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göttlich

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Ein schöner Beitrag GreyBear. Die Fragen aus deinen letzten beiden Absätzen habe ich mir auch schon gestellt. Was soll ein (theoretisch existierender) erhabener Gott denn so toll daran finden, wenn "seine Geschöpfe" von ihm abhängig sind? Wie kann es unter so einer Vorausetzung überhaupt ernsthafte Liebe geben, die "er" sich doch angeblich wünscht?
Wenn man quasi existentiell auf Gedeih und Verderb von jemandem abhängig ist und auf Grund äußerer Umstände quasi dazu genötigt ist, sich für jemanden zu entscheiden, dann hat das doch mit echten, nur in Freiheit sich entwickeln könnenden Gefühlen gar nichts zu tun. Die wenigsten Menschen würden sich eine Partnerschaft unter solchen Umständen wünschen, warum sollte es dann ausgerechnet ein angeblich erhabener Gott?

Deine Frage: "Was soll ein (theoretisch existierender) erhabener Gott denn so toll daran finden, wenn "seine Geschöpfe" von ihm abhängig sind?"
Nun, mir scheint, Du hast Dir die Antwort schon gegeben: Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass Geschöpfe vom Schöpfer abhängig sind. Vielleicht hilft das Beispiel: Eltern, die die Zeugung und Geburt ihres Kindes bewirkten, lassen ihr Kind nicht alleine, denn es wäre nicht lange lebensfähig.

Die Freiheit, von der Du schreibst, kann ich nicht erkennen.
Freiheit kann ich dann annehmen, wenn es zur Situation X eine gleichwertige Situation Y gibt.
Beispiel: Kinder, die sich von ihren Eltern trennen, geraten in keine Situation, die der Situation gleicht, die in der Beziehung mit liebevollen Eltern besteht.
 

Hallo Nordrheiner,

schau mal hier: göttlich. Hier findest du vielleicht was du suchst.

"Des Menschen Wille ist sein Himmelreich", sagte mir schon meine Oma. So mag jeder Mensch seinen Himmel suchen oder seinen Traum nur hier auf der Erde leben, bis der Tod dem eine Ende macht. Wenn da nur nicht die Menschen wären, die meinen, es besser zu wissen und andere Menschen zu etwas zwingen wollten. Aber daran ist wohl mehr menschliches, als göttliches. Also werden wir uns wohl weiterhin gegen vermeintlich göttliches und allzu menschliches zur Wehr setzen müssen.
 
Freiheit kann ich dann annehmen, wenn es zur Situation X eine gleichwertige Situation Y gibt.

Das ist ein bemerkenswert interessanter Gedanke. Da muss ich mir doch erstmal einen Kaffee machen und die grauen Zellen anstrengen... 🙂

Die Freiheit von welcher Du schreibst, dessen Voraussetzung erstmal mindestens eine zur Wahl stehende Alternative braucht, basiert demnach auf der Voraussetzung von Gleichwertigkeit, was für gewisse Umstände gar nicht existieren kann...

...mit anderen Worten gibt es Wertigkeiten (Zusammenhänge), welche durch nichts Anderes ersetzt werden können, dem stimme ich zu.


Wie meine ich das? Zum Beispiel:

Zwischen geistiger Klarheit und benommenen Zuständen, wird in der Freiheit auf Substanzen gesetzt, welche die Wahrnehmung verändern, was dauerhaft (im Gebrauch/der Wirkung dessen) zum Verlusst der geistigen Klarheit führt. Hier hat man sich für das Eine entschieden und musste das andere dafür aufgeben.

Ist das Freiheit? Freiheit habe ich, wenn ich jederzeit wählen kann, was dann im Zustand der Benommenheit ja nicht mehr geht. Sogesehen ist die Entscheidung für die Droge zum begünstigen eines Rauschzustandes, eine unfrei machende Wahl (Abhängigkeit besteht), demnach sind wir auch abhängig von dem gesunden (klaren) Geist/Verstand/Wahrnehmung.

Freie Wahl habe ich zum Besipiel in der Wahl eines Buches oder Textes, das ich lese. Ist das Freiheit?
Wenn ich den einen Text lese, kann ich den anderen nicht gleichzeitig lesen, demnach habe ich mit der zeitlichen Wahl eine unfrei machende Entscheidung getroffen, weil ich dann derzeit nicht wählen kann? Hier ist es anscheinend anders, ich kann jederzeit Wählen.


Doch der Schein trügt. So ist zwischen den Entscheidungen in beiden Beispielen (Bücher und Droge) nur der Zeitfaktor anders, denn die Wirkung einer Droge mit Rauschzustand lässt im Allgemeinen wieder nach.

Ist das nun Freiheit oder nicht?

Ich würde sage ja, es ist Freiheit, auch wenn man keine Gleichwertigkeiten ausmachen kann.

So könnte ich mich frei für etwas entscheiden, bei dem ich einen riesen Verlusst mache. Freiheit im Sinne der Wahl einer Gleichwertigkeit, was sollte das sein? Eine gleichwertige Alternative?

Ich suche erstmal ein Beispiel:

Zwischen zwei Autos, welche vom dem Zustand, des Volumen, der Ausstattung, des Verbrauches, der Leistung, des Preises und der Qualität sowie Abgasnormen stark ähnlich oder sogar gleich sind, habe ich dann erst eine Freiheit in der Wahl?

Nehmen wir an ich habe nicht mehr Geld zur Verfügung und die Modelle entsprechen dem Bestmöglichen, was angeboten wird, so kann ich auch günstigere Modelle mit schlechteren Werten wählen.

Also steht jetzt fest, Freiheit ermöglicht mehr?

Wenn man jetzt diesem Beispiel, einen anderen Rahmen setzt und das Budget befindet sich auf niedrigstem Niveau (unterster Grenze). Wie sieht es dann aus?

Es werden ebenso unterschiedliche Modelle zur Wahl stehen, wenn der niedrigste Preis für mehrere Modelle gleich ist.


Die Frage ist jetzt: Wie kann man Gleichwertigkeit als Grundbedingung für Freiheit ansehen?
Anderes Beispiel (ich versuche der Sache nur auf den Grund zu kommen):

Wenn ich zwei Mäntel zur Wahl hätte, wobei einer deutlich mehr Qualität/Leistung (Haltbarkeit, Verarbeitung, Material, Eigenschaften) hat, dann habe ich sogesehen keine freie Wahl, weil es unsinnig wäre sich für das minder Qualitätive zu entscheiden?

Also ich muss ehrlich zugeben, so ich habe ich das nie betrachtet, ich denke ich habe heute etwas Neues gelernt, eine Betrachtungsperspektive, welche ich erstmal so stehen lassen will und mir merken werde.


Danke Nordrheiner!


Grüße,
peace
 
Ich möchte noch mal etwas zu Perspektiven und Verstehweisen schreiben:


So kann man aus einem mechnanischem Uhrwerk ein einzelnes Zahnrädchen ausgeklammert betrachten, es funktioniert, solange es geometrisch keinen Schaden genommen hat, das "Lager" in Ordnung ist, die Position stimmt und Verwitterung/Schmutz keinen Einfluss nehmen konnte.

Funktioniert es aber auch dann, wenn der Federmechanismus nicht mehr funktioniert?

Das ist eine gute Frage, ausgeklammert müsste man sagen: ja. Wenn jedoch die einzelnen Funktionen im Ganzen betrachtet werden, also die gesamte Funktion zu dessen Voraussetzung ehoben wird, dann funktioniert die Uhr nicht mehr, alle Komponenten sind allerdings nicht kaputt, sondern in dem Fall nur das Federwerk, der Antrieb?


Wie ist es, wenn das Federwerk nur nicht aufgezogen ist?

Die Uhr ist nicht kaputt, obgleich sie weder in der Stellung stimmt noch läuft....

Seltsamer Weise braucht nur eine gewisse Zeit vergehen, dann stimmt für einen Moment ihre Anzeige, sogesehen zwei Mal am Tag. Die Uhr ist dann immer noch nicht kaputt, auch wenn ihre Anzeige stimmt und das Mechanische funktioniert, nur nicht aufgezogen ist. Witziger Weise ist dann ein Aspekt, die zwei mal am Tag stimmenden Positionen der Zeiger nicht mal mehr abhängig von der Existenz des Uhrwerkes sind.


Jetzt ziehen wir die Uhr auf und stellen ihre Zeiger passend, eine Zeit lang läuft sie evtl. vor, dann läuft sie synchron, dann geht sie nach, dann bleibt sie wieder stehen...

Jetzt ersetzen wir das mechanische Urwerk mit einem digitalen Quarzuhrwerk, hier ist es fast gleich, auch wenn die Eigenschaften deutlich abweichen, so läuft die Uhr viel länger, evtl. vor, synchron oder nach, ist die Batterie leer, dann geht Sie aus. Zeigt nichts mehr an oder doch, wenn Zeiger vorhanden sind.

