Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich will aufwachen

Ich hatte seit der Trennung andere sexuelle Kontakte, zuhause sowie in Hamburg.. 😉 Da war zugegebenermaßen Geld im Spiel
Könntest du diese Aussage zum besseren Verständnis erklären? Irgendwie scheine ich etwas durcheinander zu bringen. Zum einen bist du offenbar noch nicht offiziell getrennt und wohnst noch immer bei Frau und Kindern, zum anderen schreibst du hier minutiös jeden deiner Schritte und deiner Handlungen auf und ich frage mich, wann du die Zeit gefunden hast für Bezahlsex nach Hamburg zu reisen. Und wie kannst zu zu Hause andere sexuelle Kontakte haben, wo doch ständig Frau und Kleinkinder herumwuseln? Ich verstehe, dass gehörnte Männer gerne ihren Selbstwert aufpolieren wollen, aber anderen zwinkernd vorzugaukeln man habe in überschaubaren fünf Wochen Sex mit diversen Frauen an diversen Orten gehabt, ist wenig beeindruckend und insbesondere in deinem Fall nicht wirklich glaubhaft, wo du es bei deiner neuen Bekannten gerade mal geschafft hast deinen Rucksack abzulegen um ihr einen Schmatzer zu geben.
 
Guten Morgen,
bin gespannt wie der Termin beim Anwalt gelaufen ist.
Ich hoffe, sie hat dort jetzt auch mal ihren Mund aufbekommen und nicht nur bei ihren Stechern.
Dann musst du doch nur alles lesen? Dann kann die Spannung schon enden 😉
Der Termin war über Mittag und lief tatsächlich sehr gut: Die Anwältin konnte dem ersten Eindruck nach auch unsere Erwartung/Hoffnung erfüllen und wir haben nun alle ein paar Hausaufgaben bekommen bis zum nächsten Termin in 2 Wochen.
Das Thema Finanzen und Unterhalt wird mit als erstes geklärt, damit wir beide einfach wissen, womit wir jeweils in Zukunft "haushalten" können, auch in Hinblick jetzt auf Wohnungssuche.
Meine Ex war vor Ort im Gespräch aber auch danach recht "freundlich" - nicht so wie nach dem Termin beim Jugendamt.

Es hätte erheblich schlimmer laufen können, ja, dem Frieden traue ist aber erst, wenn auch schriftlich alles unter Dach und Fach ist.

Der Verlauf vom Termin und die "Atmosphäre" danach sind jetzt gerade eine echt große Erleichterung.
 
Gab es möglicherweise mit der Ehefrau zuvor Streit, weil du schon während der Ehe zu Prostituierten gegangen warst..?
...
Es war eine Frage an den TE, welcher er nicht beantworten braucht.
Scheinbar hat es manche hier hart getriggert, dass ich nach der Trennung auch meinen Spaß hatte - oder war es für die betroffenen Personen nur "schlimm", dass ich dafür bezahlt habe?
Naja, auch egal.. Muss ja nicht eurem Wertekodex entsprechen, aber hier jetzt völlig weltfremde Versöhnungstheorien aufzustellen und MIR Untreue in der Ehe vorzuwerfen - was anderes steht da oben nicht - das finde ich persönlich, in meiner Lage, echt widerlich zu lesen.

Jeder kann hier seine Meinung kund tun, Meinungen und Ansichten können auch aus einander gehen, der Austausch hier ist gut und wertvoll für mich und ich kriege verschiedene Blickwinkel.

