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Ich komme im Leben nicht voran, weil mir meine Psyche im Weg steht.

klimbim21

Neues Mitglied
Hallo erstmal. Ich komme im Leben einfach nicht voran, da mir meine Psyche im Weg steht. In der Grundschule hat es angefangen. Ich habe angefangen mich zu ritzen, meine Eltern stritten sich sehr oft und ich dachte ich würde mit 13 schon an Depressionen leiden. Von Jahr zu Jahr wurde alles schlimmer, auch meine Sozialphobie, von der ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal etwas wusste. So in der 7. Klasse fing es an. Klar in der Grundschule mochte niemand so richtig Vorträge oder so, aber ab der 7. Klasse hab ich mich meistens immer davor gedrückt. Mein Essverhalten hat sich auch verändert, weil es mir immer unangenehm war vor anderen Leuten zu essen. Immer wenn mich jemand gefragt hatte, ob ich Hunger habe, sagte ich nein. So ab der 9. Klasse fing ich an öfters zu schwänzen. In der Zeit hab ich auch ein paar Freunde verloren, neue kennen gelernt, mich verliebt und mit dem Kiffen angefangen. In der 10. Klasse bin ich mit meinem jetzigen Ex Freund zusammen gekommen, den ich sehr liebte. Ich wollte nach der 10. Klasse erstmal ein Jahr garnichts machen, weil ich psychisch schon labil war und mich dank der Sozialphobie nicht mehr in die Schule traute, ich hatte auch sehr krasse Konzentrationschwierigkeiten, weil ich immer sehr viel grübel. Nach der 10. Klasse traf ich mich also nur noch mit Freunden und wir kifften.. Meistens waren es mein Freund, meine beste Freundin und ich. Ich hatte oft eine großes Problem damit, wenn sich die beiden alleine treffen wollten. Ich dachte immer ich hätte große Eifersuchtsprobleme und habe es immer darauf geschoben, mittlerweile weiß ich, dass es Verlustängste waren. Ich bin die letzte die ihrem Freund verbieten würde, sich mit anderen Mädchen zu treffen, ich hab mich bloss immer gefragt, was der Grund wäre warum die beiden mich nicht dabei haben wollen. Wenn wir zu dritt waren, hatte ich immer das Gefühl, sie würden sich besser verstehen und hab mich oft wie das fünfte Rad am Wagen gefühlt. Ich bekam auch oft von anderen Freunden die Bestätigung, dass es irgendwie manchmal komisch ist wie sich die beiden immer necken, habe aber nie meinen Freund mal drauf angesprochen, weil ich mir immer dachte ich sei das Problem. Ich war halt immer so im Zwiespalt. Vorletztes Jahr hatte mein Freund sich dann über Whatsapp getrennt, er meinte er würde mich nicht mehr so schätzen und dass er mit meiner Depression nicht klar kommt, genau weiß ich es auch nicht mehr, ich hab mir den Chat nie noch einmal angeguckt.. Dadurch verlor ich auch meine beste Freundin, ich hatte mich anscheinend zu wenig bei ihr gemeldet, keine ahnung eines Tages war ich einfach blockiert. Ich hab beides bis heute noch nicht richtig verarbeitet, ich habe Alpträume, führe in meinem Kopf so oft die gleichen Diskussionen unf ertappe mich dann immer dabei. Nach der Trennung habe ich eine psychosomatische Herzrhythmusstörung bekommen, ich denke durch den ganzen Stress und weil ich einfach nicht mit der Trennung klar gekommen bin. Paar Monate später hatte ich meinen Ex Freund angeschrieben und selber Freundschaftplus vorgeschlagen, ich weiß so dumm. Ich hatte mir eingebildet ich sei schon drüber hinweg und hatte es wahrscheinlich einfach nur verdrängt. Ich glaube tief im inneren hatte ich einfach immernoch Hoffnung. Wir trafen uns öfters, aber es wurde immer seltener. Mittlerweile sage ich die Treffen schon immer ab, wegen meiner Sozialphobie, aber vergessen kann ich ihn auch nicht. Nach der