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Frusttagebuch: Mutter

Andreas hat bereits zahlreiche Beiträge über seine Mutter geschrieben.
Manche Beiträge klangen wie Psycho Krimi Horror Storys.
Die Mutter ist psychisch extrem belastend.
Ich denke auch - in so einer Situation wäre es vollkommen in Ordnung, den Kontakt komplett einstellen zu wollen. Aber: In der Praxis würde das wohl recht schwierig, teilweise nahezu unmöglich... und ginge darum sicherlich wieder mit anderem Stress einher. Deshalb halte ich Andreas' Strategie, einen lockeren Kontakt zu halten, eigentlich für die beste Lösung für alle Seiten.
 
Du hast in der Realität noch kein Elternteil verloren, nehme ich an?
Auch wenn die Frage nicht an mich gerichtet ist, so habe ich für mich beschlossen, dass ich den Kontakt zu meiner Mutter nicht gänzlich abbrechen will. Das ist eine bewusste Entscheidung.

Wird es für mich schwer erträglich, reduziere ich den Kontakt. Und das ist auch das einzige Mittel, was bei meiner Mutter wirkt. Ich kann ihr 100 mal sagen, dass mich dies und jenes triggert aber sie ignoriert es oder gibt mir die Schuld. Grenzen setzen durch Kontaktreduzierung ist das einzig wirksame Mittel.

Im Ergebnis ist das vielleicht sogar gut. Ich habe lange wohl behütet mit meinen Großeltern gelebt und der Tod meiner Großeltern war insofern gut für mich, als dass er mich in die Selbstständigkeit zwang. Hätte ich eine sehr enge Beziehung zu meiner Mutter und hätte sie (wie sie wollte) bei mir einziehen lassen, wäre ich wieder in eine Art Abhängigkeit gekommen.

Das einzig traurige ist, dass diese Lebenserfahrung mich sehr wenig Beziehungsfähig macht. Das ist einer der prägensten Sätze, die mein Arzt mir sagte: Ich habe Angst vor Beziehungen, weil ich Angst vor erneuter Abhängigkeit und erdrückender Nähe habe.

Und meine Mutter lebt es mir ja vor. Ließe ich es zu, würde sie mich völlig erdrücken. Ich merke den ständigen Kampf um Distanz. Einen Kampf den ich damals auch gegen meine Großmutter führen musste.

Ich glaube in jeder Beziehung muss man die richtige Gewichtung finden. Auch wenn man einen Ehepartner liebt, heißt das nicht man muss 24 Stunden lang alles zusammen machen. Das Klammern meiner Mutter an mich, ist weniger Liebe als vielmehr ihr Versuch Selbstbestätigung zu erhalten und ihr Weltbild zu stärken. Sie als "gute Mutter" und "liebenswerter Mensch". Eben weil sie sich mit jedem anderen Menschen im Leben zerstritten hat, braucht sie meine Bestätigung für ihr Weltbild.

Heiligabend mit ihr war übrigens ganz ok. Natürlich musste ich immer und immer wieder im Gespräch ihre Bemerkungen und Anfeindungen gegen Dritte ignorieren, sie immer wieder auf Kurs bringen und es ist stets anstrengend mit ihr, aber machbar. nur eben nichts, was ich öfter/regelmäßiger haben will.
 
Wenn mir jemand sagt, dass ein Therapeut mir die Angst vor Nähe nehmen könnte, sage ich "Um Gottes willen, ich will keine Nähe!" Und ja, ich weiß es ist bekloppt.
Hallo Andreas,
ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Auch ich möchte keinen NÄHEREN Kontakt zu irgendwelchen Menschen. Locker ja - aber sobald es anfängt, enger zu werden, mache ich die Schotten dicht.
Ich habe gerne lockere Gespräche - und gut ist.
Ich bin halt Einzelgänger... sowas gibt's .
Ich will nicht hin. Ich werde dort einige Menschen treffen, die ich beruflich kenne und einige mir unbekannte. Alles nichts schlimmes aber alles stresst mich. Bei jeder Unterhaltung werde ich mir denken "wann ist es endlich vorbei?". Ich werde in der Nacht nach der Geburtstagsparty nicht schlafen können, weil ich völlig fertig von den sozialen Interaktionen bin
aus meiner Sicht beschreibt dieser Abschnitt dieses Einzelgänger-Gefühl voll und ganz. Die Menschen meinen es gut und wollen Gespräche - aber diese Gespräche stressen nur....
Ich bin gerne UNTER Menschen, möchte dazu aber auch gerne in Ruhe gelassen werden und einfach nur diese Situation (unter Menschen zu sein) genießen....
ist das keine Nähe die hier entsteht zu all den Usern die sich mit dir austauschen?
... das ist dann wieder was ganz anderes... man ist anonym, man kann antworten, wenn oder wann man Lust dazu hat.
Ich bin gerne hier im Forum unter euch allen.
Wenn es mir zuviel wird, mache ich den PC zu und Ruh ist... keiner ist beleidigt 🤣 ....
Auch wenn die Frage nicht an mich gerichtet ist, so habe ich für mich beschlossen, dass ich den Kontakt zu meiner Mutter nicht gänzlich abbrechen will. Das ist eine bewusste Entscheidung.
Auch diese Situation kann ich voll und ganz nachvollziehen. Ich habe auch meine Probleme mit meiner Mutter; den Kontakt möchte ich allerdings NICHT GANZ abbrechen - ich schaff das menschlich nicht...

Andreas, du hast hier schon viele Tipps bekommen; ich habe leider keine neuen Anregungen zu deiner Situation... manchmal hilft es auch schon, dass man spürt - man ist ja gar nicht alleine mit dem Problem.
Einigen Anderen ergeht es ähnlich oder sogar gleich...

LG und ich wünsche dir einen guten Start in 2026 😃
 

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