Man sollte aber schon zu einer gewissen Transferleistung im Stande sein - nicht nur wild seinen Senf dazu geben und Sachen dazu dichten, sondern sich auf meine Situation/mich einlassen können, @Marisol + @cucaracha ...das ging echt zu weit. 👎

Tatsächlich denke ich, dass diese extremen Gefühlsschwankungen einfach deinem sensiblen, emotionalen und analytischen Wesen geschuldet sind mit dem Bedürfnis, alles verstehen zu wollen und Stimmungen sehr auszuleben.
..
Du hast sehr früh beschlossen, Farbtupfer in dein Leben zu lassen, doch immer wieder holt dich der Trennungsnebel ein, denn alles um die Trennung dominiert ja aktuell dein Leben.
..
Vielleicht hilft es bis dahin, die Gefühlsachterbahn zu akzeptieren, Trauer- und Wutphasen zuzulassen..
..
Tatsächlich durchlebst du ja einen gravierenden Veränderungprozess und durchläufst da bestimmte Phasen. Du schriebst, dich damit mal näher auseinandersetzen zu wollen, um besser verstehen zu können.
Wieder mal auf den Punkt gebracht @Pfefferminzdrops ...Danke!
Ich habe am Montag so versucht gegen diese Trauer anzukämpfen, mich abzulenken, zu beschäftigen, dass ich am Ende nicht nur traurig war, sondern mich auch noch zusätzlich völlig hilflos gefühlt habe.

Gut, ist man in dieser Situation letztendlich auch - ich muss akzeptieren (lernen), dass dies passieren kann. Und lernen, damit umzugehen. Ich trinke seit einigen Jahren gerne mal einen guten Rum oder Whiskey, meine Hausbar hat so einiges im Angebot - ich habe mich echt sehr zusammenreißen müssen, meinen Kummer diesen Montagabend nicht einfach zu ertrinken...ich habe es nicht getan und das macht mir Mut, dass ich es schaffen kann.

Im großen Ganzen war das Feedback - von allen Seiten, ob hier oder privat- extrem verständnisvoll und positiv, was meinen bisherigen "Weg" angeht.

Noch eine Erkenntnis: Wenn ich im Nachgang auf bisherige "Talfahrten" zurückblicke, scheint auch für meinen "Grübel-Kopf" alles logischer zu sein.
Ich habe gerade wieder etwas Aufschwung und will mich wie gesagt auch mit diesen Phasen auseinandersetzen. Als Idee kam mir: Beim nächsten "Einbruch" (?) stelle ich mir irgendeinen Timer im Handy auf zB 48 Stunden: Ich lasse die Trauer kommen und zu, versuche meine Aufgaben und Alltag dennoch weiter zu erfüllen - aber es gibt mir vielleicht dieses Licht am Ende des Tunnels: Die Trauer geht auch wieder vorüber. Wenn ich nur Schwarzmale, vielleicht hilft es mir zu sehen, hey, schon X Stunden geschafft, du kommst "voran".
Das heißt nicht, dass ich nach 48h nichts mehr fühle oder zu irgendeiner Kompensation greife, aber zuletzt war es oft so, dass ich für diese Phasen gut 2 Tage brauchte. Diese Visualisierung könnte mir also helfen, wenn ich mich traurig und hilflos fühle, dennoch einen "Fortschritt" zu sehen?! Einen Versuch ist es wert.

Ich hatte heute früh noch ein sehr gutes Gespräch mit einer guten Freundin, es ging wie hier um die letzten zwei Wochen, Aufs und Abs, die Aktuelle Talfahrt und den "Stand bzgl meiner Bekannten".. und beim Sprechen kam mir etwas in Bewusstsein:
Ich bin ein sehr hilfsbereiter und einfühlsamer Mensch - möchte ich auch bleiben 🙂 - aber ich glaube, ich muss lernen, auch dabei Grenzen zu setzen: Ich steige zu tief in den Kopf und in Probleme anderer Menschen ein - und belaste letztendlich mich selbst damit.
Ich kann nicht die Päckchen anderer Menschen tragen oder deren Probleme lösen.

