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Keine Weihnachts-/Silvestergrüße bekommen

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Nicht alle meine Freunde leben weit weg. Eine wohnt 1h von mir. Aber mit anderen von hier schafft sie es sich regelmäßig zu treffen. Ich kann mich schließlich auch fort bewegen. Wenn man will ist Entfernung kein Problem.

Ich durfte als Kind niemals meinen Geburtstag feiern, weil meine Mutter keine Lust auf die anderen Kinder hatte. Schließlich hätte das Arbeit bedeutet. Mein Vater hat sich da rausgehalten. War bequemer für ihn. Ich bin mit 24 ausgezogen und zudem Zeitpunkt hatte ich schon kaum Freunde. Bis zu meinem 27 Geburtstag habe ich also nur mit einer oder maximal 3 Personen gefeiert. Danach habe ich es aufgeben. Ich habe im Moment sowieso keine Freunde die ich einladen könnte. Man gratuliert mir. Aber wenn ich einlade dann möchte keiner kommen. Deshalb nehme ich diese Glückwünsche nicht ernst. Man gratuliert mir nur aus Höflichkeit. Sonst bin ich denen komplett egal. Schließlich meldet man sich auch sonst kaum bei mir.

Mir geht es ja nicht nur um die Grüße. Ich würde mir generell wünschen das man sich bei mir meldet. Zeit mit mir verbringt.
 
Seh das genau wie Zauberfee.

Es liegt nicht in deiner Macht, die anderen dazu zu bringen, sich bei dir zu melden.
Du hast drei Möglichkeiten:
1) Dich weiterhin von dir aus melden und dich drüber freuen, wenn etwas zurückkommt.
2) Dich auch nicht mehr melden. Falls sie dann doch auf dich zugehen, kannst du dir überlegen, ob du noch den Kontakt halten möchtest.
3) Du sagst ihnen auf den Kopf zu, was in dir vorgeht. Und dann abwarten, ob sich was ändert.

Bau dir ein neues Umfeld auf. Meine ehemaligen Freunde wohnen auch "nur" 1 Stunde bzw. 1 1/2 entfernt. Mit Hin- und Rückfahrt sind das 2 oder gar 3 Stunden. Am Anfang funktioniert das vielleicht noch, aber irgendwann nervts.
 
Die anderen Freunde von meiner Freundin wohnen genauso weit weg wie ich. Die kann sie besuchen. Mich nicht. Wie gesagt wenn man will geht das. Ich verstehe das man nicht ständig hin und her fahren kann und möchte. Aber die anderen besucht sie auch mindestens 1x im Monat. Außerdem kann ich auch kommen. Ich verlange gar nicht das alle nur zu mir kommen. Die anderen wohnen in der selben Großstadt oder nur wenige Minuten weg.

Ich war immer für meine Freunde da wenn sie Probleme hatten. Ich habe mich gemeldet, Treffen vorgeschlagen bin hin gefahren. Zu Geburtstagen, Weihnachten, Silvester usw. habe ich gratuliert. Bloß habe ich das irgendwann eingestellt, weil ich gemerkt habe es kommt nichts zurück. Ich habe manchmal auch Probleme bei denen ich mir wünsche jemand hört zu und hilft mir. Die anderen melden sich kaum wenn ich mich nicht melde. Genauso sieht das mit Glückwünschen aus. Ich habe mich wirklich bemüht. Was soll ich denn noch geben wenn man das sowieso nicht möchte oder wertschätzt?
 
Kann dich da voll und ganz verstehen. Jeder Mensch möchte das Gefühl haben wertgeschätzt zu werden.
Doch bei vielen bleibt heutzutage genau dieses Persönliche, mal Zeit mit einem anderen zu verbringen, auf der Strecke.

Neulich schickte mir eine ehemalige Bekannte via Faebook ein Bildchen. Zwei Strichmännchen, die sich ein Herz reichten. Dazu schrieb sie nur: "Weiter leiten bitte"

Nach 5 Jahren, in denen wir keinen Kontakt hatten, aus heiterem Himmel eine Nachricht. Und dann so ein Kettenbrief-Bild, das ich doch bitte weiterleiten sollte. Unpersönlicher geht es nicht.
Da frage ich mich dann schon was sowas soll. Ich spreche das dann auch gleich direkt an und meinte, dass ich solche Kettenbrief-Bildchen nicht weiterleiten werde und dass sie mir sowas nicht mehr schicken soll. Sie antwortete noch. Doch ich las es mir nicht durch, sondern löschte es.

Oder für manche ist man monatelang da, dann wird man gefragt wie es einem geht, man ist ehrlich und sagt, nicht so gut. Plötzlich keine Antwort mehr. Vorher konnte die Person wo es um sie ging aber jeden Tag riesige Texte über sich und ihre Probleme schicken.
Macht man sich Sorgen, darf man feststellen die Person hat erst vor ein paar Stunden lustige Bildchen auf Instagram gepostet.

Solche Leute sind es nicht wert.
Vor allem wenn man deutlich merkt es kommt nichts. Sie geben nicht, sondern nehmen nur.

Sowas ist für mich nur eines von vielen Beispielen, wo ich mich manchmal frage was aus dem persönlichen Kontakt geworden ist.
Oder von manchen erhält man zu Feiertagen irgendwelche Bildchen, wo oben "Weitergeleitet" drauf steht.

Da möchte ich dann meist am liebsten schreiben: Leute, wenn ihr es lieb meint, dann wäre ein persönlicher Text, zwei Sätze, die ihr selbst formuliert habt, mit persönlichem Inhalt, viel wertvoller, als diese nichtsbedeutenden Bildchen.

Heutzutage haben viele igendwelche Kontakte, und manche fühlen sich zeitweise alles andere als allein, doch wenn es um wahre Freunde geht, dann sind viele eigentlich einsam.

Wenn es öfter so ist, dass nichts kommt, sondern einzig nur von dir, dann kannst du das Gespräch suchen. Dir alles mal von der Seele reden und sagen was du dir wünschen würdest. So wie du es hier getan hast. Denn deine Wünsche sind absolut nachvollziehbar.

Ein guter, wahrer Freund wird dem Gehör schenken und versuchen auf dich zuzugehen. Ansonsten weißt du woran du bist und kannst für dich selbst evaluieren ob du die Kontakte weiter fortsetzen möchtest oder nicht.
 
Hey, du,

das kommt mir alles soooo bekannt vor aus früheren Zeiten.

Auch ich habe meine alten Freundschaften sehr regelmäßig und zuverlässig gepflegt. Ich habe öfters die Initiative ergriffen, meine Freunde angerufen oder angeschrieben und nach Treffen gefragt. Habe mir gerne etwas Schönes überlegt, was wir bei den Treffen unternehmen konnten. Wenn wir in der Gruppe eine Aktivität mit Übernachtung geplant hatten (z. B. Festival), war ich diejenige, die nach Zugverbindungen und Unterkünften gesucht sowie die Tickets für den Eintritt bestellt hatte. Selbstverständlich habe ich auch immer zuverlässig Glückwünsche verschickt.

Wenn es meinen Freunden mal schlecht ging, nahm ich mir so viel Zeit für sie, wie sie es brauchten. Da gab es keine Grenzen. Zum Teil verbrachte ich 8-9 Stunden an einem freien Tag am Telefon oder chattete ganze Nächte durch, um mir die Probleme meiner Freunde anzuhören und die Leute zu trösten.

Meine damaligen Freunde wohnten nicht alle in der gleichen Stadt/im gleichen Landkreis wie ich. Manche lebten in anderen Ecken des gleichen Bundeslandes, manche in anderen Bundesländern oder im Ausland. Mir war aber kein Weg zu weit, um sporadisch mal Freunde übers Wochenende zu besuchen. Ich hatte Phasen, in denen ich so alle 2 Monate von Samstag auf Sonntag (ja, nur für eine Nacht) einen Freundeskreis besuchte, der in einem anderen Teil Deutschlands lebte. Für diese Strecke fuhr ich jeweils am Samstag 8,5 Stunden mit der Bahn in eine Richtung und am Sonntag 8,5 Stunden zurück nach Hause.
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Was glaubst du, ob ich etwas von diesen Menschen zurückbekommen habe? Nicht wirklich bzw. nur sehr wenig im Vergleich mit dem, was ich für sie getan hatte. Als ich eines Tages einen sehr zeitintensiven Job mit langer Anfahrt und vielen Überstunden bekam, merkte ich, dass ich meinen „Freunden“ bei weitem nicht so wichtig war wie sie mir.

Es wurde weiterhin von mir erwartet, dass ich die Initiative ergriff, die ganzen Leute kontaktierte und die Treffen plante – weil ich das ja schon immer so gemacht hatte. Viele Menschen sind Gewohnheitstiere und nehmen die Bemühungen ihrer Mitmenschen schnell für selbstverständlich. Manche reagierten total eingeschnappt, wenn ich sie fragte, ob sie mal Festivaltickets bestellen und nach Bahnverbindungen suchen konnten, weil ich beruflich total im Stress war und keine Zeit dafür hatte. Sie regten sich tierisch auf, weil ich ihnen „meinen Job“ aufhalsen wollte… unglaublich.

Die ganzen Leute aus weiter entfernten Regionen nahmen meine Angebote, mich mal übers Wochenende zu besuchen, gar nicht an. Das war ihnen viel zu aufwändig und zu teuer. Es war ihnen lieber, längere Zeit auf Treffen mit mir zu verzichten, wenn ich nicht weiterhin dazu bereit war, sie zu besuchen.

Als es mir schlecht ging und ich jemanden gebraucht hätte, der für mich da war, schenkten mir diese Menschen bei weitem nicht so viel Aufmerksamkeit wie ich früher ihnen. Es gab vielleicht 2-3 kurze (!!) Telefonate oder Chats, dann waren die Leute nicht mehr erreichbar und meldeten sich auch nicht mehr als Erste bei mir. Sie brachen den Kontakt ab, weil sie genervt von mir waren und keinen Bock auf stundenlange Problemgespräche hatten.​
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Kommt dir das alles bekannt vor? Kann das sein, dass du ein Mensch bist, der sich sehr um andere bemüht, aktiv die Initiative ergreift, viel gibt und macht? Dann solltest du das schleunigst ändern und dich erstmal um die Person kümmern, die für dich mit Abstand der wichtigste Mensch im Leben sein sollte: Um dich selbst. Wer andere zur höchsten Priorität macht und sich selbst deswegen vernachlässigt, wird in Freundschaften immer wieder Probleme kriegen.
 
Ich denke auf Social Media wollen sich alle nur von der besten Seite zeigen. Eine Zeit lang war ich auch auf Facebook angemeldet. Ich habe mich dann irgendwann wieder abgemeldet, weil sowieso nichts nennenswertes gepostet wird. Ich genervt von den ständigen unwichtigen Nachrichten war. Da kamen plötzlich auch alle möglichen Leute an mir denen ich seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Hauptsache eine Freundschaft mehr oder ein lustiges Bild mehr markiert. Mit einigen habe ich danach noch ernsthaft weiter Kontakt gehabt. Sprich regelmäßig geschrieben und getroffen. Trotzdem ist dieser Kontakt leider irgendwann wieder im Sande verlaufen.

Das mit den lustigen Bildern posten obwohl es einem eigentlich schlecht geht kenne ich auch. Meine ehemalige beste Freundin hat gerne umgekehrt traurige Bilder und Sprüche gepostet damit alle sehen wie schlecht es ihr geht. Wenn es mir nicht gut ging kam oft jetzt stell dich nicht so an!
Sie hat auf Social Media auch gerne diverse Situationen anders dargestellt als sie waren. Meine beste Freundin ist sehr schüchtern. Wenn wir dann zusammen feiern waren hat sie die tollsten Bilder gepostet. In Wahrheit saß sie in der Ecke mit dem Handy beschäftigt und bitte sprich mich bloß nicht an. Ist nicht schlimm wenn man schüchtern ist. Bloß warum muss ich mich dann als Mittelpunkt der Party darstellen?

Ich werde meine Freunde auf meine Wünsche ansprechen.

Das mit dem hinfahren und planen kenne ich auch. Als ich noch gependelt habe bin ich trotzdem Abends immer noch zu meinen Freunden. Obwohl ich immer um 4 Uhr Morgens aufgestanden bin. Wenn ich dann am Wochenende kaputt war oder bis Abends gearbeitet habe war null Verständnis da. Stell dich nicht so an! Auch das ich in die Großstadt wegen besserer Jobchancen gezogen bin warf man mir vor. Ich wohne zu weit weg. Mir sind Familie und Freunde total egal. Das gleiche höre ich wenn ich mit dem Gedanken spiele noch weiter wegzuziehen. Wenn ich ein besseres Angebot habe warum soll ich das nicht nutzen? Geben die anderen mir etwa ihr Geld ab und versorgen mich nur damit sie nicht einsam sind? Nein! Ehrlich gesagt habe ich hier doch eh niemanden warum ich in dieser Stadt bleiben sollte.
 
Ich finde es erstaunlich , wie manche Freundschaften kommen und gehen und manche auch für immer bleiben.
Es gibt keine Regel, ausser die , dass man viel Geduld und Verständnis haben, aber im Gegenzug auch einfordern muss.

Da stimme ich dir grundsätzlich zu. Nur manchmal hat man das Pech, dass der andere gerne viel Geduld und Ausdauer einfordert, gleichwertig aber nicht dasselbe erwidert.

Und solche Gegebenheiten stellt man meist auch erst situaiv fest. Dann wenn man mal der ist der Hilfe benötigt.
 
Bei Facebook habe ich mich damals nicht registriert, weil ich einsam war und Freunde finden wollte. Ich habe mir einen Account zugelegt, um mich besser über mein Hobby zu informieren. Früher war ich bei myspace und habe mich auf den Homepages meines Lieblingsbands über die Neuveröffentlichungen und die anstehenden Live-Auftritte informiert. Irgendwann wurden myspace und die Band-Homepages nicht mehr richtig aktualisiert, weil alle zu FB abgewandert waren. Jahrelang hab´ ich immer wieder gesagt, dass ich niemals zu FB gehe und irgendwann hatte ich keine Wahl mehr, weil mir sonst viele wichtige Infos entgangen wären.

Wenn du ein Hobby hast, welches du sehr intensiv pflegst, kannst du über solche Plattformen viele Gleichgesinnte kennenlernen.

Ich möchte dich echt nicht runterziehen, aber bitte mach´ dir keine große Hoffnungen auf Besserung, wenn du mit deinen Freunden über deine Bedürfnisse redest. Ich bin nicht schüchtern und habe meinen früheren Freunden ganz offen gesagt, was mir im Kontakt mit ihnen fehlte und was ich mir für die Zukunft wünschte. Niemand ist auch nur ansatzweise auf mich eingegangen. Manche Leute waren total eingeschnappt und haben mich wütend beschimpft. Einige zogen sich sogar komplett zurück. Andere taten nach außen ganz verständnisvoll und meinten, dass sie in Zukunft auf meine Wünsche besser eingehen würden. Aber auf ihre Worte folgten leider keine Taten, das war nur Blabla.

Es spielt keine Rolle, ob Freunde in der Nähe wohnen oder nicht. Wichtig ist, dass sich in einer Freundschaft beide Seiten um die Kontaktpflege bemühen. Leute, die weiter weg wohnen, benutzen für ihr Desinteresse gerne die Ausrede mit der Entfernung. Aber auch Menschen, die in der Nähe wohnen, können in der Kontaktpflege faul, nachlässig und unzuverlässig sein - wenn sie an ihrem Gegenüber kein Interesse haben.

Dasselbe gilt für Beziehungen. Alle meine Beziehungen haben als Wochenendbeziehungen angefangen. Bei meinem Freund und mir war die Fahrerei ausgeglichen, bis wir zusammengezogen sind. In meinen Ex-Beziehungen war fast immer ich diejenige, die am Wochenende fahren musste, auch wenn ich viel mehr Stress und weniger Zeit hatte als die Männer - weil die Typen mir mehr bedeuteten als ich ihnen.

Ich möchte dir den guten Rat geben, deine zwischenmenschlichen Beziehungen einigermaßen ausgeglichen zu gestalten. Sobald es in einem Kontakt zu einer Schieflage kommt, wird es verdammt schwer. Die Person, die stärker an dem Kontakt hängt und den anderen mehr braucht, wird immer mehr für die Pflege tun müssen als die andere Person. Und das ist auf die Dauer total frustrierend. Tu dir das bitte nicht an.
 
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