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Hilfe - Bekannter wird aufdringlich.

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Gelöscht 116947

Gast
Hallo liebe Community,
ich habe ja schon mehrfach von meinen Übergriff an mir berichtet und nun möchte ich euch etwas aus meinem derzeitigen Alltag berichten, das mir Sorgen macht.
Ich habe in meinem letzten Klinikaufenthalt einen Mann kennengelernt. Zu Beginn schien er ganz nett zu sein und wir trafen uns auch anschließend ein paar Mal zum Spazieren gehen. Er kennt meine Geschichte und er weiß um mein Problem, mich abzugrenzen.
In letzter Zeit wird mir dieser Mann zu viel - ich habe ein ungutes Bauchgefühl. So schrieb er mir vor nicht langer Zeit, ob ich nicht mal auf einen Filmabend zu ihm kommen möchte, er "könnte eine Massage" gebrauchen. Das schon überforderte mich, ich sagte, dass ich Filmabende nicht mag und zog mich zurück. In den letzten Tagen kamen dann immer mehr Nachrichten. Unter anderem Folgende:
"Hey, ich mache mir Sorgen, ich komme um 13 Uhr bei dir vorbei". Auch darauf reagierte ich nicht. Ich war um die besagte Uhrzeit dann auch nicht Zuhause und promt kam eine Nachricht, dass er es schade findet, dass ich nicht da bin, ich hätte ihn ja bekochen können.
Heute ein ganz ähnliches Szenario. Er schrieb mir, ob er vorbei kommen könnte, was ich mit einem freundlichen "du, mir geht es nicht gut, ich bin lieber alleine" erwiderte. Daraufhin kam dann folgende Nachricht: " Ich hoffe aber, dass ich diesbezüglich noch entschädigt werde ;)". Ich fragte ihn zurück, wie er das meine und dann kam nichts mehr. Heute Abend hatte ich dann 8 verpasste Anrufe von ihm auf dem Telefon.

Ich muss zugeben, dass ich mir schwer tue ihn einzuschätzen. Inzwischen würde ich ihm viel zutrauen, wenn man seine bizarren Erwartungen ignoriert. Je mehr ich mich zurück ziehe, umso aufdringlicher wird er.

Und nun zu meinem Problem: Der Mann triggert mich extrem. Ich habe ein extrem schlechtes Gefühl und fühle mich irgendwie machtlos. Es ist wie ein Dejavue. Ich schaffe es nicht, mich abzugrenzen, weil ich inzwischen zu viel Angst habe, das endet in einer für mich nicht mehr kontrollierbaren Katastrophe. Ich weiß, dass ich mich abgrenzen muss, aber diese Angst in mir hindert mich und ich fühle mich einfach nur wie in einer Schockstarre.

Was würdet ihr tun, ohne zu riskieren, dass er fies wird?
 

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G

Gelöscht 116947

Gast
Das würde ich gerne, aber genau das traue ich mich nicht. Und ich frage mich auch, ob ich da überreagiere aufgrund meiner Erfahrungen. Es fällt mir nicht immer so leicht da die Dinge richtig zu verstehen.
 

Binchy

Aktives Mitglied
Ich finde sein Verhalten schon beharrlich bis aufdringlich. Je nachdem, was Du an Erfahrungen gemacht hast, kann ich verstehen, dass Du da natürlich nicht so einfach Dich abgrenzen kannst - wenn es einfach wäre, hättest Du es vermutlich ja gemacht.

Wovor hast Du konkret Angst? Dass er Dir auflauert, was antut? Ich nehme an, dass Du ähnliche Erfahrungen gemacht hast, wenn Du schreibst, dass Dich das triggert - ich kenne andere Threads von Dir nicht.

Es ist schwer, mögliche zukünftige Reaktionen einzuschätzen von einem Menschen, zumal wir ihn ja überhaupt nicht kennen. Was wäre denn das Äußerste an Abgrenzung wozu Du in der Lage wärst?
 

Larissa

Aktives Mitglied
Hallo. Mir ging es mal ähnlich wie dir. Nur das der Mann schon mal gewalttätig wurde. Er hatte die Beziehung wegen einer anderen Frau beendet und wollte kurze Zeit später zurück. Aber ich habe komplett den Kontakt abgebrochen und bei Anrufen sofort aufgelegt. Früher konnte man nicht sehen, wer anruft. Er stand auch einige Male in der Nähe. Aber ich habe es ausgehalten, hatte natürlich auch Angst. Irgendwann hat er aufgegeben.
 
G

Gelöscht 116947

Gast
Ich habe Angst, dass ich wieder über meine Grenzen hinausgehe und ungewollt Signale sende, die mich in eine ungute Situation bringen. Ich habe gefühlt den Zeitpunkt verpasst an dem ich noch - ich ganz persönlich - noch handlungsfähig bin. Ich habe Angst, dass er sauer wird, wenn ich mich in einer radikalen Form jetzt von ihm abgrenze. Umgekehrt habe ich Angst, dass wenn ich dies nicht schaffe, ich mich in eine Situation bringe, die ich nicht will, nur um ihn im Zaum zu halten und möglicherweise schlimmeres zu verhindern. Da spielt viel altes rein. Ich müsste dies überwinden, aber ich kriege es einfach nicht hin.
 

Youshri

Aktives Mitglied
Du verstehst die Dinge schon richtig und abgrenzen kannst Du Dich auch. Nur er respektiert es nicht und wittert Deine Angst. Er hat Dich in eine Dynamik reinbugsiert und hält Dich sozusagen im Griff. Nun gilt es, aus dieser Dynamik wieder herauszufinden, also das Klima zu neutralisieren, damit Du Dich wieder freier bewegen kannst.
Wenn er Dich das nächste Mal wieder anruft und ein Treffen vorschlägt, dann könntest Du ihm vielleicht sagen, dass Du genau da nicht frei bist, weil Du schon mit Deinem Freund verabredet bist. Das wäre dann natürlich eine Notlüge, aber immerhin relativ gewaltlos.
Oder Du erklärst ihm, dass Du inzwischen aus der Klinikphase heraus bist und von nun an ein neues Leben beginnst, und dass Du ihm folglich alles Gute für seine Zukunft wünscht.

Das Wichtigste ist für mich, dass er aus Deinem Kopf herauskommt. Vielleicht kannst Du Dir ja dabei helfen lassen, aus diesem Zwangscharakter herauszukommen.
 
G

Gelöscht 116947

Gast
Ich will ehrlich sein, ich habe das Problem noch gar nicht mit meiner Therapeutin besprochen, weil ich dachte, ich kriege das schon selbst hin, weil ich diese Therapeutin auch erst seit kurzem habe und auch aus Angst vor dem Vorwurf "die lernt nicht aus ihren Erfahrungen".

Ich könnte mir ggf. vorstellen, dass ich es wirklich mit dem Neuanfang begründe. Aber das wäre nur eine Notlüge.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Larissa

Aktives Mitglied
Dann solltest du es schleunigst nachholen. Selbst wenn da ein Vorwurf kommen sollte, was ich mir nicht vorstellen kann, stehst du dann nicht mehr alleine da mit deinem Problem.
 
D

Deliverance

Gast
Ich kann dich gut verstehen, der Typ ist echt schräg.

Wenn er das nächste Mal fragt, sag ruhig, dass dein Freund gerade da ist und es leider nicht passt. Mit sowas kannst du dich toll abgrenzen, ohne das er wütend wird.
 
Status
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