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Jobcenter oder Psychiater?

Equi

Mitglied
Hallo Equi,

danke für die Zusammenfassung.
Es ist doch etwas übersichtlicher.
Aber als Erstes eine Bitte: vergiss mal die Sache mit dem "vom Staat finanzieren".
Bzw. das "schlechte Gewissen" dahinter. Es ist kein guter Berater.

Wichtig ist nicht was Andere sagen u/o denken (wie die Erfahrung zeigt meist um so mehr und negativer,
je weniger sie Dich wirklich/persönlich kennen).
Sondern dass Du Hilfe bekommst, dass Du Dein Leben, welches noch vor Dir liegt,
gut und von Dir aus/aus eigener Kraft leben kannst.
Und eben nicht "vom Staat". Was ja auch nicht wirklich Leben genannt werden dürfte.
Hallo no-vip - das versuche ich mir auch immer zu sagen. Im Endeffekt will ich ja nur eine Auszeit, in der ich mich quasi reparieren kann, um dann endlich durchstarten zu können... ich bin nicht auf den Kopf gefallen, ich kann und will was erreichen, aber so wies jetzt ist geht das einfach nicht. Niemand den ich kenne macht mir deswegen Vorwürfe, alle verstehen mich... aber das Gefühl ist trotzdem da. :(

Und Allem was man jetzt direkt anführen könte, möchte ich die Sache mit dem Krankenschein voranstellen.
Schlussendlich wird es - egal wem gegenüber - ein Beleg sein.
Der BA, dem JC, der Krankenkasse, wenn es sein müsste auch allen möglichen Leistungsträgern gegenüber.
Denn die interessieren sich nicht dafür was jemand sagt; sondern wollen "etwas Greifbares".
Und hinter jedem Krankenschein steht auch eine Krankenunterlage.
Ausserdem bist Du durch einen Krankenschein auch relativ sicher vor Sanktionen -
wenn Du mal beim JC landen solltest.

Es ist wirklich krass: man kann in diesem Land - sagen wir einem JC - zusammenbrechen oder Amoklaufen...
und würde man dadurch einen Termin nicht einhalten... wird man sanktioniert.
Ist jetzt etwas krass ausgedrückt. Aber was habe ich persönlich schon alles - direkt oder indirekt - erlebt,
wenn ich Menschen begleitet habe. (Erhenamtlich - anderes Thema.)
Ja, davon kann ich auch ein paar Geschichten erzählen... ich hab einen Freund durch den ganzen Terror mit Arbeitsamt und JC mit Maßnahmen und allem begleitet... so gesehen macht das wohl tatsächlich Sinn. Dann werd ich mich hier mal nach einem Arzt umsehen.

Beim lesen Deines letzten posts hatte ich auch den Eindruck, dass Du etwas gefasster bist.
Das ist auch wichtig. Denn es gilt jetzt den Anfang des richtigen Weges zu finden.
Und da könnte vielleicht die Uni ein Ansatzpunkt sein.
Auch hier weiß ich nicht welche Möglichkeiten es da bei Dir/für Dich geben kann...
Aber ich bin sicher, dass es einen Anlaufpunkt gibt.
Ich versuche generell nur zu antworten, wenn ich gerade nicht weinend in Embryonalstellung unterm Tisch liege... das klappt jetzt, mit 2, 3 Postst Übung, wieder etwas besser. :)
Ich bin mir sicher dass die Uni mir helfen könnte... die sind ja alle so verdammt sozial und engagiert. :rolleyes:
Aber da nochmal hinzugehen... mit hunderten Menschen, die sich natürlich nicht für mich interessieren, mir aber das Gefühl geben mich gesammelt missbilligend niederzustarren... das kann ich grad einfach nicht. Und per Telefon sind die bei mir leider nicht sehr kulant.

Hm - gerade denke ich ... von wegen ehrenamtlich... ob es bei Dir in der Gegend vielleicht eine Möglichkeit gibt,
dass Dich jemand begleitet. Das könnte es auch vereinfachen.
Ich kam auf der Suche für Hilfe für einen Bekannten zu einem kleinen lokalen Selbsthilfeverein.
Und wurde da auch gleich gefragt, ob ich Interesse hätte, Das was ich privat tue auch dort zu machen.
Alleine schon der Umstand - was ich mittlerweile schon vielen riet - dass jemand als Zeuge dabei ist...,
ist sehr wichtig. Oder - genau so wichtig - jemand als "Sprachrohr" dabei zu haben.
Das ist prinzipiell das was ich auch raten würde, aber wie schon geschrieben ziehe ich mehr Stärke daraus, alleine zu sein... zumindest derzeit. Bin ein großer Anhänger von Selbsthypnose und dergleichen, und damit schaff ichs auch immer, die nötigen Kraftreserven zusammenzukratzen. Wenn da jemand wäre, der sich um mich kümmern bzw. mir helfen will, würde ich mich glaube ich nur unter Druck gesetzt fühlen.

Ich merke dass es schon wieder etwas umfangreicher wird. :)
Ist doch nicht schlimm, ich bin dir und auch allen anderen hier ja sehr dankbar für jedes gutgemeinte Wort. :)

Also - wichtig ist:
"etwas in der Hand haben". Und da sind Krankenscheine erst mal ein guter Weg.
Denn man ist schon erst mal etwas "Save".
Dann als nächstes wäre ein Plan hilfreich. Was das bedeutet?
Überlege welche Anlaufstellen es gibt,
suche Kontaktinfos - um telefonieren oder schreiben zu können.
Das ist für jemand der gerade dabei ist sich einzukapseln oft der einfachere Weg.
Dann könntest du halt auch überlegen/schauen wer Dir helfen könnte.
Wobei da natürlich eine sehr genaue Auswahl wichtig ist.
So in diese Richtung.

Parallel solltest Du trotzdem überlegen an welche Stelle Du Dich richten könntest,
wenn das mit der Uni (wenigstens im Moment) nicht weitergeht.
Auch hier würde ich Dir gerne etwas Genaueres schreiben; aber leider sind viele Reglungen von Bundesland zu
Bundesland doch etwas verschieden.
Ich möchte an diesem Punkt jetzt abrt erst mal enden.
Damit es auch nicht zuviel Input auf einmal wird. ;)

lg
Vielen lieben Dank. Ein paar klare Gedanken und Vorschläge zu meiner Lage zu lesen hilft ungemein, das kann ich dann immer wieder nachlesen, und zu wissen dass es Menschen gibt die sich die Zeit nehmen soviel dazu zu schreiben tut wirklich gut. Wenn ich nicht gerade in meinem Loch sitze ist mir das natürlich auch so bewusst, und ich versuch selbst auch immer Ratschläge zu geben, aber gerade... gerade muss ichs wirklich lesen ums zu glauben.^^

Ich hab heute erstmal beim Psychiater angerufen und auch direkt für nächsten Montag einen Termin bekommen, das macht natürlich Mut - mehr oder weniger. Vielleicht hab ich bis dahin dann auch einen Plan ausgearbeitet von wegen JC und Uni.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Equi
 

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no-vip

Mitglied
...Bin ein großer Anhänger von Selbsthypnose und dergleichen,
Hm - da bin ich etwas skeptisch.
Und muss wohl noch etwas kurz dazu schreiben.
Ich bin nicht im Sinne von: "das ist doch nur Kram" skeptisch.

Dafür habe ich mich zu sehr mit (vielen Dingen und nicht zuletzt) Hypnose, Meditation, Autosuggestion und
Autogenem Training beschäftigt.
Also nicht nur im Bezug auf Übungen und Anwendungen.
Auch auf die Mechanismen und Wirkungsweise.
Mist - wieder so eine lange Geschichte. :)

Kurz - ich habe es angefangen zu lernen. Und auch bemerkt, dass ich da ein... Talent für habe.
Das Alles war der Grund weshalb ich dann damit aufgehört habe.
Wegen der Verantwortung. (Hatte das mit Hilfe von ein paar Bekannten ein paar mal demonstriert.
Lange Geschichte halt. Aber liest sich vielleicht "heftiger" als es ist. Ist nie was passiert ausser was passieren sollte.)
Ich wollte einfach keinen so intensiven Einfluss auf Andere nehmen können.

