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Kaputte Freundschaft reparieren - Achtung, langer Text!

Joergii

Aktives Mitglied
Diese Typen sind generell sehr selbstbezogen und nutzen Freundschaften nur für lustige Partynächte, sind aber sonst nur auf ihren eigenen Vorteil aus. Es würde ihnen nicht im Traum einfallen, einem anderen Menschen mal eine Freude zu bereiten. Henry und ich haben uns früher öfters mal gegenseitig eine Freude bereitet. Trotzdem hat er mit diesen Deppen noch Kontakt und verabredet sich mit ihnen, aber mit mir nicht mehr 🙁.
Wenn ich Freiheitsliebend bin, dann sind genau das die perfekten Freundschaften. Alles dreht sich hauptsächlich um das Wohl. Sie haben mir gegenüber keine Verpflichtungen, ich habe ihnen gegenüber keine Verpflichtungen. Die gemeinsame Zeit dreht sich nur um Spaß - keine Probleme. Auch wenn oberflächlich, sind das wertvolle Freundschaften die man im Leben brauch.

Dagegen haben wir jetzt tiefsinnigere Freundschaften - einer ist stets für den anderen da. Es beginnen Verpflichtungen, dass man auch für den Gegenüber da sein muss, weil er auch selbst für einen da war. Wenn man Freiheitsliebend ist, ist es nicht gerade so perfekt, auch wenn dieses Handeln selbstverständlich ist. Aber es ergeben so so viele weitere Probleme daraus, vor allem, wenn man ebend nicht den Erwartungen dem Gegenüber entspricht oder nachkommt. Es fängt schon damit an, dass meine andere Freunde als Deppen bezeichnet werden, nur weil deren Wert auf der anderen Ebene nicht erkannt werden - weil sie nichts "bewusst" wertvolles für mich tun und ich trotzdem mehr Wert in den sehe. Dort sieht man wieder die Denkweise, dass durch das Geben mehr erwartet wird... sei es allein den Wert darin zu sehen und andere die dementsprechend nur Freude und keine selbstopfernde Taten geben nicht als Wert betrachtet werden sollten. Mit Geben und Nehmen sind zwar die tiefsinnigeren Freundschaften, aber in denen man in größerer Abhängigkeit voneinander ist und somit viel mehr Probleme entstehen können, so dass der Wert schneller wieder an Wert verlieren könnte als gegenüber Partyfreundschaften. Denn das Bekommen kann irgendwann mehr schaden als nützen... vor allem, wenn man mehr bekommt als man eigentlich möchte. Es ist manchmal ein ekelhafte Gefühl Geschenke anzunehmen.

Aber verstehe mich nicht falsch. Ich habe Verständnis für dich.. ich war und bin manchmal gar nicht viel anders. Aber ich möchte dir trotzdem andere Möglichkeiten von Sichten schildern. :)
 

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Neugier

Mitglied
Jetzt verdrehe hier mal nicht die Tatsachen. Henry hat mich nach seinem Gespräch mit Vanessa sehr wohl noch regelmäßig kontaktiert und wollte mich weiterhin sehen. Aber nur, wenn Julia auch dabei war. Noch schlimmer fand ich die Respektlosigkeiten, die er sich manchmal herausgenommen hat.


[...]

Das hat er erst nach dem Kontaktabbruch geschrieben.
Je nun, das einzige was falsch war, dass er dich auch mal kontaktiert hat. Gerne sehen, aber nur mit Julia schließt sich etwas aus. Ausser die beiden waren doch ein Paar. Was nach deiner Beschreibung eher danach klingt. Auch wenn Henry behauptet es sei nicht so.

Ansonsten solltest du aufhören mit Sandra darüber zu reden. Sie macht dir völlig unnötig Hoffnungen. Natürlich spricht er noch häufiger mal von dir, macht doch jeder nach 10 Jahren gemeinsamer Zeit und einer Rückkehr in dieses Leben. Sobald er wieder fährt, ist sein neues Leben wieder da und du bist davon kein Teil mehr. Oder eben nur ein ganz kleiner und kein großer wichtiger. Ist halt einfach so.

Und das er behauptet Kontakt zu dir zu wollen. Laut deiner Beschreibung von ihm, sagt er gerne mal ja, obwohl er Nein meint. Kann dann aber seine Bedürfnisse durch einfach nicht machen doch einhalten. Von daher schaue was er tut und nicht was er sagt.

