Styx.85
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Gedankenspiel: Wäre Russland vor langer Zeitan die Biskaya marschiert, und hätte beispielsweise Westfalen und die Niederlande zu einem gemeinsamen Marionettenstaat verschmolzen, hätte das mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Reibereien gegeben. Wen hätte es gewundert.....
Der Unterschied: In Europa haben nur wir Europäer die Grenzen gezogen.
Lassen wir doch die Gedankenspiele und bleiben bei der Realität:
Nach dem zweiten Weltkieg wurde Deutschland von den Siegermächten langfristig in zwei Staaten aufgeteilt. Die friedliche Wiedervereinigung fand 45 Jahre (= minestens 1 Generation) später statt... ohne einen einzigen Schuss. Was meinst du, wie wäre das in Afrika abgelaufen? Diese Grenze wurde übrigens nicht von Europäern gezogen... Deine Behauptung ist schlicht falsch.
Das Land Kambodscha ist maßgeblich durch die sozialistische Hölle gegangen. Nahezu ein fünftel der Bevölkerung wurde niedergemetzelt (mindestens). Nach Absetzung der Roten Khmer erholt sich das asiatische Land zusehens. Es profitiert von Handel und seinem Naturreichtum. Tourismus spielt eine zunehmende Rolle. Der Wohlstand wächst. Warum funktioniert das nicht in Afrika?
Deutschland, Korea und Japan haben in ihrer Historie riesige Rückschritte erlebt (Weltkriege verloren, ganze Städte in Ruinen, teils sogar mit Atombomben, Wirtschaftskrisen, Teilungen, Enteignungen, Naturkatastrophen). Warum schaffen diese Länder immer wieder den Aufstieg. Warum funktioniert das nicht in Afrika?
Es gibt weitere Beispiele für Länder mit entsprechenden Schicksalen (Vietnam, Kuba, Laos etc.). Was machen die richtig und was machen die Länder in Afrika falsch?