Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Frusttagebuch: Mutter

Dass die Zeit jetzt für dich die Glücklichste ist und du dich frei fühlst ist sehr gut.
Das ist das, was erstmal zählt und immer zählt -Bist du gerade glücklich so oder nicht?

Du hast mit ein paar Menschen Kontakt, in gewisser Weise öffnest du dich da ja auch.
Man muss sich auch nicht allen Menschen öffnen.
Manchmal reichen wenige aus, um sich wohl zu fühlen.
Wichtig ist deine Komfortzone. Wenn sie sich für dich passend anfühlt, ist es in Ordnung.
Wenn es sich nicht so anfühlt, oder nicht immer, versuche es nicht über Biegen und Brechen zu ändern, außer es belastet dich extrem.
Selbst dann lernt man es meist Schritt für Schritt und nicht über Nacht.
 
Wie kann man mit schwierigen Leuten besser umgehen ?

 
Nicht nur aufgrund meiner Mutter sondern auch anderer sozialer Kontakte habe ich viel über Menschen gelernt, vielleicht auch weil ich oft die Außenseiter und Beobachterrolle einnehme.

Die meisten Menschen glauben gut und gerecht zu sein. Sie halten sich für wenig beeinflussbar und freie Entscheider über ihr Leben. Läuft irgendwas schief, suchen sie die Schuld bei Anderen.

Meine Mutter hat mit ihrem Auto einen Unfall gebaut, nichts schlimmes, sie hat die Gänge verwechselt und hat auf dem Parkplatz ein anderes Auto gerammt.
Dazu muss man folgendes wissen:
1. Meine Mutter hat zwar eine Brille, trägt diese aber aus Bequemlichkeit und Eitelkeit nicht. Ihr Augenarzt hat ihr auch bereits klar gesagt, dass sie zum Autofahren eine Brille tragen muss.
2. Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte meine Mutter Schmerztabletten eingenommen und nach eigener Aussage war ihr "duselig" und "die Tabletten waren Schuld".
Ratet mal, ob meine Mutter auch nur im geringsten Maße ein eigene Schuld am Unfall sah. Ratet mal ob meine Mutter jetzt beim Autofahren eine Brille trägt? Meine Mutter war die ganze Zeit nur am meckern über den Fahrer des anderen Autos. "Scheiß SUV Fahrer", "alter Sack", "der hat doch Geld ohne Ende"..... Der Fahrer war zum Unfallzeitpunkt nicht mal anwesend, sein Auto parkte, meine Mutter ist reingefahren, aber über ihn am meckern...... geil oder?

Die meisten Menschen glauben gut und gerecht zu sein. Deswegen ist ihr logischer Schluss: Selbst wenn ich Schei*e baue, ist der Andere der böse. Man muss sich die Welt nur so drehen, dass sie zum eigenen Narrativ passt.

Als meine Mutter früher viele Jahre Bürgergeld/Hartz 4 bezogen hat, betonte sie immer und immer wieder, dass die Leistungen viel zu niedrig seien. Heute wo sie kein Bürgergeld mehr bezieht, sind die ganzen Bürgergeldempfänger ich zitiere "faule Säcke, die viel zu viel Geld kriegen und gefälligst arbeiten sollen". Die Ironie ist: Ich bin mir nicht sicher, ob sie es selber merkt, dass sie ihr Fähnchen immer so schwenkt, dass sie die gute ist und die Anderen die Bösen.

Selbstkritik ist schwer! Aber wer sich die Welt immer nur so dreht, wie sie ihm gefällt, fällt damit langfristig auf die Nase. Woran man dann aber auch wieder Anderen die Schuld gibt und so ein ewiger Teufelskreis entsteht. Meine Mutter ist in der Hinsicht auch immer schlimmer geworden statt besser, vielleicht weil sie im Alter erst recht ihr Denken und Handeln nicht mehr selbstkritisch betrachten oder gar ändern will.

Meine Oma hat immer gesagt "Die Mama musst du so nehmen wie sie ist, sie wird sich nie ändern". Ich glaube die Tragik in Beziehungen ist, dass man oft verzweifelt versucht den Anderen zu ändern aber es nie schafft. Die meisten Menschen sind wie sie sind. Natürlich ärgert man sich über schlechtes Verhalten anderer Menschen, aber man ärgert sich doppelt wenn man versucht diese Menschen zu ändern und es nicht schafft. Also vielleicht einfach mal Menschen nehmen wie sie sind, auch wenn sie schei*e sind. Und wenn es zu schlimm wird, Abstand halten! Aber nicht Kraft in die Hoffnung stecken, diese Menschen würden sich ändern.
 
