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Gesetzlich vs. Private Krankenversicherung

Sonnenblume4407

Aktives Mitglied
Hallo,

Ich möchte gerne wissen wie ihr versichert seit?
Ich bin Gesetzlich versichert und finde auch das es reicht.
Die Mutter von einem Freund hat sich vor Jahren privat krankenversichert und versucht seit einem Jahr wieder in eine gesetzliche zu kommen nur will niemand sie.

Ich muss sagen ich finde die gesetzliche Krankenversicherung besser man hat mit ihr auch Ärger aber auf langer Sicht weniger Ärger.
Man muss nicht in vorkasse gehen und kann zu Not die Krankenkasse wechseln.
 

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Gelöscht 5176

Gast
In eine gesetzliche Krankenkasse kannst du nur bis zu deinem 55 Lebensjahr zurückkehren.
Später hast du keine Chance auf Rückkehr in die gesetzliche.

Ich bin privat versichert.
Selbstverständlich kann ich auch von einer private zu einer anderen privaten Kasse wechseln.
Allerdings werden die privaten Krankenkassen im Alter immer teurer.
Genau das macht es für Selbstständige so schwierig. Du musst schon gut Geld weggelegt haben um dir im Alter diese Kasse leisten zu können. Selbstständige müssen für ihre Rente auch selbst vorgesorgt haben.
Das wissen zwar alle, aber viele denken nicht daran. Im Alter konnten und können sich dann viele die private KK, die locker pro Person mal 800 bis 1000 € pro Monat kostet, nicht mehr leisten.

Deshalb hat der Gesetzgeber auch bei den privat Versicherten einen Basistarif eingeführt.
Der Beitrag im Basistarif der privaten Krankenkassen ist günstiger, aber die Leistungen sind ähnlich wie bei den gesetzlich Versicherten. Das wäre für die Mutter deines Freundes eine Option.

Die Ärzte rechnen auch in diesem Fall direkt mit dem Patienten ab und der Patient holt sich das Geld von der Kasse zurück. Jetzt musst du nur noch einen Arzt finden, der dich nach dem Tarif behandelt - wird schwierig......
Alles hat seine Vor - und Nachteile.
Für mich als chronisch Kranker ist die private Kasse ein Vorteil.
Selbstständige haben die Möglichkeit freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert zu sein, dann können sie auch im Alter dort versichert bleiben.

Ich kann schon verstehen, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Sperre ab dem 55 LJahr macht.
Denn in jungen Jahren wollen alle Menschen die Vorzüge der privaten Kasse und im Alter, wenn die privaten Kassen extrem teuer werden und die Versicherten altersbedingt viele Kosten verursachen, soll dann die gesetzliche Kasse mit den günstigen Beiträgen herhalten.
Wäre total unsozial den alten Beitragszahlern gegenüber.
Man sollte sich rechtzeitig über Vor- und Nachteile informieren.
 

Yang

Aktives Mitglied
versucht seit einem Jahr wieder in eine gesetzliche zu kommen nur will niemand sie.
Da bist du falsch informiert, denn eine gesetzliche KV darf nicht ablehnen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Also von WOLLEN kann nicht die Rede sein.
Von der PVK in die GVK müssen folgende Kriterien erfüllt sein:
1. das Alter darf nicht über 55 Jahre sein
2. für Angestellte bzw. Arbeiter gilt: Bruttoeinkommen jährlich unter 62.550 € , (2021: 64.350 €)
für Selbständige gilt: ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur möglich, wenn sie ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis eingehen. Dabei muss das Einkommen jedoch unter der Versicherungspflichtgrenze liegen.

Ich bin GVK und habe einige Zusatzversicherungen abgeschlossen, so dass ich für mich persönlich ganz gut versorgt bin.
Im Alter können die Beiträge für in der PVK ins unermessliche steigen, so dass die Versicherten gezwungen sind, den sogenannten Basistarif zu wählen.
Dieser Basistarif deckt oftmals gerade so das Allernötigste ab.
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
In eine gesetzliche Krankenkasse kannst du nur bis zu deinem 55 Lebensjahr zurückkehren.
Später hast du keine Chance auf Rückkehr in die gesetzliche.
Das stimmt so nicht ganz, wenn ich richtig informiert bin.

"Für Mitglieder der privaten Krankenversicherung ab 55, die wieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wollen, stellt die Familienversicherung darüber hinaus einen der letzten möglichen Wege dar.

Hierfür müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Erstens muss der Ehe- oder der eingetragene Lebenspartner selbst gesetzlich versichert sein. Zweitens dürfen die Bruttoeinnahmen des wechselnden Partners einen Betrag von 375 Euro im Monat nicht übersteigen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist ein Wechsel in die GKV auch ab 55 problemlos möglich. Der privat versicherte Partner tritt dann einfach in die Familienversicherung ein und ist sogar von den Beiträgen befreit."

