Rhenus
Sehr aktives Mitglied
Rhenus,
ich weiß ja nicht, wie alt Du bist, aber ich seit ich Bundespräsidenten-Wahlen verfolgt habe, saßen in der Bundesversammlung neben den Vertretern des Bundestages immer irgendwelche Promis als Wahlmänner oder Wahlfrauen.
Und was soll das sagen?
War immer so und deshalb gut?
Zudem werden diese "Wahlmänner" doch auch von den Parteien bestimmt.
Wen aber repräsentieren sie? Das ist doch die Frage...
Das ist Zynismus pur!Schon die Wahl Lübkes verlief so, Heinemann`s, Scheel`s und all die folgenden auch. So ist das Procedere im GG gedacht. Wem das nicht gefällt, muss Mehrheiten organisieren, um das GG entsprechend zu ändern.
Denn das hat man uns bis zur Wiedervereinigung versprochen! Es steht auch im
Art. 149 GG
Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.
Mir ist nicht bekannt, wer von den Kritikern hier aus dem Osten kommt. Euch aber halte ich dann entgegen, dass es gerade, oft unabhängig von der Partei, Politiker aus dem Bereich der ehemaligen DDR waren, die den Beitritt der ehemaligen DDR zum Geltungsbereich der Bundesrepublik lautstark einer plebiszitären Lösung vorzogen.
Ja gut, jeder hat so seine Vorurteile...
Und man sollte mal langsam nicht mehr demokratische Gesinnung, in Ost und West, aufteilen...
Zudem.
Dafür müsstest du aber mal einen Beweis bringen!
Das reihe ich solange in die Kategorie "Sagen und Märchen" ein...
Diese Lösung scheiterte nicht zuletzt und vor allem an der zwar verständlichen, aber deutlichen Ungeduld der Ostdeutschen.
Auch das ist Legende und Märchen. Es ging darum, schnellstens Fakten vor mehr Demokratie zu schaffen...
England wurde überrumpelt, bevor sie eine Phalanx der Gegner aufstellen konnten.
Gegenfrage: Ich bin so alt, dass ich sowohl politische, wie auch verwaltungsmäßige Aufbauleistung bei der Wiedervereinigung erbracht habe. Zudem habe ich viel über das Thema veröffentlicht.
Also denke ich, dass ich über das Thema schon etwas weiß und auch zudem viele Interna kenne.
Zudem hat unsere Verfassung damit absolut nichts zu tun, denn sie kann jederzeit geändert werden.
Oder meinst du, die Wiedervereinigung wäre an dieser Frage, den Bundespräsidenten vom Volk wählen zu lassen, gescheitert?
Oder die Alliierten hätten dann deshalb eine Zustimmung versagt?
Ich will dir aber sagen, was intern als Grund genannt wurde, es war genau das Verhalten was Gauck an den Tag legt, wenn er Wähler beschimpft und demokratische Wahlen kritisiert, um Parteien und politische Willensbildung zu zensieren.
Das ist unwürdig und ein Bruch seiner Neutralitätspflicht!
Man traut ganz einfach seinem Volk nicht, während andere Wendehälse fett in den Parteien sind und man zuließ, sich die Taschen zu füllen!
Viele von denen wechselten innerhalb von Wochen ihre Meinung und ließen den Handelnden kaum Spielraum.
Burbacher
Entschuldige, das ist Geschichtsfälschung, weil die West-Parteien längst da waren und alles klar vom Westen gesteuert war.
Das weiß ich nun aus meiner Arbeit genau.
Zudem ist das ein Widerspruch in sich.
Die Wiedervereinigung war ein Akt zwischen den beiden Staaten und den Alliierten.
Eine Verfassung hätte man danach beschließen können.
Aber nach deiner Logik sehr aufschlussreich...
Es ist anscheinend dann erlaubt eine Verfassung zu brechen, wenn man kungeln will... Und dem Volk die Macht darüber abzustimmen, nehmen kann.
Ansonsten sollen alte Ladenhüter von Vorvorgenerationen in Ewigkeiten gelten... Weil sie ja eben dem Volk keinerlei Macht geben...
Damals verständlich, heute peinlich.