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göttlich

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Hallo Sokrates,

Dein Beitrag 254


Ich frug nach Deinen Quellen. Daraufhin antwortest Du mit:

Also ich kann in Deinem Bibelzitat nicht erkennen, dass DeineBehauptung „Gott will, dass sich die Menschen klein machen“ stimmt.

Selbstverständlich will er sie klein halten, da er nicht will, dass sie unabhängig von ihm werden.


Die Äusserung, dass Gott aggressiv wird, wenn andere Götter angebetet werden, kann ich nachvollziehen und finde das durchaus akzeptabel. Das wird vielleicht verständlich, wenn wir den Kontext beachten. Und zum Kontext gehört:
1) Damals gab es im Umfeld von dem Volk Israel Völker und mit ihnenReligionen, in denen Menschenopfer üblich waren.
2) Auch heute noch werden Menschen geopfert, so z.B. dem Gott „Kapitalismus“oder dem Gott „politische/militärische Macht“, für die viele Menschen sterbenmüssen.
3) Das Volk Israel hatte so eine Art Vorbildfunktion für andereVölker. Diese Vorbildfunktion hatte das Volk Israel verfehlt. Das sehe ich imVergleich zu den heutigen Pfarrern und Priestern. Wenn sich ein Priester sexuellan Kindern vergreift, ist der Aufschrei der Gesellschaft zu Recht groß. Unddann heißt es: „Aha, das sollen Christen sein?“

Wenn Du diese 3 Punkte völlig in Ordnung findest, kann ich verstehen, dass Du kein Verständnis für Gottes aggressives Handeln hast. Nur mit „Kleinmachen von Menschen“ hat das nichts zu tun.

Also entweder kenn ich die Bibel besser als du, was ich nicht glaube oder du argumentierst hier bewusst mit falschen Tatsachen. Als ob es "Gott" um sowas ginge. Er selbst fordert ja von Abraham in sadistischer Weise seinen Sohn zu opfern und zieht diesen Wunsch erst kurz vor vollbrachter Tat zurück. Desweiteren sagt "Gott" in der Bibel über sich selbst, er sei eifersüchtig, womit wir bei seinem Motiv wären, da ist nichts mit "Ich will doch nur keine Menschenopfer".
Abgesehen davon, würde in einem Rechtsstaat der Täter (Mörder, Kannibale, missbrauchende Priester) bestraft und nicht dessen Kinder und Kindeskinder.

Und ich will nochmal betonen. Wenn ich sowas schreibe, dann meine ich das theoretisch. Da ich nicht an ihn glaube, werfe ich ihm auch nichts vor, das wäre ja absurd von mir.
 

Hallo Socratus,

schau mal hier: göttlich. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich kann mir zwar Vorstellen, dass es etwas göttliches/übernatürliches gibt im Universum, allerdings glaube ich nicht mal Ansatzweise was die großen Religionen über Gott sagen und verkünden. Die Bücher sind alle von Menschen geschrieben und dienen nur dazu die dumme Masse zu kontrollieren. Hat in der Vergangenheit auch gut funktioniert.

Statistisch gesehen leben wir heute deutlich sicherer als im Mittelalter, wo noch jeder an Gott und seine Gebote geglaubt hat. Ich rede hier auch nicht von Technologie oder Medizin, sondern von den nackten Zahlen der Toten durch Krieg, Mord, Vergewaltigung im Verhältnis zur Bevölkerung.

Also ja... Die Menschen können auch ohne an Gott oder eine beliebige Religion zu glauben gut sein und gutes tun.

Dazu habe ich Fragen:

Woher nimmst Du "wo noch jeder an Gott und seine Gebote geglaubt hat" ? Wer ist jeder?

Und die Statistik, nach der wir heute deutlich sicherer leben als im Mittelalter, möchte ich sehen.
Hast Du denn nicht mitbekommen,
- dass es zwei Weltkriege gab?
- dass in verschiedenen Ländern heute so viele Atombomben und andere Waffen existieren, dass die Erde mehrfach von Menschen "befreit" werden kann?
- dass Nordkorea Atombombentests durchführt und Raketen über Japan fliegen lies?
- dass jährlich Tausende im Mittelmeer ertrinken, jährlich hunderttausende Kinder in afrikanischen u.a. Ländern an Krankheiten und Unterernährung sterben? Und andere in bitterer Armut - noch - leben?
- dass Millionen Menschen aus religiösen u. politischen Gründen verfolgt, eingesperrt, gefoltert, getötet werden?

Im Mittelalter gab es keine weltweite Bedrohung.

Kann es sein, dass Du etwas weltfremd lebst?
 
Selbstverständlich will er sie klein halten, da er nicht will, dass sie unabhängig von ihm werden.


Dass Gott Menschen klein halten will, ist keine logische Folgerung davon, dass Er nicht will, dass Menschen unabhängig von ihm werden.

Dabei beachtest Du nicht, dass Unabhängigkeit von Gott mit Unheil für Menschen einhergeht. Es sieht ja geradezu so aus, als ob Dir Unabhängigkeit von Gott im Zusammenhang mit Unheil lieber ist, als Leben in Abhängigkeit von Gott und Heil für Menschen. Nun gut, wenn das Deine Wahl ist.... dann ist das Deine Wahl. Du darfst Deine Gegenwart und Deine Zukunft auch Glück nennen, egal wie sie aussieht. In der Hinsicht bist Du frei.


Also entweder kenn ich die Bibel besser als du, was ich nicht glaube oder du argumentierst hier bewusst mit falschen Tatsachen.

Welche falsche Tatsache soll ich genannt haben?

Als ob es "Gott" um sowas ginge. Er selbst fordert ja von Abraham in sadistischer Weise seinen Sohn zu opfern und zieht diesen Wunsch erst kurz vor vollbrachter Tat zurück.

Und - wie ist der Kontext dazu? Wenn Du Dir Bibelstellen rauspickst, ohne den Kontext zu beachten, sind Fehlschlüsse verständlich.

Desweiteren sagt "Gott" in der Bibel über sich selbst, er sei eifersüchtig, womit wir bei seinem Motiv wären, da ist nichts mit "Ich will doch nur keine Menschenopfer".
Abgesehen davon, würde in einem Rechtsstaat der Täter (Mörder, Kannibale, missbrauchende Priester) bestraft und nicht dessen Kinder und Kindeskinder.

Also bedeutet Eifersucht auch Menschenopfer?
Du siehst Bestrafung einseitig, nur aus juristischer Sicht (Rechtsstaat). Nach meiner Kenntnis sehen/fühlen sich Familien bzw. Kinder von Mördern, missbrauchenden Priestern ebenfalls bestraft. Sie erleben Leid, welches ursächlich mit dem Handeln ihrer Väter und Großväter zu tun hat. Es geht um Ursache und Wirkung.
 
Entschuldigung, aber dass ist mit das Witzigste, was ich die Tage lesen durfte. Für einen allmächtigen Gott ist es eine ziemliche Charakterschwäche so schnell aggressiv zu werden 🙄

Wenn Du bei Mord etc. geduldig im Fernsehsessel sitzen bleibst, würde ich das nun nicht gerade als Charakterstärke bezeichnen, eher als Gleichgültigkeit.

Zeig dich Gott und wir werden nie wieder Götzen und falschen Göttern huldigen. 🙄
Diese einfache Lösung kommt. Dein Wunsch geht sicher in Erfüllung.
 
Wenn Menschen die Klappe groß aufreißen "ich/wir brauche/n keinen Gott" dann sind sie moralisch in der Beweispflicht. Und ja, die Folge: Wenn es schief geht, dann ist Gott wieder schuld.

Wenn ein Mensch an Gott glaubt und versucht, dessen Gebote zu befolgen und damit bei einigen Dingen scheitert, dann ist das etwas anderes, als wenn ein Mensch nicht an Gott glaubt und vielleicht die selben Fehler macht? Ein "Ungläubiger" ist dann in irgend einer Beweispflicht?! Und dann ist "wieder" Gott schuld, an den ein "Ungläubiger" nicht glaubt?! Also das versteh, wer will.

