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Die neue Groko

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Ach ja halbwissen? Wie wärs, mal den Tonfall ein bißchen anzupassen: Wir sind hier nicht auf dem Bolzplatz und ich bitte um den nötien Respekt, sonst brauchen wir da garnicht weiterzureden: Ich rede normalerweise nicht mit Leuten, die sich nicht respektvoll äußern können! Das muss ich mir echt nicht geben.

Du, ich schreibe meine Beiträge nicht für Dich, sondern auch für Dich!
Will sagen, ich muss und will keinem gefallen. Dennoch gefällt es!
Denn ein ehrliches DANKE ist mir wichtiger, als eines was aus Frust oder Häme gegeben wird.

Du bemängelst bei mir angeblich fehlenden Respekt, lässt ihn aber bei Lehrern, die täglich auf schwere Arbeit zurückblicken können und vielfach das ausbügeln, was im Elternhaus mangelhaft ist, völlig fehlen.
Vielmehr verlierst du dich in Vermutungen und Pauschalisierungen und zudem falschen Darstellungen.
Und das alles mit wenig Berufserfahrung.
Und wir Beide wissen ja auch, warum das so ist! 😉

Tonfall?
Intonation ist doch eher eine Frage der akustischen Wahrnehmung, zumal ich ja nicht ahnen konnte, dass du dir meine Beiträge akustisch zu Gemüte führst.
Ich denke, das wäre auch zu viel der Ehre!
Ich dachte wir kommunizieren verbal!?

Aber ich lerne gerne hinzu!
Wenn dir der Begriff "Halbwissen" nicht gefällt, wie sollte ich es deiner Meinung nach formulieren, wenn du den Lehrerberuf sehr seltsam mit Vorurteilen behaftet darstellst und einfach falsche Dinge behauptest.
Und zudem pauschalisierend und diskriminierend schreibst?

Wer also so etwas schreibt:

Und dann gibt es die Lehrer, die sich in 30 Jahren nie weitergebildet haben, die überhaupt keinen richtigen Unterricht machen usw, die aber eben vom System mitgeschliffen werden, weil sie eben beamte sind.

...Verbreitet doch Unwahrheiten, denn Beamte sind generell und Lehrer im Besonderen, zur ständigen Fortbildung verpflichtet.
Zudem überwacht!

Wenn man natürlich denkt, kenne ich eine Schule, kenne ich sie alle...
Kann man natürlich zu Trugschlüssen kommen.
Ich behaupte das jedenfalls nicht, obwohl ich da sicherlich gut punkten könnte.

Ich könnte jetzt noch mehr in deinem Beitrag finden. Schenke ich mir.
Aber da denke ich nun immer noch, dass meine gewählte Formulierung doch weit unter dem liegt, was den Kern wirklich treffen würde.

Dass es immer Menschen geben kann, die sich ein System zu Nutze machen, ist mir bekannt, jedoch lässt das Beamtenrecht durchaus Spielraum zu, das abzustellen.
Einzelfall ist also nicht Regelfall, so wie du es dargestellt wissen willst.
Da gibt es zudem in unserer Gesellschaft viel mehr Sparten, wo der Staat betrogen wird.

Wo ich dir Recht gebe ist, dass nicht jeder, der sich selbst dafür einschätzt, für den Lehrerberuf geeignet ist.
Das hat auch der Staat erkannt!
Warum man diese Menschen erst ausbildet, das verstehe ich auch nicht.
Ist aber nicht mein Bier!

Mir geht es darum, die zu verteidigen, die du über einen Kamm scheren möchtest ohne ihre Laufbahn im Beruf auch nur Ansatzweise zu kennen.

Wenn man Leute im Einzelfall erkennen mag, dann sollte man sie umsetzen, aus dem Beruf raus.
Das Beamtengesetz kennt da durchaus Möglichkeiten.

Zu Deiner Info. ich selber habe Lehramt studiert und arbeite regelmäßig an div Schulen. Habe mich aber bewusst und freiwillig gegen eine Beamtenlaufbahn entschieden (aus verschiedenen Gründen): Jedoch habe ich durch meine Arbeit, mein Studium, und auch einen Großteil meiner Freunde (die verbeamtete Lehrer sind) durchaus mehr als nur "Halbwissen" (wie Du so herablassend zu urteilen pflegst, ohne mich genauer zu kennen- schon interessant, was Du Dir da für eine Deutungshoheit zutraust- oder bist Du selber Lehrer und siehst regelmäßig Klassenzimmer von innen.)

