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Gesunder Umgang mit Religion = Hilfe im Leben?

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Hallo pete!

Frank, ich hab dich mit "das Beste geben" so verstanden:

Jeder Mensch hat seinen Grad an Erkenntnis und Reife. Und jeder Mensch kann
- danach handeln, dann gibt er sein Bestes
- nicht danach handeln, weils unangenehme Folgen haben könnte
- dagegen handeln, aus Egoismus oder was auch immer.

Das "tue recht, und scheue niemand" geht auch ganz losgelöst von Gott oder einer Religion. Und - ein Gott vorausgesetzt, kann unmöglich erwarten, dass ein Mensch nach Erkenntnissen handeln würde, die er garnicht hat.

So gesehen, darf der (lange) Weg des Lernes und zur Reife auch mal Irrtümer enthalten - die eben von "Gott" nicht als Sünde angesehen würden. Diese Sicht führt weg von der Angst vor einem strafenden Gott, und hin zu Gelassenheit.

Peter
Ich glaube, ich kann Dir in allen obigen Punkten zustimmen.
 
Hallo polagara!

Ich sehe im Grunde genommen auch wie EUFrank: Ich gebe (meistens 🙂) mein Bestes in Beziehungen, auf der Arbeit, in der Familie für die Umwelt, hier im Forum...

Kann man sich jedoch stets der Konsequenzen für sein Bestes für seine Umwelt bewusst sein? Ich denke nicht.
Eine jede Bewegung hat weitreichende Konsequenzen.
Die beste Absicht kann in einem Chaos enden.

Wenn ich gläubig wäre und meinem Gott vertraute, dann würde ich nicht mein Bestes geben, sondern mich nach den Regeln meines Gottes richten. Auch wenn dies bedeutete, dass ich gegen meine Überzeugungen handeln müsste, da ich dann davon ausginge, dass Gott den "Überblick" über die notwendigen Taten hätte und mit seinen "Anweisungen" das "Chaos" vermiede.

Da ich jedoch nicht gläubig bin, tue ich mein Bestes und hoffe, dass ich die KOnsequenzen, die ich nicht absehen kann tragen kann.
Ich kann auch dem, was Du geschrieben hast, zustimmen. Du hast auch ganz gut in wenigen Sätzen "herausgearbeitet", dass eine Gottesorientierung zur Fremdbestimmung werden kann.
 
Nur Erklärung für Eu-Frank, ansonsten verweise ich weiter auf meinen Kommentar weiter oben. Danke.


Lieber Eu-Frank, ich habe niemals bei meinem Kommentar daran gedacht, dir diesen "Tonfall" in den Mund zu legen. Wie könnte ich.

Ich habe nur deinen Kommentar zum Anlass zu genommen, mal so zu tun, als würde ich so denken. Wenn ich so denken würde, kämen mir all diese Gedanken, die ich aufgeschrieben habe. Ich bin also der Übeltäter, nicht du. Mich hat es nur interessiert, wie du zu meinem Tonfall stehst. Dass du ihn ablehnst, das geht ja nur um den Tonfall. Der ist aber nur so derb, weil ich wollte, dass man mal darüber nachdenkt, auf was man kommen kann, wenn man an den "möglichen Gott" glaubt und einfach sein Bestes tut.

Ich werde dann eben auf diese Weise wütend auf diesen möglichen Gott. Wie du oder andere das was hinter dem Tonfall steckt für dich verarbeitest, das hätte mich eben interessiert. Sind meine Schlüsse aus einer solchen Denkweise absurd? Wie lauten die anderer?

Deine gegebenen Kommentare sind nicht das, was ich mit meinen Fragen meine, denn wenn die Bibel eine Hypothese ist unterstreicht das ja nur ihre Fragwürdigkeit und den evtl. möglichen oder nicht möglichen Gott.

Auch deine zweite Erwiderung ist nicht das, was ich provozieren wollte, ich meine die Antwort, die mich interessiert hätte, denn das das Beste tun, gut ist, steht außer Frage und B auch nicht, denn du gibst dein Bestes ja auch unter der Möglichkeit, dass es keinen Gott gibt, warum ist dahingestellt, das interessierte mich im Moment gar nicht, sondern, dass du es tust, weil dir daran was liegt und weniger am Kennenlernen von Gott (unter dem Aspekt, dass es ihn evtl. auch nicht gibt). Ist schwer jetzt zu erklären.