Okay - bei mir war das was anderes. Da konnte ich "experimentieren".
Da komme ich auch schon zum Punkt.
Experimentieren bedeutet hier nicht Trial and error.
Es soll einen "professionelleren" Umgang bedeuten.

Was ich zum Beispiel schliesslich lernte war die Temperatur in meinen Händen zu verändern und
einmal habe ich sogar so eine Tiefe erreicht, dass ich dachte: "jetzt atme ich mal nicht nur langsam ...
sondern "höre auf zu atmen"....
Was meinen Körper dazu veranlasste in die "Bauchatmung" (Zwerchfellatmung) "umzuschalten".
Ich war doch etwas überrascht... Konnte diesen Zustand aber relativ lange beibehalten.
Der Punkt: es ist ein mächtiges Instrument... Und trotz aller Erfolge...
sowohl bei Anderen als auch bei mir...
Ich wünsche mir heute noch ich hätte einen richtigen Lehrer gehabt.
Damit meine ich keine Yogis oder sowas...
Aber wenigstens das hätte ich gerne gehabt.
Für die Autohypnose gelten die selben Dinge wie für die Hypnose.
Ein winziges Detail, eine scheinbar unbedeutende, unterschwellige Suggestion...
Und es kann zu nicht gewollten Effekten führen.

Also auch hier gilt - ob es Dir gefällt oder nicht: eine kompetente Begleitung/Begleitperson ist sehr wichtig.

Ich glaube Dir dass Du stark sein kannst. Diese Stärke erkennt man in Deinen Texten.
Aber verwechsle Stärke nicht mir Einzelkämfertum.
Ich denke auch, dass es in Deinem Leben Einflüsse gab, welche Du hier nicht offenlegen möchtest.
Was Du auch nicht musst.
Auch habe ich nicht das Gefühl, dass das was Du schreibst auf eine Depression hinweist.
Ich vermute dass Deine "Hinweise"

...Niemand den ich kenne macht mir deswegen Vorwürfe, alle verstehen mich... aber das Gefühl ist trotzdem da. :(

...wenn ich gerade nicht weinend in Embryonalstellung unterm Tisch liege...

... mir aber das Gefühl geben mich gesammelt missbilligend niederzustarren...

...Wenn da jemand wäre, der sich um mich kümmern bzw. mir helfen will, würde ich mich glaube ich nur unter Druck gesetzt fühlen...
auf einen sehr großen Einfluss von Aussen hinweist.
Irgendwer oder Irgendwas hat Dich torpediert und getroffen.
Aber ab hier könnte ich nur vermuten. Was allerdings falsch wäre.
Und fragen werde ich nicht. Nicht weil es mich nix angeht -
sondern weil es für die aktuelle Lage und Hilfe für Dich im Moment beiläufig ist.
Das wäre dann etwas für die Zeit in der es Dir wieder gut geht und Du Kraft hast um es abzuarbeiten.
Hm - gerade sehe ich, dass Du Dich selbst wohl am meisten unter Druck setzt...
Was dann noch eine"Baustelle" implizieren würde.
Sei bitte vorsichtig, dass Du Dich da nicht ein einen Wirbel manövriest, der zu einer Teufelsspirale werden könnte.
Und gerade bemerke ich wie das geschriebene Wort in manchen Situationen doch an seine Grenzen geraten kann.
Denn so "nachdrücklich", "schulmeisterlich" oder wie auch immer sich das nun vielleicht liest.
In einer Unterhaltung hättest Du bemerkt, dass es nebem dem ruhigen Ton noch einen ... fürsorglichen ... Unterton gehabt hätte. ;)
Ich wünsche Dir aus tiefstem Herzen alles erdenklich Liebe und Gute.
 

Equi

Mitglied
Lieber no-vip,

vielen Dank für deinen Text, ich weiß ihn sehr zu schätzen. Da kam nichts schulmeisterlich rüber, auch wenn da etwas ziemlich gesessen hat... torpediert und getroffen trifft es gut. Ich habe gerade erst in einem anderen Thread mehr geschrieben als ich eigentlich wollte, bin vom Thema abgekommen, gerade leicht labil, dann diese Worte... das hat schon geschmerzt, aber nur, weil es wohl stimmt.

