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"Dumme", "ungebildete" Kollegen / "Freunde"

da passen aber nun die Perspektiven nicht.
die Frage war, warum intelligenten Menschen unterstellt wird, dass sie sich auf alles einstellen können.

Nicht, ob sie sich für intelligent halten.
Ich denke schon, wer umfassend intelligent ist, kann sich auf sein Gegenüber einstellen.
In aller Regel weiß man, in welchen Kreisen man sich bewegt.
Man kann sich dann entsprechend anpassen, wenn man will.
Verbiegen soll sich niemand, ich kann es nicht als Verbiegen erkennen, wenn ich mich in einem Gespräch an den Gegenüber anpasse.
Ich würde es eher empathisch nennen.

Ich habe viele Gespräche mit Akademikern geführt (ich bin keiner), mit solchen und solchen.
Die, die mir sympathisch waren, sind aus meiner Sicht nirgends als arrogant aufgefallen.

Allerdings gibt es überall solche und solche, da bin ich vollkommen bei Dir.
Wir sollten aber hier schließen, wir werden wahrscheinlich ohnehin wieder als OT gelöscht 🙄
 
Na ja, ich kenne Intelligente, die das auch nach außen tragen wollen, dass sie intelligent sind. Es ist leider auch sehr oft der Fall, dass man sich ein bisschen darauf verlässt, geistig oben zu sein.

Die Frage ist: ab wann ist man intelligent und ab wann ist man dumm? Bei ungebildeten Menschen fängt die Intelligenz schon dann an, wenn jemand gerade Sätze zur richtigen Zeit von sich gibt. Beim Intelligenten fängt Dummheit vielleicht schon dann an, wenn man irgendeinen bildungssprachlichen Begriff nicht kennt. Hat Intelligenz mit viel Wissen zu tun oder gehören da auch Praxis dazu? Bin ich auch intelligent, wenn ich faul auf der Couch sitze, aber Shakespeare lese?

Ich frage mich gerade, wie ein Geisteswissenschaftlicher beim Wachdienst landet. Aufgrund des Alters? Aufgrund fehlender Ausbildung? Hätte man da nicht vorsorgen können? Gehört es zur Intelligenz nicht auch dazu, seinem Leben eine feste Richtung zu geben oder hat man sich zu sehr darauf verlassen, seine Klugheit würde schon alles kompensieren.

Ein wirklich intelligenter Mensch kann sich seiner Umgebung größtenteils anpassen und sich selbst nicht so wichtig nehmen. Ein wirklich intelligenter Mensch hört auch zu und erkennt, dass zwischen Banalitäten auch Menschen dahinterstehen, die Stärken haben.
 
oben wird unterstellt, dass man sich als Intelligenter auf alle anderen einstellen kann, wenn man das nicht macht,
ist man arrogant.
Und ich sage, dass auch ein Intelligenter sich nur bis zu einem gewissen Grade verbiegen kann. Nur, weil er sich nicht vollkommen auf sein Gegenübereinstellen kann,
so, wie anscheinend Du, @Monk , ist er nicht arrogant. - er kann es vielleicht einfach nicht.


Ich werde es wohl oder übel müssen.............wenn auch sehr ungern. Mein Vorteil ist, ich komme aus diesem Milieu und wollte da eigentlich für immer ´raus.
 
Es ist leider auch sehr oft der Fall, dass man sich ein bisschen darauf verlässt, geistig oben zu sein.
naja, das ist aber doch normal, oder?
Dass man im Laufe seines Lebens ein Gefühl dafür hat, wo man im Vergleich steht. Das braucht man auch für sein Selbstbild, für seine Sicheheit.
Der Leichtathlet geht auch davon aus, dass er schneller als die meisten anderen ist.
 
Es kommt aber auch auf die Zielsetzung an. Als ich selbst noch im Hauptschulumfeld unterwegs war, lernte ich einige linke Studenten der Sozialwissenschaften kennen, die mit uns Prolls unbedingt abhängen wollten........von wegen Solidarität und so. Die waren anfangs nicht arrogant - im Gegenteil

Das waren aber nur Feldstudien......das sah man in ihren Augen. Später wollten die meisten nichts mehr mit uns zu tun haben......so wie sich die linken Parteien nicht mehr um die kleinen Leute kümmern, sondern um Wokeness/Gender usw.

Ich habe dann selbst eine Akademikerin geheiratet und bin ganz froh in der jetztigen Umgebung und den Wachdienst mache ich nicht mehr lange. Den habe ich nur aus Einsamkeit und Langweile angefangen.
 
Hallo @Monk

wenn du bei deiner neuen Arbeitsstelle gerade erst angefangen hast, würde ich es an deiner Stelle langsam angehen lassen, um ein Gefühl für den Umgang dort und die einzelnen Kollegen dort zu bekommen.

Vielleicht sind diese Gesprächsthemen dort gerade der kleinste gemeinsame Nenner.

Weiss nicht, wie das bei dir ist: habe häufig das Gefühl, dass sehr interessante Gespräche entstehen können, wenn zumindest einer der Gesprächspartner wirklich neugierig auf die Ansichten des anderen ist.

