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Freie Bahn für Beamte?!

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um noch mal auf das Ticket zurück zu kommen, ihr meint die Beamten haben
es sich redlich Verdient und dem rest steht es nicht zu weil er es sich eben
nicht verdient hat.
Verstehe ich das so richtig?

Wer was verdient hat und was nicht, ist doch in erster Linie ein Konsens zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wobei Gewerkschaften auf Seiten der Arbeitnehmer stehen und deren Rechte stärken - oder eben nicht, wenn niemand Mitglied sein will (kostet schließlich Beitrag). Die Beamten-Gewerkschaften sind stark und recht rührig. Die von anderen Branchen z. T. auch. (Metallarbeiter etc.) Sieht man doch an den erzielten Tarifvereinbarungen, wo sich was tut und wo nicht. Von wem werden eigentlich Pflegekräfte, Erzieher (nicht verbeamtet), Verkäufer etc., die ganzen Kleinverdiener, vertreten? Einer allein hat wenig Chancen, gegen die Arbeitgeber anzutreten. Die Masse macht die Macht.
 
wozu noch Streiken wenn alles passt, braucht doch keiner mehr,
aber wofür würdest du denn Streiken wollen? du hast doch schon
das Ticket und eine Lebenslange Absicherung, ich sehe wie Menschen
vor die Hunde gehen weil man ihnen nicht Hilft, immer heißt es selber
schuld, aber das ändert doch nichts

och für mehr Lohn streiken geht immer 😀

Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Feuerwehrbea... ähm ...angestellter sehr gute Argumente hat wenn`s brennt 😀
 
Wer was verdient hat und was nicht, ist doch in erster Linie ein Konsens zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wobei Gewerkschaften auf Seiten der Arbeitnehmer stehen und deren Rechte stärken - oder eben nicht, wenn niemand Mitglied sein will (kostet schließlich Beitrag). Die Beamten-Gewerkschaften sind stark und recht rührig. Die von anderen Branchen z. T. auch. (Metallarbeiter etc.) Sieht man doch an den erzielten Tarifvereinbarungen, wo sich was tut und wo nicht. Von wem werden eigentlich Pflegekräfte, Erzieher (nicht verbeamtet), Verkäufer etc., die ganzen Kleinverdiener, vertreten? Einer allein hat wenig Chancen, gegen die Arbeitgeber anzutreten. Die Masse macht die Macht.

da wären wir dann wieder bei: du Arbeitest für 8,50 oder kannst Morgen zu Haus bleiben

ach du bist in der Gewerkschaft, wir haben uns leider für jemand anders entschieden


Weisst du, ich habe Arbeitgeber erlebt, da brauchte man keine Gewerkschaft, man wurde
beim Namen genant, Geld kam Pünklich, Urlaub kein Problem, Weinachtsgeld und dafür
hat man auch gerne mal ein bisschen länger gemacht wenn etwas fertig musste.

Ich kenne jetzt einige vom Bau, ich bin ja selber da, ich kenne nur einen bei dem das
noch so läuft, vom rest höre ich, das sie irgendwelche verzichtserklärungen unterschreiben
müssen, ansonsten auf Wiedersehen.
Diese dinge, wovon ihr glaubt, nur weil sie irgendwo stehen, die funktionieren nicht, aber
es wird nicht kontrolliert, man sucht lieber Schwarzarbeiter.
 
och für mehr Lohn streiken geht immer 😀

Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Feuerwehrbea... ähm ...angestellter sehr gute Argumente hat wenn`s brennt 😀

Ein Freund von mir ist Feuerwehrmann, er sagt: es hätte mir nichts beseres
passieren können, ich habe eigentlich ausgesorgt, freut mich aber für ihn.
 
Herrlich diese schwarz weiß Malerei. Beamten haben es gut, in der Privatwirtschaft wird nur Druck ausgeübt 😀

Ich erzähle gerne von einem Freund, mit dem ich 13 Jahre zur Schule gegangen bin. Wir waren beide ganz gut in der Schule aber ansonsten wir Tag und Nacht, dennoch gute Freunde. Er war der Rebell, ich das Muttersöhnchen. Er war mutig und hatte ne große Klappe, ich vorsichtig und wohlerzogen.