Oh Danke!
Da muss ich passen, das wird mir jetzt zu persönlich. 🙂
Du appellierst doch wohl nicht an meine Eitelkeit, dir was zu beweisen? grins
Zumal wir dann ja schon PN Kontakt unter anderem Namen hatten. 😉

Dass Schulen den Lehrerwechsel anordnen habe ich nie geschrieben (bitte wieder mal genau lesen, bevor Du zu urteilen beginnst- das Thema hatten wir schon mal!): Aber sie können sehr wohl einen Antrag stellen, dass ein gewisser Lehrer wegversetzt wird. Solche Anträge sind kompliziert und langwierig aber mitunter werden sie genehmigt und dann passiert das, was ich weiter geschrieben habe.

Das ist jetzt schon eine Form von Wortklauberei.
Du schriebst das:

Ein Beispiel: Wenn Du als Schule einen alteingesessenen verbeamteten Lehrer loswerden willst, weil der einfach nicht mehr arbeitet (oder sonst irgendwie Mist macht) musst Du im Gegenzug zwei andere Lehrer aufnehmen (bzw bekommst sie zugeteilt) die andere Schulen loswerden wollten: So entstehen dann diese Wanderpokale, die keine Schule braucht und die der Staat von Schule zu Schule schiebt, wo sie dann ihr Unwesen treiben können. Das hat natürlich zur Folge, dass Schulen ihre Loser lieber behalten, anstatt zwei andere zu nehmen, bzw dass die bis zur Pension einfach durchgeschliffen werden.
Und du würdigst dabei Menschen ab!

Frage:
Sind zwei Lehrer nicht besser, als ein Lehrer? 🙂
Ist es ethisch, Menschen als "Wanderpokale" zu bezeichnen?
Wer gibt dir das Recht, generell Menschen im Lehrerberuf zu stigmatisieren und zu meinen, ihre Fähigkeiten pauschal bewerten zu können?

Was sagtest du, wie viele Berufsjahre hast du?
Was weißt du über diese Menschen persönlich?
Und nun nehmen wir mal an, da ist jemand, der seine Nerven und Psyche im Beruf verlor... Gibt es dir das Recht ihn "Loser" zu nennen?

und zu den Weiterbildungen: Warst Du mal auf einer Weiterbildung für Lehrer? hast Du Dir das mal angeschaut? Nein? Dann schreibe DU lieber kein Halbwissen!
Das war aber kein Thema! Oder?

Ja stimmt, da hätte ich auch Kritik zu üben. Z.B. an mangelhafter Rechtschreibung und schlechtem Deutsch. 🙂
Müsste man nicht Vorbild sein?

Und ich ginge so gerne dahin...
Meine [...] musste Walther von der Vogelweide lernen, das war dann mehr was für mich! 😉
Etwa so:

dâ mac man sünde bî der schande schouwen,

die maneger ûf sich selber leit.


(Hier kann man Sünde und Schande sehen

die so mancher sich selbst auflädt.)

Es gibt durchaus Mittel und Wege, diese angeordneten Fortbildungen so gut es geht zu umgehen oder einfach nur abzusitzen (und die werden auch fleissig genützt, denn kaum ein Lehrer- selbst ein motivierter- hat Bock darauf!). Je nach Schule (bzw Schulleitung) sind diese Fortbildungen auch mehr oder weniger "für den A".
Ich habe selber bereits Fortbildungen für Lehrer gegeben und wenn ich mir so angeschaut habe, wie unterschiedlich motiviert die Lehrer waren...naja...

Autsch!
Sollte man sich als Lehrer nicht besser ausdrücken können? 🙂
Ist Bewertung nicht auch immer fehlerhaft, weil eigene Wertung und vielleicht Konkurrenzdenken einfließen?

Wirkliche Weiterbildung (die einen Lehrer echt weiterbringt) erfordert sehr viel Eigeninitiative: Und viele Lehrer haben diese auch. Manche jedoch nicht und die kommen genauso durch!

Ja so steht es auch im Beamtengesetz. Also völlig normal!
Was findest du daran falsch?
Ich lerne täglich.