Und er hat seine Bedingungen genannt, du kannst sie nicht erfüllen. Für dich hat er eine Persönlichkeitsstörung und deswegen kann er es nicht ertragen, dass du seine Freiheit einschränken möchtest. Außerdem möchtest du ihm bereits wieder vorschreiben, wie er auf Facebook zu sein hat und dich ärgert seine Freizeitgestaltung. Seine Freunde sind für dich alles Deppen, die er zu unrecht hofiert. Du hast weiterhin hohe Erwartungen an ihn, weil es so wie früher sein soll. Etc.

Und du hast deine Bedingungen genannt und er kann sie nicht erfüllen. Er würde seine Freiheit nicht einschränken lassen. Dich so wichtig nehmen wie du ihn. Er wird sich weiterhin der nächste sein und nicht du. Besonders ehrlich mit Worten fällt ihm offensichtlich schwer, daher wird er es weiter mit Taten tun und dich dabei verletzen.

Damit erübrigt sich die Frage ob du respektvoll mit ihm umgehen kannst und ab sofort seine! Grenzen waren kannst. Und auch er wird immer mit dir respektlos umgehen, weil er seine Freiheit verteidigen möchte. Von daher wärt ihr schnell wieder an dem Punkt der dir nicht gut tut. Im ständigen auf und ab. Und das solltest du dir nicht antun.

Ich kann nicht verstehen, wie man bei so einem Thema so emotionslos sein kann. Du und einige andere User hier wirkt auf mich, als ob euch das gar nicht berührt, wenn langjährige Freunde aus eurem Leben verschwinden. Mich lässt so etwas gar nicht kalt. Von daher kann ich das gut verstehen, wenn jemand nicht aufgeben möchte.
Emotionslos, kalt, berührt einen nicht. Damit versuchst du mich in die defensive/Rechtfertigung zu drängen. Ist dir das bewusst?

Ansonsten, ich habe wie jeder andere Mensch auch, schon langjährige Freundschaften verloren. Ich habe auch schon mal Mist gebaut und damit eine Freundin verloren. Sowas passiert.

Natürlich vermisse ich alte Freunde und auch diese. Aber ich lasse los. Es wird nie mehr so wie früher, kann es auch gar nicht. Bei solchen Sachen, fehlt doch danach gänzlich dass Vertrauen. Zumal die Te hier gleich zweimal die selbe Nummer abgezogen hat und jetzt nicht zugeben kann, dass es scheiße war. Da kann nicht mal vertrauen wachsen, selbst wenn beide! noch wollen. Und Vertrauen gehört nun mal auch zu einer Freundschaft.
 
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G

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Joergii, deine Beiträge gefallen mir sehr, sehr reflektiert. Danke, da habe ich ein weiteres Puzzlestück für mich gefunden!
Deine Aussage "Für Menschen die einen hohen Wert im Leben haben, erträgt man eine Unentspanntheit, erträgt man einen gewissen Freiheitsverlust/Verpflichtungen... für diese Menschen tut man einiges gegen sein Willen. Daher musst du lernen, dass du diesen Wert von seiner Seite aus nicht so auf dieser höhe hast... irgendwo wird einer vorhanden sein, aber nicht so wie du ihn dir erwünscht." trifft für mich den Nagel auf den Kopf. Es ist hart zu merken, dass man nicht so wichtig im Leben eines anderen ist, wie man gerne sein möchte. Das tut richtig weh, erst recht, wenn soviel Zeit ins Land gezogen ist und man selbst sehr viel für diese Person gemacht/gegeben hat.
Das einzusehen und dann auch die Handlungen entsprechend zu ändern, um damit wieder sich selbst zu finden, braucht Zeit. Oft schleichen sich solche Verhaltensmuster auch über die Jahre ein und es ist schwierig, sich von ihnen zu lösen. Für einen da-sein, Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten, wie häufig man sich sieht/meldet... hier eine Balance zu finden, die für beide OK ist, finde ich eine Kunst, gerade bei intimeren Freundschaften. Und auch wenn das mal gut austariert war, muss es nicht heissen, dass das in alle Zeiten so hält.

Mag noch so viel falsch gelaufen sein, und mag die Freundschaft das nicht überleben, so bleibt einem die Möglichkeit, sich selbst und seinen Anteil zu sehen und zu reflektieren. Solche Gedanken sind eine grossartige Möglichkeit, sich selbst besser kennen zu lernen und Schlüsse zu ziehen, was man in Zukunft vielleicht nicht mehr möchte. Diese Rekonstruktion von Vergangenem, Schuldverteilung, Erwartungen etc bringt meiner Erfahrung nach nicht viel, denn das Scheissgefühl am Ende bleibt, selbst nachdem alles "rationalisiert" wurde. Die Dinge zu sich nehmen, kann echt helfen. Es kann einem auch das Ohnmachtsgefühl nehmen. Wenn ich einsehe, dass ich nicht nur die Gebende, die Wartende bin, habe ich plötzlich einen ganz andern Handlungsspielraum. Dass das nicht schmerzfrei ist, hat wohl jeder schon mal auf irgendeine Weise erlebt.

