Freiheit kann ich dann annehmen, wenn es zur Situation X eine gleichwertige Situation Y gibt.
Das ist ein bemerkenswert interessanter Gedanke. Da muss ich mir doch erstmal einen Kaffee machen und die grauen Zellen anstrengen...
🙂
Die Freiheit von welcher Du schreibst, dessen Voraussetzung erstmal mindestens eine zur Wahl stehende Alternative braucht, basiert demnach auf der Voraussetzung von Gleichwertigkeit, was für gewisse Umstände gar nicht existieren kann...
...mit anderen Worten gibt es Wertigkeiten (Zusammenhänge), welche durch nichts Anderes ersetzt werden können, dem stimme ich zu.
Wie meine ich das? Zum Beispiel:
Zwischen geistiger Klarheit und benommenen Zuständen, wird in der Freiheit auf Substanzen gesetzt, welche die Wahrnehmung verändern, was dauerhaft (im Gebrauch/der Wirkung dessen) zum Verlusst der geistigen Klarheit führt. Hier hat man sich für das Eine entschieden und musste das andere dafür aufgeben.
Ist das Freiheit? Freiheit habe ich, wenn ich jederzeit wählen kann, was dann im Zustand der Benommenheit ja nicht mehr geht. Sogesehen ist die Entscheidung für die Droge zum begünstigen eines Rauschzustandes, eine unfrei machende Wahl (Abhängigkeit besteht), demnach sind wir auch abhängig von dem gesunden (klaren) Geist/Verstand/Wahrnehmung.
Freie Wahl habe ich zum Besipiel in der Wahl eines Buches oder Textes, das ich lese. Ist das Freiheit?
Wenn ich den einen Text lese, kann ich den anderen nicht gleichzeitig lesen, demnach habe ich mit der zeitlichen Wahl eine unfrei machende Entscheidung getroffen, weil ich dann derzeit nicht wählen kann? Hier ist es anscheinend anders, ich kann jederzeit Wählen.
Doch der Schein trügt. So ist zwischen den Entscheidungen in beiden Beispielen (Bücher und Droge) nur der Zeitfaktor anders, denn die Wirkung einer Droge mit Rauschzustand lässt im Allgemeinen wieder nach.
Ist das nun Freiheit oder nicht?
Ich würde sage ja, es ist Freiheit, auch wenn man keine Gleichwertigkeiten ausmachen kann.
So könnte ich mich frei für etwas entscheiden, bei dem ich einen riesen Verlusst mache. Freiheit im Sinne der Wahl einer Gleichwertigkeit, was sollte das sein? Eine gleichwertige Alternative?
Ich suche erstmal ein Beispiel:
Zwischen zwei Autos, welche vom dem Zustand, des Volumen, der Ausstattung, des Verbrauches, der Leistung, des Preises und der Qualität sowie Abgasnormen stark ähnlich oder sogar gleich sind, habe ich dann erst eine Freiheit in der Wahl?
Nehmen wir an ich habe nicht mehr Geld zur Verfügung und die Modelle entsprechen dem Bestmöglichen, was angeboten wird, so kann ich auch günstigere Modelle mit schlechteren Werten wählen.
Also steht jetzt fest, Freiheit ermöglicht mehr?
Wenn man jetzt diesem Beispiel, einen anderen Rahmen setzt und das Budget befindet sich auf niedrigstem Niveau (unterster Grenze). Wie sieht es dann aus?
Es werden ebenso unterschiedliche Modelle zur Wahl stehen, wenn der niedrigste Preis für mehrere Modelle gleich ist.
Die Frage ist jetzt: Wie kann man Gleichwertigkeit als Grundbedingung für Freiheit ansehen?
Anderes Beispiel (ich versuche der Sache nur auf den Grund zu kommen):
Wenn ich zwei Mäntel zur Wahl hätte, wobei einer deutlich mehr Qualität/Leistung (Haltbarkeit, Verarbeitung, Material, Eigenschaften) hat, dann habe ich sogesehen keine freie Wahl, weil es unsinnig wäre sich für das minder Qualitätive zu entscheiden?
Also ich muss ehrlich zugeben, so ich habe ich das nie betrachtet, ich denke ich habe heute etwas Neues gelernt, eine Betrachtungsperspektive, welche ich erstmal so stehen lassen will und mir merken werde.
Danke Nordrheiner!
Grüße,
peace