Da hast Du zB Musiklehrer, die ihre gesamte Laufbahn mit dem Auflegen von CDs verbringen und andere schreiben nächtelang Klassensätze um ein Lied mit einem Klavier, 10 Blockflöten, einem Hackbrett, Gartenschlauch und Gießkanne aufzuführen.
Und trotzdem bleibt die berufliche Situation für beide gleich- zumindest für die verbeamteten lehrer ist es egal, zu welcher Gruppe sie gehören: Von der desolaten Lage der nicht verbeamteten Lehrer schreibe ich jetzt hier mal nicht).
Sinnvoll?
Naja, für die Schüler jedenfalls nicht!

Ich sage dann immer:
Manche Worte sind einfach nur die Offenbarung seiner eigenen Vorurteile... 😉
Aber da du auch nicht ALLE kennst, und ich dir durchaus erklären könnte, warum durchaus beide Konzepte Erfolge in der Musikerziehung haben könnten, ist es müßig auf einzelne Konzepte einzugehen, die deiner Wertung nicht zusagen.

Also,ich denke, ich habe durchaus einen guten Überblick, was in den Klassenzimmern so los ist. Solange Du nicht selber Lehrer bist und solange Unterricht zu filmen verboten ist, würde ich mich an Deiner Stelle hüten, darüber zu urteilen wer von unser beiden hier Halbwissen hat. Überhaupt: Wenn Du weiter mit mir diskutieren willst, dann bitte in einem angemessenen Ton- mag sein, dass dads sonst von Deiner Umwelt als akzeptabel empfunden wird, von mir jedenfalls nicht. Du kannst es auch gerne sein lassen, mir zu antworten (wenn es nicht respektvoll geht, würde ich darum sogar sehr bitten)

Dazu siehe bitte oben, für wen ich Beiträge schreibe und auf welche Beiträge ich mich beziehe, überlässt du vielleicht auch mir? Freundliches Danke!

Ich versuche dir aus meiner Lebenserfahrung mal zwei Ratschläge zu geben, obwohl du sie wahrscheinlich ablehnen wirst.

Man sollte sich immer davor hüten, dass andere nicht doch wissen könnten, was man selbst nicht weiß!
Und ich werde als Mann niemals ein Kind gebären können und trotzdem wissen können, dass es schmerzhaft ist!

Also ist beides doch nicht eine Frage des Erlebens, des Berufes oder Standes - es ist vielmehr eine Frage der Intelligenz, Empathie und des lebenslangen Dazulernens...
Und noch besser ist sicher, eine gesunde Mischung daraus. 🙂
 
Ja. Während wir oft kaum unsere Mieten bezahlen können, bzw. ein Großteil unserer Gehälter dafür draufgeht, können wir ja in Aktien investieren. Um unsere Rente zu sichern. 🙄

Zur Aktienthematik wurde ein Friedrich Merz ja auch in der Luft zerrissen. Argument: 40% hätten ja keine Ersparnisse um in Aktien zu investieren.

Was ist aber mit dem 60%, die durch bessere Anlagen wie Aktien wirklich Vermögen aufbauen könnten? Um die 60% geht es nicht?

Man merkt auch hier im Forum: Die meisten machen Politik für sich oder eine bestimmte Gruppe. Es ist ja vollkommen in Ordnung Merz und andere zu kritisieren wenn diese nicht genug für Rentner und Hartz 4 Empfänger machen, aber warum alles andere ablehnen?

Ich bin für eine ganzheitliche Politik.
Das bedeutet, dass ein Arbeitslosen nicht nach kurzer Zeit schon fast sein gesamtes Vermögen erstmal aufessen muss, für das er vielleicht 30 Jahre gespart hat - während andere nie im Leben gearbeitet haben.
Das bedeutet, dass faire Löhne gezahlt werden damit sich Menschen etwas erarbeiten können.
Das bedeutet aber auch Sparen und Anlegen zu fördern wie ein Merz gesagt hat.

Eine Politik für den Mittelstand ist keine Politik gegen Arme. Im Gegenteil: Erst durch faire Löhne, faire Beschäftigungsverhältnisse, Sparmöglichkeiten usw. verhindert man doch Armut und das Rutschen in Hartz 4.
 
