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Beste Freundin für mich keine mehr

SysErna42

Neues Mitglied
Hallo zusammen! Erst einmal danke, dass ihr mir ein Ohr leiht. Ich hoffe, mit eurer Hilfe meine Gefühle ein bisschen besser zu verstehen.

Es geht um meine "beste" Freundin, seit über 10 Jahren befreundet. Dazu muss ich sagen: Sie nennt mich beste Freundin. Für mich fühlt sich das seit einigen Jahren aber nach normaler Freundschaft an. Wenn ich Hilfe brauche, hat sie zwar oft ein offenes Ohr, ist im Notfall aber nicht mit ihren "Händen" da, spricht packt nicht an, hilft nicht physisch. Eine Situation war, dass sie einmal die einzige war, die mich nach einem medizinischen Notfall abholen konnte, weil sie in Reichweite war - und sie konnte nicht mit der Begründung, am nächsten Tag arbeiten zu müssen. Was .... Ich hätte es für mein beste Freundschaft getan, weil auch das für mich dazu gehört - füreinander da sein, ohne das auszunutzen.
Dazu kommt, dass ich sie echt wenig sehe, ca 1 mal in 3 Monaten. Der Zustand ist seit 5 Jahren, was dazu beiträgt, dass ich mich entfremde. Hab am Anfang noch gedacht, okay, legt sich wieder, aber ne. Und ich kann meine Gefühlen nicht aufhalten, ich fühle einfach fast keine freundschaftlichen Gefühle mehr, die einer Besten Freundin gleichkämen.
Ich habe ihr mal gesagt, dass das für mich keine beste Freundschaft mehr ist. Hab ihr meine Begründungen gegeben und gefragt, ob wir zusammen was ändern sollen. Beste Freunde sind für mich zwei, die einander jederzeit helfen, wenn sie können, die Interesse am anderen haben und nachfragen, die beidseitig nach Treffen fragen, die was unternehmen und zwar nicht nur einmal alle paar Monate. Sie sagte mir daraufhin, dass beste Freundschaft für sie ist, dass man sich eine lange Zeit nicht sieht und trotzdem noch reden kann, als wäre nie zeitlicher Abstand gewesen. Dass das seltene Sehen normal sei im Berufsleben, dass man Freunde kaum noch sehe. Etc.
Was sie beschreibt, ist ne normale schwache Freundschaft für mich. Vielleicht sogar eher Richung Bekanntschaft.
Dazu kommt, dass sie seit ein paar Monaten jeden freien Tag, den sie in der Woche hat, mit einem Mann verbringt, in den sie in ihren 20ern verliebt war - er hat sie abgewiesen, sie sind heute wieder Freunde.
Daneben hat sie einen Lebensgefährten, der aber NICHT dieser beste Freund ist. Aber die beiden unternehmen nichts. Es liegt nicht daran, dass beide keine Zeit haben, Zeit ist genug da. Der Lebensgefährte will nicht.

Zusammenfassend also: Sie hat Zeit, sagt aber, hat keine. Dann kommt der ehemalige Schwarm und jetzt sind wirklich alle Tage verplant.

Nun ja. Also zusammenfassend mag ich sie schon noch irgendwie. Aber die Bindung von früher ist mittlerweile halt fast weg. Ihr genügt die Art der Freundschaft, die wir haben, für sie ist es beste Freundschaft. Für mich ist es Bekanntschaft. Ich habe mit ihr ähnlich viel zu tun wie mit meinen Bekannten 🙂 Und ich finde dieses "Menschen im Berufsleben sehen ihre Freunde nur einmal in paar Monaten, auch beste Freunde sieht man selten" und trifft gleichzeitig ihren ehemaligen Schwarm mehrmals die Woche, mindestens einmal die Woche ... fragt kein mal nach, ob ich evtl was unternehmen will ... da ist null Ehrlichkeit mehr bei ihr. Ich könnte damit leben, wenn sie sagen würde "hey, ich hab Zeit, hab aber keine Lust und frage dich deshalb nicht". DAS sind normale Phasen und die hat auch jeder mal. Aber zu sagen, sie frage nie nach mir, weil sie so wenig Zeit hätte?

Ich muss sie anschreiben, damit Kontakt aufkommt. Tue ich fast nicht mehr, ehrlich gesagt. Außer um mal n Foto zu schicken zu nem Thema, was uns beide interessiert.

Ja, so weit so durcheinander die Infos, hahaha.
Wisst ihr, auf der einen Seite vermisse ich die alten Zeiten, das war schön - und zwar so, wie ich mir beste Freundachaft vorstelle. Auf der anderen Seite, wenns ihr SO genügt, wie es gerade ist, ist das ihr Ding. Dann ist das halt ihre beste Freundschaft. Aber nicht meine. Und ich überlege halt, sie gedanklich einfach loszulassen. Weil ich gefühlstechnisch schon seit ein paar Jahren kaum noch Freundschaft fühle von meiner Seite aus, auch wenn sie immer betont, wie wichtig ich ihr sei und wie toll es sei, eine so gute beste Freundin wie mich zu haben. Ich bin ja auch für sie da, wenn was ist.

Ich muss sagen, ich bin auch (immer noch) genauso für sie da, wie ich für eine beste Freundin da wäre. Und wie ich für meine ECHTE beste Freundin da bin, was nicht mehr sie ist ... Weil ich das aus Gewohnheit mache für sie, um der alten Zeiten Willen, als WIR noch beste Freunde waren. Aber da mein Herz immer weniger dran hängt, denke ich mir, das vielleicht einfach gut sein lassen.

Ich kämpfe mit mir. Bin ich ein schlechter Mensch, dass ich da kaum noch Verbundenheit fühle? Ist das richtig so? Freundschaft ist viel mehr als das, was wir haben. Und echte Freundschaft ist super kostbar. Ich habe tolle Freunde abgesehen von ihr, deshalb weiß ich ja, was Freundschaft WIRKLICH ist. Ich hab versucht, ihr das zu zeigen und sie daran zu erinnern, wir waren ja auch mal beste Freunde. Und sie hat die Zuneigung, Hilfe etc auch tatkräftig angenommen, aber es kommt kaum was zurück. Und das ist einseitig. Ich bin kein einseitiger Mensch.
Ich konzentriere mich bereits auf meine anderen nächststehenden Freunde. Aber manchmal macht es mich noch leicht betrübt, wenn ich daran denke, dass sie sagte, nie Zeit zu haben und halt immer mit dem früheren Schwarm rumhängt.

Vielleicht noch ein Mini Hintergrund: Der Typ war damals ihr Schwarm und wie Verliebte nun mal sind, hat sie alle Freunde vernachlässigt und ihm umschwärmt. Sie gestand irgendwann, er wies sie ab, bot Freundschaft an, sie hat den Kontakt minimiert. Diesen Kontakt hat sie nun seit zwei Jahren wieder aufleben lassen und jetzt hängen sie wieder in jeder seiner freien Minuten rum, in denen er NICHT mit seinen Freunden rumhängt. Er hat nen eigenen Freundeskreis, mit dem er viel macht unter der Woche. Sie ist nicht Teil davon, sondern ein separater Ausflug.

Wie würdet ihr vorgehen? Macht es überhaupt noch Sinn, eine mittelalte Frau in der Situation, mit der Lebenseinstellung und den getroffenen Aussagen nochmal(!) zu sagen, dass das alles in eine Richtung läuft, die in den Bekanntengrad abrutscht? Oder soll ich es stillschweigend so laufen lassen und stillschweigend die Freundschaft endgültig im Kopf abhaken? Das Herz hats ja schon fast abgehakt. Ich bin immer noch betrübt darüber, aber so ist das Leben. Auf der einen Seite frage ich mich, ob sich das je anders noch entwickeln wird, da Menschen ja auch immer wieder einen Entwicklungssprung nach oben machen - oder ob ich meine Zeit besser woanders platziere, da man keine Zeit zurückholen kann. Auch nicht die Zeit, die man über eine Freundschaft nachdenkt, die es im Grunde nicht mehr gibt.

Das Ding ist, ich habe halt auch andere Freunde, die meine Zeit werttschätzen. Ich habe einen Partner, der meine Zeit sogar richtig liebt 🙂 Und ich habe nur wenig Freizeit durch meine Art Job, viele Fortbildungen, Vorträge usw. Ich habe einfach nicht unendlich Energie. All diese geluebten Menschen von mir "liebe" ich aber halt erst seit knapp 5-6 Jahren. Meine beste Freundin kenne ich seit über 10, eigentlich fast 20. Sollte man so eine langjährige Freundschaft dann mehr Wert beimessen und toleranter sein oder sagen "Leben geht weiter?"

Ich hoffe, ich konnte meine Situation irgendwie klar schildern ...

LG
 
Hallo, Menschen ändern sich und Beziehungen ändern sich. Tiefe Freundschaften können flacher und oberflächlicher werden, weil die Menschen sich entfremden oder andere Prioritäten setzen.

Wenn dann noch LIebe zu einem Partner hinzukommt, dann ist die beste Freundin oft nicht mehr an erster Stelle. Ihr habt eine unterschiedliche Auffassung von Freundschaft bzw. bester Freundin. Für Dich bedeutet das sehr viel mehr Nähe, mehr Kontakt, mehr aktives Helfen als für sie. Ihr reicht es offensichtlich im Moment, dass Du da bist - irgendwo im Hintergrund und Ihr Euch ab und zu seht.

Ich habe sehr gute Freundinnen, die ich vielleicht 4-5 Mal im Jahr sehe. Es ist aber dennoch Nähe da, wir helfen uns, wenn es nötig ist, haben Kontakt per Whatsapp. Ich muss sie aber nicht alle 2-3 Wochen sehen, was oft auch zeitlich nicht immer gehen würde. Da muss jeder für sich gucken, wie sein Bedürfnis ist. Du hast andere Freundschaften, einen Freund.

Ich würde mich innerlich davon verabschieden, dass sie Deine beste Freundin ist. Das war sie, aber jetzt ist sie es nach Deiner Definition nicht mehr. Freunde helfen sich, nicht nur verbal. Wenn sie dazu nicht in der Lage ist, dann wäre das für mich auch keine beste Freundin.

Ich würde es erstmal so laufen lassen und mich aber auch nicht mehr melden. Gucken, ob was von ihr kommt und wie sich die Dinge entwickeln. Manche Freundschaften werden zu Bekanntschaften, wenn man diese Trennung ziehen möchte. Aber es sind dennoch Menschen, die einem was bedeuten, die eine Zeitlang einen begleitet haben. Auch wenn sie jetzt eine andere Rolle spielen.

Hast Du denn das Gefühl, dass Du für Dich da eine klare Entscheidung treffen musst, dass es um "Trennung" von der Freundin geht oder um Abschied? Könntest Du damit leben, dass sie jetzt nur noch eine entfernte Bekannte ist?
 
Hallo Binchy,

bitte entschuldige meine Unhöflichkeit, aber der GPT-Agorithmus sagt, dass dein Text generiert wurde (was nicht schlimm wäre, die Antwort ist hilfreich). Jetzt bin ich neugierig, ob das stimmt.
Falls nicht, entschuldige ich mich.

Ja, ich kann damit leben, dass ich für sie eine beste Freundin bin und sie für mich eine Bekannte, weil das gelebte Lebenskonzepte sind. Es schadet ja nicht. Das Einzige, was sich verändern würde, sind meine Erwartungen an sie (ich würde einfach nur noch das erwarten, was ich von einer Bekanntschaft erwarte) und nur noch das geben was ich für einen Bekannten tun würde.
Das ist ja auch okay. Das wäre das, was sie auch gibt. Wir geben dann gleich viel 🙂 Das würde mir nichts ausmachen.
Die letzte Frage, die sich mir dann stellt, ist, ob ich ihr das sagen soll oder ob ich das stillschweigend tun soll.

LG
 
Willkommen im Forum 🌻

Glaubst du, dass eine Ansage sie zu deiner besten Freundin macht?
Du weißt es doch schon lange, dass es keine ist?

Hallo 🙂 Ich verstehe "Ansage" nicht in dem Zusammenhang. Jede Beziehung (Freundschaft, Bekanntschaft, Familie etc) benötigt beidseitige Arbeit. Manchmal gewöhnt man sich zu sehr an z.B. einen Menschen, dass man ihn als selbstverständlich ansieht und sich nicht mehr "kümmert". Das ist das häufigste Problem, wenn Beziehungen egal welcher Art zerbrechen.
Eine "Ansage" hätte da nichts zu suchen. Aber man kann in meinem Problem durchaus nochmal auf den Gegenüber zugehen und nochmal darüber reden, welche Wünsche man an die Freundschaft hat. Was ich mich frage, ist, ob das hier überhaupt sinnvoll wäre, da die besagte Person und ich nun mal mittlerweile andere Auffassung von bester Freundschaft haben.
Klar kann man z.B. sagen, man könnte sich öfters sehen. Mehr investierte Zeit könnte die Bindung wieder stärken. Doch macht das in dem Stadium noch Sinn? Oder einfach in den Bekanntheitsgead laufen lassen, stillschweigend, statt an einer Besserung zu arbeiten, weil Zeit nun mal kostbar ist?

LG
 
Aber man kann in meinem Problem durchaus nochmal auf den Gegenüber zugehen und nochmal darüber reden, welche Wünsche man an die Freundschaft hat.
Dann mach das.

Was ich mich frage, ist, ob das hier überhaupt sinnvoll wäre, da die besagte Person und ich nun mal mittlerweile andere Auffassung von bester Freundschaft haben.
Die Frage kann dir hier niemand beantworten.
 
Hallo Buntehäsin,

ich weiß nicht, ob nochmaliges Ansprechen etwas ändern würde. Das ist etwas, worüber ich gerade nachdenke. Nochmal Zeit und Energie investieren, nur um etwas wiederherzustellen, was mal war?
Was mich beschäftigt, ist, ob man um eine Freundschaft, die fast zwe Dekaden alt ist, mehr kämpfen sollte als ich - oder ob man sein Herz, seine Liebe, seine Zeit einfach mehr in Menschen investiert, die das wertschätzen 🙂 Diese Menschen kenne ich halt nicht so lange wie sie. 20 Jahre VS 5-8 Jahre, das fühlt sich gewichtig an. Ich weiß nicht, ob die Zahl grundlos beeindruckt.

LG
 

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