Natürlich hoffe ich darauf, dass ein Erbe für mich übrig bleibt, aber die Form des Erbes (Geld, Haus, sonstwas) ist mir egal.
Denke mal nicht an Deine Mutter, sondern daran, wie Dein Erbe zu erhalten wäre.
Das erscheint mir in Deiner Situation als das einzig Sinnvolle.
Das Problem des Unterhaltes an meine Mutter ist das daraus entstehende Abhängigkeitsverhältnis in Kombination mit einem "Loch ohne Ende". Was geschieht wenn ich ihr jeden Monat Geld zahle und es doch nicht reicht, weil sie für ihre Haustiere mit einer 500 € Tierarztrechnung kommt. Dann wird sie sagen "Ich konnte das Tier ja nicht sterben lassen". Am nächsten Tag ist vielleicht die Heizung kaputt und die Reparatur kostet 2.000 €. Soll ich sie dann frieren lassen?
Würde ich so nicht machen.
Und am Ende wird sie pflegebedürftig und die Pflegekasse kassiert das Haus oder sie macht im Alter irgendeinen Blödsinn oder wir streiten uns und sie ändert ihr Testament?
Pflege zu finanzieren wird vielleicht tatsächlich irgendwann Thema.
Also solltest Du vorsorgen, Dich vorbereiten.
Meine Mutter will, dass ich ihr ohne Gegenleistung helfe.
Du willst auch keine Gegenleistung, Du willst eine Absicherung ihres möglichen Pflegebedarfs.
Und da Du nichts zu verschenken hast, kannst Du ihr nur einen Tauschhandel anbieten:
Das Haus wird nach Prüfung, ob eine Grundschuld vorliegt, umgehend auf Dich überschrieben, wenn es schuldenfrei ist.
Du baust das Haus so um, dass sie ein, zwei Räume plus Badezimmer für sich hat.
Die Heizkosten für diesen Bereich übernimmst Du (besser für Bausubstanz, wenn gleichmäßig geheizt wird, sollte unabhängig von ihrem Stromkreis sein). Sie kann da also warm und sicher leben.
Der Rest des Hauses wird vermietet (und finanziert so hoffentlich den Umbau, muss sie ja nicht wissen).
Zu Tierhaltung legst Du dann als Hausbesitzer Beschränkungen auf.
Und das möchte ich nicht.
Gut, vertritt diese klare Position ebenso klar.
Mach glasklar, dass es das so wie in ihren Vorstellungen nicht geben wird.
Du kannst dafür sorgen, dass sie in diesem Haus bleiben kann, nie mehr befürchten muss, ausziehen zu müssen oder nicht heizen zu können.
Wenn das Haus Dir übertragen wird und sie in einem Teil des Hauses Wohnrecht erhält sowie Du für diesen Teil die Heizkosten (oder Stromkosten, wie Du willst) trägst.
Heute meinte sie der Makler hätte gesagt, ob "ihr nicht ihr Sohn aushelfen könne". Zuvor hatte sie mir mal gesagt, dass ich ihr doch bestimmt helfen würde damit "das Haus nicht unter den Hammer kommt".
Nutze solche "Nettigkeiten" nächstes Mal direkt, um ihr Dein Angebot zu unterbreiten. Idealerweise mit Zahlen untermauert, Kosten, die auf sie zukommen und wo sie in einigen Jahren steht.
Dass Du ihr kein Pflegeheim bezahlen kannst, dafür ihr Haus erhalten werden muss.
Geh gar nicht mehr anders darauf ein, nutze jede Gelegenheit um Dein Angebot zu wiederholen. Sie wiederholt ihre indirekten Anspielungen schließlich auch immer wieder.
Das derzeitige Problem ist entstanden, weil meine Mutter gewartet hat bis sie pleite ist. Und jetzt sie finanziell handlungsunfähig.
Ein guter Zeitpunkt für Dich, eine vernünftige Lösung durchzusetzen.