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Gesamtschule für alle

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Und wenn es so zuginge, wie du es möchtest, Kareena, hat man einerlei vergleichbare Abschlüsse mehr.
Komplett individuell aufs Kind zugeschnitten = nicht mehr vergleichbar. Außer es gibt weiterhin Noten und Abstufungen in Schwierigkeitsgraden, aber gerade das willst du ja nicht.
Was soll dann am Ende der 12 oder 13 auf dem Zeugnis stehen?
"Peter war immer fleißig in Musik und Literatur. Ich empfehle ihn für eine Laufbahn als XYZ"???

Wieso? Ich will doch die Bewertung nicht abschaffen?
 
Jetzt mache ich in meiner Ausbildung ein Praktikum in Grundschule. Ich als Praktikant kann Hilfestellung geben. Das Problem ist das System muss da auch mitspielen. Klar muss da einer die Initiative ergreifen.

Und wie ergreifst Du die iniative im Rahmen Deiner Möglichkeiten?
 
Ich denke die kriegen eher Minderwertigkeitskomplexe wenn sie wie Aliens behandelt werden und abgeschoben werden.

Es sind nunmal nicht alle Menschen gleich wichtig ist doch nur das sie auf ihre Art glücklich werden und ich denke dazu braucht man getrennte Schulen damit niemand benachteiligt wird und jeder die Fürsorge bekommt die benötigt wird 🙂
 
Das ist doch mal eine typische Meinung von Dir.

Du kannst nichts machen, die anderen (Politik) sind Schuld.

Hindert Dich die Politik daran als Praktihantin individuell mit einzelnen Schülern zu arbeiten???
 
Das ist doch mal eine typische Meinung von Dir.

Du kannst nichts machen, die anderen (Politik) sind Schuld.

Hindert Dich die Politik daran als Praktihantin individuell mit einzelnen Schülern zu arbeiten???

Das mache ich doch schon längst. Ich gebe doch schon Hilfestellung und bin für die da. Trotzdem muss die Politik auch etwas tun.
 
Wieso? Ich will doch die Bewertung nicht abschaffen?

Wenn die Aufgaben für jedes Kind individuell gefertigt werden ist keine Vergleichbarkeit mehr da, was das gesamte Bewertungssystem ad absurdum führt. Was soll das denn für eine Bewertung sein, wenn der eine in der 13. Klasse als Abituraufgabe "Wenn du 5 Äpfel hast und du einen verschenkst, wieviele Äpfel hast du dann noch?" und der andere "Lösen Sie folgende Gleichungen mit 3 Unbekannten ohne Zuhilfenahme Ihres Taschenrechners oder Notizpapier" kriegt? Dann haben beide eine 1 und können sich ganz toll fühlen, bis das erste Bewerbungsgespräch kommt.

Individuelle Förderung macht keinen Sinn und ist völlige Zeitverschwendung, wenn man die Aufgaben auf jedes Kind individuell zuschneidet. Sobald es dann das erste mal eine echte Prüfung bzw. einen echten Vergleich gibt wird eh wieder ausselektiert. Da kann man das auch gleich früher machen und jedem dann eine realistische Chance geben sich hochzuarbeiten (Hauptschule --> mittlere Reife --> Abitur), damit wenigstens Transparenz gewährleistet ist. Was man machen kann ist individuelle Förderhilfen anzubieten, damit ein bestimmtes Lernziel (das für alle gleich ist) erreicht wird. Dabei muss man dann aber darauf achten, dass die Lernziele für eine möglichst große Gruppe von Kindern angemessen sind --> verschiedene Schulformen. Das einzige was also brauchbar wäre, ist eine staatliche Förderung von Nachhilfe.

Das Leben ist nunmal nicht fair, da kann man noch so sehr mit dem Fuß aufstampfen und rummotzen, am Ende muss mans ich einfach damit abfinden. Je früher, desto besser, sonst fällt man nur unnötig tief.
 
Es sind nunmal nicht alle Menschen gleich wichtig ist doch nur das sie auf ihre Art glücklich werden und ich denke dazu braucht man getrennte Schulen damit niemand benachteiligt wird und jeder die Fürsorge bekommt die benötigt wird 🙂

Und ich denke halt, dass wir dazu beides brauchen, eine Art Gesamtschule, die als Lebensschule die Schüler darin unterrichtet sich im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten zu entfalten und sie zu befähigen ein konstruktives Gemeinwesen zu bilden und parallel dazu verschiedene andere Schulen, in denen die Schüler ihren persönlichen Neigungen und Potenzialen entsprechend auf die Aufgaben in verschiedenen funktionalen Bereichen innerhalb unseres Gemeinwesens vorbereitet werden.
 
