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Immer müde

Polar

Mitglied
Hi,

ist das normal, wenn man trotz 6-8 Stunden Schlaf pro Nacht + 1 Stunde Schlaf tagsüber trotzdem immer müde ist?

Mein Tagesablauf ist derzeit eigentlich recht entspannt: Uni und Nebenjob belaufen sich auf gerade mal vier bis sechs Stunden Aktivität am Tag.

Wenn ich nach vier Stunden Arbeit nach Hause komme, bin ich aber so erschöpft, dass ich oft einfach für eine Stunde einschlafe.

Ich habe mich beim Arzt durchchecken lassen, bis auf einen leicht erniedrigten Vitamin-D-Wert ist alles im normalen Bereich.

Ich bin chronisch depressiv, und meint Arzt meint, dass ich deshalb müde bin.

Für mich ergibt das aber nicht viel Sinn.

Ich kenne das, dass ich im Bett liege, weil ich nichts zu tun habe und keinen Antrieb.

Aber: ich spreche jetzt wirklich von einer körperlichen Müdigkeit. Ich kann oft einfach die Augen nicht weiter offen halten.
 

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G

Gast

Gast
Hallo TE!

Bist Du das in Deinem Profilbild? Wenn ja, möchte ich Dir sagen, dass mir auffällt, dass Du sehr sehr dünn aussiehst. Untergewicht und Wenigessen kann ein Müdigkeitsgefühl verstärken. Niedriger Blutzucker und der Antrieb fehlt. Runtergefahrener Stiffwechsel und der Antrieb fehlt.
Daher meine Frage: Wie sieht's denn mit dem Gewicht und dem Essen bei Dir aus?
 

Ondina

Sehr aktives Mitglied
Geht mir auch so. Ich glaube schon das es mit der Depri zusammenhängt, denn die schlaucht ja doch ganz schön, das ist so als wenn sich noch ein Nutzer mit an deinen Stromzähler hängt. Du brauchst mehr Energie um den noch mitzuversorgen.

Wie man das allerdings abstellt weis ich auch nicht, solltest du dahinter kommen dann schreib es bitte. :)
 
G

Gast

Gast
Für mich ergibt das aber nicht viel Sinn
Du studierst bist doch intellektuell nicht daneben.
Was ist eine Depression; Warum nennt man das auch den ( Krebs ) der Seele?
Die Müdigkeit ist da eins der Haupt Symptome, die ist nicht körperlich.
Eine Depression ist eine schwere psychische Störung.
Sie äußert sich vor allem in Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Interessensverlust.
 

Equi

Mitglied
Hallo Polar,

eins mal vorweg - ja, eine Depression kann müde machen. Erschöpfen. Körperlich auslaugen. Sie kann Bauchschmerzen verursachen und den Appetit nehmen (''auf den Magen schlagen''), Rückenschmerzen und Folgeprobleme auslösen (''schwer auf den Schultern lasten'') und eben auch jegliche Energie rauben... manche unter Depressionen leidende Menschen könnn gar nicht schlafen, andere wachen immer wieder auf, und wieder andere können kaum etwas anders tun weil sie einfach so kraftlos und müde sind.

Alles schon gesehen. Alles auch schon selbst erlebt.

So gesehen würde ich das also nicht als mögliche Ursache ausschließen.

Seit wann bist du denn so müde? Geht das schon länger, kannst du es auf eine bestimmte Zeit festlegen... ist bei dir in letzter Zeit irgendwas passiert, hat sich etwas geändert? Das können schon kleine Sachen sein, und es reicht von Streit mit einem geschätzten Menschen zu einer Umstellung der Ernährung. Die genaue Ursache werden wir dir hier wohl nicht ohne weiteres sagen können, leider - aber ich hoffe, dass du bald wieder mehr Energie findest.

Wie ernährst du dich denn? Bewegst du dich, oder ist dein Nebenjob eher eine ''ruhende'' Tätigkeit? Wie geht es deinem Kreislauf, wie liegst du auf deiner Matratze, verträgst du das Wetter? Es kann tausend Faktoren geben, die dann teilweise auch noch zusammenwirken... ;)

Liebe Grüße,
Equi
 

Ondina

Sehr aktives Mitglied
Hallo Polar,

eins mal vorweg - ja, eine Depression kann müde machen. Erschöpfen. Körperlich auslaugen. Sie kann Bauchschmerzen verursachen und den Appetit nehmen (''auf den Magen schlagen''), Rückenschmerzen und Folgeprobleme auslösen (''schwer auf den Schultern lasten'') und eben auch jegliche Energie rauben... manche unter Depressionen leidende Menschen könnn gar nicht schlafen, andere wachen immer wieder auf, und wieder andere können kaum etwas anders tun weil sie einfach so kraftlos und müde sind.

