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Fusionsreaktor

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maximilian

Aktives Mitglied
Hab den Artikel gelesen, typisches Hochjubeln von unausgereifter Technologie auf 50er-60er-Jahre Niveau. Fehlen nur noch die fliegenden Autos und der kleine Fusionsreaktor zuhause. Die wirklichen Probleme, haben sie mit keinem Wort angeschnitten. Mit keinem einzigen Satz, ich war nach dem Artikel schockiert. Wer weiß wieviel Müll die mir in Bereichen auftischen, wo ich mich nicht auskenne, wenn die solche wesentlichen Sichtweisen völlig unter den Tisch kehren..
Wenn du des englischen mächtig bist, lies meine Quelle, da bekommste nachprüfbare Infos und nicht solches Gewäsch wie im Spiegel.

Hier detailliert die Probleme der Kernfusion:
Zum Thema Kernfusion (was ja doch schon thematisch hier reinpasst, weil wohl sehr viele denken die wird dann spätestens laufen):

1.Problem: Tritium-Versorgung. Wasserstoff gibt es zwar zuhauf, aber das Isotop Tritium nicht. Man braucht ca. 20 konventionelle Kernspaltungskraftwerke, um das Tritium für einen 1GW-Fusionsreaktor zu erbrüten. Das Problem ist also völlig ungelöst (Uranerz geht auch zu Ende).

2.Problem: Materialien. Kernfusion erzeugt schnelle Neutronen mit einer sehr großen Energie. Es gibt im Moment noch keine Materialien die das aushalten könnten über eine echte Reaktorlebenszeit. ITER wird zwar wenn er mal angeworfen wird, einen positiven Ausstoß von Energie erzeugen, aber man wird ihn so selten anwerfen, dass die Neutronenbelastung auf die Materialien niedriger ist als in einem konventionellen Spaltungskraftwerk. Im ITER kann man also gar keine Materialien testen. Man müsste extra Neutronenquellen bauen und dann Materialie in deren Neutronenstrahl testen. Baut aber keiner.

3.Problem: Netzsicherheit. Wenn ein 1GW-Kraftwerk (und die müssten eigentlich sogar noch viel grösser werden um richtig effizient zu werden) mal schnell vom Netz gehen muss, hat man entweder schnell hochregelbare Gaskraftwerke mit einer Leistung von 1GW im Hintergrund in Ruhestellung laufen (Kosten und das zukünftige Problem mit welchem Treibstoff man solche schnellen Kraftwerke befeuern soll) oder es bricht vermutlich länderübergreifend das Netz zusammen. Völlig ungelöst, schon der Ausfall von 2 AKWs bringt das Netz an die Grenze.

4.Problem: Abwärme. 1GW-Reaktoren haben auch ne immense Abwärme, schon jetzige AKWs geraten im Sommer mit niedrigen Wasserständen in Probleme, und die Gewässer an denen sie liegen werden deutlich messbar erwärmt. Bei nem viel leistungsfähigeren Fusionsreaktor wär das noch viel mehr Wärme.

(Für einigermaßen im Stoff stehende hier mal ne Quelle von nem Forscher der ETH Zürich:
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/fusionillusions.pdf)

Die Wärme zu nutzen ist nicht so einfach möglich, weil man den Reaktor auch mit Abstand zu Siedlungen bauen muss, weil auch der hochgehen kann, incl. strahlendem Fall-Out.
Nur für die Abwärme könnte ich mir Lösungen vorstellen, die anderen drei Probleme sind im Moment noch nichtmal auf dem Weg der Lösung.
EDIT:
Weiterhin geben sie in dem Artikel zu, dass es noch mehrere Jahrzehnte dauert bis kommerzielle Reaktoren ans Netz gehen werden, sagen aber nicht wie wir mit dem Energiemangel bis dahin klarkommen sollen, und wie man solche riesigen Investitionen, in Form von Geld und Energie, machen soll, wenn nicht mal genug Energie für die Heizung und die Nahrungsmittelindustrie da ist.
Völlig utopisch und lenkt nur davon ab, dass man mit den Mitteln, als Förderung von erneuerbaren Energien, viel mehr gegen die Krise machen könnte.

EDIT2:
Ich spreche hier von einem Gebiet, Energietechnik, wo ich das Grundstudium als Jahrgangsbester in vielen Fächern abschloss. Rede also durchaus von Dingen die ich einschätzen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

mikenull

Urgestein
Hihi, zu Beginn der 73er Ölkrise hat man uns gesagt, das nach dem Benzin das atomkraftgetriebene Kfz kommt...... Das wär mal interessant. Brennstabwechsel an der Tankstelle.
 