Es kam, wie es kommen musste, er ging mutig in die Privatwirtschaft, ich stand auf die Sicherheit des Beamtentums 😀
Wir haben beide vergleichbare Schul- und Studiumzeiten und ich glaube wir sind auch recht vergleichbar gut.

Er verdient 3 mal so viel wie ich und fährt einen Firmenwagen. Als er gehört hat, dass Beamte in Hessen ein Jobticket bekommen, hat er mich angegrinst und gesagt "Boah da wer ich neidisch, ich muss mit meinem BMW immer im Stau stehen"

Es ist doch einfach so: Man wird in der Privatwirtschaft besser und schlechtere Arbeitsbedingungen als im öffentlichen Dienst finden. Mehr und weniger Vorteile.

In der Gesamtheit ist der kleine Beamte ein Durchschnittstyp, er verdient durchschnittlich, hat einen durchschnittlichen Job mit einer durchschnittlichen Qualifikation. Ihn hebt ab, dass es einige Vor- und Nachteile zur Privatwirtschaft hat.

Er ist Leibeigener des Staates ohne Rechte wie etwa Streik- oder eben Tarifrecht. Der Staat darf ihm fast jede Arbeit vorsetzen, darf an ihm sparen, kann sogar sein Leben außerhalb des Jobs mitbestimmen. Hat der Staat kein Geld, muss er den Beamten nicht voll bezahlen, darf Beförderungen aussetzen oder einfach Mehrarbeit anordnen.

Im Gegenzug hat der Beamte einen grundgesetzlichen Versorgungsanspruch dem Staat gegenüber. Selbst im schlimmsten Fall der Arbeitsunfähigkeit muss der Staat den Beamten weiter versorgen.

Das Gesamtkonstrukt der Beamtenschaft ist aber keineswegs ein Privileg des kleinen Beamten. Vielmehr ist es ein Konstrukt, das der Staat geschaffen hat, zu seinem eigenen Vorteil.

Mit Beamten hat der Staat eine zwangsweise treue Arbeiterschaar, mit der er alles machen kann. Er ist an keinen Vertrag gebunden und kann nach Belieben Gesetze zu Ungunsten von Beamten ändern. Ja selbst die private Krankenversicherung ist im Interesse des Staates. Da schließlich Beamte unkündbar sind, muss dem Staat ja daran gelegen sein, deren Gesundheit mit allen Mitteln zu erhalten.

Und selbst wenn es gelänge, das Beamtentum abzuschaffen: Viel ändern würde sich dadurch wenig. Bekanntlich haben einige Staaten das geschafft, zum Beispiel die DDR (ups, schlechtes Beispiel!) oder die Schweiz, wo sich die Bürger und Bürgerinnen vor zwölf Jahren in einer Volksabstimmung für die Abschaffung des Berufsbeamtentums auf Bundesebene aussprachen, und wo auch etwa die Hälfte der Kantone ebenfalls den Beamtenstatus abgeschafft haben, außer für Richter, Finanzbeamte und die Polizei. Doch wie Doris Schüepp, Generalsekretärin der Berufsvertretung des Personals im öffentlichen Dienst, kürzlich in einem Interview erklärte: "So groß ist der Unterschied nicht".

Weder wird der öffentliche Dienst günstiger noch besser. Man ersetzt nur ein großes Beamtenheer durch ein Angestelltenheer, das hoffentlich nicht streikt. In Griechenland streikten z.B. Lehrer (nicht Beamte) für 20% mehr Lohn.

Übrigens gerade mal 9,6% der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sind hierzulande Beamte. In Italien und den USA sind es z.B. 14%, in Großbritannien sogar über 17%. Hat doch was, wenn sich der Staat selbst im schlimmsten Streikfall zumindest auf die knapp 10% verlassen kann, die eine Ordnung aufrecht erhalten.

Aber ich ziehe mich an diesem Punkt aus der Diskussion zurück. Ich glaube, die meisten haben halt ihre Meinung und sei es so, dann sind wir halt verschiedener Meinung 🙂
 
Ich verstehe nicht, warum man sich beim Thema Hartz 4 oder Arbeitslose erstmal gepflegt über die "Faulpelze" auslässt, die nicht arbeiten wollen und das immer so wirkt, als wären das gefühlt 90%, die einfach keinen Bock zu arbeiten haben.

