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Gesetzlich vs. Private Krankenversicherung

Styx.85

Mitglied
Jetzt ist es zwar so, dass ich gegenwärtig sehr gut verdiene und das hoffentlich auch bis zur Rente so bleibt. Allerdings bin ich in der freien Wirtschaft. Das Risiko Jobverlust ist also immer prinzipiell vorhanden, trotz unbefristetem Vertrag.

Wäre ich selbständig, gäbe es das Risiko, dass mein Unternehmen den Bach runter geht.

Lediglich als Beamter ist man vor Job / Einkommensverlust relativ sicher.

Wenn dies nun also nach meinem 55. Lebensjahr passiert, stehen die Chancen schlecht, jemals wieder einsteigen zu können, sprich Arbeitslosigkeit bis zum Rentenalter von 67 bzw. eventuell sogar noch länger, wenn das Rentenalter bis zu meiner Rente nochmals ansteigen sollte, was wahrscheinlich ist.

Ab wann käme ich in einen Basistarif?

-Automatisch ab dem 1. Tag der Arbeitslosigkeit?
- Wenn ich nachweislich ein gewisses Bar-Minimal-Vermögen erreicht habe?
-Wenn ich wirklich blank bin, sprich auch beispielsweise vorhandene Immobilien / Versicherungen / Aktien / sonstige Wertgegenstände liquidiert habe?

Und wie hoch wäre ein Basistarif in etwa? Hierzu sagt der Link von @gigi2 leider nichts.
 

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Gelöscht 5176

Gast
Schau dir die doku an das wird dir nämlich auch passieren wenn du nicht aufpasst und dann ist das Geheule groß, weil du die Beiträge nicht mehr zahlen kannst und du in keiner gesetzlichen rein kommst.
Nein Große Schwester, dass wird mir nicht passieren.
Denn ich habe während meinem Berufsleben vorgesorgt. Ich war nicht so naiv, wie manche andere.
Der große Fehler der Selbstständigen: Jeder weiß, wenn man selbstständig ist , zahlt man weder Renten-, Arbeitslosen- und meist keine gesetzlichen Krankenversicherungsbeiträge, weil die privaten Krankenkassenbeiträge in der Jugend günstiger sind.

Anstatt vom Gewinn etwas fürs Alter zurückzulegen, oder auf der sicheren Seite zu gehen und momentan etwas mehr Geld für die gesetzliche Krankenversicherung auszugeben,um im Alter oder mit Familienangehörigen nicht dumm aus der Wäsche zu schauen,lebt man lustig und gedankenlos dahin und haut das verdiente Geld zum Fenster hinaus.

Im Alter heult man dann, wie schlecht doch die Gesellschaft ist und plötzlich erinnert man sich an die Solidaritätsgemeinschaft, die man aber früher verpönte.

Sorry, mein Mitleid hält sich da in Grenzen.
Es wird immer Fälle geben, wo auch ich mir denke, "Scheibenkleister, bei dem ist es dumm gelaufen, aber der größte Teil ist selbst Schuld an seiner Misere!"

Jeder sollte sich also frühzeitig Gedanken machen! Wir sind doch alles mündige Bürger und haben ein Gehirn, dass wir auch gerne benützen dürfen.
Wie sagte schon meine Mutter: Wie man sich bettet so liegt man.
 
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Styx.85

Mitglied
Hui, pfeffrig... deutlich höher als der Hartz4 Satz für einen Single...

Habe jedoch gelesen, dass man direkt bei Arbeitslosigkeit in den Basistarif wechseln kann, also noch während man Arbeitslosengeld 1 erhält und dass das Amt während dieser Zeit einen Zuschuss zahlt auch an Private in der gleichen Höhe wie für Gesetzliche. Das würde es etwas erträglicher machen.

Bleibt die Frage, ob es sich für mich als (noch) gesunden, jungen Mann lohnt, so einen Wechsel zu vollziehen oder ob die Gesetzliche (wie bisher) nicht auch langfristig ausreichend ist.

Ne Glaskugel wär jetzt gut...
 

Sonnenblume4407

Aktives Mitglied
Bleibt die Frage, ob es sich für mich als (noch) gesunden, jungen Mann lohnt, so einen Wechsel zu vollziehen oder ob die Gesetzliche (wie bisher) nicht auch langfristig ausreichend ist.
Ganz ehrlich ich würde es nicht riskieren nehmen wir es an du verlierst deinen Job was ich nicht hoffe dann muss du sehen wo du bleibst oder du gehst in Rente dann geht das meiste Geld für die PKV drauf.
Ich würde dir raten bei der gesetzlichen zu bleiben und evt. Paar Zusatz Versicherungen zu machen habe ich für mein Kind auch gemacht.
 