Du, TE, hattest einen guten Freund, eine schöne Zeit und das sehr lange. Durch Gründe, über die nachträglich spekuliert werden kann, resp. durch Miteinbeziehen von Dritten exponentiell kompliziert wird, wird diese Zeit nicht zurückkommen. Die ganze Analyse über wer wann was wem wie gesagt hat, hilft nur sehr bedingt, die Wunde zu heilen. Ich würde mich fragen, wie du dir diese Freundschaft vorstellst in Zukunft, mal ohne darüber zu spekulieren, wie realistisch das ist.
Ist es für dich ok, wenn er eine Partnerin hat? Ist es für dich ok, wenn er Vater wird, und du nicht Patentante seines Kindes wirst? Kannst du damit umgehen, dass er sich nicht mit dir alleine trifft oder erst, nachdem wieder einiges an Zeit verstrichen ist? Kannst du dich für ihn freuen? Willst du dich für ihn freuen? Kannst du diese beiden anderen Freundinnen von ihm so akzeptieren, dass du dich nicht in Konkurrenz zu ihnen siehst (Anm. Facebook Posts)? Wie stellst du dir denn eine künftige Freundschaft mit Henry vor, ohne dass ihr wieder in alte Verhaltensmuster zurückkehrst? Womit könntest du umgehen, womit überhaupt nicht? Wo sind deine Grenzen? Nimm das ganze Ding zu dir, und nicht noch zu Sandra oder sonstwem, die auch noch mit ihm in Kontakt ist. Geh quasi in eine Klausur. Ev. könntest du danach auch mal mit deinem Partner darüber sprechen?
 
Ich treffe mich auch gerne mit Freunden, um mit ihnen Spaß zu haben und eine lustige Zeit zu verbringen. Dagegen habe ich natürlich nichts einzuwenden. Aber eine Freundschaft besteht doch nicht nur aus Spaß, zumindest für mich nicht. Mir wäre halt nie in den Sinn gekommen, dass es Menschen gibt, die so denken und handeln. In meiner Verwandtschaft werden Freunde zu Geburtstagen, Grillfesten, etc. eingeladen. Auf der anderen Seite kann man sich aber auch auf diese Freunde verlassen, wenn man Umzugshelfer braucht, wenn jemand verreisen will und einen Babysitter für sein Haustier sucht, usw. Die Leute sind gesellig, helfen sich aber auch gegenseitig in Notsituationen.

Mir ist es schon einige Male passiert, dass irgendwelche Leute nur mit mir feiern wollten, aber eingeschnappt waren, wenn ich sie um einen Gefallen bat. Vor der Freundschaft mit Henry hatte ich einen kleinen Freundeskreis bei mir im Landkreis. Wir haben uns jede Woche 1-2x getroffen und haben was gemacht. Weil ich aus gesundheitlichen Gründen nicht Auto fahren kann, bin ich immer bei meinen Freunden mitgefahren und habe ihnen Spritgeld gegeben. Als ich dann meinen Job verlor und es mir nicht leisten konnte, mich jedes Mal an den Spritkosten zu beteiligen, sind die einfach öfters mal ohne mich weggegangen. Denen war die Kohle wichtiger als ich. So ist die Sache in die Brüche gegangen.

Henry war damals derjenige, der mich aufgefangen und ganz lieb getröstet hat. Er hat mir gezeigt, dass es auf dieser Welt noch Menschen gibt, die nicht nur an sich denken und denen das Wohl ihrer Freunde auch wichtig ist. Deshalb wäre ich nie für die Idee gekommen, dass seine Freunde bei ihm in der Heimat genauso egoistisch sein könnten wie meine alten Freunde. Wobei er die Leute damals erst ganz kurz kannte (mich kennt er länger) und sie bestimmt noch nicht so richtig einschätzen konnte.