Jemanden nicht zu bestehlen, jemandem keinen Schaden zufügen zu wollen, jemandem nicht seinen Ehepartner auszuspannen, usw., darüber muss man nicht "die Klappe groß aufreißen". Das tut man einfach, weil es anständig ist und die Grenzen des anderen achtet. Diese Grenzen zu beachten ist notwendig, um ein Zusammenleben auf engerem Raum und mit gemeinsamen Zielen zu ermöglichen. Es lehrt einen die Vernunft und die Erfahrung, dass wir Gesetze, einen Rechtsstaat und so etwas wie die Polizei brauchen, um uns und andere vor Menschen zu schützen, die diese Gesetze nicht befolgen wollen. Das funktioniert manchmal schlecht und manchmal recht und ist nicht vollkommen, und deswegen muss dieses System immer wieder angepasst und verbessert werden. Dies zu verstehen bedarf es keines Zitats und keines Verweises, nur ein wenig Vernunft und guten Willen.

Der Koran, die Bibel, die Schriften des Konfuzius und noch Millionen andere Werke sind wichtig und waren und sind entscheidend für die Entwicklung der Menschheit. Sie sind der Versuch universale Wahrheiten, Hoffnungen und Erkenntnisse ihrer jeweiligen Zeit und Ihres Weltbildes zu fassen und verständlich zu machen, und sie sind ein Erbe, dem wir viel verdanken. Aber sie sind nicht das Maß aller Dinge und was sie beschreiben ist es auch nicht. Wir sind ein Teil der Natur und lernen wie diese aus unseren Fehlern, wenn es gut läuft. Wenn nicht, dann vielleicht später oder nie.

Ich brauche keine Vollkommenheit, muss mich nicht im Glanze eines Gottes sonnen. Das Lächeln eines Menschen reicht mir, eine helfende Hand weiß ich zu schätzen, auf Freundlichkeit hoffe ich und trage dazu bei, dass auch andere dies erfahren können. Einfach weil es vernünftig ist. Und ich weiß, dass ich Fehler mache, scheitere und meine dunklen Seiten habe. Auch dafür reichen menschliches Mitgefühl, zu verzeihen und ein Anlauf, es besser machen zu wollen. Über alles andere kann man sich streiten, wenn man das möchte. Ich möchte keine "Haare spalten", das liegt mir nicht. Aber mit anderen gemeinsam etwas Gutes und Richtiges erschaffen, es fördern und ausbauen, das möchte ich. Vollkommenheit ist unmenschlich. Im positiven Sinne "menschlich" und erträglich für diese Welt reicht mir.
 
Und warum? Mir fehlt zu Deiner Behauptung die Begründung.
Auch fehlt mir der logische Zusammenhang zwischen "sich ein Vollkommenes Wesen vorzustellen" und "sich was von dessen Vollkommenheit auf sich abstrahlen zu lassen" fehlt. Wo machen das Menschen?
Wie geht das "auf sich Vollkommenheit abstrahlen lassen"?

Unter anderem meine ich damit, dass sich manche (nicht alle!) "Strenggläubigen" z.B. Atheisten pauschal vollkommen unbegründet ethisch überlegen fühlen. Obwohl diese Überlegenheit nur eine eingebildete ist, aus dem Trugschluss entstanden, zu glauben, weil man ja die Wünsche eines vollkommenen Wesens befolge und die anderen nicht, wäre man diesen automatisch irgendwie überlegen.

Und wie geht Vollkommenheit?

Wie man es hinbekommt vollkommen zu sein? Kann ich dir nicht sagen, ich war nie vollkommen, bin es gegenwärtig nicht und werde es auch in Zukunft nie sein!

Dass Gott Menschen klein halten will, ist keine logische Folgerung davon, dass Er nicht will, dass Menschen unabhängig von ihm werden.