Ich werde morgen eine vernünftige Antwort schreiben, gerade ist es wohl das Beste mir ein wenig Ruhe zu gönnen, wieder auf Spur zu kommen. Scheinbar ist da doch mehr in mir das raus will als mir bei der Anmeldung im Forum bewusst war.

Vielen vielen Dank für deine Zeit und lieben Worte. :blume:

Liebe Grüße und gute Nacht,
Equi
 

no-vip

Mitglied
Hallo Equi

Ich hoffe dass ich da nicht zu sehr an einer (vielleicht sogar noch recht jungen) Wunde gekratzt habe.
Aber Du hast ja auch schon angedeutet, dass da etwas vielleicht heraus möchte.
...Ich habe gerade erst in einem anderen Thread mehr geschrieben als ich eigentlich wollte...
Vieleicht wäre hier wieder ein "Bild" passend:
Stell Dir vor Du hättest eine Entzündung/Wunde, welche verkrustet aber noch nicht wirklich am heilen ist.
Jetzt wäre es natürlich einfach etwas "drumherum zu machen" und versuchen "es auszusitzen".
Eine Situation die sicher ettliche Menschen kennen. (Auch im übertragenen Sinne für die Psyche geltend.)
Und jetzt kommt einer und fängt an - egal ob Du schon bereit bist oder nicht -
den Schorf abzukratzen.
Egal wie... es ist eine eher unangenehme Sache.
Auch wenn man bereit ist, kann es schmerzen.
Andererseits ist es ein Weg die Wundheilung zu verbessern.
(Niemand würde z.B. einen Stachel/Splitter oder ähnliches in einer Wunde stecken lassen und sie -
in der Hoffnung dass es heilt - so verbinden.
Und sicher würde sich jemand finden, der das, was ich jetzt schreibe, sogar verurteilen würde.)
Aber einem Arzt sollte es auch egal sein ob ein Patient sauer auf ihn wird. Er ist zum heilen da. ;)
Und glaub mir: wenn ich auch nur ansatzweise denken müsste, dass Du nicht dazu bereit wärst,
würde ich hier auf keinen Fall so schreiben.

Vielleicht kann man das sogar mit einer Autosuggestion verbinden.
Wenn Du Interesse hast.
Du könntest Dir dieses "Bild" in einer Übung vorstellen:
Wie diese Wunde da "sitzt", wie sie geöffnet wird, wie alles Sekret herausfliesst und nekrotisches Gewebe
entfernt wird und wie die Wunde dann langsam zuwächst.
In ganz einfachen Bildern. (Wegen dem was ich zuletzt über Fehlerquellen schrieb.)
Wichtig wäre nur, dass Du es mit Deinem aktuellen Problem verknüpfst und das Empfinden verinnerlichst,
dass es Dir dabei helfen wird.
Das ist nämlich ein Schlüssel in der Hypnose.
Nicht einfach irgendwelche Bilder "einzupflanzen".
Sondern eine Verbindung zu schaffen.
Alles Andere eignet sich nur für lustige Shows.
Wie geschieben: es geht erstmal für Dich darum einen möglichen "Fall" zu vermeiden - bzw. abzubremsen und
über die Ruhe wieder etwas Stärke aufzuladen.
...bin...gerade leicht labil...
Dann wird es auch leichter einen Weg zu finden.


Gruß
 

Equi

Mitglied
So - jetzt. :)