In meiner Beziehung habe ich immer mehr, mehr, mehr gemacht, aus Mitgefühl, aus Mitleid, weil es meine Ex anfangs durch Pendelei schwer hatte, weil es ihr hier und da immer wieder körperlich nicht gut ging oder letztendlich auch psychisch nicht mehr. Ich habe mir alles aufgeladen und zuhause alles mögliche "gemacht". Alles "möglich" gemacht.
Ich hatte beschrieben ich war kurz vor/im Burnout.
Dass ich als Partner nicht mehr so "funktioniert" habe, wie man es in einer Bezieheung sollte, dass sie sich nicht mehr "als Frau" sah oder fühlte und sich damit in eine eigene Richtung entwickelt hat....ich gebe mir nicht die Schuld daran, aber vielleicht hab ich ne Art "Helfersyndrom"? Und damit zu der Situation beigetragen, in der Sie mich am Ende betrogen hat.
Nicht Falsch verstehen: Für Ihre Handlungen übernehme ich absolut KEINE Verantwortung, aber die Situation, in der wir uns bis vor zwei Monaten befanden, an der sind wir beide "schuld".

Ich kann das so sagen, ohne mich dafür zu verurteilen - denn ich habe ja schon sehr viel daraus gelernt und für MICH umgestellt, damit es MIR besser geht.

Dieses, ich nenne es jetzt mal so, Helfersyndrom zu hinterfragen und für mich zu reflektieren, das könnte mir helfen, in Zukunft, ähnliche "Fehler" zu vermeiden.
Und gerade jetzt, mit der Bekannten: Ich glaube, dass das, was mich in dieser Thematik gerade beschäftigt, bzw runterzieht, eigentlich IHRE Lage ist: Sie ist alleinerziehend, DREI Kinder, ein völlig unzuverlässiger Ex, der Job mit dem sie oft bis 10-11 Uhr Abends noch Korrekturen oder Vorbereitungen zu tun hat.
--
Kurzer Exkurs - Sie schrieb mir bei unserer Aussprache am Sonntagabend: Sie will Ihre Kinder nicht wegorganisieren müssen und weiß nicht, ob sie gerade bereit sei für eine Beziehung. Aber sie gebe auch nicht schnell auf und würde so schnell auch nicht die Reißleine ziehen - sie will bei allem selbst ja auch nicht mir Ihren Bedürfnissen zu kurz kommen. Auf meine Frage, ob ich sie erst mal in Ruhe lassen solle, sagte Sie mir ganz deutlich, nein, solle ich bloß nicht tun.
--
Und jetzt wieder den Bogen zurück zu meiner Erkenntnis schlagen: Ich FÜHLE diesen inneren Konflikt in Ihr sehr stark in mir. Aber das geht zu weit. Ich kann Ihre Situation nicht auflösen oder ändern, entweder findet sie eine Lösung oder die Antwort: Nein, geht nicht, sorry.
Eigentlich war Sonntagabend ja diese Versöhnung: Wir Entschleunigen erst mal, machen uns Gedanken, und evtl ergibt sich ja auch ohne feste Antworten ein einfaches Treffen.
Alles war gut und am Montag hing ich im Tiefpunkt fest. Warum? Vermutlich weil mich das unterbewusst so extrem mitgenommen hat..
Wir wissen ja beide gar nicht woran wir sind, das ist auch noch gar nicht so schlimm, da wir uns erst seit einem Monat kennen - ich habe mir (wieder Thema, etwas mit Abstand zu beleuchten) mal wirklich aufgeschrieben, welche Tage und Momente wir geteilt haben - jetzt am Wochenende ist "unser" erster Monat gerade mal rum gewesen!! Auf der Liste stehen aber dennoch 5-6 gemeinsame Momente. Ja gut, vieles habe ich wieder "möglich" gemacht (altes Muster wie in der Beziehung) aber es ist faktisch nicht viel Zeit vergangen. Bei allem Alltagstrubel und auch meiner Situation jetzt gerade, fliegt natürlich die Zeit und es kommt einem schon viel länger vor. Ist es nicht.

