Gab es möglicherweise mit der Ehefrau zuvor Streit, weil du schon während der Ehe zu Prostituierten gegangen warst..?
Du solltest eindeutig weniger Filme schauen. Meinst du die Frage tatsächlich ernst? Nichts, aber auch wirklich gar nichts des bisherigen Threadverlaufs gibt Anlass zu einer solchen abstrusen Vermutung. Man hat den Eindruck, dir wäre langweilig und ich hoffe sehr, dass du
@Keineidee auf diese ins Kraut schießenden Fragen gar nicht mehr antwortest.
Tatsächlich denke ich, dass diese extremen Gefühlsschwankungen einfach deinem sensiblen, emotionalen und analytischen Wesen geschuldet sind mit dem Bedürfnis, alles verstehen zu wollen und Stimmungen sehr auszuleben. Viele, ich würde sogar sagen das Gros derer, die sich in Trennungsprozessen befinden, erlebt eine solche, oftmals unfreiwillige Zeit als durchweg grau und traurig. Du hast sehr früh beschlossen, Farbtupfer in dein Leben zu lassen, doch immer wieder holt dich der Trennungsnebel ein, denn alles um die Trennung dominiert ja aktuell dein Leben. Tatsächlich glaube auch ich, dass es signifikant besser wird, wenn die räumliche Trennung vollzogen ist. Dann werden auch nach und nach wieder Ruhe, mehr Konstanz und Positivität in dein Leben einziehen. Vielleicht hilft es bis dahin, die Gefühlsachterbahn zu akzeptieren, Trauer- und Wutphasen zuzulassen und, wie sagt man so schön, das Beste aus der Situation zu machen, dabei das Auseinanderdividieren eurer Leben zu forcieren. Die Schritte dazu hast du unternommen, einer folgt auf den nächsten, leider dauert alles seine Zeit. Das gilt es zu akzeptieren.
Dass da immer auch noch Trauer aufflammt über eine gescheiterte Beziehung, halte ich für völlig normal. Allerdings ist die aus gutem Grund derart zerrüttet, dass ich den Gedanken an eine Neuauflage als regelrecht absurd erachte. Da muss man schon völlig abgestumpft sein oder vielleicht auch einfach weltfremd zu denken, dass das nach diesem Vertrauensverlust nochmal funktionieren könnte.
Du machst das schon alles ganz gut und richtig, finde ich, entwickelst dich in die richtige Richtung. Kämpf nicht gegen die Traurigkeit an, sondern akzeptiere, dass sie Bestandteil des Prozesses ist. Ich glaube, das macht es einfacher, Dinge zu akzeptieren, die sind, wie sie sind. Tatsächlich durchlebst du ja einen gravierenden Veränderungprozess und durchläufst da bestimmte Phasen. Du schriebst, dich damit mal näher auseinandersetzen zu wollen, um besser verstehen zu können. Google mal nach dem 7-Phasen-Modell bei Veränderungen (
https://de.wikipedia.org/wiki/7-Phasen-Modell_(Ver%C3%A4nderungsmanagement).
Das illustriert recht anschaulich, was da mit einem passiert - wobei die Phasen als solche natürlich sehr unterschiedlich durchlebt und empfunden werden können. Vom Prinzip sind sie allerdings gleich - und am Ende steht das vielzitierte Licht am Ende des Tunnels. Wenn das keine Perspektive ist, dann weiß ich es nicht. 😉