@Andreas
Wer rutscht denn mal in die Altersarmut?
Geringverdiener. Menschen, die schon während des Arbeitsleben 'von der Hand in den Mund leben (müssen)'.
Die haben eben keine Geld zum Anlegen.
Wenn dann ein Millionär daherkommt mit der tollen Idee, die (genau DIE) Leute sollen doch in Aktien investieren...Dann kann man diesen Vorschlag schon als Dummheit, Taktlosigkeit, Ahnungslosigkeit sehen.
Das war ja nicht einfach nur so eine Anregung von ihm, sondern genau zum Thema Armut im Alter. Und somit einfach unpassend und disqualifizieren.
 
@Andreas
Wer rutscht denn mal in die Altersarmut?
Geringverdiener. Menschen, die schon während des Arbeitsleben 'von der Hand in den Mund leben (müssen)'.
Die haben eben keine Geld zum Anlegen.
Wenn dann ein Millionär daherkommt mit der tollen Idee, die (genau DIE) Leute sollen doch in Aktien investieren...Dann kann man diesen Vorschlag schon als Dummheit, Taktlosigkeit, Ahnungslosigkeit sehen.
Das war ja nicht einfach nur so eine Anregung von ihm, sondern genau zum Thema Armut im Alter. Und somit einfach unpassend und disqualifizieren.

In Armut bzw. Altersarmut rutschen Menschen aus verschiedensten Gründen.
Selbst wenn du 3.000 € brutto / knapp 2.000 netto verdienst, kannst du schneller in Armut rutschen als dir lieb ist. Arbeitslosigkeit reicht.
Und Hartz 4 fordert dann den Einsatz deines Vermögens.
Das ist doch nicht fair, wenn jemand 40 Jahre Vollzeit gearbeitet hat, vernünftig verdient hat, viel gespart hat und der nach einer betriebsbedingten Kündigung dann gesagt wird bitte setzte die 50.000 € ein, die du dein Leben lang für deine Rente, für ein Haus oder sonstwas gespart hat.

Und auch an der Altersarmut bist du mit dem o.g. Einkommen nahe dran. Zwar könntest du jetzt versuchen die Rentenlücke privat zu schließen, aber
A) wie tun bei 0,01% Tagesgeldzins und
B) der Gefahr bei Arbeitslosigkeit alles aufessen zu müssen

Mit einem aktienfondsgebundenen Sparplan, der A) steuerlich gefördert wird und B) vor der Verwertung durch Hartz 4 sicher ist, könntest du die Altersarmut halbieren!

Ja, du erreichst nicht alle. Aber die Maßnahme ist doch nicht falsch, weil sie vielleicht nur 50% der Armut bekämpft.
Wer sein Leben lang nur Mindestlohn verdient, kann nicht viel sparen. Deswegen habe ich in einem Atemzug ja aber auch von höheren Löhnen gesprochen. Im privaten Dienstleistungssektor sind deutsche Löhne im europäischen Vergleich sehr niedrig.

Es bedingt sich aber gegenseitig. Sparen kannst du nur mit ausreichendem Arbeitslohn und Möglichkeiten zur vernünftigen Geldanlage.
 
Was ich total unsozial finde - und das hilft auch die Mietpreisbremse nicht - ist es , dass wenn ich 20 % unter der ortsüblichen Miete vermiete Ärger mit dem Finanzamt bekomme und nicht mehr alles absetzen kann.

Daran sollte man mal arbeiten.

Genau!
Willkommen im Club! 🙁

Mehr noch... Angenommen du bekommst keine Miete, dann musst du sie trotzdem versteuern oder kannst nicht einmal die Schäden vom Mieter absetzen.

Wer sozial handelt, wird dafür bestraft!
Und dafür bekommen solche Mieter Hotelzimmer, die ein Vielfaches der Miete kosten, anstatt dem Vermieter vom Amt aus die Miete zu zahlen.
 
[h=2]Den Genossen geht das Geld aus[/h]

  • Die SPD ist zum finanziellen Sanierungsfall geworden, nachdem eine Wahl nach der anderen verloren gegangen ist.
  • Strukturen, die aus der Zeit der Ergebnisse um 30 Prozent und mehr stammen, kann sich die Partei nicht mehr leisten.

https://www.sueddeutsche.de/politik...tDujf8ZUvI47QbJgJwTgi0GGTdh7gSvjOP9drcXYsLRUw

Tja selber schuld, die haben ja regelrecht drum gebettelt. Hoffentlich sind bald alle davon betroffen ...neuen Wind braucht das Land.