Dass jetzt gerade, auch so viele, Erkenntnisse für mich kommen, deute ich mal so, dass ich meine Talfahrt gerade verlasse:
1.) Ich möchte mich mit Themen wie Trauer und Veränderung beschäftigen.
2.) Ich möchte Probleme mit Abstand betrachten; es ist normal, nicht direkt Lösungen oder Antworten zu finden.
3.) Ich möchte nicht mein Wesen ändern, aber ungesunde Züge dessen versuchen, abzulegen.
4.) Ich möchte mir in Zukunft selbst bei Problemen helfen, indem ich Dinge zB visualisiere.

Punkt vier habe ich allein mit dieser Auflistung schon wieder getan 🙂

Ich denke, so kann es weitergehen - es wäre zumindest ein sehr versönliches Ende einer negativen Phase und wieder ein kleines Stück Wachstum. 🙂
 
Mein Beitrag sollte kein Angriff und keine Verletzung gegen Dich sein, sondern es war eine Frage welche man mit ja oder nein beantworten kann.
Du hast die Frage beantwortet.
Es tut mir leid, wenn dich meine Sätze verletzten.
(Viele Ehemänner haben pay Sex aber es trifft nicht auf dich zu ).

Und deine Frau wird vermutlich auch wissen, dass du stets treu warst und sie hat sich trotzdem ihre Liebhaber gesucht.
Eine neue Beziehung mit ihr wäre sinnlos.
Bei meiner Frage ging es mir darum deine Probleme von verschiedenen Seiten beleuchten zu können.

Da ich selber auch schon eine sehr harte Trennung erlebte hast du in meinem anderen Beiträge viel Mitgefühl für deine schlimme Lebenssituation erhalten.

Mehrfach schrieb ich, dass ich dein Bedürfnis nach Sex mit anderen Frauen nach der Trennung nachvollziehen kann, weil ich damals nach meiner schmerzhaften Trennung und dem Vertrauensbruch auch viel Sex mit anderen Männern suchte, um den Trennungsschmerz zu mindern.

Solch ein Verhalten wird auch in meinem Filmtipp gut dargestellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und jetzt wieder den Bogen zurück zu meiner Erkenntnis schlagen: Ich FÜHLE diesen inneren Konflikt in Ihr sehr stark in mir. Aber das geht zu weit. Ich kann Ihre Situation nicht auflösen oder ändern, entweder findet sie eine Lösung oder die Antwort: Nein, geht nicht, sorry.
Eigentlich war Sonntagabend ja diese Versöhnung: Wir Entschleunigen erst mal, machen uns Gedanken, und evtl ergibt sich ja auch ohne feste Antworten ein einfaches Treffen.
Alles war gut und am Montag hing ich im Tiefpunkt fest. Warum? Vermutlich weil mich das unterbewusst so extrem mitgenommen hat..
Wir wissen ja beide gar nicht woran wir sind, das ist auch noch gar nicht so schlimm, da wir uns erst seit einem Monat kennen - ich habe mir (wieder Thema, etwas mit Abstand zu beleuchten) mal wirklich aufgeschrieben, welche Tage und Momente wir geteilt haben - jetzt am Wochenende ist "unser" erster Monat gerade mal rum gewesen!! Auf der Liste stehen aber dennoch 5-6 gemeinsame Momente. Ja gut, vieles habe ich wieder "möglich" gemacht (altes Muster wie in der Beziehung) aber es ist faktisch nicht viel Zeit vergangen. Bei allem Alltagstrubel und auch meiner Situation jetzt gerade, fliegt natürlich die Zeit und es kommt einem schon viel länger vor. Ist es nicht.
Genau diese Schwierigkeiten sind der Grund, aus dem davon abgeraten wird, sich in etwas Neues zu stürzen, bevor das Alte einigermaßen aufgearbeitet ist. Problematisch wird das ganze, wenn diese 2. Baustelle mehr Kraft kostet als dass sie Kraft und gute Gefühle gibt.
Sie will Ihre Kinder nicht wegorganisieren müssen und weiß nicht, ob sie gerade bereit sei für eine Beziehung. Aber sie gebe auch nicht schnell auf und würde so schnell auch nicht die Reißleine ziehen - sie will bei allem selbst ja auch nicht mir Ihren Bedürfnissen zu kurz kommen. Auf meine Frage, ob ich sie erst mal in Ruhe lassen solle, sagte Sie mir ganz deutlich, nein, solle ich bloß nicht tun.
Wenn du mit dieser Antwort leben kannst: Gut. Ich finde allerdings, dass das ein bisschen nach Warmhalten und nach Herumeiern um Entscheidungen klingt. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Irgendwann (und ich bin bei dir, dass es noch nicht jetzt sein muss) wird sie eine Entscheidung fällen müssen. Du solltest bis dahin zuschauen, dass du dich nicht zu stark einbringst, um durch ein eventuelles Nein, dann eben nicht zu tief getroffen zu werden.

