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Frusttagebuch: Mutter

Nimm das Geschwätz deiner Mutter nicht so ernst und wortwörtlich.
Schütze dich vor ihr.
Du weisst ..dass sie psychisch nicht gesund ist.
Wenn man das Gerede von schwierigen Leuten ernst und wortwörtlich nimmt ...wird man selber irre im Kopf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nimm das Geschwätz deiner Mutter nicht so ernst und wortwörtlich.
Schütze dich vor ihr.
Du weisst ..dass sie psychisch nicht gesund ist.
Wenn man das Gerede von schwierigen Leuten ernst und wortwörtlich nimmt ...wird man selber irre im Kopf.
Das Geschwätz meiner Mutter sollte man nicht wortwörtlich nehmen, stimmt! Es geht ihr ja auch nicht um Kommunikation sondern um Emotionalität. Wenn sie heute auf Bürgergeldempfänger schimpft obwohl sie gestern selbst eine war, ist das keine Faktendarstellung sondern nur das ständig gleiche "Schau her, wie schlecht es mir geht - egal auf welcher Seite des Zaunes ich stehe. Los schenke mir Aufmerksamkeit!"

Aber ob sie psychisch gesund ist, weiß ich nicht. Sie ist über die Jahre nach eigener Aussage bei bestimmt 20-30 Psychologen gewesen, hat aber nie irgendein Gutachten erhalten. Die einzige Therapie hat sie nach der ersten Stunde geschmissen.

Ich war selber bei Psychologen, die mir sagten, dass eine "Erkrankung immer sehr angenehm ist, weil sie alles erklärt und einem die Schuld für das eigene Verhalten nimmt". Und das passt eben zu meiner Mutter, die immer Schuldige sucht. Deswegen behauptet sie ständig sie sei krank, auch wenn das kein Arzt bei ihr feststellen kann.

Irgendwann erzählte sie mir mal, dass bei einer Untersuchung heraus kam, zwei Nervenbahnen würden bei ihr nah aneinander verlaufen. Ich glaube wirklich verstanden hatte sie es selber nicht. Monate später begann sie dann zu behaupten, dass sie aufgrund dessen ja eigentlich schwerbehindert sei und schimpfte dann auf Menschen mit Schwerbehinderung. Auch heute noch kommt sie gelegentlich mit der Geschichte "Hilfe ich bin schwerbehindert wegen den Nervenbahnen".

Es ist alles Blödsinn. Es ist einfach nur ein "schau her, ich bin sooooo arm dran". Es ist einfach nur ein Druck machen auf mich. Es sind einfach Totschlagargumente. Ich weiß inzwischen auch, dass ich garnicht mehr zuhören muss wenn sie sowas erzählt. Bei Telefonaten stelle ich mich teilweise ne halbe Stunde auf stumm und schau nebebei nen Film während meine Mutter ihr Schema abspult. Ist sie fertig, folgt dann manchmal ein normales Gespräch. Es ist alles Blödsinn, ja, absolut.
 
Halte die Gespräche nur kurz mit ihr.

Ich vermute, sie ist psychisch krank wegen ihrer eigenen Biografie und Elternbeziehung.

Auch wenn die Grosseltern dich gut behandelt haben.
 
Das Geschwätz meiner Mutter sollte man nicht wortwörtlich nehmen, stimmt! Es geht ihr ja auch nicht um Kommunikation sondern um Emotionalität. Wenn sie heute auf Bürgergeldempfänger schimpft obwohl sie gestern selbst eine war, ist das keine Faktendarstellung sondern nur das ständig gleiche "Schau her, wie schlecht es mir geht - egal auf welcher Seite des Zaunes ich stehe. Los schenke mir Aufmerksamkeit!"

Aber ob sie psychisch gesund ist, weiß ich nicht. Sie ist über die Jahre nach eigener Aussage bei bestimmt 20-30 Psychologen gewesen, hat aber nie irgendein Gutachten erhalten. Die einzige Therapie hat sie nach der ersten Stunde geschmissen.

Ich war selber bei Psychologen, die mir sagten, dass eine "Erkrankung immer sehr angenehm ist, weil sie alles erklärt und einem die Schuld für das eigene Verhalten nimmt". Und das passt eben zu meiner Mutter, die immer Schuldige sucht. Deswegen behauptet sie ständig sie sei krank, auch wenn das kein Arzt bei ihr feststellen kann.