Ich kenne einen Haufen Leute, die alles mögliche tun, um an Arbeit zu kommen, die sich auch nicht zu fein für Knochenjobs sind, aber einfach nichts bekommen. Darunter sind auch teilweise hoch qualifizierte Leute mit einem guten abgeschlossenen Studium.

Ich verstehe auch nicht, warum der eigentlich gute, soziale Gedanke des Grundeinkommens direkt mit den "Faulpelzen" verbunden wird. 1000 Euro sind es bei den meisten Modellen und das kommt ungefähr an den Hartz 4-Satz hin. Und wer so am Existenzminimum leben möchte, dann bitte ...

Es wird so oft getan, als würden Hartzer mit den Geldscheinchen wedeln. Die haben am Tag wenige Euro für ihre Lebenshaltungskosten zur Verfügung. Und die Sanktionen und Daumenschrauben vom Amt sind auch nicht ohne. Also kein Grund für Missgunst. Und anhand der vielen Pauschalisierungen und sozialen Ächtungen sieht man ja, wie schwer es sein kann, vom Amt leben zu müssen.

Ich finde die Leute viel schlimmer, die schon super verdienen und viele Vorteile und Bequemlichkeiten genießen, aber dann noch mehr wollen oder über indirekte Geldgeschenke nur müde lächeln oder die Haltung vertreten, es ist okay, diese Bequemlichkeiten trotz solidem Gehalt zu genießen, aber der Arbeitslose ist ein ekelhafter Schmarotzer, dem man nicht mal die spärliche Butter auf dem Brot gönnt.

Ich kann es mir nur so vorstellen das derjenige welcher so redet genauso über die Menschen eben denkt. Mal abgesehen davon das ich so eine Denke wie von Daoga ziemlich abfällig finde. Aber vllt. scheint da auch ein gewisser Neidfaktor mit eine Rolle zu spielen.
 
Herrlich diese schwarz weiß Malerei. Beamten haben es gut, in der Privatwirtschaft wird nur Druck ausgeübt 😀

Ich erzähle gerne von einem Freund, mit dem ich 13 Jahre zur Schule gegangen bin. Wir waren beide ganz gut in der Schule aber ansonsten wir Tag und Nacht, dennoch gute Freunde. Er war der Rebell, ich das Muttersöhnchen. Er war mutig und hatte ne große Klappe, ich vorsichtig und wohlerzogen.

Es kam, wie es kommen musste, er ging mutig in die Privatwirtschaft, ich stand auf die Sicherheit des Beamtentums 😀
Wir haben beide vergleichbare Schul- und Studiumzeiten und ich glaube wir sind auch recht vergleichbar gut.

Er verdient 3 mal so viel wie ich und fährt einen Firmenwagen. Als er gehört hat, dass Beamte in Hessen ein Jobticket bekommen, hat er mich angegrinst und gesagt "Boah da wer ich neidisch, ich muss mit meinem BMW immer im Stau stehen"

Es ist doch einfach so: Man wird in der Privatwirtschaft besser und schlechtere Arbeitsbedingungen als im öffentlichen Dienst finden. Mehr und weniger Vorteile.

In der Gesamtheit ist der kleine Beamte ein Durchschnittstyp, er verdient durchschnittlich, hat einen durchschnittlichen Job mit einer durchschnittlichen Qualifikation. Ihn hebt ab, dass es einige Vor- und Nachteile zur Privatwirtschaft hat.

Er ist Leibeigener des Staates ohne Rechte wie etwa Streik- oder eben Tarifrecht. Der Staat darf ihm fast jede Arbeit vorsetzen, darf an ihm sparen, kann sogar sein Leben außerhalb des Jobs mitbestimmen. Hat der Staat kein Geld, muss er den Beamten nicht voll bezahlen, darf Beförderungen aussetzen oder einfach Mehrarbeit anordnen.

Im Gegenzug hat der Beamte einen grundgesetzlichen Versorgungsanspruch dem Staat gegenüber. Selbst im schlimmsten Fall der Arbeitsunfähigkeit muss der Staat den Beamten weiter versorgen.