Jetzt ersetzen wird das Quarzwerk mit einer Atomaren Uhr, ich denke sie ist eig. genauso abhängig, nur das die Messergebnisse im Prinzip nicht mehr abweichen, weil die Differenzen zu minimal sind um das noch berücksichtigen zu können, anders herum definiert Sie und wurde anhand der Definition entwickelt, ist selbst also die maßgebliche Zeit.


Und genau an dem Punkt wird es interessant, wenn man diese Eigenschaften als Ansichten der anderen Uhren zuschreiben würde. So bleibt die Zeit eben stehen, wenn das mechanische Uhrwerk nicht aufgezogen wird oder verläuft immer langsamer, bis zum nächsten Stillstand. Bei der Quarzuhr gibt es die signifikanten Aussetzer dann, während des Batteriewechsels bzw. innerhalb der Zeit, wo die verbrauchte Batterie zu wenig Strom oder gar keinen Strom mehr fließen lässt und eig. ist es bei der strombetriebenen, atomaren Uhr das Selbe, zumindest in einigen Aspekten.

Doch was ist eigentlich Zeit? Die verbreitesten Messgeräte haben wir (ich für euch hier) ja schon ein wenig betrachtet...

Mit meinen Worten:

Zeit bedeutet erstmal eine Veränderung, welche sich nicht aufhalten lässt. So kann man die Uhren auch betrachten, abhängig von der Zeit. Mit welcher (höheren) Geschwindigkeit wir uns durch den Raum bewegen, beeinflusst die Zeit und zwar in die Richtung der Verlangsamung, zum Stillstand bekommt man sie nicht in der bewegenden Masse, welche uns als Menschen ausmacht, es sind wohl natürliche Zusammenhänge die das verweigern.

Die Zeit entgegen dem Zeitpfeil zu unterwandern, halte ich praktisch für reine Fiktion, wenn es um lebende Massen geht. In der Realität sieht es sogar noch krasser aus, so sind wir kaum in der Lage die Zeit auch nur ein wenig spürbar zu beeinflussen.

__
Kleine Unterbrechung, gerade hatte ich meine Arbeitsuhr gesucht "ich bekannte mir selbst, das sie wichtig ist".
__


Weiter gehts, die Perspektiven kennen noch lange kein Ende und Fiktionen will ich möglichst gar nicht dazu zählen. So ist es ein wiederholendes Zählwerk, die Uhr ansich, zieht man das Datum dazu, so wiederholt es sich nicht, das ist besonders interessant. Woher kommt das Ganze eigentlich? Na wie sollte es anders sein, auch das haben wir dem Urknall zu verdanken, das Universum dehnt sich schließlich aus, damit der Raum, damit auch die Zeit, denn Raum und Zeit hängen fest zusammen, sind abhängig voneinander, was widerum erklärt wieso die Zeit immer langsamer verläuft, wenn wir uns immer schneller durch den Raum bewegen oder in einem Raum, mit anderen Zeiteigenschaften bleiben.

Raum und Zeit kann man demnach gar nicht von einander trennen. Was für mich den Anschein hägt, das Zeit eine Eigenschaft des Raumes ist und separat betrachtet gar nicht existieren kann.

Eine neue Perspektive? Zeit ansich gäbe es demnach gar nicht! Bitte nicht verwechseln, die Zeiten und Veränderungen im Sinne von Bewegungen und Reifeprozessen, sowie als Eigenschaft des Raumes schon, doch die Zeit an sich (ohne Raum) nicht.

Ändert das irgendwas im Zusammenhang aller Dinge?

Nunja, manchmal beruhigt mich dieser Gedanke, das seperate Zeit nicht existiert, obgleich Zeiten gleich bleiben und die Praxis sich nicht dadurch ändert. Doch evtl. ist es eine praktische Perspektive:

Zeit erlebe ich immer nur im Jetzt. Ist es nicht unsinnig die Vergangenheit und Zukunft separat zu betrachten?

Was ich damit damit erreichen wollte ist, das man sich im Verstehen der Auswirkung von Perspektiven bewusster werden und damit auseinandersetzen sollte, schließlich ist die Perspektive entscheidend für das Verstehen und die Ansicht von Zusammenhängen.

