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Freie Bahn für Beamte?!

Status
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Laut Wiki, bedeutet Unterschicht, eine Bevölkerungsgruppe, welche am wenigsten über Geld, Bildung, Güter und Sozialprestige verfügt. Kurz gesagt: Das Proletariat.

Was gibt es denn da misszuverstehen?


Dabei hatte der Vorschlag doch Pfiff. Anstatt mit den eigenen PKW morgens die Straßen zu Ministerien, Behörden und Schulen zu verstopfen, sollten die Amtsdiener Busse und Bahnen besteigen. In vielen Fällen käme das den Steuerzahler möglicher Weise sogar günstiger als die Berücksichtigung der Fahrtkosten mit dem eigenen Wagen.

Vielleicht sollte man den Amtsdienern noch Autos mit Chauffeur zur Verfügung stellen, damit sie , durch die freie Bahnfahrt, nicht die Busse und Bahnen überfüllen und den Verkäufern und Arbeitern die Plätze wegnehmen.

Wäre doch noch pfiffiger.
 
...Vielleicht sollte man den Amtsdienern noch Autos mit Chauffeur zur Verfügung stellen, damit sie , durch die freie Bahnfahrt, nicht die Busse und Bahnen überfüllen und den Verkäufern und Arbeitern die Plätze wegnehmen.

Wäre doch noch pfiffiger.

und würde Arbeitsplätze schaffen, sichere Arbeitsplätze.:daumen: Denn den Chauffeur braucht der Beamte dann schließlich bis zur Pensionierung. Nur die Entlohnung...😕 so ein armer, kleiner Beamter, der auf 11,72 € Mobilitätszuschuß p. m. angewiesen ist, welchen Lohn kann er dem Chauffeur zahlen?:schulterzucken: Nicht einmal den Mindestlohn könnte er sich leisten, also wieder der Steuerzahler in der Pflicht?😕 Deutschland ist ein reiches Land.:kopfgegenwand:
 
Mein Lieber,

Du baust hier eine völlig aberwitzige Frontstellung auf, die sich durch meine Beiträge in gar keiner Weise ableiten lässt.
Ich selbst stamme von Eltern ab, die zur sogenannten Unterschicht gehörten. Mein Vater war Arbeiter, meine Mutter Verkäuferin. Und da verrate ich Dir was: Beide waren stolz, dass ihr Sohn Abi machen konnte, studiert hatte und schlussendlich Lehrer geworden war.
Sie hatten allen Grund dazu, denn sie waren es, die mich nach allen Kräften gefördert und unterstützt hatten. Und ja, auch das sage ich, sie wären kreuzunglücklich gewesen, hätte ich meinen Weg nicht gemacht. Sie waren ebenso stolz, wie ich es später als Vater war, dass alle vier Kinder ihr Abi machten, mein Ältester sogar diplomierte, promovierte und schließlich Professor wurde.
Als Bürger dieses Landes, an dem ich immer wieder auch manches zu kritisieren habe, bin ich froh, in einem Land zu leben, in dem solche Wege und Aufstiege möglich sind.
Äußerlich bin ich ein Krüppel, der sich nur mühsam fortbewegen kann, aber im Kopf bin ich noch wach und ich nehme nebenbei für mich in Anspruch, dass ich meine Schülerinnen und Schüler - gerade auch wegen meiner eigenen Vita - ermutigt habe, sich von ihren eigenen Umständen nicht hindern zu lassen und ihre Möglichkeiten zu ergreifen. Das haben sie mir bis heute unzählige Male bestätigt, und das sage ich, da darfst Du Dich wundern, mit Stolz.
Du kühlst Dein Mütchen hier am falschen Objekt.
Schade.

Burbacher

Hallo Burbacher
Ja es war heiß, kann man nicht anders sagen, ich stamme auch von Eltern ab, die stolz waren auf das was sie taten,
warscheinlich hätten sie uns auch gefördert, leider hatten sie keine zeit dazu, es war die zeit als der Staat meinte,
man sollte die kleinen Bauern vergessen und nur die großen unterstützen, wir wurden damals künstlich in denn Ruin
getrieben, weil mein Vater dieses Spiel nicht mitspielen wollte, woran er und letztendlich auch die ganze Familie kaputt gegangen ist. Hat lange gedauert aus diesem Loch wieder herauszukommen.