Trennung hatte ich auch meine ersten Panikattacken, kann mit der Trennung zu tun haben oder mit der Herzrhythmusstörung oder auch beides. Die letzten zwei Jahre habe ich die meiste Zeit nur Zuhause in meinem Zimmer verbracht. Meine Sozialphobie und Depression haben sich noch mehr verschlimmert. Ich glaube wenn Corona vorbei ist, werde ich mich garnicht mehr trauen ohne Maske rauszugehen.. Ich hatte mir nach der Trennung einen Psychotherapeuten gesucht, ich wusste einfach nicht wohin mit meinen Gedanken und wollte einfach nur, dass sie aufhören. Ein paar Mal bin ich hingegangen, aber die Motivation war irgendwann einfach nicht mehr da. Letztes Jahr hatte ich innerhalb eines Monats 11 Panikattacken und meine Herzrhythmusstörung wurde auch schlimmer. Ich glaube es hängt immer davon ab wie viel Stress ich habe, denn wirklich weg ist sie immernoch nicht. Mein Vater und meine Schwester haben beide auch Depressionen, mit meiner Mutter hab ich wenig Kontakt, wir wohnten zwar zusammen, aber haben einfach wenig geredet, das ist nochmal eine andere komplizierte Geschichte. Jedenfalls sind meine Mutter und meine Schwester anfang dieses Jahr ausgezogen, da sich beide nicht mit meinem Vater verstanden haben. Mein Vater ist auch eine sehr komplizierte Person, er geht so gut wie nie raus. Ich glaube daher kommt auch einbisschen meine Sozialphobie, er hat zwar eigentlich keine, aber er geriet auch ziemlich schnell in Panik oder regt sich schnell über Sachen auf. Er hat nur mich und das hat er mir von klein auf oft genung schon gesagt. Manchmal verstehen wir uns gut, aber oft hab ich auch einfach keine Geduld mehr mit ihm oder kann einfach nicht mehr. Ich weiß selber, dass er oder wir uns gegenseitig nicht gut tun, wir haben beide Depression und hocken nur aufeinander rum. Er ist Risikopatient, deswegen erledige ich die meisten Sachen zu Fuß, vor Corona war es zwar auch nichts anders aber ja.. Für mich selber ist es jeden Tag schon eine Überwindung rauszugehen, einkaufen zu gehen oder sonst wohin. Dazu kommt noch, dass ich schon mehrere Jahre eine Cannabissucht habe und dadurch echt viel zu genommen habe, bewegen tu ich mich ja auch sehr wenig. Ich nehme mir gefühlt jeden Tag vor Sport zu machen, aber mir fehlt einfach die Motivation oder ich habe noch weniger Kraft, weil ich kiffe. Ich habe auch schon so oft versucht ne Pause zu machen oder mit dem Kiffen aufzuhören, aber ich habe nur einmal einen Monat geschafft. Ich fühle mich so armselig, weil ich mich oft auch dabei ertappe wie ich in Gedanken einem Therapeuten meine Probleme ausschütte. Ich habe keine Freunde und mittlerweile auch verlernt über Gefühle oder meine Probleme zu sprechen. Manchmal denk ich mir auch, dass es einfach zu viele Baustellen gibt und ich garnicht weiß wo ich anfangen soll. Einerseits würde ich gerne Hilfe annehmen, andererseits fehlt mir dazu auch immer die Motivation. Ich habe auch oft darüber nachgedacht in eine Klinik zu gehen, aber ich kann meinen Vater einfach nicht alleine lassen. Er ist auf Hilfe fast schon angewiesen und er kommt mit vielen Dingen nicht alleine zu recht. Ich habe aber auch noch nie mit ihm darüber gesprochen. Vor kurzem habe ich ihm erst erzählt, dass ich eine Sozialphobie habe, jetzt fragt er mich jedesmal, ob er mitkommen soll einkaufen. Ich möchte das aber nie, weil ich ja weiß, dass ich da alleine durch muss und es sich sonst immer mehr verschlimmert. Ich habe so viele Ängste und kann auch wegen meiner Sozialphobie einfach kein Job anfangen. Es fühlt sich so an, als wäre ich in einem riesigen Kreislauf gefangen, aus dem ich nicht mehr rauskomme..