So betrachtet, ist nun die Vergangenheit der Schmied für das Jetzt und das Jetzt der Schmied für die Zukunft, die Zukunft wurde dann jedoch von der Vergangenheit geschmiedet. Was jedoch hat die Vergangenheit geschmiedet?

Das Jetzt oder die Zukunft? Wenn es keine Alternativen gibt, dann muss einer dieser zeitlichen Zustände dafür verantwortlich sein, da die Zukunft noch aussteht, wäre das, das Jetzt in der Perspektive. Demnach schmiedet das Jetzt die Vergangenheit und die Zukunft. Das nenne ich eine interessante Perspektive(!), was praktisch auch genau stimmt, denn das, was wir aus der Vergangenheit verstehen, bereitet die Zukunft und nicht das, wie es wirklich war.

Wenn man zum Beispiel: Jesus und seine Taten nur noch als für menschlich liebend und gut gemeint, aber im Grunde verfälscht darstellt, dann prägt dieses Bild die Zukunft, weil es die Vergangenheit als Beispiel in der Darstellung auch verändern kann.

Die damaligen Massen, welche ihm folgten, Kranke, welche sich an ihn wandten, die Geschichten in den Details sind vielerlei, aber nicht nur liebe und tröstende Worte, sondern aussergewöhnliche Taten und Worte, welche alle wahr geworden sein müssten um die Bewegung(en) zu verstehen, und werden es immer noch. Jetzt kann man sagen: das Geschichtsbuch wurde vielfach gefälscht zu Gunsten einer geistigen "Industrie". Doch Verschwörungstheorien finde ich nicht sonderlich gut und sicher in ihren Betrachtungen. Was ist mit all den aussergewöhnlichen Geschehnissen, soll es wirklich so sein, das die Zufälle das breite Spektrum generieren oder/und menschl. Mächte und Organisationen das im Hintergrund steuern?

All die anderen Wahrheiten nur menschl. Weissagungen sind, und die echten Zusammenhänge nicht wirklich so sind wie es tausendfach auch in aktuellen (neuen) Berichten erzählt und bestätigt wird?

Soll ich mir selbst nicht glauben können, was mir geschehen ist und was ich gesehen habe? Soll man sich besser blind und stumm machen im Angesicht der verrückten Welt?

Ich sage: Nein! Ich werde nicht mich blind machen und stumm, sondern meine Meinung und Ansicht preisgeben, für den Preis meiner Arbeit, darin sehe ich Recht und Sinn.

Das mal allgemein zu Perspektiven, Verstehweisen und damit Ansichten, hier von mir für euch. Fühle sich bitte niemand auf seinen großen Zeh getreten, doch das wollte ich mal loswerden um euch auch meiner Perspektive näher zu bringen.



Grüße,
peace
 
Zuletzt bearbeitet:
Zeit ist eine Eigenschaft des Raumes. Vier Dimensionen: Länge, Breite, Höhe machen einen Gegenstand aus - und die Zeit, die er existiert. Räume ohne Zeit sind denkbar, aber darin würde sich nie etwas bewegen, sie wären starr, hart, unveränderlich wie Kristall. Vielleicht besteht das "Skelett" des Multiversums aus solchen zeitlosen und deshalb unzerstörbaren Räumen/Dimensionen, wer weiß.

Für den Menschen zählt nur, daß die Vergangenheit unveränderlich ist.
Was geschehen ist, ist geschehen für immer. Nur in der Gegenwart kann man handeln, in der Hoffnung daß sich dadurch in der Zukunft irgendwas doch verändern wird, was von den existierenden Strukturen her unveränderlich zu sein scheint. Tut jeder Mensch jeden Tag, arbeiten um morgen sein Leben finanzieren zu können, lernen um morgen einen guten Beruf ausüben zu können, Vorräte sammeln um morgen oder im nächsten Winter was zu essen zu haben ... fällt alles nicht vom Himmel, sondern muß durch konkrete Tat veranlaßt werden.

Und der Mensch neigt gern dazu, die Vergangenheit aus seinem eigenen, derzeitigen Blickwinkel zu betrachten, so falsch das ist. Weil nämlich die Menschen vor 100 oder 500 oder 2000 Jahren nicht so lebten, nicht so dachten, nicht so viel wußten wie die Menschen heute. Merkt man schon in Diskussionen etwa zum 1000jährigen Reich oder zum ersten Weltkrieg oder dem 19. Jahrhundert, um wie viel mehr heutiges Wissen möchten die un- oder wenig gebildeten Heutigen dann den Menschen die vor 2000 Jahren lebten aufpfropfen - und damit massiv Geschichtsklitterung, Geschichtsverfälschung betreiben.
Weil z. B. ein Jesus noch nichts vom Christentum und dem ganzen Unfug, der eines Tages in seinem Namen verbreitet werden würde, wissen konnte.
Oder weil die Menschen von anno 1920 oder 1932 noch nicht ahnen konnten, was ein kleines Großmaul aus Braunau eines nicht allzufernen Tages mit Deutschland, seiner Bevölkerung, seiner Gesellschaft und Politik und dem Rest der Welt anstellen würde.
 