Dass ich die Leute als Deppen bezeichnet habe, hat schon seine Gründe. Es ist ja nicht so, dass sie "nur" egoistisch sind. Mich stört auch, dass sie ständig über irgendwelche Leute lästern, die entweder nicht zu ihrem Kreis gehören oder welche aus ihrem Kreis, die gerade abwesend sind. Das ist echt extrem bei denen (und die Lästerbacken in der Gruppe sind NICHT die Frauen!). Sie äußern sich auch sehr abwertend über Ausländer, Behinderte, behandeln ihre Partnerinnen schlecht und quälen Tiere. Henry ist das komplette Gegenteil, er ist Tierschützer, er ist total gegen Ausländerfeindlichkeit und setzt sich seit Jahren für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ein. Trotzdem trifft er sich mit diesen Leuten, die das genaue Gegenteil von seinen Werten leben. Einem Mann aus dem Kreis hat er schon mal die Meinung gesagt. Bei den anderen traut er sich nicht, weil sie sehr dominant sind.

Diese Typen waren auch nicht immer nett und respektvoll zu Henry. Z. B. haben sie ihn schon öfters versetzt und Verabredungen aus reiner Bequemlichkeit in letzter Sekunde abgesagt. Mit einem Mann wollte Henry mal übers Wochenende verreisen. Am Ende saß Henry alleine in der Bahn, der andere Kerl ist weder aufgetaucht, noch hat er ihm im Vorfeld abgesagt. Ein anderer Kerl hat mal vor einem Festival für die Gruppe eine Ferienwohnung gebucht. Als die Leute alle dort waren, erfuhren sie, dass er die Buchung storniert hatte und woanders übernachtete. Henry und der Rest bekamen keinen Schlafplatz mehr, sie mussten die ganze Nacht bei Minusgraden am Bahnhof durchmachen. Der besagte Kerl hat sich bei niemandem für sein Verhalten entschuldigt. Und trotzdem haben ihm das alle verziehen und sind immer noch mit ihm befreundet.
Dabei legt Henry eigentlich viel Wert auf Zuverlässigkeit. Auf mich konnte er sich immer verlassen, ich habe ihn niemals hängenlassen.

Mein Eindruck ist, dass Henry in erster Linie deswegen mit diesen Leuten befreundet ist, weil sie sein Hobby teilen und im gleichen Ort leben wie seine Eltern. Wenn er ca. 3x im Jahr seine Eltern besucht, verabredet er sich abends mit ihnen. Ansonsten sieht er sie nur ganz sporadisch auf irgendwelchen Festivals. Diese Leute haben ihn noch nie einfach so in seiner jetzigen Heimat besucht, so wie ich früher. Und er trifft sich auch nur mit ihnen, weil er das mit dem Besuch bei seinen Eltern verbinden kann. Ich würde die Abende bei meinen Eltern lieber alleine verbringen, bevor ich mich mit Menschen treffe, die völlig grundlos so gehässig zu anderen sind. Henry hat sicher auch noch andere Freunde, die hauptsächlich in seinem aktuellen Wohnort leben (und mir viel sympathischer sind als die Leute aus der alten Heimat). Er scheint seine Freundschaften nach anderen Kriterien auszuwählen als ich. Ihm scheint es wichtig zu sein, dass die Leute in der Nähe wohnen und schnell erreichbar sind, ich suche mir meine Freunde nach dem Charakter aus.

Viel ausschlaggebender für seinen Rückzug war aber sicher die Sache mit den Frauen. Ich hätte nicht gedacht, dass ihn das mit Vanessa so verletzen würde. Er hat sich zuvor mehrmals negativ über sie geäußert. Damals war ich noch jünger, unerfahrener und hatte einfach nur Angst, dass er eine Partnerin findet, die ihn die ganze Zeit für sich alleine will und ich ihn gar nicht mehr sehen darf. Diese Erfahrung habe ich nämlich schon mit anderen Kumpels gemacht, die irgendwann eine Beziehung hatten und sich dann nicht mehr mit mir treffen durften. Heute würde ich so ein Angebot sicher nicht mehr annehmen. Ich würde ihm komplett die Entscheidung überlassen, wie er damit umgeht. Und wenn er sich von einer Frau die Treffen mit mir verbieten lässt, dann war ich ihm eh nie wirklich wichtig. Natürlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich im umgekehrten Fall reagiert hätte. Ich wäre auch nicht erfreut gewesen. Aber es ist nicht meine Art, einen anderen Menschen über einen längeren Zeitraum mit respektlosem Verhalten meinen Ärger spüren zu lassen. Ich empfinde so etwas als Mobbing, und Mobbing ist für mich ein No-Go. Das war für mich das Schlimmste an der ganzen Sache.