Nimm das Geschwätz deiner Mutter nicht so ernst und wortwörtlich.
Schütze dich vor ihr.
Du weisst ..dass sie psychisch nicht gesund ist.
Wenn man das Gerede von schwierigen Leuten ernst und wortwörtlich nimmt ...wird man selber irre im Kopf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nimm das Geschwätz deiner Mutter nicht so ernst und wortwörtlich.
Schütze dich vor ihr.
Du weisst ..dass sie psychisch nicht gesund ist.
Wenn man das Gerede von schwierigen Leuten ernst und wortwörtlich nimmt ...wird man selber irre im Kopf.
Das Geschwätz meiner Mutter sollte man nicht wortwörtlich nehmen, stimmt! Es geht ihr ja auch nicht um Kommunikation sondern um Emotionalität. Wenn sie heute auf Bürgergeldempfänger schimpft obwohl sie gestern selbst eine war, ist das keine Faktendarstellung sondern nur das ständig gleiche "Schau her, wie schlecht es mir geht - egal auf welcher Seite des Zaunes ich stehe. Los schenke mir Aufmerksamkeit!"

Aber ob sie psychisch gesund ist, weiß ich nicht. Sie ist über die Jahre nach eigener Aussage bei bestimmt 20-30 Psychologen gewesen, hat aber nie irgendein Gutachten erhalten. Die einzige Therapie hat sie nach der ersten Stunde geschmissen.

Ich war selber bei Psychologen, die mir sagten, dass eine "Erkrankung immer sehr angenehm ist, weil sie alles erklärt und einem die Schuld für das eigene Verhalten nimmt". Und das passt eben zu meiner Mutter, die immer Schuldige sucht. Deswegen behauptet sie ständig sie sei krank, auch wenn das kein Arzt bei ihr feststellen kann.

Irgendwann erzählte sie mir mal, dass bei einer Untersuchung heraus kam, zwei Nervenbahnen würden bei ihr nah aneinander verlaufen. Ich glaube wirklich verstanden hatte sie es selber nicht. Monate später begann sie dann zu behaupten, dass sie aufgrund dessen ja eigentlich schwerbehindert sei und schimpfte dann auf Menschen mit Schwerbehinderung. Auch heute noch kommt sie gelegentlich mit der Geschichte "Hilfe ich bin schwerbehindert wegen den Nervenbahnen".

Es ist alles Blödsinn. Es ist einfach nur ein "schau her, ich bin sooooo arm dran". Es ist einfach nur ein Druck machen auf mich. Es sind einfach Totschlagargumente. Ich weiß inzwischen auch, dass ich garnicht mehr zuhören muss wenn sie sowas erzählt. Bei Telefonaten stelle ich mich teilweise ne halbe Stunde auf stumm und schau nebebei nen Film während meine Mutter ihr Schema abspult. Ist sie fertig, folgt dann manchmal ein normales Gespräch. Es ist alles Blödsinn, ja, absolut.
 
Halte die Gespräche nur kurz mit ihr.

Ich vermute, sie ist psychisch krank wegen ihrer eigenen Biografie und Elternbeziehung.

Auch wenn die Grosseltern dich gut behandelt haben.
 
Das Geschwätz meiner Mutter sollte man nicht wortwörtlich nehmen, stimmt! Es geht ihr ja auch nicht um Kommunikation sondern um Emotionalität. Wenn sie heute auf Bürgergeldempfänger schimpft obwohl sie gestern selbst eine war, ist das keine Faktendarstellung sondern nur das ständig gleiche "Schau her, wie schlecht es mir geht - egal auf welcher Seite des Zaunes ich stehe. Los schenke mir Aufmerksamkeit!"

Aber ob sie psychisch gesund ist, weiß ich nicht. Sie ist über die Jahre nach eigener Aussage bei bestimmt 20-30 Psychologen gewesen, hat aber nie irgendein Gutachten erhalten. Die einzige Therapie hat sie nach der ersten Stunde geschmissen.

Ich war selber bei Psychologen, die mir sagten, dass eine "Erkrankung immer sehr angenehm ist, weil sie alles erklärt und einem die Schuld für das eigene Verhalten nimmt". Und das passt eben zu meiner Mutter, die immer Schuldige sucht. Deswegen behauptet sie ständig sie sei krank, auch wenn das kein Arzt bei ihr feststellen kann.

Irgendwann erzählte sie mir mal, dass bei einer Untersuchung heraus kam, zwei Nervenbahnen würden bei ihr nah aneinander verlaufen. Ich glaube wirklich verstanden hatte sie es selber nicht. Monate später begann sie dann zu behaupten, dass sie aufgrund dessen ja eigentlich schwerbehindert sei und schimpfte dann auf Menschen mit Schwerbehinderung. Auch heute noch kommt sie gelegentlich mit der Geschichte "Hilfe ich bin schwerbehindert wegen den Nervenbahnen".

Es ist alles Blödsinn. Es ist einfach nur ein "schau her, ich bin sooooo arm dran". Es ist einfach nur ein Druck machen auf mich. Es sind einfach Totschlagargumente. Ich weiß inzwischen auch, dass ich garnicht mehr zuhören muss wenn sie sowas erzählt. Bei Telefonaten stelle ich mich teilweise ne halbe Stunde auf stumm und schau nebebei nen Film während meine Mutter ihr Schema abspult. Ist sie fertig, folgt dann manchmal ein normales Gespräch. Es ist alles Blödsinn, ja, absolut.
Beschränke einfach den Kontakt auf das Nötigste.
 
