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Anonyme Meldestelle für Schwarzarbeit und Bürgergeldmißbrauch

MATADOR

Aktives Mitglied
Ich habe gerade einen Artikel gelesen, der mich echt aufregt und wüsste mal gerne, wie das hier andere sehen:


Linnemann von der CDU fordert dort:

"Linnemann fordert, dabei »wirklich an die Substanz des Systems« zu gehen. Ein Punkt ist seiner Meinung nach besonders wichtig: »Wenn jemand nachweislich wiederholt einen zumutbaren Job nicht annimmt, obwohl er offenkundig arbeiten kann, dann muss der Staat davon ausgehen, dass derjenige nicht bedürftig ist. Und dann bekommt er auch kein Bürgergeld mehr.«

Und Dagmar Schmidt von der SPD sagt nein!!! Wie kann die SPD da bitte nicht zustimmen? Mich nervt es so gewaltig, wie viele Leute in meinem weiteren Umfeld Bürgergeld kassieren und seit Jahren nebenbei schwarz arbeiten und dies auch frech jedem erzählen. Faktisch kann man diese Leute nicht anzeigen, denn es passiert einfach nichts. Man bekommt weder eine Rückmeldung auf solch eine Anzeige noch erfahren die Leute davon.

Ich bin so sehr dafür, hier die Zügel richtig hart anzuziehen. Da ich dieses Forum eher linkslastig wahrnehme, interessieren mich hier die Gegenargumente, die vermutlich kommen. Ich würde so gerne verstehen, wie man guten Gewissens so eine Meinung wie Dagmar Schmidt vertreten kann, wo der Missbrauch doch so offensichtlich ist. Was treibt diese Leute?
 
Da ich dieses Forum eher linkslastig wahrnehme, interessieren mich hier die Gegenargumente, die vermutlich kommen. Ich würde so gerne verstehen, wie man guten Gewissens so eine Meinung wie Dagmar Schmidt vertreten kann, wo der Missbrauch doch so offensichtlich ist. Was treibt diese Leute?
Vermutlich weil es einfach verfassungswidrig ist, was Linnemann will.
Wenn man Arbeit belohnen will, muss man den Mindestlohn erhöhen umd nicht einfach verfassungswidrige Gesetze fordern, die eh keinen Bestand haben würden, weil sie vom Bundesverfassungsgericht wieder kassiert werden würden.
BTW: Dieses Forum als eher linkslastig zu bezeichnen, bei einem Anteil von AfD-Wählern von etwa 35% ist wohl auch eher an der Realität vorbei….
 
Tja, ich selber kenne es nicht so für mich vom Staat zu leben. Ich habe lieber schlecht bezahlte und miese Jobs angenommen um mich selber zu ernähren, als Transferleistungen zu beziehen.
Mein akademischer Bruder mit Diplom jedoch bezieht seit über 30 Jahren Transferleistungen weil er "für das Geld für das Du arbeitest, ich nicht mal aufstehen würde" so seine Äußerung mir gegenüber.

Wir sind in einer Welt in der es üblich zu sein scheint zu schreien "ich will, mir steht zu, ich möchte mehr, aber mit Gegenleistung, das muss ja nicht unbedingt sein, oder". Problem nur, dass die melkende Kuh langsam am Ende der Gebermöglichkeiten ist. Ich gehe davon aus, dass sich über die nächsten Jahre sehr viel ändern wird und jene wie mein Bruder, die nur froh waren, dass sie auch ihr BAFÖG nicht zurückzahlen mussten, sich noch gehörig wundern werden.

Ich habe 35 Jahre gearbeitet bevor ich einseitig erblindete. Ich habe nun eine Erwerbsminderungsrente und muss nicht regelmässig irgendwelche Ämter um irgendetwas bitten und muss bibern, ob ich meine Kosten der Unterkunft wie Strom selber zahlen kann. Schon mal ein Punkt, der rechtfertigt, dass ich ein hartes Arbeitsleben hatte während mein Bruder bis nachmittags geschlafen hat und sich nie bei Arbeit einen Bruch geholt hat, dafür aber die Nächte feiernd verbracht hat.

Allein, dass ich mir keine Gedanken machen muss, was ab dem nächsten Jahr anders werden wird in der Grundsicherung bietet mir soviel Beruhigung, dass es ein hartes Arbeitsleben wert war.

Aber auch mit dieser Meinung bin ich ziemlich alleine 🙂

Gruß von Grisu
 
Ich bin dafür, dass man "denunziert", wenn man von so einem Missbrauch weiß.
Das ist doch legal, wenn man einem was klaut, dass man das anzeigen kann.
Mir hat ein Briefträger erzählt, dass er riesen Summen am Anfang des Monats einer Sozialbetrügerfamilie auszahlte, die vom Ausland nur zum Abkassieren auftauchte am Auszahlungstag. Dem wurde nachgegangen und das wurde dann überprüft und aufgedeckt.

Bei uns in Österreich ist ständig zu hören und zu lesen, dass man wieder welche erwischt hat, wahrscheinlich um die anderen vorzuwarnen, die das versuchen.

Lieber Matador, eigentlich ist dir selbst nichts genommen, wenn da draußen jemand unfair ist und falls du jemanden kennst, dann gibts sicher Behörden, an die du dich wenden kannst.
 
Das muß man wie immer von 2 Seiten sehen.
Jährliche Sozialausgaben und Schaden durch Sozialbetrug. Ich sehe da Handlungsbedarf.
Was passiert mit den Jobs, wenn ich nach 3 mal " Nein ", recht weit nach unten durchgereicht werde?

Es bräuchte ein gerechtes System. Welches aber nicht gibt, und vermutlich auch nie geben wird.
Vieleicht ist so ein System auch gar nicht möglich. Wobei ich denke, es sollte möglich sein.

Ja und diese plakativen Forderungen, beider Seiten bringen im Grunde nichts.
Weder kann, darf oder will ich den Wohlhabenden alles weg nehmen, noch kann grenzenlos Geld in die Sozialsysteme gesteckt werden.

Ja und dieser Fall, trägt wieder nicht dazu bei, endlich eine Politik zu machen, der die Bürgen aus gutem Grund vertrauen und vertrauen können.
 
Zumindest Schwarzarbeit auf dem Bau kann jeder melden der davon erfährt, dafür ist nicht das Finanzamt, sondern der Zoll zuständig, weil da oft auch ausländische "Selbständige" betroffen sind. Wenn ein Sozialbetrüger offensichtlich sehr hohe unversteuerte Einnahmen hat weil er damit unverhohlen protzt, ist dagegen die Steuerfahndung der richtige Ansprechpartner. Das läuft nicht immer übers Sozialamt!
 

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