Alles schon gesehen. Alles auch schon selbst erlebt.

So gesehen würde ich das also nicht als mögliche Ursache ausschließen.[...]
Liebe Grüße,
Equi
Ich bin zwar nicht der TE, aber wie hast du die Müdigkeit überwunden? das würde mich wirklich interessieren. Gibt es da Möglichkeiten?
 

Equi

Mitglied
Ich bin zwar nicht der TE, aber wie hast du die Müdigkeit überwunden? das würde mich wirklich interessieren. Gibt es da Möglichkeiten?
Ich hätte vielleicht dazuschreiben sollen dass ich teilweise immer noch darunter leide. :)

Manchmal hilft es mir (ein bisschen) an die frische Luft zu gehen... teilweise werde ich dadurch aber noch müder. Oder ich zwinge mich, wachzubleiben... das klappt aber meiner Erfahrung nach nur, wenn man Gesellschaft hat, die einen ablenkt und hilft, diese ''Phase'' zu überwinden... und auch das funktioniert nicht immer. Wenn der Körper müde ist, ist er müde.

Meistens quäle ich mich also irgendwie durch den Tag, oder, wenn ich es mir wie derzeit erlauben kann, gehe einfach schlafen... wirklich gute Tipps habe ich also leider auch nicht auf Lager. Vielleicht findet sich hier ja jemand, der eine (nicht-medikamentöse) Lösung hat. :)

Liebe Grüße,
Equi
 

Polar

Mitglied
Hi,

Danke für eure Antworten und Fragen.

Ich war eigentlich schon immer müde.
Bzw. seit fünf Jahren ca.
Weil ich damals Schlafstörungen hatte (konnte vor ein oder zwei Uhr nicht einschlafen und dann wegen Schule um sechs aufstehen => immer zu wenig Schlaf), habe ich das immer darauf zurückgeführt.

Mit Studienbeginn verbesserte es sich, weil ich länger schlafen konnte und es dann auch egal ist wenn ich erst spät einschlafe.

Irgendwann war mein Schlafrhythmus dann aber komplett aus dem Ruder gelaufen. Ich war dann immer bis fünf Uhr wach und habe bis Mittag geschlafen.

Seit ein paar Monaten versuche ich, meinen Tag besser zu strukturieren und zu vernünftigen Zeiten zu schlafen.
Deshalb schlafe ich jetzt gegen ein oder zwei Uhr ein und mein Wecker klingelt um halb zehn.

Uni und Job kriege ich so ganz gut hin, aber mir scheint, dass ich viel zu schnell wieder müde werde und dann keine Energie für anderes mehr habe.
Wenn ich von elf bis drei arbeite, dann bin ich danach wirklich müde und muss mich für eine Stunde hinlegen, damit ich später Energie für anderes habe.

Mein Nebenjob ist ziemlich entspannt, beinhaltet aber hauptsächlich Stehen und Gehen.

Meine Ernährung ist mittelmäßig. Zu 90% vegetarisch. Viel Gemüse, Reis, Pasta, Eier, Joghurt, Obst. Aber auch oft Süßes oder mal eine Tüte Chips.
Trinken tue ich Wasser, Saft und viel schwarzen Tee.

Mir fällt eigentlich sonst nichts Auffälliges auf.

Ich habe oft den Rat gehört, dass ich mich einfach zusammenreißen und wach bleiben soll, und dass ich Sport machen soll.

Die Müdigkeit geht nicht weg wenn ich sie ignoriere. Ich bekomme dann nur schlechte Laune weil ich erschöpft bin.

Auf Sport habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Bzw. weiß ich auch nicht, wo ich die Energie dafür hernehmen soll.
Ich laufe öfters mal eine Runde um den Block, das reicht mir.

Kann irgendjemand erklären, warum man angeblich mehr Energie bekommen soll wenn man Sport macht? Hat das echt einen Sinn, sich dazu zu zwingen?
 