Was ich zum Beispiel schliesslich lernte war die Temperatur in meinen Händen zu verändern und
einmal habe ich sogar so eine Tiefe erreicht, dass ich dachte: "jetzt atme ich mal nicht nur langsam ...
sondern "höre auf zu atmen"....
Was meinen Körper dazu veranlasste in die "Bauchatmung" (Zwerchfellatmung) "umzuschalten".
Ich war doch etwas überrascht... Konnte diesen Zustand aber relativ lange beibehalten.
Der Punkt: es ist ein mächtiges Instrument... Und trotz aller Erfolge...
sowohl bei Anderen als auch bei mir...
Ich wünsche mir heute noch ich hätte einen richtigen Lehrer gehabt.
Damit meine ich keine Yogis oder sowas...
Aber wenigstens das hätte ich gerne gehabt.
Für die Autohypnose gelten die selben Dinge wie für die Hypnose.
Ein winziges Detail, eine scheinbar unbedeutende, unterschwellige Suggestion...
Und es kann zu nicht gewollten Effekten führen.
Ich kann deinen Wunsch gut verstehen... bei dir war es so, dass meine Mutter bei einer Therapeutin war, die sich auf Hypnose fokussiert hat, und dort gute Erfahrungen gemacht hat. Das Prinzip, sich selbst auf diese Weise helfen zu können, hat mich sehr interessiert, und auf die Nachfrage meiner Mutter meinte ihre Therapeutin dann, das könnte man auch ganz allein Zuhause machen.
Also hab ich mich mit meiner Mutter hingesetzt, sie hat mich beim ersten Mal angeleitet... und seitdem mache ich das quasi alleine. Das ist genau das, was ich daran so schätze - ich brauche niemanden dafür. Niemand, auf den ich hören muss, dem ich etwas erklären muss, nur ich und das was in mir vorgeht. Ich kann es so gestalten, wie ich es brauche.

Es gibt natürlich tausend Arten, auf diese Weise mit sich selbst in Kontakt zu treten, und über die Jahre hat sich da auch bei mir einiges verändert. Ich weiß nicht, ob du schonmal von ''Tulpamancing'' gehört hast, bzw. dem Konzept der Tulpa - das ist quasi ein bewusst abgespaltener, autonom agierender Teil deines Bewusstseins, der es dir ermöglicht, mit den Ebenen deines Ichs in Verbindung zu treten, zu denen du sonst keinen Zugriff hättest.
Ich arbeite also mit meiner Tulpa, mit meinem Animus und einigen anderen Gestalten und Umgebungen, eine wilde Mischung... sehr flexibel und unverbindlich. Aber es ist genau das was ich brauche und hilft mir, doch immer irgendwie weiter zu machen.
Das Einzige, wobei sie absolut nicht helfen können, ist mein Alkoholkonsum, aber das ist schon in Ordnung. Man kann nicht alles verlangen. ;)

Dadurch dass es so flexibel ist, sind die Änderungen auch meist eher subtil. Negative Folgen habe ich durch mein ungeleitetes Handeln bis jetzt noch nicht gespürt, und Suggestionen brauchen üblicherweise sehr lange, um sich zu manifestieren. Und wenn ich tatsächlich mal etwas schlechtem Raum eingeräumt habe... ich habe genug ''Helfer'' um mich davon zu befreien.
Der Gedanke, das alles unter Anleitung zu machen, beunruhigt mich ehrlich gesagt zutiefst. Dass ich das ganz für mich, völig alleine machen kann, ist ja der Grund warum es mir so hilft.

Auch habe ich nicht das Gefühl, dass das was Du schreibst auf eine Depression hinweist.
Darf ich fragen, warum?
An sich ist es mir egal, was genau jetzt bei mir das Problem ist... ich weiß, dass etwas nicht stimmt, und wie genau man das dann nennt ist eigentlich nebensächlich. Hauptsache, ich finde irgendwann Hilfe. Aber deine Aussage überrascht mich - die Diagnose ''Depression'' ist seit fast zehn Jahren immer das erste, was ich zu hören bekomme, und ich finde mich auch in den Beschreibungen und Symptom-Auflistungen wieder. Von Schlafstörungen über SVV bis hin zu Selbstwertproblemen und innerer Leere. Was könnte es denn dann sein?