Ich weiss das viele Politiker Dinge versprechen die sie nicht einhalten. Es liegt aber doch nicht an der Idee an sich?
Es liegt meiner Meinung nach auch an der Idee. Wieso das so ist, habe ich bereits geschrieben. Es liegt aber auch an den finanziellen Mitteln, die nie und nimmer bereitgestellt werden, um die Sache einigermassen funktionieren zu lassen. Fuer die Gesamtschule wurde bereits viel versprochen, was immer noch weit davon entfernt ist, auch nur annaehernd eingehalten worden zu sein. Warum sollten nun noch weitere Versprechungen ploetzlich eingehalten werden? Von daher ist diese Diskussion nichts mehr als Schattenfechten

Naja es gibt auch Privatschulen in Deutschland. Ich mache gerade eine schulische Ausbildung an einer Privatschule. Obwohl ich nicht aus einer Akademikerfamilie komme. Aber das mache ich nicht, weil ich mich ausgrenzen will, sondern weil mir die Schule gefällt. Jetzt ist es so das die meisten auf das Gymnasium gehen und die Realschüler und besonders die Hauptschüler kaum Chancen auf dem Arbeitsplatz.
Sag ich doch, dass es Privatschulen gibt und diese wachsen und gedeihen. Warum wohl? Doch nicht, weil die Eltern zu viel Geld haben! Es geht aber doch bei deinem Thema um die Gesamtschule, also Regelschule, und nicht um (d)eine berufsmaessige Ausrichtung, also vermische doch nicht schon wieder alles miteinander. Schick du mal deine Kinder vom Kindergarten bis zum Gymnasium oder Uni in private Einrichtungen, damit kannst du ein paar Einfamilienhaeuser kaufen. In Privatschulen kannst du bis weit ueber 1000€/ Monat los werden. Findest du die Abgrenzung reicher Kinder in Privateinrichtungen eigentlich gut? Nach deinen bisher gelesenen Threads wohl nicht. Dein naechster Schritt ware dann folgerichtig, dass man diese auch verbieten muesste und eine Zwangseinweisung in die staatliche Gesamtschule.

Aber ich denke das der Ruf doch schon ruiniert ist. Die nehmen doch die Abiturienten. Dann haben doch die anderen nichts zu melden. Außerdem sage ich ja nicht das die jetzigen Gesamtschulen gut sind. Du hast zwar Recht das Gleichmacherei keinem Menschen weiterhilft. Aber Schubladendenken bzw. Selektion schafft auch keine Individuelle Förderung.
Was ruiniert wurde, kann auch wieder hergestellt werden, dafuer braucht man aber nicht zwangsweise alle Schueler in einen Sack packen und das gesamte System zerstoeren. Es ist doch gut, wie es ist: wer nicht auf die Hauptschule will, schickt sein Kind auf die Gesamtschule und schon ist er den Makel des Hauptschuelers los - bis, ja, bis er die Schule mit schlechten Noten verlaesst und spaetestens bei der Berufswahl dann doch wieder als "Hauptschueler" klassifiziert wird. Wo genau ist da der Vorteil fuer alle Schueler? Individuelle Foerderung klappt auch nur dann, wenn der Schueler motiviert ist und sein Intellekt es auch zulaesst.

Aber das Gegenteil ist doch auch keine Lösung. Jeder ist anders, aber jeder braucht die gleichen Startbedingungen.
Gleiche Voraussetzungen gibt es bereits bei der Einschulung nicht. Da gibt es Kinder, die haben vorher noch nie einen Stift in der Hand gehabt, wissen gar nicht, was sie damit anfangen sollen. Kinder, die voellig unzureichend sprechen, nein, nicht nur auslaendische Kinder, auch vermehrt deutsche Kinder. Denen stehen Kinder gegenueber, die bereits schreiben und rechnen koennen, die Zuhause und im Kindergarten gefoerdert wurden, die mit ihren Eltern in Museen gehen, neugierige Kinder, die Fragen stellen und deren Eltern ihnen die Fragen beantworten. Meinst du wirklich, dass da auch nur die geringsten gleichen Startbedingungen vorhanden sind oder je sein werden? Im Gegenteil: die Kluft wird mit den Jahren immer groesser. Wie willst du solche unterschiedlichen Kinder durch 10 gemeinsame Jahre bringen, dabei allen gerecht werden? Einer bleibt immer auf der Strecke: der weniger Lernfaehige oder derjenige, der schnell versteht - oder beide. Da es aber in Deutschland ein Stigma ist, wenn man mehr hat ( mehr Geld, mehr Bildung, mehr "Grips".....), wuerde es auf ein Einpendeln der Lerninhalte auf niedrigstem Niveau hinauslaufen. Mit der Konsequenz, dass Familien, die es sich nicht leisten koennen ihre Kinder auf Gesamtschulen schicken muessten , waehrend sich die Reichen und diejenigen, die sich fuer ihre Kinder querlegen (siehe USA) private Schulen leisten koennen.

Trotzdem muss die Politik auch etwas tun.
Warum muss die Politik was tun, wenn die Mehrheit der Buerger es gar nicht will? In irgendeinem Bundesland (Hamburg?) wurden im Zusammenhang mit der Buegerschaftswahl vor einigen Jahren befragt die Buerger in einem Buergerbegehren gefragt, was sie wollten. Es wurde sich eindeutig fuer das 3-gliedrige Schulsystem entschieden. Du wirst mir sicher nicht weiss machen wollen, dass ein ausgebildeter Gymnasiallehrer sich darum reisst, unbeschulbare desinteressierte Hauptschueler zu unterrichten.
 
Und ich denke halt, dass wir dazu beides brauchen, eine Art Gesamtschule, die als Lebensschule die Schüler darin unterrichtet sich im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten zu entfalten und sie zu befähigen ein konstruktives Gemeinwesen zu bilden und parallel dazu verschiedene andere Schulen, in denen die Schüler ihren persönlichen Neigungen und Potenzialen entsprechend auf die Aufgaben in verschiedenen funktionalen Bereichen innerhalb unseres Gemeinwesens vorbereitet werden.

Gibt es doch schon die Waldorfschulen 😀
 
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