Equi

Mitglied
Weil ich damals Schlafstörungen hatte (konnte vor ein oder zwei Uhr nicht einschlafen und dann wegen Schule um sechs aufstehen => immer zu wenig Schlaf), habe ich das immer darauf zurückgeführt.

Mit Studienbeginn verbesserte es sich, weil ich länger schlafen konnte und es dann auch egal ist wenn ich erst spät einschlafe.

Irgendwann war mein Schlafrhythmus dann aber komplett aus dem Ruder gelaufen. Ich war dann immer bis fünf Uhr wach und habe bis Mittag geschlafen.
Hast du schonmal überlegt, ob du vielleicht einfach ''in der falschen Zeitzone'' lebst? Das klingt blöd, aber nur weil es draußen dunkel ist heißt das nicht für jeden Menschen automatisch, dass sein Körper schlafen will. Ich habe das bei mir und einigen Freunden mal gezielt beobachtet... wenn es keinen Grund gibt, aufzustehen, nichts, woran man seinen Tag strukturieren könnte, pendle ich mich zB. auf einen 4-Uhr-Rhythmus ein - um 4 Uhr nachts werde ich schlagartig müde, egal wie lange ich vorher eventuell schon geschlafen habe, und spätestens um 4 Uhr nachmittags stehe ich auf, kann dann auch nicht mehr einschlafen. Das hängt bei mir wirklich an diesen zwei Zahlen.
Bei anderen war es dann teilweise ein 1-Uhr-Rhythmus, oder irgendeine andere Zeit... das scheint von Mensch zu Mensch unterschiedlich zu sein. Wenn wir diesem Rhythmus folgen, sind wir meistens am ausgeschlafensten.

Meine Ernährung ist mittelmäßig. Zu 90% vegetarisch. Viel Gemüse, Reis, Pasta, Eier, Joghurt, Obst. Aber auch oft Süßes oder mal eine Tüte Chips.
Trinken tue ich Wasser, Saft und viel schwarzen Tee.
Über Ernährung streiten ist immer so eine Sache, aber mir fallen da zwei Sachen auf - größtenteils vegetarisch, und viel schwarzer Tee.
Achtest du darauf, das Bedürfnis deines Körpers nach Fleisch auszugleichen? Eisen, Jod, was da nicht alles drin ist... ich bin kein Experte, aber dass es da schnell zu Symptomen kommen kann, auch ohne nachweisbare Mangelerscheinungen, ist ja mittlerweile DAS Argument der Nicht-Vegetarier. Da also vielleicht mal nachschauen, was du brauchst und ob du das bekommst.
Und schwarzer Tee... eine Tasse schwarzer Tee enthält etwa halb so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee, wirkt dafür aber länger. Das könnte also etwas sein, das dich nachts vom Schlafen abhält, vor allem wenn du nachmittags/ abends noch zum Teebeutel greifst. Dadurch kannst du nicht einschlafen, und/oder die Schlafqualität wird beeinträchtigt -> du bist am nächsten Tag müde, fühlst dich als hättest du gar nicht geschlafen. Trinkst vielleicht noch etwas mehr schwarzen Tee, um wachzubleiben. ;)

Das wären so meine Gedanken.

Liebe Grüße,
Equi
 
G

Gast

Gast
Hey...immer müde kenn ich! ...und das auch schon seit vielen Jahren!
Auch wenn deine Werte in der Norm sind, lass mal deine Schilddrüse gründlicher checken... und ansonsten?, ganz wichtiger Hinweis von dir: du berichtest, dich hauptsächlich vegetarisch zu ernähren.....Hast du mal über einen Vitamin B 12 Mangel nachgedacht?? Kommt häufig vor bei Vegetariern...und wird von Ärzten trotz entsprechender Beschwerden oft nicht in Erwägung gezogen! ...Also, ich hab mich beim Arzt darauf testen lassen und mir geht es, seitdem ich Vitamin B12 hochdosiert einnehme, wesentlich besser und ich wirke auch so auf andere! Placebo-Effekt? Eher nicht, denn auch Leute die mich gut kennen, haben mir schon bestätigt, das ich lebendiger und positiver wirke.
Mein Rat: informiere dich einfach mal im Internet zu diesem Thema und bilde dir deine Meinung!

..viele hilfreiche Einsichten,viel Glück und gute Besserung!
 

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