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Gedankenspiel: Umzug von Haus in Wohnung

Mir geht es ähnlich, ich werde mein Elternhaus auf Kurz oder Lang vererbt bekommen. Meine Eltern haben mich gefragt ob ich ihr Haus übernehmen möchte, Platz wäre genug für alle. Aber mir graut es auch im Alter ein altes Haus als Klotz am Bein zu haben. 200qm Haus, großer Garten 2000qm - auch ich müsste hier sicherlich 300-400k nochmal investieren damit es wieder "modern" wird, doch will ich das überhaupt ? Auch ich verbinde mit dem Haus viele Emotionen und schöne Erinnerungen, ein Verkauf würde mir echt schwer fallen.
 
Sanierst du Dein Haus eigentlich selbst oder hast du damit eine Fachfirma beauftragt ?
Einige kleinere Dinge wie Wände streichen und Türen lackieren habe ich selber gemacht. Aber das meiste lasse ich von Fachfirmen machen, teils auch garnicht anders möglich.

Die aktuelle Kellersanierung mit Paraffin Injektion selber machen praktisch unmöglich, Elektrik, PV Anlage, Fenstertausch etc. auch praktisch kaum möglich wenn man nicht gerade selber Fachmann ist.

Teilweise kann man Nebenarbeiten selber machen um etwas zu sparen. Die alte Holzvertäfelung im Keller hätte ich z.B. selber abmachen können. Das Problem ist aber meist das drumherum bzw. in dem Fall die Entsorgung. Ich habe bei mir im Ort mal nachgefragt: Ein Bauschuttcontainer kostet 500 € Miete am Tag!

"Schönarbeiten" wie streichen, tapezieren usw. kann man selber machen, alles andere lasse ich aber machen.
 
Der Beitrag könnte meiner sein.
Wir haben uns das Haus meiner Großeltern auch ansatzweise schön gemacht und derzeit lebe ich dort allein mit meiner Tochter nachdem ich mich von meinem Mann getrennt habe.
Er kommt zwar ab und an und wir haben ein freundschaftliches Verhältnis, aber ich frage mich auch wie das mal im Alter werden soll und es ist auch vieles zu machen, was jetzt auf der Strecke bleibt, seitdem wir getrennt sind. Die Eckdaten stimmen mit unseren überein. Ist auch ein sehr altes Haus.
Ich hoffe immer noch darauf, dass meine Tochter später jemanden kennen lernt und Kinder bekommt, aber realistisch gesehen ist das auch eher eine Utopie, weil viele junge Menschen die Dorfgegend verlassen. Ich würde die Entscheidung an deiner Stelle nicht von heute auf morgen treffen.
Vielleicht lernst du ja doch noch jemanden kennen.
Bei unseren Nachbarn kam es ganz anders und die Nachbarin, der das Haus gehörte hatte Krebs, ihr Mann übernahm es und suchte sich später eine neue Frau.
 
Erstmal würde ich klären ob du da alleine bleiben willst?

Evtl machst du ein WG auf?
Findest eine Partnerin mit Kind(er)

Den Garten kannst du pflegeleicht gestalten...
Alles raus Wiese rein und Mähroboter.
Im Sommer lässt du die Wiese vertrocknen ( kommt wieder)

Sanierung mache das was du jetzt für wichtig erhälst.

Denke dran im eigenen Haus bist du der Chef.....
In einer Wohnung hast du selbst bei gekauft ( Hausgeld und nur Mitbestimmung)

DEin Leben und deine Entscheidungen kann dir zum Schluss keiner abnehmen🙂

Aber auf Dauer alleine im Haus sitzen würde ich wohl nicht....
 
Meine Frau und ich waren 48, als wir uns bewusst für ein Haus fürs Leben im Alter entschieden. Wir kauften einen alten Resthof von 1748 und sanierten ihn komplett barrierefrei. Wir lieben unser Haus ( 3 seperate Wohnungen mit insgesamt ca 300 m² Wohnfläche und unser ca. 5000 m² großes Grundstück). 2x im Jahr kommt der Gärtner und bringt unseren wunderschönen Naturgarten in Form, und wenn zwischendurch auf den Graswegen das Gras zu lang wird, fahre ich die mal mit dem Rasenmähertraktor ab. Außerdem habe ich dort einen kleinen Hundeparkur für meine Hunde und viele Obstbäume. Auch ca 50 m² Hochbeete habe ich dort angelegt. Damit haben wir fast alles Obst und Gemüse fürs ganze Jahr. Auch Geflügel und Eier haben wir selber. Komplett autark sind wir mittlerweile bei der Energieversorgung (PV, Wind und Wärmepumpe). Es war uns nicht wichtig, ob sich das alles rechnet, aber das tut es.
Wir leben in einem kleinen Dorf, was aber alles fußläufig zu bieten hat, wss man so braucht ( Hausärzte, Zahnarzt, Herzspezialist, Aldi, Edeka, Netto, Bäcker, Post, Frisör, Fußpflege, Sparkasse, Volksbank, ein paar Restaurants, gute Anbindung an Öffies sowie Bahn, viel Platz zum spazieren gehen, ob am Wasser, im Wald oder im Feld und vieles mehr. Und sehr viel Ruhe.
Die ersten Jahre haben unsere Kinder und Enkelkinder mit hier gelebt, sie haben mittlerweile eigene Häuser in der Nähe. Eine der Wohnungen haben wir jetzt an unsere Haushaltshilfe vermietet. Die andere obere Wohnung ist derzeit noch Gästewohnung und Werkstatt sowie Entspannungsbereich. Aber wenn ich (derzeit Pflegegrad 3) oder auch meine Frau (ohne Pflegegrad) irgendwann mal so Hilfebedürftig werden, dass wir auf Pflege von außen angewiesen sind, kommt Pflege ins Haus, welche oben in der 2. Wohnung (3 Zimmer, Küche, Bad und Gartennutzung wenn gewünscht) leben kann so sie möchte und könnte sogar ihre Familie mitbringen.
So haben wir das vor 13 Jahren geplant. Heute sind wir beide 60 und bereuen nichts. Mit dem Renteneintritt meiner Frau wird dann auch alles abbezahlt sein, was wir aufnehmen mussten und somit sind wir dann komplett schuldenfrei. Da wir beide gute Renten haben (werden) und auch wenig Geld für Freizeit ausgeben, haben wir gute Chancen, hier bis zum Lebensende zu bleiben, wie wir es geplant hatten.