Du könntest Dir dieses "Bild" in einer Übung vorstellen:
Wie diese Wunde da "sitzt", wie sie geöffnet wird, wie alles Sekret herausfliesst und nekrotisches Gewebe
entfernt wird und wie die Wunde dann langsam zuwächst.
In ganz einfachen Bildern. (Wegen dem was ich zuletzt über Fehlerquellen schrieb.)
Das ähnelt sehr meiner üblichen Herangehensweise. :)
Das Problem ist, dass es mir schwerfällt, solche Bilder simpel zu halten - wenn ich versuche, meinen Schmerz ganz einfach zu visualisieren und den von dir beschriebenen Heilungsprozess durchlaufen zu lassen, kommen immer noch andere Bilder hinzu, Details, plötzliche Erkenntnisse... in der Hinsicht ist mein Kopf wie ein Rummelplatz. Ich weiß gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, tatsächlich konzentriert zu sein. So gesehen ist es wahrscheinlich gefährlicher, mich mit meinem hohen Potenzial für Ablenkung derart auf ein simples Bild zu konzentrieren... keine Ahnung. Ich merk gerade wieder dass meine Gedanken zerfasern. Jedenfalls fehlt mir für dermaßen eindeutige Prozesse die nötige Konzentration... aber ich versuche es heute Abend mal. Vielleicht habe ich ja Glück. :p

Vielen lieben Dank für deine ausführlichen Gedanken... schön dass mir mal jemand nicht direkt um den Kopf knallt dass das alles doch nur Unsinn ist, und dass es mir so schlecht ja nicht gehen kann wenn ich noch Nerven für diesen esoterischen Schwachsinn habe (so tatsächlich schon gehört :rolleyes:).

Liebe Grüße,
Equi
 

Revil_3347

Mitglied
Geh zum Psychiater. Du bist 21 und hast das ganze Leben noch vor dir.

Ähnlich ging´s mir letztes Jahr, auch mit 21, hab mein Abi abgebrochen weil ich aufgrund von Depressionen und Angstzuständen nicht mehr weiterwusste. Ich dachte auch mein Leben sei vorbei und dass ich trotz meines jungen Alters nichts mehr im Leben erreichen könnte weil mich immer schlechte Gedanken verfolgten.

Irgendwann hab ich den Entschluss gefasst, ich geh zum Psychodoc und sah das als letzten Ausweg ... ansonsten weiß ich nicht ob´s mich noch geben würde.. Hab dann Tabletten verschrieben bekommen, Paroxetin hießen die, frag da am Besten mal danach. Hab das Zeug dann 3 Monate genommen und ich merkte immer mehr wie ich wieder in´s Leben zurückkehrte. Plötzlich war ich wieder der alte spontane witzige Kerl und schlechte Gedanken plagten mich keine mehr. Hab dann auch meine erste Liebe kennengelernt, indem ich sie spontan angesprochen habe, was ich ohne die Tabletten wohl nie gemacht hätte. Seit Oktober 2015 nehm ich die Dinger auch nicht mehr, hatte zwar nen mittelstarken Entzug, welcher c.a eine Woche anhielt und bei welchem ich wirklich kaum zu gebrauchen war, aber seitdem dieser vorüber ist, lebe ich wieder ein ganz normales Leben ohne schlimme Gedanken, auch ganz ohne Tabletten :) Klar hat man ab und an noch nen schlechten Tag, das sehe ich aber als normal an da jeder Mensch einfach hin- und wieder schlechte Laune hat. Am tag darauf ist das Ganze dann wieder vorbei. Die Ärztin sagte zwar, dass es kein lebenslanges Patent gibt, sicherte mir aber zu, dass es die nächsten 5 Jahre nicht zu Rückfällen kommen sollte. Und ganz ehrlich, sollte ich nach 5 Jahren wieder auf dem Stand wie vorher sein, mach ich mir da eh keinen Kopf weil ich weiß, dass ich mir wieder das Zeug verschreiben lasse und für eine weitere lange Zeit psychisch abgesichert bin.

Mach es auf jeden Fall, geh zum Psychiater, musst dich auch nicht schämen dafür. In der heutigen Zeit ist es sowieso weniger verwunderlich wenn immer mehr Menschen "verrückt" werden, es hat sich leider so viel in die falsche Richtung entwickelt und die Evolution ist total aus dem Ruder geraten
 

Equi

Mitglied
Ich hab nächsten Montag einen Termin beim Psychiater. :)

Ich weiß ja dass ich Hilfe brauche... habs jetzt lang und oft genug alleine versucht, und jetzt steh ich mit einer ganzen Liste an Fehlschlägen da, merke dass meine Probleme mit jedem Mal drängender werden, und rutsche gerade in die Alkoholabhängigkeit ab.