Quelle: http://www.gkv-ab-55.de/
 

Styx.85

Mitglied
Hi allerseits,

sehr interessantes Thema.

Als ich nach meinem Studium von knapp 7 Jahren den ersten Job angetreten habe, wurde ein großer Infoabend veranstaltet von unserer Personalabteilung, da für uns aufgrund des jährlichen Einkommens ein Wechsel in die Private Versicherung möglich gewesen wäre.

Yang, Werner und gigi2 haben im Prinzip die wichtigsten Punkte aufgeführt.

Zu sagen wäre noch, dass die Private Krankenversicherung in der Regel die deutlich besseren Leistungen verbunden mit geringeren Wartezeiten bei Fachärzten bietet. So blöd das klingt, aber sie lohnt sich vor allem auch dann, wenn man "oft" krank ist, also beispielsweise chronische Beschwerden hat.

Ich selbst (unverheiratet, gute Gesundheit) bin dem Beispiel meines Chefs gefolgt und in der Gesetzlichen Krankenkasse geblieben.

Ich muss jedoch auch betonen, dass ich bei den wenigen, kostenspieligen Behandlungen in meinem Leben bisher weitgehend problemlos von meiner gesetzlichen Krankenkasse unterstützt wurde.

Ob ich doch noch in den nächsten Jahren wechseln werde, weiß ich noch nicht.

Daher bin ich gespannt, was andere User hier noch beitragen.
 
G

Gelöscht 5176

Gast
Das stimmt so nicht ganz, wenn ich richtig informiert bin.

"Für Mitglieder der privaten Krankenversicherung ab 55, die wieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wollen, stellt die Familienversicherung darüber hinaus einen der letzten möglichen Wege dar.

Hierfür müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Erstens muss der Ehe- oder der eingetragene Lebenspartner selbst gesetzlich versichert sein. Zweitens dürfen die Bruttoeinnahmen des wechselnden Partners einen Betrag von 375 Euro im Monat nicht übersteigen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist ein Wechsel in die GKV auch ab 55 problemlos möglich. Der privat versicherte Partner tritt dann einfach in die Familienversicherung ein und ist sogar von den Beiträgen befreit."

Quelle: http://www.gkv-ab-55.de/
die Bruttoeinnahmen sind doch hier 450€.oder - im Prinzip der Minijob.
Es wird sich kaum jemand leisten können, seinen Job aufzugeben um beim Ehepartner in der Familienversicherung mitversichert zu sein. Geht sowieso nur, wenn der Partner in der gesetzlichen Kasse drin ist.
@Werner: theroretisch hast du Recht - in der Praxis ist sowas selten Realität.
 
G

Gelöscht 5176

Gast
Da bist du falsch informiert, denn eine gesetzliche KV darf nicht ablehnen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Also von WOLLEN kann nicht die Rede sein.
Von der PVK in die GVK müssen folgende Kriterien erfüllt sein:
1. das Alter darf nicht über 55 Jahre sein
2. für Angestellte bzw. Arbeiter gilt: Bruttoeinkommen jährlich unter 62.550 € , (2021: 64.350 €)
für Selbständige gilt: ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur möglich, wenn sie ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis eingehen. Dabei muss das Einkommen jedoch unter der Versicherungspflichtgrenze liegen.


Ich bin GVK und habe einige Zusatzversicherungen abgeschlossen, so dass ich für mich persönlich ganz gut versorgt bin.
Im Alter können die Beiträge für in der PVK ins unermessliche steigen, so dass die Versicherten gezwungen sind, den sogenannten Basistarif zu wählen.
Dieser Basistarif deckt oftmals gerade so das Allernötigste ab.
@Yang: egal wie hoch dein Verdienst ist, du kannst dich immer freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichern, auch als Selbstständiger. Kostet so um die 800 netto. Du musst nicht zwingend privat versichert sein.
Das hat im Alter den Vorteil, dass du nur noch nach deinem Einkommen prozentual Beiträge zahlen musst, während die private Krankenkasse auf dein Einkommen keine Rücksicht nimmt.
 

Sparkling Emerald

Aktives Mitglied
Schon in meiner Ausbildung kamen Versicherungsvertreter, die einen unbedingt überzeugen wollten in einer privaten Krankenversicherung Mitglied zu werden, aber ich habe mich für die gesetzliche Krankenversicherung entschieden und bin nun eine der wenigen Beamten, die freiwillig gesetzlich versichert sind.

Damals war der Grund für meine Entscheidung Bequemlichkeit, da ich keine Lust auf den ganzen Papierkram hatte und später war und bin ich immer noch heilfroh nie in die private gegangen zu sein, weil die private Versicherung im Alter ungünstig ist wie hier schon erwähnt. So weiß ich, dass wenn ich in Pension gehe, die zur Zeit unverschämt hohen Krankenkassenbeiträge niedriger ausfallen werden.

Nebenher habe ich noch eine Zahnzusatzversicherung, die sich also äußerst hilfreich erwiesen hat.
 

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