Les den Text von mir einfach nochmal, er ist nicht auf dich gemünzt. Du weißt doch, dass ich dich schätze und leiden kann.
Nein, mein Text ist eine Hypothese, was man auf die Glaubensgebäude, die du vorher aufgestellt hast, denken und sagen KÖNNTE, nicht was du dazu gedacht hast, denn ich bin überzeugt, dass du für dich da mit besten Absichten unterwegs bist. Aber du musst auch zugeben, dass ich wenn ich das lese, zu den Schlüssen kommen könnte, die ich niederschrieb. Zu welchen Schlüssen andere kommen könnten ist manchmal ganz nützlich. Meine theoretischen Schlüsse will ich deshalb auch nicht widerlegt haben, auch wenn ich sie absichtlich überspitzt habe, um ein paar Sachen deutlich zu machen, mich interessiert nur, wie andere mit deiner Theorie fertig werden. Aber vielleicht ist das auch etwas schwer verständlich und nicht so leicht begreifbar, was ich da meinte, dann tuts mir leid. Also nochmal ich beleidige keinen Gott und auch dich nicht. Beides liegt nicht in meiner Absicht. Ich wollte nur aufzeigen, wie man denken KÖNNTE, wenn man deine Darlegung als die seine ansähe (alles theoretisch - denn praktisch denkt ja womöglich jeder das seine).

Aber ist es nicht so, dass man wenn es Gott wirklich gibt, etwas wütend werden könnte, auf die vielen Enthüllungen, die man laut dir alle nicht ernst nehmen darf, weil sie nur Hypothesen sind oder sonst was?

Wäre nett, wenn du das ursprüngliche nochmal liest oder andere, die es interessiert. Denn darauf wollte ich Kommentare, weniger auf diese Erklärung hier, die ja nur klarstellen sollte, das das alles nicht dein Innerstes aufs Korn nimmt. Wenn ich dir was unterstelle, dann vielleicht, dass du die Reaktion, die man haben kann, wenn man deine Theorie liest, vielleicht noch nie so durchdacht hast, und das ist ja genau das Gegenteil davon als dir das zu unterstellen was ich schrieb. Ich hoffe, das zwischen uns ist damit ausgeräumt und wir können weiter theoretisieren.



Sigi

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber welche Alternative haben wir denn, als immer nach unserer besten Überzeugung zu handeln?

Wir können z.B. nach der "besten Überzeugung" anderer handeln - etwa nach der von Menschen, die in einem bestimmten Lebensbereich oder Fachgebiet für uns als Vorbilder dienen.

In Sachen Umgang mit Religion habe ich mich z.B. von Dietrich Bonhoeffer, Karl Barth, meinem damals besten Freund M. und später von vielen anderen "anstecken" lassen, ihre Überzeugungen einmal probeweise zu übernehmen und zu schauen, ob sie zu mir passen.

Mit deinen anderen Einsichten in diesem Posting stimme ich weitgehend überein, EuFrank.
 
Hat Hitler sein Bestes gegeben?🙄

Ich denke sein Bestes geben ist sehr pauschal. Sein Bestes für was?🙂

Ich denke schon, dass er "sein Bestes" gegeben hat in seinen eigenen Augen - er hat seine "Mission" ja wie einen religiösen Kreuzzug gelebt und war vermutlich völlig überzeugt, dass er im Sinne eines höheren Schicksals handelt.

Deshalb finde ich deine Frage völlig berechtigt und auch deshalb habe ich den Thread "GESUNDER Umgang ..." genannt; "gesund" kann ja nicht bedeuten, dass ein Verhalten, zumal ein religiöses, nur für mich, meine Familie, meine Kirche oder auch mein eigenes "Volk" gut, gesund oder das Beste ist - es sollte schon so ausgerichtet sein, dass niemand anderes dadurch zu Schaden kommt.

Letztlich der weltweit verbreitete Satz des "anderen nicht antun, was man selbst nicht angetan haben möchte" ... also nicht nur "mein Bestes" sondern auch "das Beste für meine Umwelt und meine Mitmenschen". Hier einen Ausgleich in konkreten Situationen zu finden bzw. einen Mittelweg ist sicher nicht das Leichteste im Leben 😉
 
Hallo Sigi!

...

Ich werde dann eben auf diese Weise wütend auf diesen möglichen Gott. Wie du oder andere das was hinter dem Tonfall steckt für dich verarbeitest, das hätte mich eben interessiert...
Ich würde ja gerne antworten, aber ehrlich gesagt fällt es mir schwer, Dich zu verstehen.

...wenn die Bibel eine Hypothese ist unterstreicht das ja nur ihre Fragwürdigkeit und den evtl. möglichen oder nicht möglichen Gott...
Richtig!

...Auch deine zweite Erwiderung ist nicht das, was ich provozieren wollte, ich meine die Antwort, die mich interessiert hätte, denn das das Beste tun, gut ist, steht außer Frage und B auch nicht, denn du gibst dein Bestes ja auch unter der Möglichkeit, dass es keinen Gott gibt, warum ist dahingestellt, das interessierte mich im Moment gar nicht, sondern, dass du es tust, weil dir daran was liegt und weniger am Kennenlernen von Gott (unter dem Aspekt, dass es ihn evtl. auch nicht gibt). Ist schwer jetzt zu erklären...
Ja, ich verstehe Dich wahrscheinlich hier auch nicht.

...Les den Text von mir einfach nochmal, er ist nicht auf dich gemünzt. Du weißt doch, dass ich dich schätze und leiden kann...
Das freut mich. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass Du mir aggressiv begegnen würdest.