Die Freiheit von welcher Du schreibst, dessen Voraussetzung erstmal mindestens eine zur Wahl stehende Alternative braucht, basiert demnach auf der Voraussetzung von Gleichwertigkeit, was für gewisse Umstände gar nicht existieren kann...

...mit anderen Worten gibt es Wertigkeiten (Zusammenhänge), welche durch nichts Anderes ersetzt werden können, dem stimme ich zu.

Richtig. Man kann auch sagen, dass unterschiedliche Wahl einer Aktion die Ursache ist von unterschiedlichen Wirkungen. Und deshalb gibt es keine Freiheit. Freiheit wäre gegeben, wenn Du Dich zwischen zwei oder drei verschiedene Aktionen entscheiden kannst, die alle die gleiche Wirkung haben.

Nehmen wir mal an, Du denkst nicht darüber nach, ob Du zum Frühstück Brötchen mit Wurst oder mit Käse isst.
Alternativ könntest Du darüber nachdenken und Dich für eine Auswahl entscheiden. Dann besteht die eigentliche Wahl darin, dass Du Dich entscheidest zwischen "bewusst frühstücken" und "gedankenlos den Tag beginnen". Und das ist wieder ein Hinweis auf fehlende Freiheit, denn Du kannst nicht bewusst und gleichzeitig gedankenlos leben und beide Situationen sind nicht gleichwertig für Dich.



Wie meine ich das? Zum Beispiel:

Zwischen geistiger Klarheit und benommenen Zuständen, wird in der Freiheit auf Substanzen gesetzt, welche die Wahrnehmung verändern, was dauerhaft (im Gebrauch/der Wirkung dessen) zum Verlusst der geistigen Klarheit führt. Hier hat man sich für das Eine entschieden und musste das andere dafür aufgeben.

Ist das Freiheit?

Wir nennen das Freiheit, die Freiheit der Wahl. Aber die Freiheit der Wahl ist etwas anderes als Freiheit. Ich nenne das Unfreiheit, denn wir haben nur die Wahl zwischen A und B.

Freiheit habe ich, wenn ich jederzeit wählen kann, was dann im Zustand der Benommenheit ja nicht mehr geht. Sogesehen ist die Entscheidung für die Droge zum begünstigen eines Rauschzustandes, eine unfrei machende Wahl (Abhängigkeit besteht), demnach sind wir auch abhängig von dem gesunden (klaren) Geist/Verstand/Wahrnehmung.

Das ist in meinen Augen lediglich ein Beispiel dafür, dass auch die Freiheit der Wahl zwischen A und B verloren gehen kann.

Freie Wahl habe ich zum Besipiel in der Wahl eines Buches oder Textes, das ich lese. Ist das Freiheit?
Wenn ich den einen Text lese, kann ich den anderen nicht gleichzeitig lesen, demnach habe ich mit der zeitlichen Wahl eine unfrei machende Entscheidung getroffen, weil ich dann derzeit nicht wählen kann? Hier ist es anscheinend anders, ich kann jederzeit Wählen.

Auch hier wieder unterscheide ich "Freiheit der Wahl" von Freiheit. Mit jedem Tun entstehen Werte.
Und wenn Du z.B. einen unterhaltsamen Roman liest oder ein Fachbuch, so entstehen durch das Lesen des Romans entspannende Momente, die durchaus wertvoll sind. Und wenn Du das Fachbuch liest, erhältst Du beruflich nützliche Informationen, die ebenfalls ihren Wert haben. Insofern bist Du hier gezwungen, Prioritäten zu bilden.
 