Dann sehen die Politiker mal wie es dem "kleinen Mann" geht, der jeden Tag um seine Existenz kämpfen muss und sich nicht aus dem Staatssäckel bedienen kann.
 
Zur Aktienthematik wurde ein Friedrich Merz ja auch in der Luft zerrissen. Argument: 40% hätten ja keine Ersparnisse um in Aktien zu investieren.

Was ist aber mit dem 60%, die durch bessere Anlagen wie Aktien wirklich Vermögen aufbauen könnten? Um die 60% geht es nicht?

Man merkt auch hier im Forum: Die meisten machen Politik für sich oder eine bestimmte Gruppe. Es ist ja vollkommen in Ordnung Merz und andere zu kritisieren wenn diese nicht genug für Rentner und Hartz 4 Empfänger machen, aber warum alles andere ablehnen?

Ich bin für eine ganzheitliche Politik.
Das bedeutet, dass ein Arbeitslosen nicht nach kurzer Zeit schon fast sein gesamtes Vermögen erstmal aufessen muss, für das er vielleicht 30 Jahre gespart hat - während andere nie im Leben gearbeitet haben.
Das bedeutet, dass faire Löhne gezahlt werden damit sich Menschen etwas erarbeiten können.
Das bedeutet aber auch Sparen und Anlegen zu fördern wie ein Merz gesagt hat.

Eine Politik für den Mittelstand ist keine Politik gegen Arme. Im Gegenteil: Erst durch faire Löhne, faire Beschäftigungsverhältnisse, Sparmöglichkeiten usw. verhindert man doch Armut und das Rutschen in Hartz 4.

Ich empfinde den Gesamtkontext anders, in dem diese Aussage getätigt wurde. Korrigier mich bitte, es ging dabei um Probleme mit der Rente und was getan werden kann, um die Aussichten auch für die Leute zu verbessern, die es nicht so optimal getroffen haben. Es ging dabei meiner Ansicht nach nicht allgemein darum, wie man pauschal die Rente verbessern kann oder wie man durch Investitionen diese optimieren kann. Das sind für mich zwei völlig verschiedene Sachverhalte.

Wenn in so einem Kontext von einem Millionär die Aussage getätigt wird, man solle sich doch Aktien kaufen, kann ich nachvollziehen, dass viele sich gelinde gesagt verarscht vorkommen. Merz wurde ja auch hierbei mit Marie Antoinette und ihrem berühmten Kuchenzitat verglichen. Egal, ob sie es jetzt wirklich gesagt hat oder nicht, ich finde den Vergleich sehr passend.

Um überhaupt in Aktien investieren zu können, braucht man Geld. Und frag doch mal einen Rentner, der von der Hand in den Mund lebt, ob er für so einen Spaß Geld hat. Oder die Familie mit 2, 3 Kindern.

Es geht darum, dass sowas keine Lösung für alle ist - das ist es für besser aufgestellte, die gut verdienen oder zumindest einen ordentlichen Batzen Geld übrig haben für sowas.

Und ganz ehrlich: natürlich kann ein gut verdienender jederzeit sein Vermögen verlieren. Er kann seinen Job verlieren, einen Unfall haben, whatever - genauso wie jeder von uns theoretisch jeden Tag von einem Auto überfahren werden kann. Aber ein Millionär oder zumindest Zugehöriger der Oberschicht hat schon mal eine andere Ausgangssituation, als jemand von der Mittelschicht oder unteren oder einem Rentner, der gerade so über die Runden kommt. Und hat ein völlig anderes Risiko für Armut, als besagte andere Gruppen. Findest du nicht?

Verzeih mir den harten Vergleich, aber wenn ein Millionär das so pauschal mit dem Vorschlag für Aktien abschmettert oder man sagt, es gibt ja auch gut verdienende und da ist so eine Aktie super lohnenswert, wenn man richtig investiert, das kommt einfach dekadent rüber.

Schlag das doch mal einem Krankenpfleger vor, dass er Geld in Aktien anlegen kann, um seine Rente zu sichern - der freut sich bestimmt.