Tut mir leid, dass es so lang geworden ist und dass ich immer so viel abschweife, aber wie gesagt, ich rede mit niemanden über sowas und ich glaube das musste einfach mal raus. Eigentlich gibt es zu diesem Beitrag keine richtige Frage und ich erhoffe mir auch nicht mega gute Tipps, die meine Probleme in Luft auflösen würden, denn ich weiß die gibt es nicht. Ich denke aber es würde vielleicht mal gut tun, ein paar Meinungen von Aussenstehenden zu lesen.

Danke fürs Lesen! :)
 
Zuletzt bearbeitet:

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Binchy

Aktives Mitglied
Hallo Klimbim21,

willkommen hier. Da hast Du ja wirklich ein Bündel an Problemen. Du hast in der Familie ja einiges mitbekommen müssen mit Depression und Sozialphobie und jetzt noch die Verantwortung für Deinen vater. Da werden Kinder dann schnell zu Eltern und Eltern zu Kinder, das ist ungesund für beide.

Ich denke auch, dass nur eine Therapie Dir wirklich helfen kann, denn so drehst Du Dich im Kreis. Du möchtest Dich ändern, hast aber keine Motivation, ein negatives Selbstbild und kommst so nicht voran.

Ich kenne mich mit Online-Therapie nicht so aus, ich weiß, dass es wohl möglich ist. Wäre das ev. eine Möglichkeit für Dich?

Du kannst hier in einer Rubrik auch Tagebuch schreiben - öffentlich und nicht-öffentlich. Vielleicht wäre das als Beginn eine gute Möglichkeit, Dich und Deine Gedanken zu ordnen, Dich zu sortieren und auch ev. dann nach einiger Zeit das dann mal auszudrucken und einem Therapeuten zu zeigen, wenn es Dir schwer fällt, Dich zu öffnen.

Ist Dein Vater schon geimpft? Wenn er geimpft ist - also 2 x - dann lass ihn doch ruhig mitgehen, wenn Du mal rausgehst. Es täte ihm bestimmt gut, mal wieder rauszukommen und er würde sich auch mehr als Vater fühlen als sich als bedürftiges Kleinkind zu fühlen. Es würde euch auch vielleicht etwas näherbringen.

Gut wären für Dich vielleicht auch erstmal Antidepressiva, die könnte Dir auch Dein Hausarzt vermutlich verschreiben. Dann hättest Du mehr Schwung und mehr Lebensfreude, Deine Probleme anzugehen.

Du kannst auch mal in den beiden Threads stöbern, die in meiner Signatur sind. Da gibt es auch einige Anregungen und da haben auch Leute drin geschrieben, die unter Depressionen leiden. In dem einen Thread "Schatzkästchen..." kannst Du auch gerne schreiben, wenn Du Dich da mit anderen austauschen möchtest. Der andere Thread ist ein reiner Informationsthread ohne Austausch.

Es gibt Wege und wenn man viel hat, was man ändern möchte, dann sind winzige Schritte wichtig, die man dann aber auch geht. Wie könnten diese winzigen Schritte denn für Dich aussehen?

Vielleicht erstmal eine Liste machen mit den Dingen, die Du ändern möchtest. Daneben dann mögliche Wege, sie zu ändern.
Dich nach Online-Therapie erkundigen, wenn Dich sowas anspricht.
In meinen Threads stöbern.
Einen Tagebuch-Thread aufmachen.
Vielleicht kleine Rituale mit Deinem Vater machen, damit Ihr euch näher kommt und besser in Eurer gemeinsamen Krankheit verstehen lernst: z.B. eine Teestunde nachmittags, abends Euch etwas vorlesen,zusammen eine Serien gucken oder Musik hören. Vielleicht so etwas in der Art, damit Ihr euch mehr spürt und Euch auch gegenseitig unterstützen könnt.
Zum Hausarzt gehen und nach Antidepressiva fragen


Das sind alles nur Vorschläge und mögliche Schritte, vielleicht ist da was für Dich dabei. Auf jeden Fall hast Du schon mal einen guten Schritt unternommen und Dich hier angemeldet. Das kann schon der entscheidende Schritt gewesen sein, der Stein, der weitere Schritte ins Rollen bringt.
 

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    hm irgendwie werden die Raumnachrichten immer zu den ungünstigsten Zeitpunkten geleert
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