Was habe ich Falsch abgeleitet?
Wenn du sagst wir sind neidisch, ja ich bin neidisch auf eure Sicherheit, weil ich sie nicht habe, ich weiss nicht
was Morgen ist, ich war dieses Jahr 6 Monate Krank, weisst du was das gekostet hat? egal, viel schlimmer ist,
das es Morgen wieder passieren kann und dann wahrscheinlich noch länger dauert, wenn es nicht sogar ganz
vorbei ist mit dem Arbeiten, da darf ich, glaube ich Neidisch sein.

Was habe ich noch abgeleitet?
Ach so das mit dem Arbeitsrecht, Mindestlohn, das ist jetzt ein Witz oder, Klagen für einen Mindestlohn?
bei denn Beamten ist das so, wenn es irgendwo steht, dann ist das auch so, die Gesetze können eins zu eins
übernommen werden, das gibt es hier unten aber nicht, wir haben Rechte auf jeden fall, aber bis wir sie
eingeklagt haben, ist es oft zu spät.
mein Mütchen fängt an sich zu erwärmen.

Das Ticket hat Pfiff sagst du, ja unterschreibe ich sofort, ich will aber das die, die kein Geld haben auch eins bekommen, wo soll das Problem sein, die Busse und Bahnen fahren eh, habt ihr selber gesagt.

Ich brauche keins, es würde mir nichts nützen, da ich mein Werkzeug nicht ihn denn Bus bekomme, aber ich könnte ja vielleicht auf einen für Dienstpersonal reservierten Parkplatz Parken dürfen, sind dann ja alle Frei. Ich durfte mir schon anhören, von Beamten! was mir einfallen würde dort zu Parken, ob ich nicht lesen könne, ich war Ortsfremd wusste nicht wohin, egal sofort entfernen, hinterher hat man mir durchs Fenster zugesehen wie ich mein Werkzeug 250 Meter weit getragen habe, Parkplatz durfte ich selber bezahlen, wenn die Standzeit zu kurz ist, muss ich einmal um den Block fahren und hoffen das der Platz noch frei ist.

Beamte die meinen, es ginge ihnen schlecht, man kann diesen Status aufgeben, ist leichter als ihn zu erlangen,
also Status aufgeben und ab in die befristete gut Bezahlte Beschäftigung, wo man jederzeit Streiken und Löhne
einklagen kann.

Lieber Burbacher kläre mich auf, wenn ich Falsch liege, gerne auch per Pn. ich will nur Lernen

Lg.
 
Hallo Puhbär.

wie Du ja weißt, war ich auch Beamter. Und ich bin behindert, schon immer und von Geburt an. Als Behinderter hätte ich besondere Rechte gegenüber meinem Dienstherrn gehabt und Ansprüche.
Ich hätte etwa zu Vertretungsunterricht und Mehrarbeit nur mit meiner Zustimmung eingesetzt werden dürfen. In der Regel achtete man auch darauf, was aber nicht zuletzt von der Haltung des jeweiligen Vorgesetzten abhing.
Ich hätte Anspruch auf Barriere-Freiheit gehabt, hätte nicht in einer Wechselpause von fünf Minuten treppauf und treppab und quer durch das Schulgebäude wackeln müssen, um zu meinen Schülern zu kommen.
Ich hatte diese Voraussetzungen nicht. Dann stürzte ich in einer Wechselpause, zog mir einen Oberschenkel-Halsbruch zu, der mich endgültig an die Krücke brachte.
Sie zahlten alles: Einen mehrwöchigen Klinikaufenthalt, die anschließende Reha. Ziemlich genau 20.000 Euro. Fortan kam ich kaum noch ohne Hilfsmittel von der Stelle. Ich beanspruchte eine Dienstunfall-Rente, weil es sich um einen Dienstunfall gehandelt hatte, der zudem vermeidbar gewesen wäre, hätte ich die mir zustehende Barrierefreiheit gehabt.
Mein Dienstherr argumentierte anders. Ich sei nicht wegen fehlender Barriere-Freiheit gestürzt, sondern weil ich eben Spastiker sei. Die Gründe für meinen Stürz lägen in meiner Person, meiner Behinderung.
Damit war das Land raus aus der Geschichte. Das zuständige VG wies mich zudem auf das hohe Kostenrisiko hin, falls ich dennoch klage.
Ich gab mich geschlagen. Der Rest ist bekannt.
Es half mir nicht, dass ich als Behinderter und als Beamter einen Anspruch auf eine besondere Fürsorge durch meinen Dienstherrn gehabt hätte.
Zum Schluss setzten sie noch einen drauf und pensionierten mich ziemlich exakt einen Monat vor dem Datum, zu dem ich als Behinderter ohne Abzüge in Pension hätte gehen können, was mich bis zu meinem Ende jeden Monat 10.8% kostet exakt 317, 79 Euro pro Monat (zur Zeit)bis zu meinem Tod. Nennt sich "Versorgungabschlag". Irgendwie paradox, finde ich. Je, länger ich lebe, umso mehr "schenke" ich meinem ehemaligen Arbeitgeber.

In dieser Behandlung kann ich keine Bevorzugung sehen. Ich darf dann beiläufig auch mal darauf hinweisen, welches Theater staatliche Stellen einem privaten Arbeitgeber gemacht hätten, wäre ein Mitarbeiter aus ähnlichen Gründen verunfallt.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Macht der Gewerkschaften, die sich sogar gegen "Sonderwege" der Arbeitgeber durchsetzt: Ottweiler: Erstmals Streik an einem katholischen Krankenhaus - SPIEGEL ONLINE

jetzt kriegen auch die Kirchen mit ihren bisherigen Arbeitgeber-Sonderrechten langsam Dampf, wenn auch dort ein Sparkurs herrscht, der auf Kosten der Patienten (und nicht mehr nur der Arbeitnehmer, die haben ja keinen interessiert...) zu gehen droht.
Daumen hoch, und viel Glück den Streikenden! 🙂
 
Hallo Puhbär.

wie Du ja weißt, war ich auch Beamter. Und ich bin behindert, schon immer und von Geburt an. Als Behinderter hätte ich besondere Rechte gegenüber meinem Dienstherrn gehabt und Ansprüche.
Ich hätte etwa zu Vertretungsunterricht und Mehrarbeit nur mit meiner Zustimmung eingesetzt werden dürfen. In der Regel achtete man auch darauf, was aber nicht zuletzt von der Haltung des jeweiligen Vorgesetzten abhing.
Ich hätte Anspruch auf Barriere-Freiheit gehabt, hätte nicht in einer Wechselpause von fünf Minuten treppauf und treppab und quer durch das Schulgebäude wackeln müssen, um zu meinen Schülern zu kommen.
Ich hatte diese Voraussetzungen nicht. Dann stürzte ich in einer Wechselpause, zog mir einen Oberschenkel-Halsbruch zu, der mich endgültig an die Krücke brachte.
Sie zahlten alles: Einen mehrwöchigen Klinikaufenthalt, die anschließende Reha. Ziemlich genau 20.000 Euro. Fortan kam ich kaum noch ohne Hilfsmittel von der Stelle. Ich beanspruchte eine Dienstunfall-Rente, weil es sich um einen Dienstunfall gehandelt hatte, der zudem vermeidbar gewesen wäre, hätte ich die mir zustehende Barrierefreiheit gehabt.
Mein Dienstherr argumentierte anders. Ich sei nicht wegen fehlender Barriere-Freiheit gestürzt, sondern weil ich eben Spastiker sei. Die Gründe für meinen Stürz lägen in meiner Person, meiner Behinderung.
Damit war das Land raus aus der Geschichte. Das zuständige VG wies mich zudem auf das hohe Kostenrisiko hin, falls ich dennoch klage.
Ich gab mich geschlagen. Der Rest ist bekannt.
Es half mir nicht, dass ich als Behinderter und als Beamter einen Anspruch auf eine besondere Fürsorge durch meinen Dienstherrn gehabt hätte.
Zum Schluss setzten sie noch einen drauf, und pensionierten mich ziemlich exakt einen Monat vor dem Datum, zu dem ich als Behinderter ohne Abzüge in Pension hätte gehen können, was mich bis zu meinem Ende jeden Monat 10.8% kostet exakt 317, 79 Euro pro Monat bis zu meinem Tode.

In dieser Behandlung kann ich keine Bevorzugung sehen.

Burbacher

Burbacher

Lieber Burbacher
du schreibst: Das zuständige VG wies mich zudem auf das hohe Kostenrisiko hin, falls ich dennoch klage.
warum sagst du dann, das wir unseren Mindestlohn einklagen können oder sollen.
rund10% weniger, das sind bei dir rund 300 Euro, auf meinem letzten Rentenbescheid stand, ab meinem 65
bekomme ich 850 Euro, kleiner Unterschied, da die Berufsgenosenschaft es ablehnt mich zu versichern,
bleibt mir nur die Selbstständigkeit, 15 Jahre muss ich noch, mal sehen ob das klappt.

Übrigends kenne ich deine Geschichte so ziemlich komplett, kann man hier alles lesen und habe ich auch.