Übrigens noch ein Gedanke, der mir gekommen ist: Du tauchst ja immer sehr tief in die Bewältigung und Lösung von Problemen ein. Grundsätzlich finde ich das ja gut, aber m. E. ist das gar nicht immer erforderlich. Vielleicht kannst du dich vorab auch immer noch fragen, wieviel dir das jetzt wirklich bringt, alles bis zum Exzess auseinanderzudröseln. So manches Problem erledigt sich durch Aussitzen, manchmal ist es auch einfach ausreichend, nach vorne zu schauen statt sich mit Vergangenem zu beschäftigen. Ich könnte mir wirklich vorstellen, dass du mit dieser Vorsortierung in "lohnt sich" "lohnt sich nicht" einen Gefallen tust, da du dadurch natürlich wieder mehr Zeit gewinnst, dich schönen Dingen zu widmen. Dieses tiefe und ellenlange Grübeln ist nicht immer sinnvoll und manches Mal sorgt es auch dafür, dass einem das Leben schwerer vorkommt als es es tatsächlich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Scheinbar hat es manche hier hart getriggert, dass ich nach der Trennung auch meinen Spaß hatte - oder war es für die betroffenen Personen nur "schlimm", dass ich dafür bezahlt habe?
Naja, auch egal.. Muss ja nicht eurem Wertekodex entsprechen, aber hier jetzt völlig weltfremde Versöhnungstheorien aufzustellen und MIR Untreue in der Ehe vorzuwerfen - was anderes steht da oben nicht - das finde ich persönlich, in meiner Lage, echt widerlich zu lesen.

Jeder kann hier seine Meinung kund tun, Meinungen und Ansichten können auch aus einander gehen, der Austausch hier ist gut und wertvoll für mich und ich kriege verschiedene Blickwinkel.

Man sollte aber schon zu einer gewissen Transferleistung im Stande sein - nicht nur wild seinen Senf dazu geben und Sachen dazu dichten, sondern sich auf meine Situation/mich einlassen können, @Marisol + @cucaracha ...das ging echt zu weit. 👎


Wieder mal auf den Punkt gebracht @Pfefferminzdrops ...Danke!
Ich habe am Montag so versucht gegen diese Trauer anzukämpfen, mich abzulenken, zu beschäftigen, dass ich am Ende nicht nur traurig war, sondern mich auch noch zusätzlich völlig hilflos gefühlt habe.

Gut, ist man in dieser Situation letztendlich auch - ich muss akzeptieren (lernen), dass dies passieren kann. Und lernen, damit umzugehen. Ich trinke seit einigen Jahren gerne mal einen guten Rum oder Whiskey, meine Hausbar hat so einiges im Angebot - ich habe mich echt sehr zusammenreißen müssen, meinen Kummer diesen Montagabend nicht einfach zu ertrinken...ich habe es nicht getan und das macht mir Mut, dass ich es schaffen kann.

Im großen Ganzen war das Feedback - von allen Seiten, ob hier oder privat- extrem verständnisvoll und positiv, was meinen bisherigen "Weg" angeht.