Der Wille ist also da, und Scham ist da auch nicht... ich hatte nie ein Problem damit, darüber zu reden, dass ich in Behandlung war bzw. Probleme habe. Ich hoffe einfach nur dass die Chemie stimmt...

Von Tabletten würde ich lieber die Finger lassen, eben weil ich damit auch schon gute Erfahrungen gemacht habe... dass es mir in der Zeit so gut ging _kann_ nicht nur an den Medikamenten gelegen haben, ich weigere mich das zu glauben. Derzeit sieht es aber so aus, dass ich jede Hilfe annehmen würde - ob Medikamente oder stationäre Therapie. Ich selbst kann mir ja anscheinend nicht helfen, zumindest nicht allein.

Vielen Dank für deine lieben Worte, es ist immer ermutigend zu lesen dass es auch andere gibt, die meine Lage teilen/ geteilt haben, und es dann doch geschafft haben.

Ich bleib optimistisch. :p

Liebe Grüße,
Equi
 

Revil_3347

Mitglied
Ich hab nächsten Montag einen Termin beim Psychiater. :)

Ich weiß ja dass ich Hilfe brauche... habs jetzt lang und oft genug alleine versucht, und jetzt steh ich mit einer ganzen Liste an Fehlschlägen da, merke dass meine Probleme mit jedem Mal drängender werden, und rutsche gerade in die Alkoholabhängigkeit ab.

Der Wille ist also da, und Scham ist da auch nicht... ich hatte nie ein Problem damit, darüber zu reden, dass ich in Behandlung war bzw. Probleme habe. Ich hoffe einfach nur dass die Chemie stimmt...

Von Tabletten würde ich lieber die Finger lassen, eben weil ich damit auch schon gute Erfahrungen gemacht habe... dass es mir in der Zeit so gut ging _kann_ nicht nur an den Medikamenten gelegen haben, ich weigere mich das zu glauben. Derzeit sieht es aber so aus, dass ich jede Hilfe annehmen würde - ob Medikamente oder stationäre Therapie. Ich selbst kann mir ja anscheinend nicht helfen, zumindest nicht allein.

Vielen Dank für deine lieben Worte, es ist immer ermutigend zu lesen dass es auch andere gibt, die meine Lage teilen/ geteilt haben, und es dann doch geschafft haben.

Ich bleib optimistisch. :p

Liebe Grüße,
Equi

Bitte bitte.
Ich hielt halt nie was von irgendwelchen Gesprächstherapien, da mir das sowieso zu aufwendig wäre, jede Woche zum Psychologen zu fahren und große Hoffnung auf Erfolg hatte ich trotzdem nicht. Hab mich gleich auf Tabletten fixiert und wie gesagt, hat geholfen. Es ist halt gut, dass man sich, sobald die schlechten Gedanken weg sind, besser mit seinen Problemen auseinandersetzen kann und nicht nur die negativen Seiten sieht. Denke das hat auch viel ausgemacht da wohl ein allgemeines Umdenken im Unterbewusstsein stattgefunden haben muss.
 

Equi

Mitglied
Bitte bitte.
Ich hielt halt nie was von irgendwelchen Gesprächstherapien, da mir das sowieso zu aufwendig wäre, jede Woche zum Psychologen zu fahren und große Hoffnung auf Erfolg hatte ich trotzdem nicht. Hab mich gleich auf Tabletten fixiert und wie gesagt, hat geholfen. Es ist halt gut, dass man sich, sobald die schlechten Gedanken weg sind, besser mit seinen Problemen auseinandersetzen kann und nicht nur die negativen Seiten sieht. Denke das hat auch viel ausgemacht da wohl ein allgemeines Umdenken im Unterbewusstsein stattgefunden haben muss.
Ich kann deine Sichtweise gut verstehen - wenn dir das geholfen hat und du so viel Glück mit der Medikation hattest, ist das natürlich super.

Ich hab leider für ein anderes Problem schon oft Tabletten verschrieben bekommen, teilweise mit schweren Nebenwirkungen, und mit den Folgen habe ich noch heute zu kämpfen... deswegen bin ich da sehr skeptisch. Allerdings hat mir eine Gesprächstherapie auch noch nie viel gebracht...