...Ich hoffe...wir können weiter theoretisieren.
Gerne 🙂! Geht aber nur, wenn ich Dich und Deine Gedanken verstehe.
 
Hallo Werner!

Wir können z.B. nach der "besten Überzeugung" anderer handeln - etwa nach der von Menschen, die in einem bestimmten Lebensbereich oder Fachgebiet für uns als Vorbilder dienen...
Ich finde es nicht schlimm, wenn man sich Rat von Spezialisten oder Fachleuten holt. Das ist sogar manchmal geboten. Entscheiden muss man aber selbst.

...In Sachen Umgang mit Religion habe ich mich z.B. von Dietrich Bonhoeffer, Karl Barth, meinem damals besten Freund M. und später von vielen anderen "anstecken" lassen, ihre Überzeugungen einmal probeweise zu übernehmen und zu schauen, ob sie zu mir passen...
Das finde ich schon in Ordnung. Du hast immerhin die Überzeugungen und Ansichten der anderen an Deiner eigenen Vernunft gemessen. Du bist der Boss geblieben, weil Du ihre Ansichten nicht unkritisch hingenommen oder übernommen hast.

Ich halte es für gut, wenn man sich an Menschen orientiert, von denen man in der Vergangenheit viel gehalten hat. Aber man sollte eben nichts unkritisch übernehmen.
 
Hallo Sigi!


Ich würde ja gerne antworten, aber ehrlich gesagt fällt es mir schwer, Dich zu verstehen.

Gerne 🙂! Geht aber nur, wenn ich Dich und Deine Gedanken verstehe.

Hallo Eu-Frank, dass wir uns nicht bös sind, ist doch schon mal das Wichtigste. Irgendwie habe ich momentan keine Lust, das zu wiederholen. Komischerweise haben zwei Leute den Danke-Button gedrückt, die wohl irgendwas darin verstanden haben.

Ich denk mal, wenn da drin was steht, was ich unbedingt loswerden möchte, wird es mir im Laufe dieser oder anderer Diskussionen wieder einfallen und möglicherweise drück ich mich dann anders aus.

In diesem Sinne, viele freundliche Grüße

Sigi

Vielleicht noch eine kleine Starthilfe: Ich wollte mit dem überderben Kommentar sagen, was man mit der Meinung, dass Gott möglich oder nicht möglich ist, unbewusst im Rucksack mit tragen könnte. Wie gesagt "man" nicht du, dass nehm ich dir voll ab und dachte dabei auch nicht an dich persönlich. Ich dachte an etwas, was man dabei vielleicht vergisst und ich wollte wissen, ob andere diese Schlüsse nachvollziehen können, die unter dieser Ansicht, die du proklamiert hast verborgen liegen. - Wenn du immer noch nicht mitkommst, lassen wir es fürs erste . . .
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sigi!

Hallo Eu-Frank, dass wir uns nicht bös sind, ist doch schon mal das Wichtigste. Irgendwie habe ich momentan keine Lust, das zu wiederholen. Komischerweise haben zwei Leute den Danke-Button gedrückt, die wohl irgendwas darin verstanden haben.

Ich denk mal, wenn da drin was steht, was ich unbedingt loswerden möchte, wird es mir im Laufe dieser oder anderer Diskussionen wieder einfallen und möglicherweise drück ich mich dann anders aus.

In diesem Sinne, viele freundliche Grüße

Sigi

Vielleicht noch eine kleine Starthilfe: Ich wollte mit dem überderben Kommentar sagen, was man mit der Meinung, dass Gott möglich oder nicht möglich ist, unbewusst im Rucksack mit tragen könnte. Wie gesagt "man" nicht du, dass nehm ich dir voll ab und dachte dabei auch nicht an dich persönlich. Ich dachte an etwas, was man dabei vielleicht vergisst und ich wollte wissen, ob andere diese Schlüsse nachvollziehen können, die unter dieser Ansicht, die du proklamiert hast verborgen liegen. - Wenn du immer noch nicht mitkommst, lassen wir es fürs erste . . .
Danke für die überaus freundliche Antwort 🙂! Ich kann wirklich nicht alle Deiner Gedanken nachvollziehen. Aber damit kann ich leben. Meistens kann ich Dir wohl folgen.
 
Muss grad etwas schmunzeln über eure Diskussion 🙂

Eigentlich bin ich doch der mit den komplizierten Gedankengängen, mit dem ganzen Hintergrund warum ich nicht an einen Gott als Person glaube - dazu drück ich mich meist auch noch recht knapp aus.

Naja, mein Fazit zum Thread ist ähnlich wie das von Frank: Nach seinen Erkenntnissen handeln - ist das beste. Selbstständig, und nicht nach den Erkenntnissen von religiösen Vordenkern. Die muss man mit Verstand lesen.

Kann man auch seinen Kindern vermitteln - dass es angstfrei geht, an ein Jenseits zu glauben, egal ob es eine Überperson "Gott" gibt, oder nicht.

Peter
 
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