Noch eine Erkenntnis: Wenn ich im Nachgang auf bisherige "Talfahrten" zurückblicke, scheint auch für meinen "Grübel-Kopf" alles logischer zu sein.
Ich habe gerade wieder etwas Aufschwung und will mich wie gesagt auch mit diesen Phasen auseinandersetzen. Als Idee kam mir: Beim nächsten "Einbruch" (?) stelle ich mir irgendeinen Timer im Handy auf zB 48 Stunden: Ich lasse die Trauer kommen und zu, versuche meine Aufgaben und Alltag dennoch weiter zu erfüllen - aber es gibt mir vielleicht dieses Licht am Ende des Tunnels: Die Trauer geht auch wieder vorüber. Wenn ich nur Schwarzmale, vielleicht hilft es mir zu sehen, hey, schon X Stunden geschafft, du kommst "voran".
Das heißt nicht, dass ich nach 48h nichts mehr fühle oder zu irgendeiner Kompensation greife, aber zuletzt war es oft so, dass ich für diese Phasen gut 2 Tage brauchte. Diese Visualisierung könnte mir also helfen, wenn ich mich traurig und hilflos fühle, dennoch einen "Fortschritt" zu sehen?! Einen Versuch ist es wert.

Ich hatte heute früh noch ein sehr gutes Gespräch mit einer guten Freundin, es ging wie hier um die letzten zwei Wochen, Aufs und Abs, die Aktuelle Talfahrt und den "Stand bzgl meiner Bekannten".. und beim Sprechen kam mir etwas in Bewusstsein:
Ich bin ein sehr hilfsbereiter und einfühlsamer Mensch - möchte ich auch bleiben 🙂 - aber ich glaube, ich muss lernen, auch dabei Grenzen zu setzen: Ich steige zu tief in den Kopf und in Probleme anderer Menschen ein - und belaste letztendlich mich selbst damit.
Ich kann nicht die Päckchen anderer Menschen tragen oder deren Probleme lösen.

In meiner Beziehung habe ich immer mehr, mehr, mehr gemacht, aus Mitgefühl, aus Mitleid, weil es meine Ex anfangs durch Pendelei schwer hatte, weil es ihr hier und da immer wieder körperlich nicht gut ging oder letztendlich auch psychisch nicht mehr. Ich habe mir alles aufgeladen und zuhause alles mögliche "gemacht". Alles "möglich" gemacht.
Ich hatte beschrieben ich war kurz vor/im Burnout.
Dass ich als Partner nicht mehr so "funktioniert" habe, wie man es in einer Bezieheung sollte, dass sie sich nicht mehr "als Frau" sah oder fühlte und sich damit in eine eigene Richtung entwickelt hat....ich gebe mir nicht die Schuld daran, aber vielleicht hab ich ne Art "Helfersyndrom"? Und damit zu der Situation beigetragen, in der Sie mich am Ende betrogen hat.
Nicht Falsch verstehen: Für Ihre Handlungen übernehme ich absolut KEINE Verantwortung, aber die Situation, in der wir uns bis vor zwei Monaten befanden, an der sind wir beide "schuld".

Ich kann das so sagen, ohne mich dafür zu verurteilen - denn ich habe ja schon sehr viel daraus gelernt und für MICH umgestellt, damit es MIR besser geht.

