@Mondsonne
Ja, Langoliers war sehr gut, ich habe auch die Geschichte dazu gelesen, und dieses Erstarren der Zeit, dieses tote, menschenleere Nichts, das dann von den Langoliers aufgefressen wird, war schon sehr schaurig.
Was ich an Stephen Kings Romanen neben dem Horror so liebe, ist, dass er in fast jedem Roman Charaktere schreibt, die gedemütigte Außenseiter sind, und zwar so, dass man sich, wenn man das selbst auch ist, sehr gut damit identifizieren kann. Und bei ihm ist das Ende nie vorhersehbar, man wird mit jedem Roman neu überrascht.
Und ich als Autistin bin sehr begeistert, wie er in drei seiner Romane(der Mr. Mercedes Reihe) und später auch in die Outsider, die autistische Holly darstellt, da erkannte ich auch viel von mir selbst wieder. Ihm gelingt es virtuos, zu beschreiben, wie Holly im Laufe der Romanreihe Selbstbewusstsein entwickelt und Freunde findet, das hat mir sehr gut gefallen.
Diese Liebesromane von Iny Lorentz und Pilcher und Co. sind nicht mein Geschmack, auch weil sie zu vorhersehbar sind, die Story sieht immer gleich aus: Mann trifft Frau oder Frau trifft Mann, und nach einigen Irrungen und Wirrungen kommen sie zusammen...und meist wird das Paar als gutherzig und tapfer dargestellt und ihre Gegenspieler als übertrieben böse.
DAs ist mir echt zu platt, da ist keine Tiefe drin und das Ende weiß man schon wenn man solche Romane anfängt, ich verstehe auch nicht, warum Leute das mögen.
Vermutlich um sich in eine heile welt, die viele Menschen nicht haben, zu träumen?
Aber für mich ist das nichts, ich selbst bevorzuge düsteren Horror, in dem es durchaus auch mal ein Happy End kommen kann...