Scheinbar hat es manche hier hart getriggert, dass ich nach der Trennung auch meinen Spaß hatte - oder war es für die betroffenen Personen nur "schlimm", dass ich dafür bezahlt habe?
Naja, auch egal.. Muss ja nicht eurem Wertekodex entsprechen, aber hier jetzt völlig weltfremde Versöhnungstheorien aufzustellen und MIR Untreue in der Ehe vorzuwerfen - was anderes steht da oben nicht - das finde ich persönlich, in meiner Lage, echt widerlich zu lesen.
Jeder kann hier seine Meinung kund tun, Meinungen und Ansichten können auch aus einander gehen, der Austausch hier ist gut und wertvoll für mich und ich kriege verschiedene Blickwinkel.
Man sollte aber schon zu einer gewissen Transferleistung im Stande sein - nicht nur wild seinen Senf dazu geben und Sachen dazu dichten, sondern sich auf meine Situation/mich einlassen können,
@Marisol +
@cucaracha ...das ging echt zu weit.
👎⛔
Wieder mal auf den Punkt gebracht
@Pfefferminzdrops ...Danke!
Ich habe am Montag so versucht gegen diese Trauer anzukämpfen, mich abzulenken, zu beschäftigen, dass ich am Ende nicht nur traurig war, sondern mich auch noch zusätzlich völlig hilflos gefühlt habe.
Gut, ist man in dieser Situation letztendlich auch - ich muss akzeptieren (lernen), dass dies passieren kann. Und lernen, damit umzugehen. Ich trinke seit einigen Jahren gerne mal einen guten Rum oder Whiskey, meine Hausbar hat so einiges im Angebot - ich habe mich echt sehr zusammenreißen müssen, meinen Kummer diesen Montagabend nicht einfach zu ertrinken...ich habe es nicht getan und das macht mir Mut, dass ich es schaffen kann.
Im großen Ganzen war das Feedback - von allen Seiten, ob hier oder privat- extrem verständnisvoll und positiv, was meinen bisherigen "Weg" angeht.
Noch eine Erkenntnis: Wenn ich im Nachgang auf bisherige "Talfahrten" zurückblicke, scheint auch für meinen "Grübel-Kopf" alles logischer zu sein.
Ich habe gerade wieder etwas Aufschwung und will mich wie gesagt auch mit diesen Phasen auseinandersetzen. Als Idee kam mir: Beim nächsten "Einbruch" (?) stelle ich mir irgendeinen Timer im Handy auf zB 48 Stunden: Ich lasse die Trauer kommen und zu, versuche meine Aufgaben und Alltag dennoch weiter zu erfüllen - aber es gibt mir vielleicht dieses Licht am Ende des Tunnels: Die Trauer geht auch wieder vorüber. Wenn ich nur Schwarzmale, vielleicht hilft es mir zu sehen, hey, schon X Stunden geschafft, du kommst "voran".
Das heißt nicht, dass ich nach 48h nichts mehr fühle oder zu irgendeiner Kompensation greife, aber zuletzt war es oft so, dass ich für diese Phasen gut 2 Tage brauchte. Diese Visualisierung könnte mir also helfen, wenn ich mich traurig und hilflos fühle, dennoch einen "Fortschritt" zu sehen?! Einen Versuch ist es wert.
Ich hatte heute früh noch ein sehr gutes Gespräch mit einer guten Freundin, es ging wie hier um die letzten zwei Wochen, Aufs und Abs, die Aktuelle Talfahrt und den "Stand bzgl meiner Bekannten".. und beim Sprechen kam mir etwas in Bewusstsein:
Ich bin ein sehr hilfsbereiter und einfühlsamer Mensch - möchte ich auch bleiben
🙂 - aber ich glaube, ich muss lernen, auch dabei Grenzen zu setzen: Ich steige zu tief in den Kopf und in Probleme anderer Menschen ein - und belaste letztendlich mich selbst damit.
Ich kann nicht die Päckchen anderer Menschen tragen oder deren Probleme lösen.
In meiner Beziehung habe ich immer mehr, mehr, mehr gemacht, aus Mitgefühl, aus Mitleid, weil es meine Ex anfangs durch Pendelei schwer hatte, weil es ihr hier und da immer wieder körperlich nicht gut ging oder letztendlich auch psychisch nicht mehr. Ich habe mir alles aufgeladen und zuhause alles mögliche "gemacht". Alles "möglich" gemacht.
Ich hatte beschrieben ich war kurz vor/im Burnout.