Das Gesamtkonstrukt der Beamtenschaft ist aber keineswegs ein Privileg des kleinen Beamten. Vielmehr ist es ein Konstrukt, das der Staat geschaffen hat, zu seinem eigenen Vorteil.

Mit Beamten hat der Staat eine zwangsweise treue Arbeiterschaar, mit der er alles machen kann. Er ist an keinen Vertrag gebunden und kann nach Belieben Gesetze zu Ungunsten von Beamten ändern. Ja selbst die private Krankenversicherung ist im Interesse des Staates. Da schließlich Beamte unkündbar sind, muss dem Staat ja daran gelegen sein, deren Gesundheit mit allen Mitteln zu erhalten.

Und selbst wenn es gelänge, das Beamtentum abzuschaffen: Viel ändern würde sich dadurch wenig. Bekanntlich haben einige Staaten das geschafft, zum Beispiel die DDR (ups, schlechtes Beispiel!) oder die Schweiz, wo sich die Bürger und Bürgerinnen vor zwölf Jahren in einer Volksabstimmung für die Abschaffung des Berufsbeamtentums auf Bundesebene aussprachen, und wo auch etwa die Hälfte der Kantone ebenfalls den Beamtenstatus abgeschafft haben, außer für Richter, Finanzbeamte und die Polizei. Doch wie Doris Schüepp, Generalsekretärin der Berufsvertretung des Personals im öffentlichen Dienst, kürzlich in einem Interview erklärte: "So groß ist der Unterschied nicht".

Weder wird der öffentliche Dienst günstiger noch besser. Man ersetzt nur ein großes Beamtenheer durch ein Angestelltenheer, das hoffentlich nicht streikt. In Griechenland streikten z.B. Lehrer (nicht Beamte) für 20% mehr Lohn.

Übrigens gerade mal 9,6% der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sind hierzulande Beamte. In Italien und den USA sind es z.B. 14%, in Großbritannien sogar über 17%. Hat doch was, wenn sich der Staat selbst im schlimmsten Streikfall zumindest auf die knapp 10% verlassen kann, die eine Ordnung aufrecht erhalten.

Aber ich ziehe mich an diesem Punkt aus der Diskussion zurück. Ich glaube, die meisten haben halt ihre Meinung und sei es so, dann sind wir halt verschiedener Meinung 🙂

wieso kommst du immer mit , Beamte abschaffen, ich dachte es geht um ein Ticket für alle

was ich bei dir Markiert habe, das kannst du eins zu eins für die Privatwirtschaft
übernehmen
nur den Versorgungsanspruch kannst du weglassen, wer nicht beim Staat ist hat
in dem fall selber Schuld, Rechte und Pflichten sind die selben, der Private braucht
in bestimmten Fällen sogar gar nicht bezahlen.
 
Schwarzarbeit ist auch interessant, was macht der Schwarzarbeiter, er verdient
ein bisschen dazu , der vorteil am Schwarzarbeiter ist, er gibt es wieder aus
und zwar hier in Deutschland, er geht einmal an der Steuer vorbei und wird
bestraft, was machen die oben ? das ist echter Mißbrauch am Volk.

Finde ich auch, solange der Schwarzarbeiter sein verdientes Geld hier im eigenen Land ausgibt und das tut er ja, belebt er damit die Binnenwirtschaft und kurbelt damit die Wirtschaft an. Da sollte das Strafmaß dann schon moderat ausfallen.
Viel, viel schlimmer finde ich da schon jene, welche ihre "Kohle" außer Landes schaffen und somit hat keiner außer er was davon. Da könnte man das Strafmaß schon gehörig anheben.
 
Das ist auch bekannt. Wenn Arbeitgeber den Mindestlohn nicht zahlen, muss man klagen und darf nicht auf seine Rechte verzichten. Was mich an der ja in unserer Gesellschaft so gefälligen Beamtenschelte stört, ist der Umstand, dass viele Kritiker sich daran reiben, was sie selbst gerne hätten: einen sicheren Arbeitsplatz, den man nicht verlieren kann, so lange man sich nichts zu schulden kommen lässt und eben auch ein sicheres Einkommen.

Burbacher

Ist doch Logisch, das sich das die Menschen wünschen.🙂
 
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