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Hilfe, ich gebe zu viel Geld aus!

Ich habe ein großes Problem. Und zwar bin ich jetzt 49 Jahre alt, bekomme es aber nicht auf die Reihe, Geld für später zur Seite zu legen.

Als Schülerin war ich noch recht sparsam. Meine Eltern waren aber sehr streng und haben mir all die schönen Dinge, die andere Teenager gemacht haben, nicht erlaubt... also Disco, Partys, Kneipen, Kino usw. Als ich Anfang 20 war und mein eigenes Geld verdiente, habe ich alles nachgeholt, was ich versäumt hatte. Bin ständig unterwegs gewesen, habe getrunken, geraucht und mein ganzes Geld fürs Vergnügen rausgehauen. Dabei hätte ich schon einiges sparen können, weil ich damals noch bei meinen Eltern gewohnt habe und zu Hause nicht viel abgeben musste.

Mit 30 zog ich aus, hatte anfangs weniger Geld und nahm dann einen Nebenjob an. Meine Freunde von früher waren inzwischen verheiratet, hatten Kinder und zogen sich zurück. Ich fühlte mich zunehmend einsam und lernte auf einem Festival einen Mann kennen, mit dem ich mich anfreundete. Er stellte mir seine Welt vor... die Welt der Musik, denn er besuchte sehr viele Konzerte und Festivals und reiste für seine Lieblingsbands durch ganz Europa. Ich tat es ihm gleich, weil ich dieselbe Musik mochte und natürlich, weil ich gerne Zeit mit ihm und seinem Freundeskreis verbringen wollte. So viele Reisen gehen natürlich auch ins Geld, irgendwann war es wieder too much.

Mit Anfang 40 lernte ich meinen Partner kennen. Irgendwann kam Corona, ich fand eine Arbeitsstelle in seiner Heimat und zog zu ihm. Mein Leben wurde viel ruhiger, das Geld auf meinem Konto immer mehr. Irgendwann war ich raus aus den Schulden (2.300 Euro) und sparte mir etwas mehr als 10.000 Euro an. Doch leider war der Zustand nicht von Dauer.
Mithilfe von teuren Coachings wollte ich mein Geld zeitnah vergrößern, was nicht geklappt hat. Und dann habe ich angefangen, öfters mal Lotto und andere Lotterien zu spielen. Das hat erst Recht nicht funktioniert. Nun ist mein Kontostand wieder fast auf 0 und ich bin total verzweifelt.

Im Alltag bin ich ein wirklich sparsamer Mensch. Aber irgendwie schaffe ich es immer wieder, mein Geld sinnlos zu verpulvern. Kann mir jemand einen Rat geben, was ich dagegen tun könnte?
 
Mein letztes Coaching liegt jetzt 1,5 Jahre zurück.
Lotto habe ich am 11. Juni zum letzten Mal gespielt.

Es ist nicht so, dass ich innerhalb von wenigen Jahren fast 10.000 Euro ausgegeben habe. Mein altes Auto hat im Frühjahr den Geist aufgegeben, ich musste mir kurzfristig einen neuen Wagen kaufen. Das war eine notwendige Anschaffung und keine sinnfreie Ausgabe.
Wenn ich aber kein Geld für Coaching und Lotto ausgegeben hätte, würde mein Kontostand heute um einiges besser aussehen.

Ich möchte auch versuchen, einen Nebenjob zu finden. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn man in Vollzeit arbeitet. Für mich kommt halt nicht alles in Frage, weil ich körperlich nicht so belastbar bin. Als Reinigungskraft oder Bedienung könnte ich nicht arbeiten.
 
Geldsparen fühlt sich oft wie reine Disziplin an.
Aber in Wahrheit hilft es, Strukturen und Routinen zu schaffen, die dir das Sparen leichter machen.
Das mit dem Dauerauftrag ist sehr gut.
Am besten, du fängst klein an, mit 1% deines Einkommen und steigerst jeden Monat +1% bis es sich für dich gut anfühlt. Aber kein Onlinekonto, sondern ein Sparkonto mit Ausgabenverzögerung. So bist du gezwungen mindestens eine Nacht drüber zu schlafen, bevor du in Versuchung kommst um es auszugeben.
 
Ich möchte auch versuchen, einen Nebenjob zu finden. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn man in Vollzeit arbeitet. Für mich kommt halt nicht alles in Frage, weil ich körperlich nicht so belastbar bin. Als Reinigungskraft oder Bedienung könnte ich nicht arbeiten.

Das halte ich für eine Schnapsidee. Würde ich körperlich auch nicht schaffen. Und Freizeit ist auch wichtig, du musst auch mal relaxen.

Arbeite lieber an den Ausgaben. Das meiste haben dich sicher die Coachings gekostet, nehme ich an.
Aber das machst du ja ohnehin nicht mehr.
 
Hallo du,
ich gebe sehr viel Geld aus wenn ich traurig bin weil mich die Dinge dann kurzzeitig Glücklich machen. Also in Phasen der Depression und in Phasen von niedrigem Selbstwert.
Wie ist es bei dir?

LG HerzSchweigStill
 
Ich sag's mal so, das Geld was jetzt reinkommt ist weniger als das Geld was rausgeht und früher war es anders , da kam mehr Geld rein...da hast Du alles richtig gemacht und deshalb 10.000 angespart.

Jetzt hast Du natürlich den Floh ins Ohr gesetzt bekommen, aus Geld generiert sich mehr Geld, wenn man nur das richtige tut, Beispiel hier , Beispiel da , aber alles was rauskam bei der ganzen Hoffnung, die Du Dir geleistet hast, ist - Hoffnung erloschen , Geld verronnen...sozusagen.

Lotto halte ich jetzt nicht für den Kostenfaktor, weiß aber ja auch nicht was Du wie warum gespielt hast, weißt Du aber ja selbst ......

Du schreibst kostenintensive Coachings ......die meisten bieten so etwas an , um an das Geld von Leuten wie Dir zu kommen.

Aber ein Weg der mehr oder weniger sicher ist, ist der des ungeschriebenen Gesetzes......das geht so

wenn Du etwas mit 100 Euro bewerten würdest , so das Du sagst, " Das ist genau 100 Euro wert "
und das ein realistischer Wert ist, so findest Du jemanden
der genau diese Sache für 80 Euro anbietet, bspw. weil er Geld braucht.......

und genauso findest Du jemanden der Dir diese Sache für 120 Euro abkaufen wird, weil er diese Sache gerne schnell haben will.

Natürlich ist es gut , wenn Du Dich mit den Preisen auskennst .....aber es ist hier auch notwendig.

Wenn Du aber, gesetzt der Fall, dem Gesetz folgst...dann verdienst Du am ersten Tag vielleicht nicht direkt die vollen 40 Euro.....aber einen Teil.
Investierst Du nun das verdiente Geld , würdest Du am Zweiten Tag etwas für 140 ( wenns optimal läuft kaufst Du für 80 und verkaufst für 120 ) kaufen , was aber eigentlich dann gekauft wird für... 210 oder so !!! denn wenn Du es für 140 bekommst ist es diesmal ja nicht 80 die Du investierst, sondern 80 und 60 und aus den 80 werden 140 und aus den 60 werden ....

klar geht das nicht klar auf mit 100 Wert und 80 finden und 120 kriegen....aber nahezu...!!!

Du kannst ja die Verkäufe bei Ebay oder Kleinanzeigen machen .....zusätzlich zu anderen Mediendingern oder Mundpropaganda ...Du wirst sehen wenn das läuft ....wirst Du halt Händler oder sowas ....besorgst Dir nen Gewerbeschein und zahlst brav die Steuern.....

Wichtig ist halt wohl das Du sagst ( wie beim Lotto - wenns nicht klappt klappts nicht 100 Tacken weg egal ...)
das es Dir nicht wichtig ist, sondern wichtig ist das günstige zu finden, sowie die Offerte zu verkünden, das Du bereit bist das "Tolle" abzugeben....

Wenn Du irgendwann wieder mit 10.000 jonglierst und Dich auskennst ...macht das ja auch Sinn ....
 
Haushaltsbuch führen? Um ein noch besseres Gefühl zu bekommen wie schwierig es ist sich was zu verdienen und zu behalten und somit noch mehr es zu schätzen, könntest du einen Garten betreiben und dort Gemüse usw. anbauen. Oder ablenken durch Hobbys? Geld verpulvern kann man auch einschränken, wenn man zum Beispiel nur einmal pro Woche einkaufen geht. Man kann auch sich überlegen, ob es was bringt sich durch ein Lottogewinn sich großartig Hoffnungen zu machen. Wenn man mal die Gewinnwahrscheinlichkeit gesehen hat, für einen ganz großen Gewinn, ist es fast sinnlos überhaupt zu spielen... Das kann man, wenn überhaupt, dann nur mal manchmal machen/probieren... Ich sehe auch manchmal Leute oft Kleinigkeiten einkaufen, fast so als würden die ihren Konsum mancher Produkte einschränken. Guck, ob du das auch mal willst oder kannst. Schau wo du sparen könntest. Beispielsweise könnte man versuchen Geld für Brot öfters auszugeben und davon öfters zu Leben mit verschiedenen Belagen, die nicht ganz so teuer sind. So gibt es etwa hauseigene Marken von Supermärkten und Discountern welche billiger sind für einem. Auch könntest du um etwas mehr Vitamine und Mineralien zu bekommen deine Brotscheiben dann auch mit etwas Kräutern aus den Märkten oder von den hiesigen Gärtnern belegen und sie die Pflanzen weiterwachsen lässt und länger daran einen Nutzen hast, sofern du das wünschen würdest. Aber wie du willst, das sind nur Möglichkeiten von vielen sicherlich. Oder du kaufst dir Produkte, die bekannt dafür sind, dass sie schon einiges wegstecken können und haltbar/stabil sind, damit du nicht so viel Geld ausgibst. Ich hoffe, dass hier etwas für dich dabei ist, was dir weiterhilft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Bin ständig unterwegs gewesen, habe getrunken, geraucht und mein ganzes Geld fürs Vergnügen rausgehauen. Dabei hätte ich schon einiges sparen können, weil ich damals noch bei meinen Eltern gewohnt habe und zu Hause nicht viel abgeben musste.

Das war bei mir und vielen anderen genauso. In den Zwanzigern haben wir halt gelebt. Erfahrungen gesammelt, die anders reich machen.

Irgendwann war ich raus aus den Schulden (2.300 Euro) und sparte mir etwas mehr als 10.000 Euro an. Doch leider war der Zustand nicht von Dauer.

Da waren dann die Wünsche größer als die Sparrate 🙂

Mithilfe von teuren Coachings wollte ich mein Geld zeitnah vergrößern, was nicht geklappt hat.

Coachings brauchst Du auch nicht.

Und dann habe ich angefangen, öfters mal Lotto und andere Lotterien zu spielen. Das hat erst Recht nicht funktioniert.

Lotto = Idiotensteuer.

Nun ist mein Kontostand wieder fast auf 0 und ich bin total verzweifelt.

Warum? Du wolltest es so.

Im Alltag bin ich ein wirklich sparsamer Mensch. Aber irgendwie schaffe ich es immer wieder, mein Geld sinnlos zu verpulvern. Kann mir jemand einen Rat geben, was ich dagegen tun könnte?

Dagegen hilft folgendes bei mir am besten:

1.) ich verwende drei kostenlose(!) Konten, um alles sauber zu trennen und mich zu kontrollieren.

a) ein Eingangs- und Vermögenskonto. Daran angeschlossen sind ein Depot und ein Tagesgeldkonto. Ins Depot laufen Sparpläne. So spare ich monatlich immer eine feste Summe in (hauptsächlich) "langweilige" Anleihenfonds und risikoarme Aktienfonds. Konto/Depot/TG sind kostenlos.

b) ein Ausgabenkonto für Daueraufträge (Versicherungen, Vereine, etc.). Das Konto ist ein Konto, dass bei Mindesteingang kostenlos ist. Ich schicke hierauf vom Vermögenskonto Geld. Ein Teil bleibt drauf, das meiste geht weiter an

c) ein Einkaufskonto mit Kreditkarte und Depot. Ich habe herfür ein kostenloses Konto bei dem ich sogar 1% Cashback auf meine Einkäufe bekomme und Zinsen aufs Guthaben. Immerhin sinde es am Ende des Jahres über 100 Euro. Andere haben hier ein Konto, was 70 Euro im Jahr kostet, da bin ich also 170 besser gestellt.
Die Psychologie dabei: So macht es noch mehr Spaß, immer ein Auge drauf zu haben.
Außerdem sieht man aber vor allem sofort, was man wo ausgegeben hat und diszipliniert sich.
Das Einkaufskonto hat ebenfalls ein angeschlossenes Depot. Hierhin sammle ich Vermögen über einen kleinen Sparplan vom Einkaufskonto für die nächste größere Ausgabe. (Wird ein teuereres Fahrrad bei mir.) Vorteil: Ich geh nicht ans Vermögenskonto.

2.) Bescheidenheit leben

Öfter Eintöpfe für mehrere Tage kochen. Für die Schärfe noch etwas Geizigkeit 🙂
Aber für die Balance auch gerne mal die Zeche übernehmen, wenn man mit ner Freundin Kaffetrinken war.

3.) Ausgaben optimieren

Alles, was Du an Vereinsmitgliedschaften, Spenden etc. jeden Monat raushaust: PRÜFEN!
Alle Versicherungen die Du hast: PRÜFEN
Alle Energieversorgungsverträge: PRÜFEN
Motto: Es geht auch ohne / billiger.

Du wirst Dich wundern, wieviel Euro pro Monat Du plötzlich sparen kannst OHNE dass es Dir dadurch schlechter geht!

Viele Grüße
Stardust
 
Nun ist mein Kontostand wieder fast auf 0 und ich bin total verzweifelt.

Gratuliere, du hast keine Kredite, keine ewigen Zahlungen und Verpflichtungen aufgehalst. Also noch hast du mehr, als die meisten. Ein überzogenes Konto ist nicht da, du bist im Plus!

Du schaffst das sicher, dich wieder hinaufzuarbeiten auf ein Mehr.

Ich finde sparen einerseits gar nicht schlecht, hab wegen einer Not-Phase wirklich gut haushalten gelernt ( Zwangsweise, sonst hätte ich das nie geschafft, weil ich gerne verschwenderisch bin)- jedenfalls, verzweifelt brauchst du nicht sein. Sei Erfinderisch, siehe das als kreative Herausforderung.
 

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