G

Gelöscht 5176

Gast
Jetzt ist es zwar so, dass ich gegenwärtig sehr gut verdiene und das hoffentlich auch bis zur Rente so bleibt. Allerdings bin ich in der freien Wirtschaft. Das Risiko Jobverlust ist also immer prinzipiell vorhanden, trotz unbefristetem Vertrag.

Wäre ich selbständig, gäbe es das Risiko, dass mein Unternehmen den Bach runter geht.

Lediglich als Beamter ist man vor Job / Einkommensverlust relativ sicher.

Wenn dies nun also nach meinem 55. Lebensjahr passiert, stehen die Chancen schlecht, jemals wieder einsteigen zu können, sprich Arbeitslosigkeit bis zum Rentenalter von 67 bzw. eventuell sogar noch länger, wenn das Rentenalter bis zu meiner Rente nochmals ansteigen sollte, was wahrscheinlich ist.

Ab wann käme ich in einen Basistarif?

-Automatisch ab dem 1. Tag der Arbeitslosigkeit?
- Wenn ich nachweislich ein gewisses Bar-Minimal-Vermögen erreicht habe?
-Wenn ich wirklich blank bin, sprich auch beispielsweise vorhandene Immobilien / Versicherungen / Aktien / sonstige Wertgegenstände liquidiert habe?

Und wie hoch wäre ein Basistarif in etwa? Hierzu sagt der Link von @gigi2 leider nichts.
Mein Mann wurde mit 60 angeschrieben. Ich habe mal gelesen, dass sein Basistarif um die 160 € wäre, er braucht sich als Pensionär nur zu 30% versichern)
(Angaben ganz unverbindlich)

lies mal hier etwas nach, du wirst verschiedene Seiten dazu finden. Aber warum erkundigst du dich nicht bei deiner privaten Krankenkasse, was wäre wenn......

Mein früherer LG, war bis 52 Jahre ein Top Manager mit entsprechendem Gehalt. dann ging die amerikanische Holding den Bach runter.
Er war die ganze Zeit freiwillig gesetzlich versichert und blieb das auch als er sich mit 52 selbstständig machte.
Klar zahlte er als freiwillig Versicherter damals über 700 € in die gesetzliche Krankenkasse ein.
Durch Corona ist seine eigene Firma auf Null gefahren Er ohnehin in einem Alter, wo er nun die gesetzliche Rente bekommt.
Wäre er zur privaten Kasse gewechselt. als er sich selbstständig machte, würde er jetzt sicher bereits 1000 € monatlich zahlen - bei 2500 € Rentenbezüge.
So zahlt er halt nun nur seine 7,3 % !!
In jungen Jahren wäre er sicher günstiger gefahren, wenn er als Alleinstehender privat versichert gewesen wäre, als Familienvater hätte es sich die Waage gehalten - aber jetzt im Alter ist es ein Wahnsinnvorteil.

Ich würde mich nicht wagen, einen pauschalen Rat zu geben, für welche Versicherung man sich entscheiden soll.
Alles hat seine Vor- und Nachteile. Es kommt immer auf den Einzelfall an.
 
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G

Gelöscht 5176

Gast
@Styx.85

meine Physiotherapeutin steht vor einem ähnlichen Problem.
Sie wird nächstes Jahr 55 Jahre - dann kann sie nicht mehr in die gesetzliche zurück.

Ausweg: Ihr Neffe übernimmt die Praxis und sie wird dessen Angestellte.
So ist sie wieder in der gesetzlichen Krankenkasse.

Wenn du Kinder und Frau hast, wird eine freiwillig Versicherung in der gesetzlichen günstiger sein - auch wenn es dir momentan hoch erscheint.
Aber bei einer privaten Kasse musst du alle Familienmitglieder einzeln mitversichern, sollte deine Frau nicht arbeiten. Dann wird der Beitrag auch jetzt schon teuer.
 

Styx.85

Mitglied
Hi @gigi2 /// Hi @Sonnenblume4407

erstmal besten Dank euch beiden für die Beiträge.

Ich habe mich bereits bei diversen privaten Krankenversicherungen bezüglich Vor / Nachteile für mich informiert. Doch die Auskünfte sind stets mit dem Vermerk "Unverbindlich" bzw. "Ohne Gewähr" versehen. Logisch, niemand weiß was in 20, 30 Jahren ist. Die halten sich rechtlich sauber, dagegen kann man auch erstmal nix sagen.
Ich ziehe es daher immer vor, Leute zu fragen, die direkt in der Materie drin sind und einem nicht unbedingt eine Versicherung aufschwatzen wollen bzw. Neukundschaft wittern.
Dummerweise sind die meisten im meinem Bekanntenkreis mit Privatversicherung verbeamtet oder ebenfalls Kollegen im gleichen Alter wie ich, die ebensowenig Erfahrung haben (und sich eventuell nur was haben aufschwatzen lassen).
Und ausgerechnet mein Chef, dem ich hier vertrauen würde, hat sich für die gesetzliche Entschieden obwohl er es locker stemmen könnte finanziell.
Hatte hier auch mal ein Gespräch mit meinem Finanzberater drüber, der sich auch eher zurückhaltend geäußert hat.
Wie gesagt, Glaskugel müsste man haben.
Die Reportage von Sonnenblume4407 werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen.