Dabei beachtest Du nicht, dass Unabhängigkeit von Gott mit Unheil für Menschen einhergeht. Es sieht ja geradezu so aus, als ob Dir Unabhängigkeit von Gott im Zusammenhang mit Unheil lieber ist, als Leben in Abhängigkeit von Gott und Heil für Menschen. Nun gut, wenn das Deine Wahl ist.... dann ist das Deine Wahl. Du darfst Deine Gegenwart und Deine Zukunft auch Glück nennen, egal wie sie aussieht. In der Hinsicht bist Du frei.

Ach an Glück/Pech glaube ich genauso wenig wie an einen Gott. Ich "glaube" an das Prinzip Ursache => Wirkung, nicht in einem mythisch überhöhten Sinn, sondern ganz banal. Alles hat seine Kausalitäten und wo diese zu komplex sind, um sie erkennen zu können, nennen das manche Menschen halt "Glück" oder "Pech", manche anderen eben "Gottes Fügung" oder "Gottes Strafe". 😉


Welche falsche Tatsache soll ich genannt haben?

Auf meine Anmerkung bezüglich Gottes Aggressivität andere "Götter" betreffend, hast du damit argumentiert, dass es auch Götter gegeben habe, denen Menschen geopfert wurden, was im Kontext impliziert, dass es Gott ja nur darum ginge, sowas zu verhindern, obwohl er doch selbst sagt, dass er eifersüchtig wäre.

Also bedeutet Eifersucht auch Menschenopfer?
Du siehst Bestrafung einseitig, nur aus juristischer Sicht (Rechtsstaat). Nach meiner Kenntnis sehen/fühlen sich Familien bzw. Kinder von Mördern, missbrauchenden Priestern ebenfalls bestraft. Sie erleben Leid, welches ursächlich mit dem Handeln ihrer Väter und Großväter zu tun hat. Es geht um Ursache und Wirkung.

Ursache => Wirkung hat dann aber nichts mit bestrafen zu tun... im Gegenteil, einem Nachfahren eines Täters, der sich wegen soetwas schuldig fühlt, den würde man darin doch nicht bestärken, sondern ihm eher versuchen klar zu machen, dass er mit der Tat doch gar nichts zu tun hat.
So wie du es darstellst, kann man das nichtmal ansatzweise aus dem Zitat interpretieren, außer man will es unbedingt. Nochmal:

2.Mose 20,5
"Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen...."

Hier spricht Gott von einer aktiven Bestrafung (Heimsuchung) seinerseits für mehrere Generationen nach der Tat und das für das einzige "Verbrechen", nicht ihn, sondern andere "Götter" anzubeten!
 
Dazu habe ich Fragen:

Woher nimmst Du "wo noch jeder an Gott und seine Gebote geglaubt hat" ? Wer ist jeder?

Und die Statistik, nach der wir heute deutlich sicherer leben als im Mittelalter, möchte ich sehen.
Hast Du denn nicht mitbekommen,
- dass es zwei Weltkriege gab?
- dass in verschiedenen Ländern heute so viele Atombomben und andere Waffen existieren, dass die Erde mehrfach von Menschen "befreit" werden kann?
- dass Nordkorea Atombombentests durchführt und Raketen über Japan fliegen lies?
- dass jährlich Tausende im Mittelmeer ertrinken, jährlich hunderttausende Kinder in afrikanischen u.a. Ländern an Krankheiten und Unterernährung sterben? Und andere in bitterer Armut - noch - leben?
- dass Millionen Menschen aus religiösen u. politischen Gründen verfolgt, eingesperrt, gefoltert, getötet werden?

Im Mittelalter gab es keine weltweite Bedrohung.

Kann es sein, dass Du etwas weltfremd lebst?

Gut jeder ist eine Pauschalisierung und ist übertrieben, aber du wirst wohl kaum abstreiten, dass die Menschheit vor und während des Mittelalters deutlich religöser war als heute. Wenn ja, dann brauch ich wirklich nicht weiter diskutieren.