Deine Frage: "Was soll ein (theoretisch existierender) erhabener Gott denn so toll daran finden, wenn "seine Geschöpfe" von ihm abhängig sind?"
Nun, mir scheint, Du hast Dir die Antwort schon gegeben: Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass Geschöpfe vom Schöpfer abhängig sind. Vielleicht hilft das Beispiel: Eltern, die die Zeugung und Geburt ihres Kindes bewirkten, lassen ihr Kind nicht alleine, denn es wäre nicht lange lebensfähig.
Bloß werden Kinder irgendwann erwachsen und nabeln sich ab. Dann gibt es keine Abhängigkeiten mehr, sondern nur noch ein Begegnen auf gleicher Augenhöhe. Oder auch nicht, wenn irgendein Faktor nicht gestimmt hat, etwa die Eltern eben doch nicht so gut waren für das Kind wie sie selber vielleicht dachten. Bekanntlich taugen nicht alle Eltern was, und allein die Altersdifferenz (andere Generation) sorgt schon für starke Unterschiede, im Denken und Handeln und in den Überzeugungen, ein Kind ist nicht einfach eine jüngere 1🤐-Kopie seiner Eltern. Mit einem bronzezeitlichen oder römerzeitlichen Gott können heutige Menschen nichts mehr anfangen.
 
Deine Frage: "Was soll ein (theoretisch existierender) erhabener Gott denn so toll daran finden, wenn "seine Geschöpfe" von ihm abhängig sind?"
Nun, mir scheint, Du hast Dir die Antwort schon gegeben: Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass Geschöpfe vom Schöpfer abhängig sind. Vielleicht hilft das Beispiel: Eltern, die die Zeugung und Geburt ihres Kindes bewirkten, lassen ihr Kind nicht alleine, denn es wäre nicht lange lebensfähig.

Die Freiheit, von der Du schreibst, kann ich nicht erkennen.
Freiheit kann ich dann annehmen, wenn es zur Situation X eine gleichwertige Situation Y gibt.
Beispiel: Kinder, die sich von ihren Eltern trennen, geraten in keine Situation, die der Situation gleicht, die in der Beziehung mit liebevollen Eltern besteht.

Meiner Meinung nach ist das kein passendes Beispiel. Ja, Kinder sind erstmal abhängig, aber anders als Gott (ich schreibe jetzt einfach mal so, als würde er existieren, auch wenn ich das nicht glaube!) tun gute Eltern alles dafür, dass diese Abhängigkeit mit fortlaufendem Alter des Kindes immer geringer wird und es irgendwann als Erwachsener auf eigenen Beinen stehen kann. Sie bestrafen ihre Kinder nicht dafür, dass diese unabhängig werden sollen, sondern unterstützen sie darin.
"Gott" hingegen will, dass die Menschen sich klein machen und machen sie das nicht freiwillig, dann macht er sie eben nach ihrem Tod mit Bestrafung selbst klein! Dagegen fordert er für sich selbst aggressiv ein Anerkennen seiner eigenen Größe ein, wünscht Bewunderung und reagiert beleidigt, wenn diese ausbleibt. Nach menschlichen Maßstäben sind das alles Anzeichen für Narzissmus und Verhaltensweisen, die wie schon geschrieben, auch bei Diktatoren zu sehen sind.
Mir ist das im Grunde egal, weil ich nicht an diesen Gott glaube, aber gäbe es ihn... auch dann könnte ich ihn niemals bewundern oder gar lieben.
 
Bloß werden Kinder irgendwann erwachsen und nabeln sich ab. Dann gibt es keine Abhängigkeiten mehr, sondern nur noch ein Begegnen auf gleicher Augenhöhe. Oder auch nicht, wenn irgendein Faktor nicht gestimmt hat, etwa die Eltern eben doch nicht so gut waren für das Kind wie sie selber vielleicht dachten. Bekanntlich taugen nicht alle Eltern was, und allein die Altersdifferenz (andere Generation) sorgt schon für starke Unterschiede, im Denken und Handeln und in den Überzeugungen, ein Kind ist nicht einfach eine jüngere 1🤐-Kopie seiner Eltern. Mit einem bronzezeitlichen oder römerzeitlichen Gott können heutige Menschen nichts mehr anfangen.

Eine schöne Fortführung meines Beispiels.

Kinder, die erwachsen sind, sich abgenabelt habe, stehen unter der Beweispflicht, dass sie lebensfähig sind, also auf eigenen Beinen stehen, glücklich oder zumindest zufrieden leben können, ohne dabei den Mitmenschen zu belügen, zu berauben bzw. ihm Gewalt anzutun.

Insofern sich die Menschheit von Gott abgenabelt hat, ist sie den Beweis der friedlichen Lebensfähigkeit bisher schuldig geblieben.
 
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