Irgendwann erzählte sie mir mal, dass bei einer Untersuchung heraus kam, zwei Nervenbahnen würden bei ihr nah aneinander verlaufen. Ich glaube wirklich verstanden hatte sie es selber nicht. Monate später begann sie dann zu behaupten, dass sie aufgrund dessen ja eigentlich schwerbehindert sei und schimpfte dann auf Menschen mit Schwerbehinderung. Auch heute noch kommt sie gelegentlich mit der Geschichte "Hilfe ich bin schwerbehindert wegen den Nervenbahnen".

Es ist alles Blödsinn. Es ist einfach nur ein "schau her, ich bin sooooo arm dran". Es ist einfach nur ein Druck machen auf mich. Es sind einfach Totschlagargumente. Ich weiß inzwischen auch, dass ich garnicht mehr zuhören muss wenn sie sowas erzählt. Bei Telefonaten stelle ich mich teilweise ne halbe Stunde auf stumm und schau nebebei nen Film während meine Mutter ihr Schema abspult. Ist sie fertig, folgt dann manchmal ein normales Gespräch. Es ist alles Blödsinn, ja, absolut.
Beschränke einfach den Kontakt auf das Nötigste.
 
Meine Geschichte ist eine ganz andere, aber letztlich auch sehr geprägt davon, dass es mir schwer fiel ein selbstbewusster Erwachsener zu werden. Ganz kurz: Mein Vater hat meine Mutter schwanger verlassen, meine Mutter ist dann zu ihren Eltern (also meinen Großeltern) und hat mich dann nach einigen Jahren auch dort allein gelassen. Im Gegensatz zur dir hatte ich bei meinen Großeltern zwar durchaus eine liebevolle Kindheit aber das Verhalten meiner Eltern hat mich lebenslang getriggert. Insbesondere das Verhalten meiner Mutter, die damals manchmal zu besuch kam empfand ich extrem toxisch, angefangen von Kommentaren mich besser hätte abtreiben zu lassen bis dazu mich und meine Großmutter als

als Ventil für ihre Launen zu benutzen und rumzuschreien.

Ich erkenne mich bei dir darin wieder wenn du von Grenzen sprichst. Ich vermute, es ist für dich schwer und kräftezehrend Menschen Grenzen zu setzen, weil du als Kind erfahren hast, dass du darin nicht akzeptiert wirst. Vielen Menschen fällt "Nein" Sagen schwer, aber besonders Menschen wir dir, deren Grenzen immer wieder ignoriert wurden.

Entschuldige, ich will nicht zu viel hinein intepretieren und bitte sag mir wenn ich etwas unpassendes schreibe. (Ich lösche auch meinen Beitrag falls dies eher ein Tagebuch für dich selber sein soll).
Es teilt sich aber halt vieles mit meinem Erfahrungen. Während das negative Verhalten Anderer (als von deinem Vater) verharmlost und entschuldigt wird, wurde von dir erwartet all dieses toxische Verhalten zu tolerieren. Ich kenne die Sprüche. Wenn meine Mutter mich angeschriehen hat, sagte meine Oma "Die ist halt so" oder "sie hatte einen schweren Tag". Man zweifelt irgendwann an sich selber und dir wird eingeredet, dass du der böse Mensch seist, der nicht einfühlsam und tolerant gegenüber Vater/Mutter/sonstwem bist.

Ich kann dir nur eines sagen: Du bist nicht weniger wert als jemand Anderes. Du hast genau wie Andere das Recht Grenzen zu stecken und musst nicht alles still einstecken. Und ich hoffe dir geht es nicht wie mir teilweise früher, dass ich die Schuld bei mir selber gesucht habe. Tatsächlich war ein großes Problem in meinem Leben, dass ich auch in der Schule und später auf der Arbeit ein "Ja-Sager" war und mich viel zu viel habe fremdsteuern lassen.

Zitat Ende

Das ist erschreckend genau wie meine eigene Geschichte.
Meine Grosseltern waren zu mir sehr gut gewesen und trotzdem sind sie für diese extremen Psycho Macken meiner Mutter denen ich als Kind hilflos ausgesetzt war und mit denen ich als Kind von ihr extrem gequält wurde....verantwortlich.

Meine Grosseltern hatten mich oft vor meine Mutter beschützt...und trotzdem hatten sie dieses Psycho Wrack erschaffen.

Wie oft hatte ich damals (zu unrecht) an mir selber gezweifelt.

Für sie war ich oder andere Leute grundsätzlich schuld an allem.

Ich war überangepasst und zu freundlich geworden.

Besonders schlimm wurde meine Mutter nach dem Tod ihrer Eltern.