  1. Die zwei Weltkriege sind gut und schön und sehr tragisch, aber ich habe auch explizit im Verhältnis zur Bevölkerung gesprochen. Schau mal nach was Dschingis Khan schätzungsweise alleine getötet hat. Forscher gehen von absoluten Zahlen aus, die dem WW2 ähneln...
  2. Bis auf zwei Ausnahmen kam die Atombombe nie wieder zum Einsatz und das aus gutem Grund. Waffen wurden schon seit der Steinzeit explizit zum töten entwickelt. Sie sind nur moderner geworden. Außerdem sind gerade auch die Atombomben leider ein Grund warum nicht mehr Krieg ausbricht. Der kalte Krieg wäre sonst sehr sehr schnell sehr heiß geworden. Aber er ist es nicht. Auch Pakistan und Indien hätten sich sonst wohl schon die Schädel eingeschlagen.
  3. Drohgebärden gab es auch schon früher, nur damals ist es meistens nicht dabei geblieben. 🙄
  4. Du bringst wirklich Krankheiten und Hunger mit ins Spiel? Früher sind wohl keine Menschen an Krankheit und Hunger gestorben und das weltweit. Schon mal von der schwarzen Pest gehört? Die hat schätzungsweise 1/3 der europäischen Bevölkerung dahingerafft innerhalb von 7 Jahren. Das wären heute über 230M Menschen und das nur in Europa. Das Zeug kam von Asien aus.
  5. Damals haben alle bis auf der Adel und ein paar Kaufleute in Armut gelebt.
  6. Kreuzzüge, Hexenverbrennung und der gleichen...

Ich habe nie gesagt, dass es keine Opfer heute gibt. Aber im Vergleich lebt es sich definitiv sicherer... Schau dir die Kriminalstatistiken zu Mord/Totschlag/Vergewaltigung an... Die sind seit Jahrzehnten rückläufig. Hat natürlich nichts mit der Demokratisierung und Bildung etc. zu tun.

Im Mittelalter gab es keine weltweite Bedrohung? Du hast recht, aber Krieg war dennoch an der Tagesordnung. Weltweit überall.

Ich bin in manchen Dingen vielleicht Weltfremd, aber in dem Bezug nicht. Jedenfalls glaube ich nicht an den kleinen Perversling über den Wolken.

Diese einfache Lösung kommt. Dein Wunsch geht sicher in Erfüllung.

Warum warten? Kann er doch sofort tun. Größte Massenbekehrung ever... Aber warte... Lass mich raten... Wir warten sicher auf eine Symbolik, die wieder kein Schwein verstehen wird und Gott ärgert sich weiter, weil wir sein Memo nicht verstanden haben.
 
Wenn ein Mensch an Gott glaubt und versucht, dessen Gebote zu befolgen und damit bei einigen Dingen scheitert, dann ist das etwas anderes, als wenn ein Mensch nicht an Gott glaubt und vielleicht die selben Fehler macht? Ein "Ungläubiger" ist dann in irgend einer Beweispflicht?! Und dann ist "wieder" Gott schuld, an den ein "Ungläubiger" nicht glaubt?! Also das versteh, wer will.

Ich versuche mal eine Erklärung.

Wenn ein Mensch (nicht nur an Gott glaubt) an Gott glaubt und mit Jesus leben will, ihm vertraut, dann wird auch er immer dann scheitern können, wenn er wieder sein eigenes Ding macht und eben "in dieser Situation" nicht vertraut sondern auf sein Wissen u. seine Charakterstärke etc. vertraut. Auf die Frage "wie konnte das passieren?" wird er vermutlich sowas antworten wie: "ich habe nicht vertraut, sondern auf mich gebaut."


Jemand, der ohne Gott lebt, hat einen ganz anderen Ansatz. Bildlich gesprochen geht er (vermutlich) davon aus, dass er sich selbst "an den Haaren" aus dem jeweiligen Sumpf ziehen kann.

Zu wissen, wo das Grundproblem des menschlichen Versagens liegt, halte ich für wichtig.

Ein Mensch, der Gott vertraut, ist deswegen kein besserer Mensch, aber er ist in mancherlei Hinsicht besser dran. So sieht es auch der Psalmdichter:

Psalm 92:
Gott danken macht Freude

1 Ein Lied zum Sabbat.
2 Herr, es macht Freude, dir zu danken, dich, den Höchsten, mit Liedern zu preisen, (<a href="/text/GNB/Psalm33%2C1" target="_blank">Ps 33,1</a&gt😉
3 frühmorgens schon deine Güte zu rühmen und nachts noch deine Treue zu verkünden
4 beim Klang der zehnsaitigen Harfe, zur Musik von Laute und Leier.
5 Was du getan hast, Herr, macht mich froh; dein Eingreifen löst meinen Jubel aus.
6 Herr, wie gewaltig sind deine Taten, wie unergründlich deine Gedanken! (<a href="/text/GNB/Psalm139%2C17" target="_blank">Ps 139,17</a>; <a href="/text/GNB/Jesaja55%2C9" target="_blank">Jes 55,9</a&gt😉
7 Wer keine Einsicht hat, erkennt sie nicht. Wer sich nichts sagen lässt, wird nichts davon verstehen.
8 Menschen, die deine Gebote missachten, können sprießen wie das Gras, die Verbrecher mögen blühen und gedeihen – am Ende werden sie ausgetilgt!
9 Du, Herr, hoch über allen, du bleibst für alle Zeiten.
10 Aber deine Feinde, Herr, deine Feinde kommen um; sie werden vertrieben, diese Unheilstifter!
11 Du hast mir die Kraft des Wildstiers gegeben und mich mit Ehre und Freude überschüttet.
12 Ich sehe den Sturz meiner Feinde, ich höre das Klagegeschrei der Gegner, die mich überfallen wollten.
13 Alle, die Gott die Treue halten, wachsen auf wie immergrüne Palmen und werden groß und stark wie Libanonzedern.
14 Weil sie in der Nähe des Herrn gepflanzt sind, in den Vorhöfen am Tempel unseres Gottes, wachsen und grünen sie immerzu.
15 Noch im hohen Alter tragen sie Frucht, immer bleiben sie voll Saft und Kraft.
16 Ihr Ergehen bezeugt: Der Herr tut das Rechte, auf ihn ist Verlass, bei ihm gibt's kein Unrecht!


1 Grund zum Danken findet der Sänger dieses Psalms in der Tatsache, dass Gott für Recht sorgt. Das scheinbare Glück der Unheilstifter war auch für sein Vertrauen zuerst eine harte Probe (vgl. Ps 73). Nur wer sich von Gott Einsicht schenken lässt, kann Gottes Handeln verstehen (Vers 7).
2 und mich ...: wörtlich ich bin mit frischem Öl durchfeuchtet/gesalbt. Die Salbung mit frischem Öl symbolisiert den Übergang von der Trauer zur Freude; vgl. Jes 61,3

Aus: Gute Nachricht Bibel, revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nordrheiner meinte:
Zu wissen, wo das Grundproblem des menschlichen Versagens liegt, halte ich für wichtig.

Menschliches Versagen hat viele Gründe, zu viele, um sie hier aufzählen zu können. Die Hauptursache (oder das Grundproblem?) besteht schlicht darin, dass unsere Welt zu komplex ist, um immer DIE richtigen Entscheidungen treffen zu können, und dass wir uns manchmal auch nicht richtig entscheiden wollen.

Gläubige Menschen sind besser dran? Mag sein und es ist sicher wahr, dass schon allein "das Gefühl" viel bewirken kann. Einen allmächtigen Gott hinter sich zu wissen, das hat schon was, ganz ohne Zweifel. Deswegen darf das aus meiner Sicht auch jede(r) glauben, darauf bauen und über sich hinauswachsen.

Ich bin es leid und sehe keine Notwendigkeit, zu rechtfertigen, warum ich nicht mehr an Gott glauben kann. Es ist so. Ja, es gibt bei mir immer wieder diese Momente, in denen ich froh wäre, glauben zu können. Aber die gehen vorbei, wie der Wunsch nach einem Glas Cola. Manchmal komme ich um meine eigene Unvernunft herum, manchmal nicht. Auch damit muss ich leben (lernen), wie mit so vielem. Das wertet ein freundliches Lächeln aber nicht ab.
 
Unter anderem meine ich damit, dass sich manche (nicht alle!) "Strenggläubigen" z.B. Atheisten pauschal vollkommen unbegründet ethisch überlegen fühlen. Obwohl diese Überlegenheit nur eine eingebildete ist, aus dem Trugschluss entstanden, zu glauben, weil man ja die Wünsche eines vollkommenen Wesens befolge und die anderen nicht, wäre man diesen automatisch irgendwie überlegen.

Das ist doch keine Antwort auf meine Fragen.
Auch ist es nicht richtig, gläubigen Menschen zu unterstellen, sie würden glauben, sie seien Nicht-Gläubigen überlegen.

Wie man es hinbekommt vollkommen zu sein? Kann ich dir nicht sagen, ich war nie vollkommen, bin es gegenwärtig nicht und werde es auch in Zukunft nie sein!

Das sehe ich auch so. Aber dann macht es auch keinen Sinn, wenn Du versuchst, über Vollkommenheit/Unvollkommenheit Gottes zu philosophieren, wie Du es in Deinem Beitrag 261 versucht hast.


Zumal dann noch dazu kommt, dass dieses Wesen, wenn es es denn gäbe, alles andere vollkommen wäre, so wie es sich selbst und seinen Umgang mit "Kränkungen" beschreibt.


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Ich frug: „Welche falsche Tatsache soll ich genannt haben?“
Darauf antwortest Du:
Auf meine Anmerkung bezüglich Gottes Aggressivität andere "Götter" betreffend, hast du damit argumentiert, dass es auch Götter gegeben habe, denen Menschen geopfert wurden, was im Kontext impliziert, dass es Gott ja nur darum ginge, sowas zu verhindern, obwohl er doch selbst sagt, dass er eifersüchtig wäre.

a) Wenn wir uns einig sind, dass Gott Menschenopfer, wie bei anderen Völkern geschehen, ablehnte, dann sind wir uns beide einig, dass es keine falsche Tatsache ist. Welchen Sinn soll es dann darin liegen, mir zu erzählen, ich hätte falsche Tatsachen genannt?
b) Deine Schlußfolgerung „was im Kontext impliziert, dass es Gott ja nur darum ginge…“ beruht auf der Unterstellung, ich hätte Gottes Gründe vollständig aufgezählt. Das tat ich nicht und es war auch nicht meine Absicht.


Ursache => Wirkung hat dann aber nichts mit bestrafen zu tun... im Gegenteil, einem Nachfahren eines Täters, der sich wegen soetwas schuldig fühlt, den würde man darin doch nicht bestärken, sondern ihm eher versuchen klar zu machen, dass er mit der Tat doch gar nichts zu tun hat.
So wie du es darstellst, kann man das nichtmal ansatzweise aus dem Zitat interpretieren, außer man will es unbedingt. Nochmal:

2.Mose 20,5
"Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen...."

Da geb ich Dir Recht. Ich denke, ich hatte meine Beispiele falsch gewählt. Sorry. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Bibelstelle so verstehe, wie sie gemeint ist. Soweit mir bekannt, war der Vater einer Familie auch die Person, die die Lebensrichtung der nachfolgenden Generation maßgeblich beeinflusste, lenkte.

In der Bibelstelle geht Mose anscheinend davon aus, dass Hass gegenüber Gott dazu führt, dass auch die nachfolgenden Generationen von Gott abgewandt, ggf. in Hass zu Gott, leben. Und ja, in diesem Zusammenhang darf man durchaus von Strafe, wie auch von Ursache-Wirkung, reden.
 
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