Dass ich als Partner nicht mehr so "funktioniert" habe, wie man es in einer Bezieheung sollte, dass sie sich nicht mehr "als Frau" sah oder fühlte und sich damit in eine eigene Richtung entwickelt hat....ich gebe mir nicht die Schuld daran, aber vielleicht hab ich ne Art "Helfersyndrom"? Und damit zu der Situation beigetragen, in der Sie mich am Ende betrogen hat.
Nicht Falsch verstehen: Für Ihre Handlungen übernehme ich absolut KEINE Verantwortung, aber die Situation, in der wir uns bis vor zwei Monaten befanden, an der sind wir beide "schuld".
Ich kann das so sagen, ohne mich dafür zu verurteilen - denn ich habe ja schon sehr viel daraus gelernt und für MICH umgestellt, damit es MIR besser geht.
Dieses, ich nenne es jetzt mal so, Helfersyndrom zu hinterfragen und für mich zu reflektieren, das könnte mir helfen, in Zukunft, ähnliche "Fehler" zu vermeiden.
Und gerade jetzt, mit der Bekannten: Ich glaube, dass das, was mich in dieser Thematik gerade beschäftigt, bzw runterzieht, eigentlich IHRE Lage ist: Sie ist alleinerziehend, DREI Kinder, ein völlig unzuverlässiger Ex, der Job mit dem sie oft bis 10-11 Uhr Abends noch Korrekturen oder Vorbereitungen zu tun hat.
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Kurzer Exkurs - Sie schrieb mir bei unserer Aussprache am Sonntagabend: Sie will Ihre Kinder nicht wegorganisieren müssen und weiß nicht, ob sie gerade bereit sei für eine Beziehung. Aber sie gebe auch nicht schnell auf und würde so schnell auch nicht die Reißleine ziehen - sie will bei allem selbst ja auch nicht mir Ihren Bedürfnissen zu kurz kommen. Auf meine Frage, ob ich sie erst mal in Ruhe lassen solle, sagte Sie mir ganz deutlich, nein, solle ich bloß nicht tun.
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Und jetzt wieder den Bogen zurück zu meiner Erkenntnis schlagen: Ich FÜHLE diesen inneren Konflikt in Ihr sehr stark in mir. Aber das geht zu weit. Ich kann Ihre Situation nicht auflösen oder ändern, entweder findet sie eine Lösung oder die Antwort: Nein, geht nicht, sorry.
Eigentlich war Sonntagabend ja diese Versöhnung: Wir Entschleunigen erst mal, machen uns Gedanken, und evtl ergibt sich ja auch ohne feste Antworten ein einfaches Treffen.
Alles war gut und am Montag hing ich im Tiefpunkt fest. Warum? Vermutlich weil mich das unterbewusst so extrem mitgenommen hat..
Wir wissen ja beide gar nicht woran wir sind, das ist auch noch gar nicht so schlimm, da wir uns erst seit einem Monat kennen - ich habe mir (wieder Thema, etwas mit Abstand zu beleuchten) mal wirklich aufgeschrieben, welche Tage und Momente wir geteilt haben - jetzt am Wochenende ist "unser" erster Monat gerade mal rum gewesen!! Auf der Liste stehen aber dennoch 5-6 gemeinsame Momente. Ja gut, vieles habe ich wieder "möglich" gemacht (altes Muster wie in der Beziehung) aber es ist faktisch nicht viel Zeit vergangen. Bei allem Alltagstrubel und auch meiner Situation jetzt gerade, fliegt natürlich die Zeit und es kommt einem schon viel länger vor. Ist es nicht.
Dass jetzt gerade, auch so viele, Erkenntnisse für mich kommen, deute ich mal so, dass ich meine Talfahrt gerade verlasse:
1.) Ich möchte mich mit Themen wie Trauer und Veränderung beschäftigen.
2.) Ich möchte Probleme mit Abstand betrachten; es ist normal, nicht direkt Lösungen oder Antworten zu finden.
3.) Ich möchte nicht mein Wesen ändern, aber ungesunde Züge dessen versuchen, abzulegen.
4.) Ich möchte mir in Zukunft selbst bei Problemen helfen, indem ich Dinge zB visualisiere.
Punkt vier habe ich allein mit dieser Auflistung schon wieder getan
🙂
Ich denke, so kann es weitergehen - es wäre zumindest ein sehr versönliches Ende einer negativen Phase und wieder ein kleines Stück Wachstum.
🙂