_vogelfrei
Sehr aktives Mitglied
Also ich glaube, es ist normal, dass in einer Krise erstmal sehr viel Kopf steht und diffus ist, sich Gefühle und Impulse wild abwechseln können. Trotzdem erlebe und lese ich bei dir diese Wechsel als besonders heftig, für mich fühlt es sich so an, als wärst du nicht richtig in Kontakt mit dir selbst und würdest vieles verlagern. Ich hatte ja schon mal das Bild von einem "Substitut" genannt. Ich habe so ungefähr das Bild vor Augen:Ich verstehe nicht so recht, was Du meinst, es liest sich so, als widersprichst Du dir selbst: Es ist normal und passiert unweigerlich, aber beim Lesen schüttelt es dich durch? Kannst Du das anders beschreiben?
Deine Noch-Frau verletzt und kränkt dich durch ihre Aktion sehr stark - nach relativ kurzer Zeit lernst du eine andere Frau kennen, die du ganz toll findest -> schnell fühlst du dich im Kontakt unsicher/ emotional zu involviert, um die Noch-Frau geht es kaum noch>- du triffst neue Frauen/ hast Bezahlsex - >...
Es schiebt sich irgendwie immer eins weiter zu anderen Personen und Aktivitäten und ich glaube, eigentlich liegt darunter die Trauer und der Schmerz um das, was du mit deiner Noch-Frau hattest und aufgebaut hast, aber statt der Auseinandersetzung entsteht ein riesiges Kuddelmuddel.
Das ist mein Eindruck, der natürlich falsch sein kann und auch mit eigenen Erfahrungen zu tun hat. Ich habe früher auch sehr zu diesen Verschiebungen geneigt, wahrscheinlich immer noch ein bisschen, deswegen fällt es mir jetzt bei anderen Menschen stark auf, wenn ich meine, so ein Muster zu erkennen.