Ich habe Henry in keinem meiner Beiträge als gestört bezeichnet. Das war nur ein Zitat von einer Aussage unserer Freundin Sandra, die bei ihm bestimmte Wesenszüge entdeckt hat.

Wenn er eine feste Partnerin hätte, wäre das natürlich kein Problem für mich. Schon lange nicht mehr. Als Partner ist der Mann schon rund 10 Jahre nicht mehr interessant für mich. Außerdem habe ich längst einen Mann an meiner Seite, den ich über alles liebe und mit dem ich sehr glücklich bin. Natürlich könnte ich mich aufrichtig für Henry freuen, wenn er jemanden hätte. Und genauso könnte ich es akzeptieren, wenn er seinem bisherigen Lebensstil mit sporadischen ONS treu bleibt. Henry kann tun und lassen, was er möchte. Er kann sich verabreden, mit wem er möchte und so oft, wie er das will. Es ist sein Leben. Schade, dass sein Vertrauen in mich dermaßen gebrochen ist, dass es nur zu sporadischen lustigen Kommentaren auf meiner FB-Chronik und Gesprächen bei zufälligen Festivaltreffen reicht 🙁.
 
G

gültiger Name

Gast
Henry kann tun und lassen, was er möchte. Er kann sich verabreden, mit wem er möchte und so oft, wie er das will. Es ist sein Leben.
Wie verträgt sich dieses Zitat mit der Aussage, dass du bei Leuten, die dir egal wären, keine Ansprüche hast? Wenn Henry tun und lassen könnte und du Ansprüche hast, dann beisst sich das doch irgendwie, weil eure Ansprüche/Wünsche allen Anschein nach nicht ergänzend/gegenseitig sind, sondern eher einem Tauziehen gleichen. Versteh mich nicht falsch, ich finde auch, Leute, an die man keine Ansprüche/Vorstellungen/Wünsche hat, sind eher im lockeren Umkreis und da lässt man auch nicht alles stehen und liegen, wenns irgendwo brennt. Und das ist auch völlig ok, weil man ja in einer oberflächlichen Freundschaft gar nicht diesen Anspruch hat. Aber Henry klingt für mich nicht nach lockerem Umkreis.

Im Grunde hast du ja gesagt, was für dich nicht geht und dass Henry mehrmals deine Grenzen überschritten hat mit Mobbing, nachtragend sein und so weiter. Vermutlich hilft jetzt nur Gras über die Sache wachsen zu lassen. Deine Vorwürfe und auch die Einschätzung seiner Person sind ziemlich happig, finde ich, aber trotzdem scheinst du noch mit ihm befreundet sein zu wollen. Was gibt er dir? Mich dünkt, du verbeisst dich in ein Bild, das nicht mehr existiert und vielleicht auch nie in dieser Farbenprächtigkeit existiert hat. Das ist hart, ich kenns auf eigener Erfahrung.
 
Henry und ich haben viele gemeinsame Interessen, die wir jahrelang geteilt haben. Für unsere Hobbys waren wir in ganz Europa zusammen unterwegs. Es gab sehr viele wunderschöne Erlebnisse. Charakterlich sind wir eher verschieden. Er ist ein sehr introvertierter Mensch, der viel Freiraum braucht, ich bin da anders.

Ich erwarte jetzt sicher nicht, dass ich wieder eine so hohe Priorität in seinem Leben habe. Sandra hat festgestellt, dass Henry jetzt mehr Kontakte hat als früher, aber diese Kontakte weniger eng sind. Ich wäre schon froh und glücklich über eine kurze Nachricht an meine private E-Mailadresse. Wir standen immerhin 14 Jahre lang regelmäßig in Kontakt. Sowas kann ich nicht einfach ausblenden.

Der Beginn von Corona ist nun fast 5 Monate her, und am Anfang war ich mir sehr sicher, dass Henry sich bei mir melden wird. Früher waren meine Freunde für mich das Wichtigste im Leben. Das hat die Leute wohl unbewusst unter Druck gesetzt. Jetzt wäre ich schon glücklich und froh über einen lockeren, zwanglosen Kontakt, aber nicht mal den bekomme ich. Mir ist das schon wichtig, dass ich wenigstens sporadisch mal kontaktiert werde. Es ist ein normales Grundbedürfnis des Menschen, dass es andere Menschen gibt, denen man nicht gleichgültig ist.
 

Neugier

Mitglied
Letztlich musst du akzeptieren, dass es für Henry einfach zuviel ist/war. Deine Erwartungshaltungen an ihn sind einfach viel zu hoch. Er will nicht für dich und deine Bedürfnisse Verantwortung übernehmen. Und er muss es auch nicht.

