde in uns nicht ebenso Freunde sehen. Sondern dass es da große Verschiebungen im gegenseitigen Empfinden gibt.
 
Sowas kannst du ganz einfach nachprüfen. Wenn jemand deine Hilfe braucht und du in einer Notsituation für diese Person eine wertvolle Unterstützung warst, solltest du diesen Menschen auch mal um einen Gefallen bitten. An der Reaktion deines Gegenübers erkennst du in der Regel, ob es wirklich eine Freundschaft ist. Menschen, die immer wieder gerne nehmen, aber nicht dazu bereit sind, auch mal etwas für dich zu tun, sind keine Freunde.

Grundsätzlich ja.
Doch meist geht man ja nicht mit der Intention heran um Hilfe zu fragen um die Reaktion des anderen ausfindig zu machen, ob es sich um eine Freundschaft handelt oder nicht.
 
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