Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Freie Bahn für Beamte?!

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich verstehe nicht, warum man sich beim Thema Hartz 4 oder Arbeitslose erstmal gepflegt über die "Faulpelze" auslässt, die nicht arbeiten wollen und das immer so wirkt, als wären das gefühlt 90%, die einfach keinen Bock zu arbeiten haben.

Ich kenne einen Haufen Leute, die alles mögliche tun, um an Arbeit zu kommen, die sich auch nicht zu fein für Knochenjobs sind, aber einfach nichts bekommen. Darunter sind auch teilweise hoch qualifizierte Leute mit einem guten abgeschlossenen Studium.

Ich verstehe auch nicht, warum der eigentlich gute, soziale Gedanke des Grundeinkommens direkt mit den "Faulpelzen" verbunden wird. 1000 Euro sind es bei den meisten Modellen und das kommt ungefähr an den Hartz 4-Satz hin. Und wer so am Existenzminimum leben möchte, dann bitte ...

Es wird so oft getan, als würden Hartzer mit den Geldscheinchen wedeln. Die haben am Tag wenige Euro für ihre Lebenshaltungskosten zur Verfügung. Und die Sanktionen und Daumenschrauben vom Amt sind auch nicht ohne. Also kein Grund für Missgunst. Und anhand der vielen Pauschalisierungen und sozialen Ächtungen sieht man ja, wie schwer es sein kann, vom Amt leben zu müssen.

Ich finde die Leute viel schlimmer, die schon super verdienen und viele Vorteile und Bequemlichkeiten genießen, aber dann noch mehr wollen oder über indirekte Geldgeschenke nur müde lächeln oder die Haltung vertreten, es ist okay, diese Bequemlichkeiten trotz solidem Gehalt zu genießen, aber der Arbeitslose ist ein ekelhafter Schmarotzer, dem man nicht mal die spärliche Butter auf dem Brot gönnt.
 
Das ist alles so schlimm, und dann wird das Geld für Beamte rausgeschmissen, das kann ich alles nicht fassen.

Und mich stört auch, dass dann andererseits anderen Menschen (den "Faulpelzen") aber auch gar nichts gegönnt wird. Mich ärgert sowieso, wenn Menschen als Faulpelze bezeichnet werden, ohne dass man überhaupt etwas über die Leute weiß, nichts über ihr bisheriges Leben, was sie bisher gemacht haben, vielleicht Krankheiten hatten, etc. Alles egal, Faulpelz, fertig!
 
Nein, sondern daß ich dafür wäre. Jedenfalls für eine mißbräuchliche Variante, bei der sich Faulpelze in die soziale Hängematte legen könnten. Gegen eines das nicht zu mißbrauchen ist, weil es bei Grundbedürfnissen wie Wohnraum, Nahrung, Kleidung und medizinischer Versorgung ansetzt, hätte ich nix einzuwenden, und das habe ich in dem entsprechenden Thread auch so geschrieben. Aber das wurde "selbstverständlich" als "unzumutbar" abgelehnt. Weil es da nämlich kein (oder kaum) Bargeld auf die Kralle gibt, mit dem die Empfänger machen könnten was sie wollten.
OT - weiter im eigentlichen Thema.

Aus dir spricht sehr viel Neid. Woher kommt das?
 
Lebensmittel sind bei uns eh viel zu billig. Wenn man vernüftig einkauft, kann man den Wagen schon gut voll machen.
Es gibt auch Dinge, die zu absolutem Grundbesürfnissen gehören bzw. eine schlichte Notwendigkeit sind, die dafür in meinen Augen trotzdem unverschämte Preise haben. Frauenhygieneartikel z.Bsp.
 
"Meine" Version des BGE setzt doch gerade bei Wohnraum, Essen etc. an. Kostenfrei und staatlich garantiert, aber in festgelegten Ausmaßen (wer mehr und besseres will, muß selber dafür löhnen) und zum Ausgleich eben kein frei verfügbares Geld. Hätte auch Ansprüche gegen den Staat zur Folge, insbesondere im sozialen Wohnungsbau, denn daß der massiv krankt, mit der Folge daß sich sozial Schwache kaum die Miete leisten können, darüber brauchen wir uns wohl nicht streiten. Würde bei meinem System wegfallen, da hätte jeder Wohnraum - aber in Maßen. Nicht in Massen. (Schlechtschreibreform!!! 😛)
 
Ich habe mal durchgerechnet, weil hier die These im Raum steht, Beamte würden verhältnismäßig VIEL verdienen:

Im Jahr 2016 betrug das Durchschnittsgehalt für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer 48.900 €, pro Monat 4.078 Euro brutto.
Das entspricht einem Netto von ca. 2.700 € (Quelle: https://www.absolventa.de)

Im Bereich der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung liegt bereits der Jahreswert darunter mit 45.764 €. Aber nehmen wir ganz konkret einen Beamten in der Endstufe des mittleren Dienstes A9, Erfahrungsstufe 4: 3.070 € Brutto. Hier bleibt mehr von übrig, da ein Beamter zwar entgegen landläufiger Meinung Steuern zahlt, aber etwa keine Arbeitslosenversicherung oder dergleichen. Ca. 2.400 € netto, meinetwegen rechne noch alles „priviligierte“ wie Familienzuschläge (die aber nicht jeder kriegt) drauf und du landest bei vielleicht durchschnittlich 2.800 € netto.
http://www.beamtenbesoldung.org/images/pdf/bund2018.pdf

Beamte müssen aber noch eine private Krankenversicherung bezahlen. Das sind je nach Alter und persönlichem Risiko verschiedene Beträge, aber 300 € kann man gut rechnen, bleibt ein Netto von 2.500 €.
Keinesfalls Standard für Beamte, netto springt oft deutlich weniger als 2.000 € raus. Ist das viel? ja, gemessen am Mindestlohn und gemessen an angelernten Tätigkeiten.

Ist das in Relation zum Durchschnittseinkommen viel? Wohl kaum oder?

Braucht der durchschnittliche Angestellt mit 2.700 € jährliche Lohnsteigerungen? Nicht existenziell, aber natürlich verhandeln Gewerkschaften darum.
Braucht der Beamte oder Beschäftigte im ÖD das Ticket? Nicht existenziell, aber wie kann man ihm vorwerfen dafür zu verhandeln?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben