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Frusttagebuch: Mutter

Gute Frage. Meine Mutter hat ca. bis 40 gearbeitet, danach folgten noch einige Gelegenheitsjobs, ab 50 war sie dann dauerhaft arbeitslos und hat Hartz 4 bezogen.
Sie hat jetzt rund 20 Jahre alleine in einem Haus gewohnt, welches zuvor von der Sparsumme meines Kindesunterhaltes und einer Vorab-Erbe bezahlt wurde. Wirklich gemacht hat sie in der Zeit nichts. Gespräche mit ihr basierten meisten darauf, dass sie sich über Nachbarn, ihr Leben, Migranten, die Politik oder sonstwas beklagt hat. Meistens mit einem großen Bogen dahin, dass meine "böse Oma" mich ihr weggenommen hat.
Ihr ganzes Leben besteht also im Wesentlichen daraus, Bosheiten zu verbreiten, und Dich will sie als billigen Sündenbock und Zielscheibe für alle Bosheiten, weil sie meint daß Du vor ihr nicht fliehen darfst. Da solltest Du sie einfach eines besseren belehren und am besten die Kontakte ganz einstellen. Sie wird nie begreifen daß sie selber daran schuld ist, daß niemand was mit ihr zu tun haben will, darauf zu hoffen ist absolut sinnlos. Du kannst Dich nur selber vor ihr schützen.
 
Früher hätte ich Menschen nicht verstanden, die solche Probleme in der Familie haben. Ich hätte gesagt "brecht doch einfach den Kontakt ab" oder schränkt ihn zumindest ein. Das habt ihr mir ja teils auch empfohlen.

Ich glaube das richtige Maß an Abstand fällt mir aber schwer, weil meine Mutter im ihrem Leben durchaus gelernt hat, wie man Nähe emotional erzwingt.

Als meine Großmutter noch lebte, hat meine Mutter täglich gegen 21 Uhr angerufen und meine Oma saß dann teils 1-2 Stunden am Telefon und hörte meiner Mutter zu. Meist sagte meine Oma nur wenig oder nur ab und zu "ja". Als kleines Kind fand ich das lustig. Auch bei Besuchen von meiner Mutter habe ich mir als kleines Kind wenig gedacht wenn meine Mutter mit Suizid drohte, rumschrie oder meine Oma als emotionalen Mülleimer benutzte. Als ich älter wurde, habe ich dann angefangen meine Oma zu verteidigen wenn meine Mutter wieder mal rumschrie.

Dieser ständige Druck durch Drohungen, Tränen, Schreien..... das massive Einfordern von Akzeptanz, Lob und Selbstbestätigung ist für nahestehende Personen belastend aber auch schwierig im Umgang, weil der Mensch einem ja zu verstehen gibt, dass man selber der Böse ist.

Und das lässt meine Mutter mich ja ständig spüren.
Auch wenn sie sich an manche Regeln hält, lässt sie mich in jedem dritten Satz spüren, dass ich böse bin und baut Druck auf. Sie formuliert Sätze wie
  • "Ich würde ja gerne über Thema XY reden, aber ich weiß ja dass ich das bei dir nicht darf."
  • "Komisch, alle anderen Menschen haben damit kein Problem
  • "Bei dir muss ich ja immer aufpassen was ich sage"
  • "Jemand anderes würde mich verstehen"
  • "ist ja nicht jeder so kaltherzig wie du"
  • "wenn du nicht wärst, könnte ich mich da direkt umbringen"
Die Unterhaltszahlungen meines Vaters wurden 18 Jahre lang auf einem Konto angespart. Von dem Geld hat meine Mutter dann zu ca. 50% ihr damaliges Haus gekauft.


Also ist Deine Mutter eine emotionale Vampirin und Erpresserin und dazu noch eine Diebin.
Sie will Dir also absolut nur Schlechtes.
Welchen Grund hast Du also Kontakt zu ihr zu halten?
Im übrigen funktioniert Erpressung nur , wenn sich jemand auch erpressen lässt.
 
Vielleicht wurde deine Mutter als Kind zu sehr behütet, zu sehr verwöhnt..zu sehr bevormundet und zur Unselbständigkeit erzogen .

Sie hat nie gelernt ihr eigenes Verhalten zu reflektieren..

Niemand weiß was sie als Kind erlebte ob sie z.B. sexuell missbraucht wurde.

Wie gut...dass du deine Grosseltern hattest.
Sie werden dich besser erzogen haben als ihre Tochter...deine Mutter.

Deine mum wirkt narzisstisch....aber dafür gibt es in ihrer Kindheit Hintergründe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin z.B. aktuell zu dem Geburtstag einer Kollegin eingeladen. Ich drücke mich seit einer Woche um eine Antwort. Ich kenne die Kollegin seit vielen Jahren gut und war auch schonmal bei ihr zuhause. Man könnte uns durchaus als Freunde bezeichnen.
In mir sträubt sich dennoch alles gegen diese Einladung.

Ich will nicht hin. Ich werde dort einige Menschen treffen, die ich beruflich kenne und einige mir unbekannte. Alles nichts schlimmes aber alles stresst mich. Bei jeder Unterhaltung werde ich mir denken "wann ist es endlich vorbei?". Ich werde in der Nacht nach der Geburtstagsparty nicht schlafen können, weil ich völlig fertig von den sozialen Interaktionen bin.

Seit einer Woche überlege ich wie ich meiner Kollegin nett und ohne dass sie es mir böse nimmt absage.

Ich würde der Kollegin offen sagen, dass solche Geselligkeiten für dich sehr anstrengend sind und dir deshalb nicht der Sinn danach steht. Du kannst ihr herzlich mit einer netten Karte und einer kleinen Aufmerksamkeit gratulieren.

Mich stressen solche Veranstaltungen auch sehr und es geht wahrscheinlich vielen Leuten so.

Man tut weder sich noch anderen einen Gefallen, wenn man sich da abquält.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Kollegin das auch verstehen wird.
 
Und vielleicht nagt der Gedanke an mir, dass ich mir von der Situation auch eine vielleicht andere oder bessere Zukunft verbaut habe.
Nana, mein Lieber, du bist ja noch nicht tot. 😉 Da kommen ja wohl noch einige Jahre.
Ich wollt auch nur mal loswerden, dass du hier sehr sympathisch schreibst. Umsichtig, empathisch, und vorsichtig, intelligent und freundlich.
Verstecken musst DU dich ganz bestimmt nicht.
Was heißt schon, man hat sich sein Leben verbaut.
In dem Alter haben andere schon eine Privatinsolvenz hingelegt, eine Firma in den Sand gesetzt, sich mit allen Freunden verkracht, oder einen Rosenkrieg bei Scheidung abgemetzelt.
Dein Leben ist doch noch nicht zu Ende.
So weit käms ja wohl noch.
Du bist doch iwi um 40 rum, also beste Mannesware im besten Alter.
Streck ruhig mal den Kopf aus deinem Schneckenhaus.
Den wird dir schon keiner abreißen.
Ganz im Gegenteil vermutlich sogar...
LG, Avalona
 
An deiner Stelle hätte ich mich noch viel stärker von dieser psychisch kranken Mutter distanziert und eine Therapie gemacht.
Du nimmst ihr Gequatsche viel zu ernst.


Es stimmt mich traurig, dass du das Verhalten der Mutter als "Gequatsche" abtust.
Dass das Kind sich schützen muss und sollte vor dem Einfluss der kranken Mutter, ist keine Frage.
Doch man sollte bitte nicht so entwertend eüber psychisch kranke Menschen reden....
 

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