Wir würden nie wieder in eine Etagenwohnung ziehen wollen. Ob Eigentum oder zur Miete. Die Preise sind horrend und es wird auch nicht mehr billiger werden. Davon bin ich überzeugt. Und ein Pflegeheim? Solange sich das vermeiden lässt, vermeiden wir es. Wir wünschen uns, dass wir das ganz vermeiden können...
 
Meine Frau und ich waren 48, als wir uns bewusst für ein Haus fürs Leben im Alter entschieden. Wir kauften einen alten Resthof von 1748 und sanierten ihn komplett barrierefrei. Wir lieben unser Haus ( 3 seperate Wohnungen mit insgesamt ca 300 m² Wohnfläche und unser ca. 5000 m² großes Grundstück).
Das habt ihr aber wirklich sehr intelligent geplant - dafür war aber sich einiges an Eigenkapital notwendig. Ich drücke euch die Daumen das der Plan aufgeht, auch später mit einer ggf. Pflegekraft im Haus.

@Andreas900
Wie ich rausgelesen habe nutzt du nur die Hälfe deines Hauses, wieso hast du nicht geplant das Haus in 2 Wohneinheiten aufzuteilen und ggf. eine Wohnung davon zu vermieten ? Diese hättest du mit Nutzungsrecht vom Garten mit vermieten können.
 
@Andreas900
Wie ich rausgelesen habe nutzt du nur die Hälfe deines Hauses, wieso hast du nicht geplant das Haus in 2 Wohneinheiten aufzuteilen und ggf. eine Wohnung davon zu vermieten ? Diese hättest du mit Nutzungsrecht vom Garten mit vermieten können.
Schwierig. Das Haus kein keine separaten Wohneinheiten, das Treppenhaus ist offen und es gibt nur ein Badezimmer und eine Küche.
Eine Aufteilung in 2 Wohneinheiten wäre möglich aber mit erheblichem Umbauaufwand versehen.

Ich möchte es aber auch nicht. Ich würde mich im eigenen Haus wie ein Mieter in einem Mehrparteienhaus fühlen und hätte gerade die Ruhe und Freiheit verloren, die ein eigenes Haus bietet. Und im Alter müsste ich mich weiterhin um die Instandhaltung der Immobilie kümmern. Schlimmer noch: Wohne ich da alleine, bin ich zu nichts verpflichtet. Habe ich einen Mieter, MUSS ich gewisse Schäden beheben.

Ich glaube stand heute wäre es die beste Lösung für mich noch eine ganze Weile im Haus wohnen zu bleiben, Freiheit, Ruhe und Garten zu genießen. Und im Alter dann in einem barrierefreie Wohnung zu ziehen. Vielleicht sogar in eine Mietwohnung, denn dann habe ich gar nichts mehr mit Instandhaltung zu tun. Und mit einem hausverkauf im Rücken, habe ich dann auch genug Geld um mir eine schöne Wohnung zu mieten.
 
Das habt ihr aber wirklich sehr intelligent geplant - dafür war aber sich einiges an Eigenkapital notwendig. Ich drücke euch die Daumen das der Plan aufgeht, auch später mit einer ggf. Pflegekraft im Haus.
Das mit dem Eigenkapital ist so. Ohne ist es zwar auch möglich aber eben auch sehr teuer. Der Zufall kam uns zur Hilfe, da ich eine große Nachzahlung bekommen habe und damit das Haus fast schon bezahlt war. Wir haben in den letzten 12 Jahren sehr viel ins Haus rein gesteckt, weil ich unter anderem eine schwere Angst- und Panikstörung habe und es für mich sehr schwer zu tollerieren ist, wenn sich fremde in meiner Wohnung befinden oder mich gar anfassen müssen. So habe ich für mich den am besten gangbaren Weg gewählt und ich wünsche mir, dass das alles so funktioniert.
Ob und wie das später mit der Pflegekraft funktioniert, steht in den Sternen. Man muss ja auch jemanden finden, was nicht leichter wird... Aber es macht ein gutes Zukunftgefühl, zumindest die Möglichkeiten soweit geschaffen zu haben...
 

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