Dieses, ich nenne es jetzt mal so, Helfersyndrom zu hinterfragen und für mich zu reflektieren, das könnte mir helfen, in Zukunft, ähnliche "Fehler" zu vermeiden.
Und gerade jetzt, mit der Bekannten: Ich glaube, dass das, was mich in dieser Thematik gerade beschäftigt, bzw runterzieht, eigentlich IHRE Lage ist: Sie ist alleinerziehend, DREI Kinder, ein völlig unzuverlässiger Ex, der Job mit dem sie oft bis 10-11 Uhr Abends noch Korrekturen oder Vorbereitungen zu tun hat.
--
Kurzer Exkurs - Sie schrieb mir bei unserer Aussprache am Sonntagabend: Sie will Ihre Kinder nicht wegorganisieren müssen und weiß nicht, ob sie gerade bereit sei für eine Beziehung. Aber sie gebe auch nicht schnell auf und würde so schnell auch nicht die Reißleine ziehen - sie will bei allem selbst ja auch nicht mir Ihren Bedürfnissen zu kurz kommen. Auf meine Frage, ob ich sie erst mal in Ruhe lassen solle, sagte Sie mir ganz deutlich, nein, solle ich bloß nicht tun.
--
Und jetzt wieder den Bogen zurück zu meiner Erkenntnis schlagen: Ich FÜHLE diesen inneren Konflikt in Ihr sehr stark in mir. Aber das geht zu weit. Ich kann Ihre Situation nicht auflösen oder ändern, entweder findet sie eine Lösung oder die Antwort: Nein, geht nicht, sorry.
Eigentlich war Sonntagabend ja diese Versöhnung: Wir Entschleunigen erst mal, machen uns Gedanken, und evtl ergibt sich ja auch ohne feste Antworten ein einfaches Treffen.
Alles war gut und am Montag hing ich im Tiefpunkt fest. Warum? Vermutlich weil mich das unterbewusst so extrem mitgenommen hat..
Wir wissen ja beide gar nicht woran wir sind, das ist auch noch gar nicht so schlimm, da wir uns erst seit einem Monat kennen - ich habe mir (wieder Thema, etwas mit Abstand zu beleuchten) mal wirklich aufgeschrieben, welche Tage und Momente wir geteilt haben - jetzt am Wochenende ist "unser" erster Monat gerade mal rum gewesen!! Auf der Liste stehen aber dennoch 5-6 gemeinsame Momente. Ja gut, vieles habe ich wieder "möglich" gemacht (altes Muster wie in der Beziehung) aber es ist faktisch nicht viel Zeit vergangen. Bei allem Alltagstrubel und auch meiner Situation jetzt gerade, fliegt natürlich die Zeit und es kommt einem schon viel länger vor. Ist es nicht.

Dass jetzt gerade, auch so viele, Erkenntnisse für mich kommen, deute ich mal so, dass ich meine Talfahrt gerade verlasse:
1.) Ich möchte mich mit Themen wie Trauer und Veränderung beschäftigen.
2.) Ich möchte Probleme mit Abstand betrachten; es ist normal, nicht direkt Lösungen oder Antworten zu finden.
3.) Ich möchte nicht mein Wesen ändern, aber ungesunde Züge dessen versuchen, abzulegen.
4.) Ich möchte mir in Zukunft selbst bei Problemen helfen, indem ich Dinge zB visualisiere.

Punkt vier habe ich allein mit dieser Auflistung schon wieder getan 🙂

Ich denke, so kann es weitergehen - es wäre zumindest ein sehr versönliches Ende einer negativen Phase und wieder ein kleines Stück Wachstum. 🙂
Helfersyndrom.. ich finde, dass du sehr reflektiert bist.

Jetzt kommt der Klassiker: wie war die Beziehung deiner Eltern?
Bzw. wie war deine "Rolle" darin?

Darin vermute ich eine Ursache.
 
Kurzer Exkurs - Sie schrieb mir bei unserer Aussprache am Sonntagabend: Sie will Ihre Kinder nicht wegorganisieren müssen und weiß nicht, ob sie gerade bereit sei für eine Beziehung. Aber sie gebe auch nicht schnell auf und würde so schnell auch nicht die Reißleine ziehen - sie will bei allem selbst ja auch nicht mir Ihren Bedürfnissen zu kurz kommen. Auf meine Frage, ob ich sie erst mal in Ruhe lassen solle, sagte Sie mir ganz deutlich, nein, solle ich bloß nicht tun.
--
Ich wüsste da jetzt schon wieder gar nicht, was man von mir erwartet.

Und wär mir zu "blöd".
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Was will sie? Liebe 19
M Ex will mich - aber auch andere Liebe 39
G Polyamor, asexuell, mehrere Männer, aber keiner will hier wohnen Liebe 79

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben