Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Glaubt ihr an Gott?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Jenseitsversprechungen sind billig, als einzige "Hoffnung" für Leute die im Diesseits in Dreck und Elend leben müssen. Kann schließlich niemand das Gegenteil beweisen. Aber eben auch nicht, daß es wahr ist.

Leider wurde früher vor lauter Jenseitsphantasien gern vergessen, die Verhältnisse im Diesseits zu verbessern, siehe "christliches" Mittelalter, wo Adel und Klerus im Luxus lebten und der Rest der Bevölkerung schauen konnte, wie er sein armseliges Leben fristete. Widerspruch verboten, da ja angeblich alles so gottgewollt, die Armut, der Hunger, die Unterdrückung und hohe Kindersterblichkeit, die ständigen Kriege und Epidemien. Darüber haben wir uns zum Glück weitgehend hinausentwickelt, dank eines über viele Generationen währenden Kampfes um Verbesserungen für alle! Menschen, gegen den Willen von Kirchen und Herrschenden.

Verbesserungen im Diesseits und Abkehr vom Glauben hängen eng zusammen. Wer im Diesseits bereits ein menschenwürdiges Leben führen kann, der hängt sich nicht mehr an billige Jenseitsphantasien. Weil er sie nicht mehr braucht. Jedem ist bewußt, daß er sterblich ist, und was danach kommt, weiß niemand mit sicherem Beweis zu sagen. Man kann glauben daß danach noch was kommt, muß aber nicht, jeder nach seinem Geschmack. Es gibt keinen Zwang mehr, sich im Diesseits quälen und unterdrücken zu lassen, um irgendein Jenseits zu erringen, wovon insbesondere die märtyrerfreudige katholische Kirche (ein echter Sado/Maso-Verein) über Jahrhunderte gelebt hat. ... Vereinzelte Fundamentalisten dieser Sorte gibt es aber überall noch, im Christentum genauso wie im Islam, siehe Selbstmord-Attentäter, die den ursprünglichen christlichen Märtyrer-Begriff (wo man selber für seinen Glauben stirbt, aber niemand anderen umbringt) pervertiert haben.
 
natürlich haben gläubige menschen sorgen, ängste, katastrophen wie jeder. geht es beim glauben nicht eher um die frage, wie man damit umgeht?
Der Umgang im Glauben sieht in der alten mittelalterlichen Variante so aus, daß man alles Negative halt als "göttlichen Willen" einfach hinnehmen muß. Möglichst ohne sich dagegen zu wehren, denn das hieße, dem göttlichen Willen entgegenzuwirken. Und leiden, vor allem der Katholizismus hält das Leiden und Sterben um des Glaubens willen ganz hoch, bis heute. Leiden um des Leidens willen, weil man sich daran pervers aufgeilt oder unbewußten Hintergedanken (wie "Belohnung im Jenseits") folgt, nennt man heutzutage Masochismus. Von anderen Leiden zu "verlangen", obwohl man es lindern könnte (siehe die berüchtigte Mutter Theresa mit ihren Leidens- sorry angeblichen "Kranken"häusern) nennt man Sadismus.
Ist ziemlich pervers und krank, was sich da im Lauf von Jahrhunderten aus der menschenfreundlichen Lehre eines Rabbi Jesus entwickelt hat.
 
Heute wird den Menschen natürlich nur noch eine weiß- und weichgespülte Variante dieses alten Glaubens dargeboten, denn mit Leiden im mittelalterlichen Sinne - verhungern, sich für ein armseliges Leben totschuften, in Kriegen auf gräßliche Weise ermordet werden, die meisten Kinder begraben bevor sie 5 Jahre alt sind und so weiter - kann man heute niemand mehr anlocken, der nicht vorher schon akut pervers veranlagt war. Für die Sorgen und Ängste heutiger Menschen hätten die Leute des Mittelalters nur ein verständnisloses Kopfschütteln übrig, weil es für die nur Pipifax, Einbildung und Fliegenkacke wäre, im Vergleich mit ihren eigenen ständigen lebensbedrohenden Problemen.
 
Naja, am Besten geht man damit realistisch um, oder?

Na ja, vielleicht leichter gesagt als getan. In guten oder mittelguten Zeiten ist es vermutlich einfach(er), realistisch mit den Dingen umzugehen. Wenn man aber bspw. arm, alleine und krank ist, aus welchen Gründen auch immer, könnte ich mir vorstellen, dass Gott vielleicht das Einzige ist, was einem noch bleibt. Also vielleicht die Hoffnung, dass alles besser wird, obwohl man selbst nicht viel tun kann, dass man doch nicht ganz alleine ist, etc. Und vielleicht ist man ja tatsächlich nicht alleine...
 
  • Like
Wertungen: Eva
Aus der Sicht eines Gläubigen würde ich meinen, dass Gott das Wesen aller Dinge ist - materiell wie geistig. Also etwas, was man oft nicht verstanden hat, aber gerne verstehen wollte. Was Menschen daraus explizit machen, in Form von Religionen oder was auch immer, ist aus meiner Sicht ein vollkommen anderer Schuh.
 
Leider haben Menschen die Eigenschaft, selbst das beste zum Bösen zu mißbrauchen. Religionskriege, Herrschaft und Unterdrückung, Holocaust. Tolles "Ebenbild Gottes", nicht wahr. Wie der Herr, so´s Gescherr.
 
Religion und Glaube, ist das dasselbe?
Das Wort Glaube bedeutet auf etwas zu vertrauen und es für wahr zu halten.
Jeder Mensch kann an etwas glauben, auch ohne einer Religionsgemeinschaft anzugehören.
In der Religion folgen die Menschen einem festgelegten Glauben, oftmals mit Gebeten.
Da ist der Glaube das Annehmen von Überzeugungen aus irrationalen Gründen - ohne Evidenz.
Es geht um die Verehrung von etwas Heiligem.
Das kann ein Gott sein, den man sich als eine Person vorstellt, oder höhere geistige Wesen, aber auch etwas Göttliches wie eine Macht oder Kraft.
Die heutige Predigt wurde gestern geschrieben und wird morgen vergessen sein.


Nein. Und fügt man "Kirche" hinzu, ist das Chaos komplett.
Für mich ist Gott real und immer da. Von dem Rest kann ich das echt nicht sagen.....
 
Nein. Und fügt man "Kirche" hinzu, ist das Chaos komplett.
Für mich ist Gott real und immer da. Von dem Rest kann ich das echt nicht sagen.....
Zum Rest gehörst du ja wie alle andern Wesen auch!
Wo bleiben deine Christlichen Werte, ist ja ein Gott der Liebe, was ist für dich Nächstenliebe?
Der «Nächste» ist jeder Mensch, mit dem wir zu tun haben.
Also nicht nur die Menschen, die wir sowieso lieben.
Es kann der Nachbar sein, die Kassiererin im Supermarkt, der Arbeitskollege oder der Chef.
Menschen sind teilweise komisch und benehmen sich oft nicht so, dass man sie automatisch liebt.
Viele sind ja noch nicht einmal sympathisch.
Liebe ist für solche Leute ein ganz schön starker Begriff.
Dazu kommt, dass man Gefühle ja auch nicht einfach so beeinflussen kann.
Jesus geht sogar so weit, dass er die Liebe zum Nächsten und zu Gott auf eine Stufe stellt!
Machst du das auch so, oder sind es nur schöne Worte....
 
  • Like
Wertungen: Eva
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Glaubt ihr an Astrologie/ Sternzeichen? Sonstiges 99

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben