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Frusttagebuch: Mutter

Ja...Ihr zu verzeihen wäre wichtig.
Verändern kannst du sie nicht.
Ich würde mich wesentlich stärker von ihr distanzieren.
Du bist nicht für sie verantwortlich.
Denke mehr an dein eigenes Leben und dein Wohlbefinden.

Dass deine Mutter wie meine Mutter viel zu sehr verwöhnt wurde
und überbewertet aufwuchs und zur Unselbständigkeit erzogen ..denke ich auch.

Aufgrund meiner Erfahrungen mit dem verrückten Verhalten meiner Mutter....gehe ich davon aus.. dass es dunkle verdrängte Geheimnisse aus ihrer Kindheit gibt.
Und dies vermute ich bei deiner Mutter auch.

Du weisst nicht was deine Mutter tatsächlich als Kind erlebte hinter der heilen Fassade ihrer Eltern.
Meine Großeltern waren zu mir auch gut gewesen.
Trotzdem hat meine Mutter vermutlich auch einige nicht schöne Dinge mit ihnen erlebt....und nie eine Therapie gemacht .
 
Ich denke darüber wohl auch oft nach, weil es mich ärgert. Vor einem Jahr war ich bei einem Psychologen, der mir sagte ich solle meiner Mutter "verzeihen", nicht meiner Mutter wegen, sondern meinetwegen. Weil mich selber meine Wut aufregt. "Verzeihen" heißt hier nicht, das Verhalten meiner Mutter gut zu heißen, aber damit abzuschließen. Wenn es sein muss den Kontakt weiter zu reduzieren und zu akzeptieren, dass ich nichts von meiner Mutter zu erwarten habe.
Das war und ist ein sehr guter Rat.
Ich glaube, was mich innerlich aufregt ist der Gedanke, meine Mutter noch irgendwie ändern zu können. Aber das kann ich nicht. Ich muss für mich akzeptieren, dass sie ist wie sie ist. Und in der Konsequenz den Kontakt auf das zu reduzieren was für mich gesund ist.
Genau so ist es.
Du wirst sie nicht ändern können.
 
Sehr gut beschrieben und das Bild Deiner Mutter, das sich daraus ergibt, spricht Bände.
Wichtig ist wirklich nur, dass Du aus dieser belastenden Gedankenschleife herauskommst, denn Du bist nur für Dich verantwortlich und was einem selbst nicht gut tut, das hat im Leben keinen Platz.

Weder Du noch Profis können da wohl noch eine Veränderung erwirken, es ist schlicht zu spät. Das zu akzeptieren ist nicht leicht, aber der erste und wichtige Schritt für den restlichen Weg.
Verzeihen ja, das kann man, nicht für das Gegenüber relevant, nur für sich selbst. Es gibt auch keinen Grund, das der Mutter zu kommunizieren, weil man damit Gefahr läuft, dass sie wieder aufdreht und präsenter wird, was Du nicht gebrauchen kannst.
Um die Tiere tut es mir mehr leid, wenn ich ehrlich bin, denn sie können nichts dafür, dass Deine Mutter nichts auf die Reihe bekommt. Es gibt die Tiertafel, aber ob sie sich dort beliebt macht, das sei dahingestellt. Auch dort gibt es Regeln, die ich jetzt nicht im Detail kenne, aber ich denke, dass die Rationen auf 1-2 Tiere begrenzt sind.
 
Sehr gut beschrieben und das Bild Deiner Mutter, das sich daraus ergibt, spricht Bände.
Wichtig ist wirklich nur, dass Du aus dieser belastenden Gedankenschleife herauskommst, denn Du bist nur für Dich verantwortlich und was einem selbst nicht gut tut, das hat im Leben keinen Platz.

Weder Du noch Profis können da wohl noch eine Veränderung erwirken, es ist schlicht zu spät. Das zu akzeptieren ist nicht leicht, aber der erste und wichtige Schritt für den restlichen Weg.
Verzeihen ja, das kann man, nicht für das Gegenüber relevant, nur für sich selbst. Es gibt auch keinen Grund, das der Mutter zu kommunizieren, weil man damit Gefahr läuft, dass sie wieder aufdreht und präsenter wird, was Du nicht gebrauchen kannst.
Um die Tiere tut es mir mehr leid, wenn ich ehrlich bin, denn sie können nichts dafür, dass Deine Mutter nichts auf die Reihe bekommt. Es gibt die Tiertafel, aber ob sie sich dort beliebt macht, das sei dahingestellt. Auch dort gibt es Regeln, die ich jetzt nicht im Detail kenne, aber ich denke, dass die Rationen auf 1-2 Tiere begrenzt sind.
Die Tiere sind Mittel zum Zweck. Einerseits kompensiert meine Mutter damit, dass sie sich sonst nicht gebraucht fühlt, andererseits wird mit den Tieren emotionale Bestätigung eingeklagt.

Sie selber braucht keine klimatisierte Wohnung, aber die Tiere brauchen sie
Sie selber braucht keine große Wohnung, aber die Tiere brauchen sie
Für sie selber hat sie genug, Geld aber die Tiere brauchen so viel Geld
usw....

Die Tiere sitzen jeweils zu zweit in kleinen Plastik-Käfigen, ein bisschen Streu, ein Holzhaus, das wars. Aber in ihrer Wahrnehmung "tut sie alles für die Tiere" und das wird natürlich von ihr immer betont um bei mir und Anderen emotionale Bestätigung einzusammeln. Reagiert man nicht wie erhofft, ist sie bitterlich böse und wirft einem emotionale Kälte und sonstwas vor.

Es ist der gleiche Spiel seit meiner frühesten Kindheit, wobei früher zu Lebzeiten meine Oma viel abgefangen hat. Ich erinnere mich aber an Gespräche am Küchentisch zwischen meiner Mutter und meiner Oma.
Mal war der unerträgliche Kollege, der fiese Chef oder ein gemeiner Kunde. Meine Oma tröstet meine Mutter über Stunden und Wochen. Dann meldete sich meine Mutter auf der Arbeit krank, weil es ja so "unerträglich" war. Dann kündigte ihr der Chef. Dann bekam sie Arbeitslosengeld und klagte über die Arbeitslosigkeit.

Meine Mutter verhielt sich immer wie das Kind vor einer Klassenarbeit. Einige Tage vorher bekommt das Kind angeblich Husten und hält sich für unheimlich schlau bereits das einige Tage vor der Arbeit anzukündigen. Am Tag der Klassenarbeit tut das Kind dann sterbenskrank und sagt mit gestellt heiserer Stimme "Ich muss zur Schule, wir schreiben die Mathearbeit" um zu erreichen, dass die Mutter sagt "Bleib zuhause, so kannst du die Arbeit ja nicht schreiben".

Und bei meiner Mutter schiebt halt auch immer was vor. Und wenn sie mal dabei erwischt wird, dann hat sie es "vergessen" oder verdreht Dinge im Nachhinein. Teilweise ist das eiskalt böse. Aber gleichzeitig kann sie so dumm, vergesslich, naiv und weinerlich sein, dass man sich denkt, dass sie das doch garnicht böse meint. Das ist tatsächlich auch einer ihrer Lieblingssätze wenn sie etwas schlechtes getan hat: "Das habe ich doch nicht böse gemeint".

Sie bezeichnete eine Dame am Schalter einer Bank (in Hörweite!) mal mit einem rassistischem Schimpfwort. Als ich meiner Mutter daraufhin einen bösen Blick zuwarf meinte sie ebenfalls laut hörbar nur "Das habe ich ja nicht böse gemeint. Von denen gibt es bestimmt auch Gute"

Selbst wenn ich meine Mutter treffe, achte ich daher inzwischen darauf, dass wir niemals unter Menschen sind. Selbst in den Garten geh ich mit ihr nicht, weil ich schräg gegenüber einen türkisch stämmigen Nachbarn habe...
 
Vor einem Jahr war ich bei einem Psychologen, der mir sagte ich solle meiner Mutter "verzeihen", nicht meiner Mutter wegen, sondern meinetwegen.
Genau das hat mein Therapeut mir auch gesagt. (Mein Verzeihen kam allerdings erst mit dem Tod meines Vaters). Danach ging es mir wesentlich besser und ich konnte mit diesem Teil meiner Vergangenheit gesund abschließen. Nicht, dass mich diese Zeit nicht geprägt hätte, aber heute belastet es mich nicht mehr.
 
Deine Mutter hat fast kein Gefühl und keine Sensibilität für andere Menschen und nicht für sich selber.
Sie merkt ihre unbewusst schwierige und verletzende Art selber nicht.

Vermutlich weil sie in einer starken Verdrängungswelt lebt.

Sie hat ein sehr schwieriges Sozialverhalten.
 
Deine Mutter hat fast kein Gefühl und keine Sensibilität für andere Menschen und nicht für sich selber.
Sie merkt ihre unbewusst schwierige und verletzende Art selber nicht.

Vermutlich weil sie in einer starken Verdrängungswelt lebt.

Sie hat ein sehr schwieriges Sozialverhalten.
Das fasst es sehr gut zusammen.

Macht aber auch jeden Umgang mit ihr schwierig, weil sie sich selber so nicht sieht und der Gegenüber keine Chance hat ihr das zu spiegeln.

Das Ergebnis ihres Sozialverhaltens ist natürlich, dass sie praktisch keine Freundschaften und Beziehungen erhalten kann. Ihre Selbstwahrnehmung ist dabei natürlich immer, dass alle Menschen böse zu ihr seien.

Und wie du richtig sagst, verdrängt sie das alles. Deswegen glaube ich ihr durchaus wenn sie wieder mal was "vergessen" hat. Sie verdrängt es so lange, bis in ihrem Kopf es wirklich weg ist und alles wieder "heile" ist.
Sie kann jemanden zutiefst verletzen und beleidigen und hat es nach einer Weile "vergessen" und behauptet sie hätte nie was böses gesagt.

Da kommt man aber halt nicht gegen an. Menschen verändern ist eh selten erfolgreich, aber meine Mutter hat sich über Jahrzehnte so eingemauert. Daran wird sich bis zu ihrem Lebensende nichts ändern.
 
Ja...du kannst sie nicht verändern.
Nimm ihre Sätze nicht so ernst und wortwörtlich.
Spiegel sie nicht wieder....sie versteht es nicht.

Wenn du im Internet etwas über den Narzissmus Charakter liest dann trifft vieles auf deine Mutter zu.
Sie hat Wunden aus ihrer Kindheit.
 


 
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