Ich hatte damals viele Alpträume durch ihre verrückte und egozentrische Art bekommen...und konnte mich an keinen Menschen fest binden.
Sie war eine klassische Narzisstin und hatte mich psychisch misshandelt.

Jetzt ist sie demenzkrank, hilflos und nett zu mir...nicht mehr so klammernd und vorwurfsvoll....jetzt ist sie mehr auf eine angenehmere Art und Weise durchgeknallt.
Ich bin froh, dass sie in der Pflege WG betreut wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
In dieser Hinsicht gibt mir das Forum einen gewissen Trost.
Früher dachte ich, dass ich mit solch einer verrückten Mutter komplett alleine da stehe.
Als Kind suchte ich die Schuld bei mir.
Das vermittelte sie mir.
Für sie waren immer andere Leute Schuld.

Durch diese Begriffe Narzissmus, durch die Leute mit ähnlichen verrückten Müttern und auch durch die Beschäftigung mit ihrer Biografie und Elternbeziehung wurde mir ihr Verhalten verständlicher.
 
Als Kind suchte ich die Schuld bei mir.

... so ist das wohl, wenn man Kind ist... ging mir auch so.
Geht wohl allen Kindern so...

Wenn die Eltern nicht dem Kind den Rücken stärken, hat man es als Erwachsener nicht so einfach...

Man bleibt sensibel und verletzbar... auch wenn man durch viele Informationen eines Besseren belehrt werden kann....

... die Seele bleibt ein Sensibelchen....
 
Hallo Cucaracha,
ich hoffe ohne etwas aus dem Kontext zu reißen, habe ich einige Stellen von dir zitiert:
Das ist erschreckend genau wie meine eigene Geschichte.
Erstmal tut mir das für dich leid, aber es ist für mich persönlich positiv zu hören, dass es auch Anderen so geht. Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Besonders schlimm wurde meine Mutter nach dem Tod ihrer Eltern.
Das war auch bei mir ein Wendepunkt. Solange meine Großeltern noch da waren, ließ mich meine Mutter weitestgehend in Ruhe und benutzte meine Großmutter als Ventil. Sie telefonierte JEDEN Tag ca. 2 Stunden mit meiner Großmutter. Natürlich behauptet meine Mutter heute, dass der Gesprächsbedarf von meiner Oma ausgegangen wäre. Deswegen passt auch dein Satz so gut....
Für sie waren immer andere Leute Schuld.
... denn solche Menschen sehen sich nie in einer eigenverantwortlichen Rolle. Selbst als meine Mutter mal vergessen hatte die Handbremse im Auto anzuziehen und ihr Wagen wegrollte, war der Nachbar Schuld weil "er hätte ja nicht neben ihr parken müssen" 🙄

Bei mir hat meine Erkenntnis so lange gedauert, weil ich nicht schlicht nicht verstehen konnte wie jemand so dauerhaft gegen Realitäten reden kann. Bis man irgendwann versteht, dass diese Menschen rein emotional unterwegs sind und sich dadurch die Welt immer so drehen, wie sie sich fühlen.
 
Heutiges "Comedy" Telefonat mit meiner Mutter.
  • Ich rufe sie an, weil wir i.d.R. Freitag gegen Mittag telefonieren -> Sie geht nicht ran.
  • Ich rufe eine Stunde später an -> Sie geht nicht dran.
  • 2 Stunden später: Sie ruft an gegen 15 Uhr, sie sei "gerade erst aufgestanden", gähnt mir mehrfache ins Telefon und erzählt von dem "A*schloch Nachbarn", der "schon um 10 Uhr Vormittags" rasen mäht. Sofort setzt sie nach, dass dass bereits meine Großmutter kein Verständnis gehabt hätte, dass sie ein Nachtmensch sei.
  • Ich erzähle ca. 5 Minuten davon dass bei mir in dieser Woche eine PV Anlage installiert wurde, dann plötzlich Telefon tot. Ich wäre beunruhigt wenn ich es nicht bereits kennen würde....
-----Pause----
  • 15 Minuten später ruft sie wieder an, "Akku war leer." Es folgt ein allgemeines Meckern gegen Technik.
  • Ich höre sie laut Kaffee ins Telefon schlürfen, nochmal gähnen. Vom Meckern gegen Technik gehts dazu, dass sie ihren "Ebay Zugang" verloren hätte. Ich weiß, sie meint Kleinanzeigen, weil sie mir das auch schon in den letzten 5(!) Telefonaten erzählt hat. Nein, sie ist nicht vergesslich, sie wiederholt Dinge, die sie emotional belasten nur immer und immer wieder.
  • Ich versuche nochmal mein Thema PV Anlage und erzähle, dass ich mittags praktisch mit Solarstrom meine Wäsche waschen kann. Sie fällt mir ins Wort und erzählt wie schlecht ihre Waschmaschine sei weil sie 3 Stunden laufen würden. Davon kommt sie zum Thema Klimaschutz, dann zu Politik, dann auf Migrationspolitik und Ausländer, die uns die Arbeitsplätze wegnehmen.
  • Ich habe ihr neulich geholfen , ihr TV einzurichten und habe 2 Stunden(!) lang mit ihr trainiert wie sie Youtube beim Smart TV ansteuert. Ergebnis: Wochenlang schaute sie politisch radikale Kanäle und wollte mit mir stundenlang darüber diskutieren.
  • Auch beim heutigen Telefonat blocke ich das Thema ab und bekomme als Antwort: "Willst du die Wahrheit nicht sehen?" und "Mit Anderen kann man normal sprechen, nur mit dir nicht".
  • Jetzt wiederholt(!) sie das Kleinanzeigen Thema ....
  • Ich versuche ein anderen Thema, sie beschwert sich sofort, dass ich sie nicht ausreden ließe.
---- Jetzt die heilige Dreifaltigkeit (3 Themen, die immer kommen)----
  • Ihr geht es schlecht und alle Anderen sind Schuld, vor allem die Politik und Ausländer
  • Ich verstehe sie angeblich nicht und Schuld ist meine Großmutter, die mich ihr damals "weggenommen" habe
  • Andere ältere Menschen hätten Hilfe, nur sie nicht. Wenn ich sie nicht genug lieben würde, könnte sie ja gleich Suizid begehen.
Das Gespräch ist an diesem Punkt nicht mehr rettbar.
A) Gehe ich auf die Themen ein, reden wir Stunden über "böse" Politik, meine "böse" Großmutter und dass alle Menschen gemein zu meiner Mutter seien,
B) Versuche ich über irgendwas Anderes zu reden, gibt sie sich beleidigt und versucht mich durch ständige kleine Provokationen zu unterbrechen, sozusagen als Rache dafür, dass ich ich auf Ausländer, Suizid und "Oma war böse" nicht einlasen wollte.
Dennoch versuche ich es nochmal mit einem anderem Thea.....

---- Dann mitten in einem Themenversuch von mir wieder Telefonabbruch ----
  • Sie ruft zurück und meint sie wäre "versehentlich an einen Knopf gekommen". Beginnt ohne Atempause darüber zu meckern, dass sie die Schrift auf dem Smartphone nicht lesen kann (Sie hat eine Brille, zieht sie aber nicht an, auch nicht beim Autofahren...)
  • Sie redet wieder von Kleinanzeigen ....
  • Ich weiß: Ich muss das Telefonat beenden. Mittlerweise sind es 2 Stunden Telefonat. Beim Versuch mich zu verabschieden kommt von ihr aus dem nichts: "wäre ja auch nicht schön wenn du mich tot auf dem Küchenboden finden würdest oder?"
  • Ich gehe darauf nicht ein und verabschiede mich. Sie versucht das Gespräch jetzt krampfhaft zu halten: "Moment, ich habe noch eine wichtige Frage!". Diese Columbo Methode von ihr kenne ich. Sie fragt mich, wie ich glaube dass der Iran Krieg weiter geht.
  • Ich sage: Ich lege jetzt auf und beende das Gespräch.
----Telefonat Ende ----

Mein eigentlich immer gleiches Fazit:

Von emotionaler Erpressung (Suizidandeutungen) über klassische Gaslighting-Versuche ("Mit Anderen kann man normal sprechen, nur mit dir nicht"), bis Schuldumkehr und Kontakterzwingung. Mag man ihr Verhalten manipulativ, narzistisch, egozentrisch oder sonstwie nennen, eine echte Beziehung zwischen meiner Mutter und mir ist seit Jahren tot.

Ich weiß nicht wie viel meine Mutter absichtlich macht, die Störversuche, die Schuldumkehr, die zufälligen Telefonabbrüche..... Ich werfe meiner Mutter auch ihre emotionalen Ausbrüche nicht vor, wohl aber wenn ihr auch mit Abstand dazu die Reflektion fehlt und sie meine Großmutter, mich und einfach Alle zu Verbrechern deklariert, die böse zu ihr sind.

Abhaken....weiter gehts...
 

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