Meine Geschichte ist eine ganz andere, aber letztlich auch sehr geprägt davon, dass es mir schwer fiel ein selbstbewusster Erwachsener zu werden. Ganz kurz: Mein Vater hat meine Mutter schwanger verlassen, meine Mutter ist dann zu ihren Eltern (also meinen Großeltern) und hat mich dann nach einigen Jahren auch dort allein gelassen. Im Gegensatz zur dir hatte ich bei meinen Großeltern zwar durchaus eine liebevolle Kindheit aber das Verhalten meiner Eltern hat mich lebenslang getriggert. Insbesondere das Verhalten meiner Mutter, die damals manchmal zu besuch kam empfand ich extrem toxisch, angefangen von Kommentaren mich besser hätte abtreiben zu lassen bis dazu mich und meine Großmutter als

als Ventil für ihre Launen zu benutzen und rumzuschreien.

Ich erkenne mich bei dir darin wieder wenn du von Grenzen sprichst. Ich vermute, es ist für dich schwer und kräftezehrend Menschen Grenzen zu setzen, weil du als Kind erfahren hast, dass du darin nicht akzeptiert wirst. Vielen Menschen fällt "Nein" Sagen schwer, aber besonders Menschen wir dir, deren Grenzen immer wieder ignoriert wurden.

Entschuldige, ich will nicht zu viel hinein intepretieren und bitte sag mir wenn ich etwas unpassendes schreibe. (Ich lösche auch meinen Beitrag falls dies eher ein Tagebuch für dich selber sein soll).
Es teilt sich aber halt vieles mit meinem Erfahrungen. Während das negative Verhalten Anderer (als von deinem Vater) verharmlost und entschuldigt wird, wurde von dir erwartet all dieses toxische Verhalten zu tolerieren. Ich kenne die Sprüche. Wenn meine Mutter mich angeschriehen hat, sagte meine Oma "Die ist halt so" oder "sie hatte einen schweren Tag". Man zweifelt irgendwann an sich selber und dir wird eingeredet, dass du der böse Mensch seist, der nicht einfühlsam und tolerant gegenüber Vater/Mutter/sonstwem bist.

Ich kann dir nur eines sagen: Du bist nicht weniger wert als jemand Anderes. Du hast genau wie Andere das Recht Grenzen zu stecken und musst nicht alles still einstecken. Und ich hoffe dir geht es nicht wie mir teilweise früher, dass ich die Schuld bei mir selber gesucht habe. Tatsächlich war ein großes Problem in meinem Leben, dass ich auch in der Schule und später auf der Arbeit ein "Ja-Sager" war und mich viel zu viel habe fremdsteuern lassen.

Zitat Ende

Das ist erschreckend genau wie meine eigene Geschichte.
Meine Grosseltern waren zu mir sehr gut gewesen und trotzdem sind sie für diese extremen Psycho Macken meiner Mutter denen ich als Kind hilflos ausgesetzt war und mit denen ich als Kind von ihr extrem gequält wurde....verantwortlich.

Meine Grosseltern hatten mich oft vor meine Mutter beschützt...und trotzdem hatten sie dieses Psycho Wrack erschaffen.

Wie oft hatte ich damals (zu unrecht) an mir selber gezweifelt.

Für sie war ich oder andere Leute grundsätzlich schuld an allem.

Ich war überangepasst und zu freundlich geworden.

Besonders schlimm wurde meine Mutter nach dem Tod ihrer Eltern.

Ich hatte damals viele Alpträume durch ihre verrückte und egozentrische Art bekommen...und konnte mich an keinen Menschen fest binden.
Sie war eine klassische Narzisstin und hatte mich psychisch misshandelt.

Jetzt ist sie demenzkrank, hilflos und nett zu mir...nicht mehr so klammernd und vorwurfsvoll....jetzt ist sie mehr auf eine angenehmere Art und Weise durchgeknallt.
Ich bin froh, dass sie in der Pflege WG betreut wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
In dieser Hinsicht gibt mir das Forum einen gewissen Trost.
Früher dachte ich, dass ich mit solch einer verrückten Mutter komplett alleine da stehe.
Als Kind suchte ich die Schuld bei mir.
Das vermittelte sie mir.
Für sie waren immer andere Leute Schuld.

Durch diese Begriffe Narzissmus, durch die Leute mit ähnlichen verrückten Müttern und auch durch die Beschäftigung mit ihrer Biografie und Elternbeziehung wurde mir ihr Verhalten verständlicher.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
JPreston Schwere Erkrankung der Mutter im Ausland Familie 107
F Meine Mutter Familie 13
R Mutter mit narzistischen Zügen mag meine Frau nicht Familie 18

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben