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Die Katze
Gast
Du tust so als ob Adoption was schlimmes wäre.Ich finde es unter aller Sau, einer Mutter, die grad in einer Sinnkrise steckt, zu raten, sie solle ggf. ihr "Kind zur Adoption freigeben"!!! 👎
Es gibt viele Erwachsene, die gerne Eltern wären, aber biologisch es leider nicht können und sich dann auf ein Adoptivkind freuen. Der Vorteil an Adoptiveltern ist oft, dass sie lang genug Zeit haben, um die Grundlagen für ein Kind zu schaffen und sich darüber Gedanken machen, allein schon, da sie eine Menge Vorgaben erfüllen müssen. Somit ist das adoptierte Kind keine spontane hormonelle Laune der Torschlusspanik wegen, sondern eine lang durchdachte Entscheidung.
Hier haben wir eine Mutter, die noch lange nicht so weit ist diese Aufgabe zu erfüllen. Da kann man sich noch so einreden, dass "sie sich schon reinwächst" und blablabla. Wenn sie schon jetzt mit der Einstellung reingeht das Kind als lästiges Hindernis und Zerstörer von Chancen zu sehen, ist die Sache eigentlich schon verloren.
Denn dieses Denken wird nicht mit den Jahren besser, ganz im Gegenteil sogar:
Irgendwann kommt das Kind in der Trotzphase, wo es die Grenzen austestet - Sie ist jetzt schon überfordert, was ist dann bei dieser Phase?
Und irgendwann später kommt das Kind in der Pubertät und beginnt sich abzunabeln - Wird sie dies als ein Akt der boshaften Undankbarkeit sehen, nach dem sie "so viele Jahre geopfert hat"?
Glaub mir, es ist kein Spaß sich von der eigenen Mutter anhören zu müssen, dass man ihnen X Jahre gestohlen hätte, weil die unzufrieden mit ihren Leben war. Das "Schönste" was man dann später zu hören kriegt, ist dass man besser abgetrieben wäre...
Deswegen sollte man das Drama lieber unterbinden, bevor es beginnt und gibt das Kind zu Adoption frei. Btw. ist es im Rahmen der Adoption möglich, dass das Kind ein später kontaktieren darf, so könnte die TE mit mehr Reife und Sicherheit später erneut ihrer Tochter gegenübertreten und erklären können, weshalb sie sich nicht angemessen um ihre Tochter kümmern konnte. Dafür hätte die Tochter wenigstens eine schönere Kindheit und Jugend gehabt.