Ich bin mal gespannt was mir der Doc sagt, vielleicht hab ich ja Glück. :p
 

no-vip

Mitglied
Hallo Equi

ich möchte zuerst etwas "relativieren".
Ich habe nicht geschrieben dass Du depressiv wärst oder nicht.
Es ging um ein subjektives Gefühl welches ich geäussert habe;
und welches auf Erfahrungen aus meiner ehrenamtlichen Arbeit und Gesprächen mit vielen Menschen beruht.
Ich kann und darf in keinster Weise hier Diagnosen stellen.
Weshalb Du das auch nicht in dieser Weise (über)bewerten solltest.

Vielleicht war ich auch etwas zu "forsch" von allgemeinen Tipps zu "spezielleren" überzugehen.
Zumal du ja schon einen eigenen Weg hast und gehst um Kraft zu kanalisieren.
Und wenn Dir Menschen sagen, dass das esoterisch sei.
Dann schreibe ich nur dazu, dass ich der Esoterik skeptisch gegenüberstehe.
Aber nur der "übertriebenen". Aber das gilt genau so für Anderes auch.
Wie z.B. übertriebene Religiosität, übertriebener Technik- und Medizinglaube usw.
Es geht also nicht um die Sache an sich - sondern den Umgang damit.
Oder wie Paracelsus es schon im Mittelalter ausdrückte:
„Alle Dinge sind Gift , und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“
Lass es mich deshalb einfach Spiritualität nennen.
Und da hast Du halt Deinen eigenen Weg.

Ich möchte mich von daher doch lieber auf allgemeinere Tipps beschränken.
Da ich halt weder Dich persönlich noch Deine persönlichen Umstände kenne.
Womit ich für "speziellere Tipps" genau so gut eine Kristallkugel benutzen könnte. :)
Aber das wäre sicher von beiden Seiten nicht wirklich gewollt.

Eine "Sache" gibt es aber noch wozu ich noch etwas loswerden möchte:
Das Problem ist, dass es mir schwerfällt, solche Bilder simpel zu halten - wenn ich versuche, meinen Schmerz ganz einfach zu visualisieren und den von dir beschriebenen Heilungsprozess durchlaufen zu lassen, kommen immer noch andere Bilder hinzu, Details, plötzliche Erkenntnisse... in der Hinsicht ist mein Kopf wie ein Rummelplatz. Ich weiß gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, tatsächlich konzentriert zu sein. So gesehen ist es wahrscheinlich gefährlicher, mich mit meinem hohen Potenzial für Ablenkung derart auf ein simples Bild zu konzentrieren... keine Ahnung. Ich merk gerade wieder dass meine Gedanken zerfasern. Jedenfalls fehlt mir für dermaßen eindeutige Prozesse die nötige Konzentration...
In dieser Situation sind wohl nicht nur einfache Bilder Problematischer.
Also weder wie ich es Dir vorgeschlagen habe - noch wie Du es praktizierst.
Aber auch hier gilt meine Sorge nicht den Übungen an sich, auch nicht Deiner Situation.
Meine Sorge bezieht sich darauf, dass Alkohol weder Freund noch Ratgeber ist!
Und vor Allem: Alkohol ist das was es gefährlich macht!

Und noch ein persönliches Gefühl/ein persönlicher Gedanke, welches/welchen ich habe und welches mich irritiert:
Die Vehemenz mit der Du Dich gegen Beistand, Begleitung, usw "wehrst".
Ich werde auch hier nicht "herumorakeln".
Aber konkret auf einen Punkt hinweisen:
Wenn Du schon ein Problem damit hast Menschen in Deiner persönlichen Nähe als Hilfe zu dulden...
Dann lass das genau in dem selben Umfang auch für den Alkohol gelten.
Denn sonst wärst Du inkonsequent.
Die "Direktheit" ist hier von mir beabsichtigt und bezieht sich weiderum nur auf das von Dir Geschriebene.

Ich wünsche Dir einfach dass es Dir bald besser geht.
Wie ich es mir für Alle in bedrückenden oder negativen Situationen wünsche.

lg
 

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