Und allgemein können Aktien nicht das Loch stopfen oder die Lawine aufhalten, die kommen wird, wenn das Rentensystem so weiterläuft, wie es jetzt ist. Das wäre wie wenn man auf ein kaputtes, rostiges und undichtes Rohr etwas zur Abdichtung klebt - funktioniert vielleicht eine Weile, aber nicht dauerhaft.

Hast du meinen Link gelesen mit den aktuellen Zahlen? Für mich nichts Neues, für viele andere hier vermutlich auch nicht, das aber schwarz auf weiß in Zahlen zu lesen, fand ich dennoch erschreckend und ein Beleg dafür, dass etwas getan werden muss - oder wie siehst du das? Wie empfindest du die Zahlen aus der Analyse?

Und weil es jetzt gut verdienende Leute gibt, darf man nicht mehr so viel damit nerven, dass so ein Vorschlag mit Aktien einfach Bullshit für viele Gruppen ist und absolut nichts bringen wird, um die Löcher zu stopfen? Weil die Besserverdiener und Millionäre eben nicht mehr als die Hälfte unserer Gesellschaft ausmacht?

Natürlich ist es super, wenn jemand so viel Geld übrig hat und mit diesem Aspekt seinen Lebensabend aufwerten kann. Aber deswegen kann man nicht die anderen Bevölkerungsgruppen unter den Tisch fallen lassen.

Es ist auch nicht so, dass es hierbei um dominierende Politik für den Mittelstand geht. Viele ärgern sich einfach furchtbar, gerade weil eben Politik für Lobbyisten und Besserverdiener im Moment gemacht wird. Wäre dies nicht so, wären doch viel mehr Menschen aus dem Mittelstand zufrieden.
 
Ich empfinde den Gesamtkontext anders, in dem diese Aussage getätigt wurde. Korrigier mich bitte, es ging dabei um Probleme mit der Rente und was getan werden kann, um die Aussichten auch für die Leute zu verbessern, die es nicht so optimal getroffen haben. Es ging dabei meiner Ansicht nach nicht allgemein darum, wie man pauschal die Rente verbessern kann oder wie man durch Investitionen diese optimieren kann. Das sind für mich zwei völlig verschiedene Sachverhalte.

Über die genaue Ausformung der Ideen von Merz lässt sich diskutieren, zumal er nicht gewählt wurde und seine Idee noch lange kein gesetzesreifer Entwurf war.

Tatsache ist: Friedrich Merz hat Recht. Die Deutschen sind faul, wenn es um Aktien geht, sie haben die Aktie nie richtig verstanden als Beteiligung an einem Unternehmen und sind zudem fast immer pro-zyklisch unterwegs. Der Durchschnittsbürger parkt sein Geld dazu vergleichsweise sinnfrei bei Volksbanken oder Sparkassen. Wenig zielführend ist dies vor allem seit die EZB klargemacht hat, dass sich auch deutsche Sparer für lange, wenn nicht gar für immer, von Zinsen verabschieden müssen.

Tatsache ist auch: Merz hat nicht an Reiche gedacht, sondern an kleine Anleger.
"Denkbar wäre ein jährlicher Freibetrag, unter dem man einen auf Aktien basierten Spar- oder Vorsorgeplan aufbaut", sagte Merz. Es sollte private Vorsorge gefördert werden für jene die vielleicht 50 € im Monat zur Seite legen können. Ich beiße mir z.B. selbst in Hintern, warum ich das nicht schon mit 18 Jahren angefangen habe.

Und ich sag nochmal: Nur weil das nicht jedem hilft, ist es nicht automatisch eine schlechte Idee.

Merz Idee hätte vermutlich jedem geholfen, der auch nur etwas mehr als Mindestlohn verdient und davon monatlich 50 € zurücklegen kann. Und das sind verdammt viele Menschen, die zwar nicht die Ärmsten der Armen sind, aber die es auch "nicht so optimal getroffen" getroffen haben. Das hätte vermutlich jedem Altenpfleger, Arzthelfer, Hausmeister, Kassierer, Lagerarbeiter/in und und und geholfen.

Wenn das Rentenniveau angehoben werden soll, sagst du doch auch nicht: "Hach 80% Rentenniveau ist blöd - das hilft ja nicht jedem, vor allem nicht denen, die ganz wenig verdienen."
 
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