Und das kannst du doch sein?

Mit Kollegen, die man noch kaum kennt, führt man doch nicht aus dem Stand tiefe philosophische Gespräche, oder?

Hast du mal versucht, Fragen zu stellen? Nicht unbedingt direkt, aber herauszufinden, warum Kollege XY gerne die Geissens schaut, könnte doch spannend sein?

Oder ob Kollegen A, B und C alle aus Tradition für den Fußballverein der Stadt sind und was das für sie bedeutet.

Schöne Erinnerungen an den Vater, der sie zu Spielen mitgenommen hat?

Ersatzfamilie? Anderes?

Wenn du sie direkt fragst, finden sie das wahrscheinlich seltsam aber du kannst zuhören und gelegentlich unverfängliche Fragen stellen.

Wenn du wirklich gar nicht neugierig auf deine Kollegen bist, üb Kopfrechnen oder lern Balladen auswendig (still).

Vermutlich entgeht dir dann aber was.
 
Es kommt aber auch auf die Zielsetzung an. Als ich selbst noch im Hauptschulumfeld unterwegs war, lernte ich einige linke Studenten der Sozialwissenschaften kennen, die mit uns Prolls unbedingt abhängen wollten........von wegen Solidarität und so. Die waren anfangs nicht arrogant - im Gegenteil

Das waren aber nur Feldstudien......das sah man in ihren Augen. Später wollten die meisten nichts mehr mit uns zu tun haben......so wie sich die linken Parteien nicht mehr um die kleinen Leute kümmern, sondern um Wokeness/Gender usw.

Ich habe dann selbst eine Akademikerin geheiratet und bin ganz froh in der jetztigen Umgebung und den Wachdienst mache ich nicht mehr lange. Den habe ich nur aus Einsamkeit und Langweile angefangen.

Dein Problem ist aber doch eigtl. dass du außer deiner Frau nichts vorweisen kannst, was dich unterscheidet. Du arbeitest ja jetzt "standesgemäß" um mal bei deinen Sichtweisen zu bleiben.

Schade, dass du so denkst. Ich habe in so ziemlich jedem Umfeld auch sehr intelligente Menschen getroffen mit denen ich mich über Gott und die Welt unterhalten konnte. Im Wachdienst einen unfassbar klugen und Belesenen Herrn, der mit Ende 50 nichts Adäquates mehr fand und sich so eben bis zur Rente beschäftigen wollte.

Bin super oft mit Mitarbeitern unterwegs gewesen, die weder sprachlich noch intellektuell gebildet waren. Irgendwie haben wir es immer geschafft uns gut zu verstehen, einige Mitarbeiter haben sogar spürbar ihre Sprachkenntnisse verbessert (45 Minuten Autofahrt mit mir über Wochen). Ich habe sie einfach auch mal was gefragt, auch mal was Komplexeres "Wie steht ihr zu Religion", z. B. total wertfrei und selbst mit dem syrischen Flüchtling Deutschkenntnis A2 konnte ich mich gut unterhalten darüber.



Unter uns Akademikern reden wir übrigens sehr oft über Trash-TV & Co., kann mich nicht erinnern über wirklich weltbewegende Dinge oder Studieninhalte mal mit meine Freunden gesprochen zu haben, warum auch?

Wir haben den Weg allerdings auch durchlaufen, den du dir wünschst, ich denke da liegt dein Dilemma.
 
Ich werde es wohl oder übel müssen.............wenn auch sehr ungern. Mein Vorteil ist, ich komme aus diesem Milieu und wollte da eigentlich für immer ´raus.
Ich meine das wirklich nicht böse, aber da schwingt schon eine kleine Prise Arroganz mit.
Ich habe volles Verständnis für Dein persönliches Problem.
Allerdings bist Du beim Wachdienst gelandet und musst Dich da anpassen.
Aus Deinen Schilderungen entnehme ich, dass Du Dich für etwas Besseres hältst (klingt jetzt härter, als es gemeint ist).
Das bist Du aber nicht, Du hast Dich lediglich weiter gebildet als sie.
Dass die Kollegen das nicht getan haben, kann viele Gründe haben, von Faulheit bis Unvermögen, die ganze Bandbreite.
Wenn Du gebildeter/intelligenter bist, ist es Deine Aufgabe dafür zu sorgen, dass ihr miteinander zurechtkommt, das fordert Dein höherer Bildungsgrad.
Tust Du das nicht, bist Du in meinen Augen arrogant.

Ich komme aus der Arbeiterklasse, dem Proletariat, das habe ich nie verleugnet, ich fühle mich dieser Klasse verbunden. Auch wenn mir vieles an den Verhaltensformen nicht gefällt.
Ich habe auch absolut kein Interesse an Fußball, den Geißens und Bodybuilding interessiert mich maximal am Rande.
Ohne Weiteres kann ich mich aber in ein entsprechendes Gespräch einklingen, nicht als Experte, aber ich kann meine Meinung zum Thema kundtun oder gelegentlich mal eine Frage stellen, das kommt immer gut.
 

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