D

Dr. House

Gast
Max, ich will hier keine Diskussion starten. Dazu fehlt mir auch das Wissen.

Und dass deine Theorien von den "Energieeinheiten" falsch sind, habe ich dir auch schon gesagt.

Wie gesagt, ich will keine Diskussion, sondern wollte nur einen meiner Meinung nach interessanten Artikel einstellen.

Du wirst mir natürlich auch nachsehen, dass ich dem Spiegel und den beteiligten Wissenschaftlern eher glaube als dir.

PS: Wenn andere diskutieren wollen, natürlich gerne. Nur ohne den Onkel. ;)
 

mikenull

Urgestein
Ich habe eh keine Ahnung. Habe nur gelesen, das man 2006 beschlossen hat in Südfrankreich so ein Fusionsdingens zu bauen. Eine Versuchsanlage für 10 Milliarden Euro, die aber schon in 20 Jahren den ersten Versuch fahren soll. Immerhin soll Uran beim derzeitigen Verbrauch ja noch 60 Jahre reichen. Die Herren sollten sich also beeilen.
 

maximilian

Aktives Mitglied
Und dass deine Theorien von den "Energieeinheiten" falsch sind, habe ich dir auch schon gesagt.
Keine Ahnung, bist vermutlich doch nicht so schlau, wenn du diese Metapher nicht verstanden hast.

Nochmal für alle: ich hab mit einer Metapher erklärt, warum wir keine Energie übrig haben werden für den Bau eines Fusionsreaktors oder von großangelegten Projekten in der erneuerbaren Energie. In paar Jahrzehnten haben wir weniger Energie als alle Menschen zum Leben brauchen. Und da kam meine Metapher: es werden nur noch 19 Energieeinheiten zur Verfügung stehen, aber man hat 10 Menschen die jeweils eine Einheit für Nahrung und eine Einheit für Heizwärme im Winter brauchen. (schau einfach nach welche energiemengen durch Öl+Gas im Heizsektor und im Nahrungsmittelsektor wegfallen und rechne mal aus, ob man diese mit erneuerbaren Energien decken kann!) Irgendjemand wird hungern oder frieren. In so ner Situation kann man nicht noch eine oder zwei Energieeinheiten vom Markt wegnehmen um damit solche Großprojekte zu errichten. Da hat man andere Prioritäten.

EDIT: Haste es immer noch nicht verstanden? Kannst auch statt 19 Energieeinheiten eine bestimmte Energiemenge einsetzen. Fakt ist, bald haben wir weniger Energie als wir benötigen zur Verfügung und werden Probleme bekommen überhaupt noch alle Menschen zu ernähren. Ging doch letztes Jahr schon los.

Glaub nicht mir, sondern lies dir das Dokument des wissenschaftlers der ETH Zürich durch, welches ich verlinkt habe. Da findeste Belege für alle seine Aussagen. Im Spiegel findeste nur Behauptungen, von Leuten die durch Fusionsforschung jahrzehntelang nen Job haben. Wie glaubwürdig.... .
 

mikenull

Urgestein
Interessant Max. Das ist dann wohl die alte Geschichte, nachdem ein Mensch auf der Erde nur 1 Kilowatt pro Tag brauchen darf. Kommt mir bekannt vor.
Na ja, ich - in meiner weisen Voraussicht - hatte ja eh vor mein Windrad und meine Solarzellen weiter zu ergänzen. Und vorgestern war ich ja in der Gegend um Chateau-Salins unterwegs. Man baut Windmühlen in der Mutter des Atomstroms.
 

Anhänge:

D

Dr. House

Gast
Max, ich habe deine Metapher schon verstanden. Aber wie im anderen Thread schon gesagt, sind deine Voraussetzungen vollkommener Unsinn, da:

1. Die Technologie immer effizienter mit Energie umgeht.
2. Energie nicht statisch ist, sprich: Eine Einheit für Nahrung, eine fürs Heizen usw.

Wenn ich mir ne Suppe warm mache, dann verbrauch ich weniger Energie als wenn ich ein Hähnchen in der Röhre habe.

3. Unsere Energiegewinnung (genau darum geht es ja bei der Fusion) sich immer wieder verändert, immer mehr leistet.
 

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