Worum geht es eigentlich?, das Ticket, das Ticket und die Reaktionen darauf spiegeln doch nur wieder
was da draussen los ist, der eine bekommt es der andere nicht, begründung gestern , selbst Schuld, zu
Faul, Dumm in der Schule, hinten rein schieben.

Burbacher es bleiben Menschen auf der strecke, vielleicht sind sie ja Dumm, aber gerade die Dummen haben
mit ihren Händen am meisten aufgebaut und tun es noch.

Wenn der erste Beamte der diesen Thread gelesen hat, gleich gesagt hätte, warum nicht für alle,
statdessen versucht man es zu rechtfertigen, es schaukelt sich auf, da ich ja kein Beamter bin,
musste ich mir gestern überlegen , ob ich auch zu denn Dummen zähle, Daoga meinte ja so etwas.
Das sorgt natürlich für Hitze.

Gerade Telefoniere ich mit einer Behörde, ich habe da einen Auftrag, es geht darum das jemand
die Branndmeldeanlage abschalten muss, da durch meine Arbeit Staub entsteht, das zieht sich
jetzt 2 Stunden, wenn alles klappt werde ich da morgen früh 160 Euro verdienen, die natürlich noch
versteuert werden müssen, diese 2 Stunden, die ich hier auf einen Rückruf warte, bezahlt keiner.
Das mache ich Ehrenamtlich, es könnten auch noch mehr Stunden werden, es hieß ich rufe Sie
gleich zurück.
 
Ein System wie in Luxemburg muss her! EINE Rentenkasse, EINE Krankenkasse - ALLE zahlen ein!

Fertig.
Unterschreibe ich sofort, her mit der Petition.
Und Rentenauszahlungen wie in der Schweiz, mit einer Untergrenze von der man (in der teuren Schweiz!) immer noch leben kann, und einem gedeckelten Maximalbetrag über dem nichts mehr geht, wer mehr will als das, hat in seinem Arbeitsleben genug verdient um privat vorzusorgen.
 
Was ich schade an diesem Thread finde , es gibt zwei Lager, zwei Lager die beide aus Menschen bestehen,
Menschen die nur ein Leben haben und das sollte doch für alle, egal in welcher Position, ein schönes und
Glückliches sein.
Ich bin doch froh, das zumindest ein Teil , nämlich die Beamten eine gewisse Sicherheit geniesen können, ich
Wünsche mir nur, das der rest es auch könnte.
 
Hallo.

Ich möchte darum bitten, den Thread zu schliessen.

Es langt und ist auch alles dazu gesagt worden.

Eines noch. Es wurde gesagt von Beamtenseite, dies sei eine Gehaltserhöhung. Das stimmt ganz sicher nicht, es handelt sich um ein Geschenk für eh schon Priviligierte.
Der Beamte bekommt 71% von seinem letzten Gehalt.
Glaubt irgendendjemand, dass ein einziger Beamter sich in Naturalien bezahlen lassen würde, in Form einer Fahrkarte?
Natürlich nicht. Aber hört man irgendwo eine einzige Beamtenstimme? Nein, weil es natürlich keine Gehaltserhöhung ist.

Und zu dem anderen Argument, dem "Heer der Beamten auf der Strasse".

Sind die Strassen jetzt leergefegt in Hessen? Gewiss nicht. Weil "das Heer" der Autofahrer machen dann doch andere aus, denen Vater Staat allerdings keine kostenlosen Fahrkarten spendiert.

Die Krankenschwester, der Altenpfleger, die Familienväter mit kleinem Einkommen, Verkäufer... das sind die Menschen, die dieses Heer an Autofahrern ausmachen.

Und was hier im Forum traurig ist, dass die Beamten hier das so verteidigen in dem Sinne, sie haben es verdient und der Plebs, also alle Nichtbeamte, nicht.

Das ist schon ein Denken, das man wohl durch die Kollegen im Amt bekommt. Mir würde es unheimlich leid tun, würde ich solche Vorteile haben, aber Bedürftigere nicht. Bei den Beamten ist das Mitgefühl für andere, schlechter Dastehende, anscheinend tatsächlich unterentwickelt.

Bitte zumachen hier, danke.
Und danke allen für die rege Beteiligung.
 
Es ist ein Ersatz für eine Gehaltserhöhung, weil ein Privileg, das längst nicht jeder Beamte (oder Angestellte oder Arbeiter im öffentlichen Dienst) auch tatsächlich nutzen wird. Also deutlich billiger für den Staat als sich auf eine neue Tarifrunde mit Gehaltserhöhungen einzulassen, oder im Klartext wie ja schon ganz klar gesagt wurde: eine Verar*schung.
 
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