Ich finde weiterhin das die Gespräche mit Sandra über Henry dir nicht gut tun. Sandra nährt Hoffnungen die doch aktuell gar nicht da sind. Du und Henry könntet doch gar nicht, selbst wenn ihr wolltet.

Alleine die Tatsache das du deinen Teil am Konflikt so leugnen musst, macht eine erneute Beziehungsanbahnung doch unmöglich. Wie soll da bei Henry Vertrauen in dich aufkommen?

Versuch doch mal ein hineinfühlen. Auch wenn Henry eher introvertiert ist und du nicht. Glaube ich nicht, dass es umgekehrt wirklich für dich in Ordnung gewesen wäre.

Also stell dir vor ein Klaus hätte sich für dich interessiert und er und Klaus hätten die "Absprache" getroffen, dass Klaus dich weiträumig umgehen zu hat. Und das aus reinem Egoismus und nicht weil Henry dabei an dich gedacht hat. Du erfährst davon und machst dir Sorgen um deine aktuellen Beziehungen. Gleichzeitig willst du Henry als Freund aber noch nicht aufgeben. Und dann schickt er deinem Freund diese Email.
 
Letztlich musst du akzeptieren, dass es für Henry einfach zuviel ist/war. Deine Erwartungshaltungen an ihn sind einfach viel zu hoch.
Eine kurze Mail mit der Frage nach meinem Wohlbefinden ist für mich von einer viel zu hohen Erwartung meilenweit entfernt.


Ich finde weiterhin das die Gespräche mit Sandra über Henry dir nicht gut tun. Sandra nährt Hoffnungen die doch aktuell gar nicht da sind.
Das hört sich schlimmer an, als es ist. Henry ist sicher nicht das Hauptthema, wenn ich mit Sandra schreibe. Sie erwähnt ihn sporadisch, weil sie uns beide kennt und mag und die aktuelle Situation nicht nachvollziehen kann. Ihrer Meinung nach trägt er mehr Schuld an der Sache, weil ich ihn nicht absichtlich verletzt habe, er mich aber schon. Und das nicht nur einmal, sondern immer wieder. Sie würde an meiner Stelle gar nicht mehr mit ihm reden, bevor er sich bei mir entschuldigt.


Alleine die Tatsache das du deinen Teil am Konflikt so leugnen musst, macht eine erneute Beziehungsanbahnung doch unmöglich. Wie soll da bei Henry Vertrauen in dich aufkommen?
Wo habe ich denn bitte meinen Anteil geleugnet? Ich habe behauptet, dass ich ihn nicht mit Absicht verletzt habe. Das ist die Wahrheit. Glaubst du mir war das klar, dass ihn das treffen würde? Nein, absolut nicht. Sonst hätte ich es definitiv nicht getan. Wenn du dich jetzt fragst, warum ich als langjährige Freundin nicht geahnt habe, dass ich Henry mit meiner Aktion verletzen würde, verrate ich dir gerne den Grund. Der Mann spricht generell mit niemandem über das, was in seinem Inneren vorgeht. Alles was mit Gefühlen zu tun hat, macht er ausschließlich mit sich selbst aus.


Also stell dir vor ein Klaus hätte sich für dich interessiert und er und Klaus hätten die "Absprache" getroffen, dass Klaus dich weiträumig umgehen zu hat. Und das aus reinem Egoismus und nicht weil Henry dabei an dich gedacht hat. Du erfährst davon und machst dir Sorgen um deine aktuellen Beziehungen. Gleichzeitig willst du Henry als Freund aber noch nicht aufgeben. Und dann schickt er deinem Freund diese Email.
Ich gebe ehrlich zu, dass ich das im umgekehrten Fall auch nicht gerade toll gefunden hätte. Aber wenn das so passiert wäre und ich davon erfahren hätte, wäre meine Reaktion ganz anders ausgefallen als die von Henry. Ich hätte das Gespräch mit ihm gesucht und ihn gefragt, ob das wirklich stimmt, was Klaus mir erzählt hat. Henry hat nach so langer Freundschaft die Worte von Vanessa sofort für bare Münze genommen (dabei hat sie die Sache nicht ganz wahrheitsgemäß wiedergegeben) und mich nicht einmal darüber informiert, dass er Bescheid wusste. Woher sollte ich das denn ahnen? Meine Abmachung mit der Frau lag damals schon 4 Jahre zurück. Ich hielt auch sie für eine gute Freundin und hätte für sie die Hand ins Feuer gelegt. Inzwischen weiß ich, dass die Frau nur zu Männern ehrlich ist und Freundschaften mit Frauen ihr nicht unbedingt viel bedeuten.

Henrys Gespräch mit Vanessa ist sicher nicht der Grund für den endgültigen Bruch. Das war nur der Auslöser für unsere Probleme. Der Grund waren diverse Vorfälle in den Jahren nach diesem Gespräch. Nach Vanessas Erzählung hat Henry sein Verhalten mir gegenüber sehr zum Negativen verändert. Es fing damit an, dass wir auf ein Festival gefahren sind und im Vorfeld ausgemacht hatten, uns vor der ersten Band im Hotelzimmer zu treffen (wir kamen aus verschiedenen Richtungen) und dann zusammen eine Runde Sightseeing zu machen. Dann saß ich im Hotelzimmer und wartete und wartete, aber Henry erschien nicht und schrieb mir auch keine SMS. Am Ende stellte sich heraus, dass er alleine in die Stadt gelaufen war und Sightseeing gemacht hat. Als ich ihn höflich fragte was denn los war, zickte er mich an, ich solle mal nicht so rumstressen.

Das war der erste Vorfall zwischen uns, den ich nicht gerade toll fand. War jetzt kein Beinbruch, ich hab´ mich da nicht großartig aufgeregt. Aber die Sache wurde schlimmer. Der hat sich im Laufe der Zeit immer heftigere Sachen bei mir herausgenommen und die Schuld jedes Mal auf mich abgewälzt. Das ist Henrys Art zu zeigen, wenn er auf jemanden schlecht zu sprechen ist. Nur wusste ich das damals noch nicht, weil der Mann sonst gar nicht nachtragend ist und ich ihn noch nie zuvor und auch danach niemals so erlebt habe.

Ich bin ein extrem sensibler Mensch und komme gar nicht damit klar, wenn mir ein sehr wichtiger Mensch immer wieder mit seinem Verhalten zeigt, dass er wütend auf mich ist. Das macht mir so sehr zu schaffen, dass es sich auf meine Gesundheit auswirkt. Ich hatte Magenkrämpfe, Schlafstörungen und konnte mich oft nicht auf die Arbeit konzentrieren. Für mich wäre es viel besser gewesen, wenn er mich ordentlich zusammengebrüllt und mir einige direkte Worte an den Kopf geknallt hätte und danach alles wieder in Ordnung gewesen wäre. Die Art und Weise, wie Henry mit mir umgesprungen ist, löst starke Verlustängste bei mir aus. Er war nicht bei jedem Treffen gemein und respektlos. Es kam immer mal wieder vor, dass 2-3 Treffen so harmonisch und schön waren wie in alten Zeiten. Und dann die nächste Gemeinheit. Und dann war ich psychisch total fertig. Immer wenn ich dachte, jetzt sind wir auf einem guten Weg, jetzt passiert nichts mehr, kam die nächste Aktion. Es war ein Auf und Ab der Gefühle bei mir, ich kam lange nicht zur Ruhe. Mich hat das innerlich kaputt gemacht. Aber egal was ich machte, um die Sache wieder zu kitten. Es gab immer wieder 2-3 schöne Treffen und dann wieder ´ne Respektlosigkeit. Dazu kam noch, dass auch Julia nach meiner Bitte um ein wenig mehr Zeit mit Henry mich immer wieder ihren Ärger spüren ließ. Ich war ein psychisches Wrack und völlig fertig, aber die Leute sahen nur ihre eigenen verletzten Gefühle.
Erst vor 4 Jahren beruhigte sich die Situation, und wir hatten dann fast ein ganzes harmonisches Jahr ohne irgendwelche Vorfälle. Bis Henry wegen der Übernachtung unehrlich handelte und ich dann Julia die besagte Mail schickte.

Da fällt mir ein: Es gab da mal einen Vorfall, als Henry noch nichts über die Vanessa-Sache wusste. Ich war in einen Mann verliebt und ging während eines Festivals mit ihm in eine Kneipe. Ich wollte mit ihm alleine sein, aber auf einmal kam Henry herein und setzte sich zu uns. Er wusste, dass der andere Mann mir wichtig war und wollte mich trotzdem nicht mit ihm alleine lassen. Später meinte Henry, dass das ein Scherz war. Ich habe ihm das nie übel genommen, geschweige denn an einen Kontaktabbruch gedacht.
 
Auf den Deal mit Vanessa habe ich mich eingelassen, weil ich glaubte, endlich den richtigen Mann gefunden zu haben. Ich war mir sehr sicher, dass es mit uns hätte was werden können. Wer das nicht selbst erlebt hat, kann sich das auch kaum vorstellen. Es ist verdammt hart, wenn man eine Frau ist und von Männern als mögliche Partnerin immer nur abgelehnt wird.

Wenn ich mit Freundinnen um die Häuser gezogen bin, wurden immer sie von Männern angesprochen, angeflirtet und nach der Nummer gefragt, während ich leer ausging. Und wenn ich selbst aktiv wurde, bekam ich jedes Mal eine Abfuhr. Leider ist es in meiner Familie so, dass man als Frau ohne Mann nicht ernst genommen wird. Meine Familie hat mir mehr als genug vermittelt, dass ich als Singlefrau in ihren Augen nichts wert war. Ich war für meine Verwandten immer die Übriggebliebene, diejenige, die keiner haben wollte.

Während meine Freundinnen von einer Beziehung in die nächste rutschten, über sexuelle Erfahrungen, die erste gemeinsame Wohnung, den gemeinsamen Pärchenurlaub und sonstige Beziehungsthemen sprachen, konnte ich nie mitreden. Wie denn auch, mich wollte ja keiner haben. Je mehr Zeit verging und je länger ich Single war, umso schwerer fiel es mir, anderen Frauen ihr Glück zu gönnen, wenn sie eh viele Verehrer hatten, während ich ständig alleine war.
 
G

gültiger Name

Gast
Auf den Deal mit Vanessa habe ich mich eingelassen, weil ich glaubte, endlich den richtigen Mann gefunden zu haben. Ich war mir sehr sicher, dass es mit uns hätte was werden können. Wer das nicht selbst erlebt hat, kann sich das auch kaum vorstellen. Es ist verdammt hart, wenn man eine Frau ist und von Männern als mögliche Partnerin immer nur abgelehnt wird.
Ich glaube, du kannst es drehen und wenden, wie du möchtest, und es wird sich nichts ändern. Da kann Sandra und Vanessa und sonstwer noch 100 mal sagen, dass Henry nicht richtig reagiert hat. Es wird ihn nicht zurückbringen.
Nimm das Ding in die Hand, stelle dich der Sache und vermeide Ausflüchte wie oben oder Erklärungen wie die, dass du extrem sensibel bist. Ja, es schmerzt, ja, es ist nicht schön und ja, es hätte vielleicht was werden können mit euch zwei. Aber es ist nicht. Darüber darf man auch wütend, traurig und enttäuscht sein, völlig normal, das gehört leider dazu. Irgendwann muss man einen Punkt setzen und nach vorne blicken. Sich selbst zuliebe. Während du mit diesen Gedanken beschäftigt bist, entgeht dir ganz viel anderes. Manchmal starren wir so sehr auf die geschlossene Türe, dass wir gar nicht merken, dass eine andere offen stehen oder sich öffnet.
Vielleicht würde es helfen, wenn du das Ganze mal mit einer neutralen Person diskutierst, die sich damit auskennt? Mir scheint, es ist momentan schwierig, da alleine rauszukommen.
 

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  • (Gast) reika:
    Und da meine Mutter auf grund iherer verschiedenen wesen in verschiedenen welten mittlerweile allein in einer großen wohnung lebt und auf grund von uneinsichtigkeit gegenüber der krankenkasse kein geld mehr hat wird sie wohl ungesehen verhungern trotzdem können und wollen sie nicht helfen der arzt der dabei war hat dieses gesetz sogar noch hochgelobt nur eine psychischkranke frau wie meine mutter die nicht einsieht krank zu sein die ihr leben keines wegs mehr kontrolieren kann sterben zu lassen.... In was für einer geselschaft leben wir den bitte aie kann es ja nicht entscheiden o dachlose haben auch mehre anlaufstellen wen sie sie nicht für voll nehmen haben sie meist größe probleme wo geholfen werden muss die wenigsten sitzten wirklich freiwillig auf der Straße und meine mutter geht auch nicht freiwillig den bach runter trotzdem ist es wie es scheint egal
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  • (Gast) reika:
    Ich weiß halt einfach nicht mehr weiter und geh selbst daran zu grunde und ich glaube abgesehen vom bot kriegt das hier auch keiner mit
    Zitat Link
    (Gast) reika: Ich weiß halt einfach nicht mehr weiter und geh selbst daran zu grunde und ich glaube abgesehen...

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