Die Vorteile bezüglich Leistungen der Privaten liegen auf der Hand, allerdings hätte ich bislang nichts davon gehabt... da nie ernsthaft krank... Meine bisherigen Behandlungen sind zu meiner vollsten Zufriedenheit durch die Gesetzliche gedeckt gewesen...

Doch wer weiß, was noch kommt... und hier wäre es sehr sinnvoll für einen guten Tarif, sich möglichst kerngesund für eine Private zu entscheiden, solange dieser Zustand eben anhält...

Keine leichte Entscheidung...
 
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G

Gelöscht 5176

Gast
Hui, pfeffrig... deutlich höher als der Hartz4 Satz für einen Single...

Habe jedoch gelesen, dass man direkt bei Arbeitslosigkeit in den Basistarif wechseln kann, also noch während man Arbeitslosengeld 1 erhält und dass das Amt während dieser Zeit einen Zuschuss zahlt auch an Private in der gleichen Höhe wie für Gesetzliche. Das würde es etwas erträglicher machen.

Bleibt die Frage, ob es sich für mich als (noch) gesunden, jungen Mann lohnt, so einen Wechsel zu vollziehen oder ob die Gesetzliche (wie bisher) nicht auch langfristig ausreichend ist.

Ne Glaskugel wär jetzt gut...
da steht mehr zum Baistarifhttps://www.test.de/Private-Krankenversicherung-Fuer-wen-der-Basistarif-sinnvoll-ist-1756002-0/

bei meinem Mann wäre er logischerweise 160 €uro - weil er ja nur 30% braucht, da er 70Beihilfe hat.
Sonnenblume spricht mir in deinem Fall aus dem Herzen.
Bei Beamte sieht das ganze anders aus.... das kannst mit deiner Situation nicht vergleichen.
Du würdest jetzt zwar unter Umständen wenige zahlen, aber was ist später.......

So ich habe jetzt alle Weisheiten meinerseits wieder mal losgelassen.
Ich hoffe, ihr zieht ein paar für euch nützliche Infos heraus. Ein schönes Wochenende
 
G

Gelöscht 5176

Gast
Hi @gigi2 /// Hi @Sonnenblume4407

erstmal besten Dank euch beiden für die Beiträge.

Ich habe mich bereits bei diversen privaten Krankenversicherungen bezüglich Vor / Nachteile für mich informiert. Doch die Auskünfte sind stets mit dem Vermerk "Unverbindlich" bzw. "Ohne Gewähr" versehen. Logisch, niemand weiß was in 20, 30 Jahren ist. Die halten sich rechtlich sauber, dagegen kann man auch erstmal nix sagen.
Ich ziehe es daher immer vor, Leute zu fragen, die direkt in der Materie drin sind und einem nicht unbedingt eine Versicherung aufschwatzen wollen bzw. Neukundschaft wittern.
Dummerweise sind die meisten im meinem Bekanntenkreis mit Privatversicherung verbeamtet oder ebenfalls Kollegen im gleichen Alter wie ich, die ebensowenig Erfahrung haben (und sich eventuell nur was haben aufschwatzen lassen).
Und ausgerechnet mein Chef, dem ich hier vertrauen würde, hat sich für die gesetzliche Entschieden obwohl er es locker stemmen könnte finanziell.
Hatte hier auch mal ein Gespräch mit meinem Finanzberater drüber, der sich auch eher zurückhaltend geäußert hat.
Wie gesagt, Glaskugel müsste man haben.
Die Reportage von Sonnenblume4407 werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen.

Die Vorteile bezüglich Leistungen der Privaten liegen auf der Hand, allerdings hätte ich bislang nichts davon gehabt... da nie ernsthaft krank... Meine bisherigen Behandlungen sind zu meiner vollsten Zufriedenheit durch die Gesetzliche gedeckt gewesen...

Doch wer weiß, was noch kommt... und hier wäre es sehr sinnvoll für einen guten Tarif, sich möglichst kerngesund für eine Private zu entscheiden, solange dieser Zustand eben anhält...

Keine leichte Entscheidung...
Leistungen der privaten - lass dich nicht täuschen. Du kannst für ein paar dir wichtigen Bausteine Zusatzversicherungen abschließen.

Meine Meinung: Die privaten werden in einigen Jahren horrende Beiträge erreichen, denn die Ausgaben werden immer krasser, da die Ärzte uns als Einnahmequelle sehen.
In meinem Beamtenhaushalt ist man im System gefangen - für mich war es super gut - aber ob es für dich gut ist........
Ich sehe es bei der wie Sonnenblume
 

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