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Deutsche Gesellschaft

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Weil man die Person nicht mag. In einer Neidkultur reicht es aber schon, daß ein anderer (gefühlt) mehr oder was besseres hat, damit er nicht gemocht wird. Da wird der Charakter dieser Person oder ihre Eigenschaften gar nicht erst näher besehen. Geht ja nicht, daß jemand, der den Hauptgewinn im Lotto macht, sich am Ende noch als sympathisch erweist! Wer mehr hat muß automatisch "der Böse" sein, weil Underdogs "selbstverständlich" immer die Guten sind. ... eine Einstellung, die man in Forendiskussionen gar nicht so selten findet ...
 

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Jetzt fahr dich mal nicht so auf einen Lottogewinn fest. Ich habe weder von einem Lottogewinn noch von einer Erbschaft gesprochen. Ich habe noch nie jemanden um sein Geld beneidet (auch wenn ich selbst nichts habe). Wenn ich etwas beneide bedeutet das nicht das ich es dieser Person nicht gönne. Und andererseits, beneide ich nicht den Reichtum sondern verachte das Verhalten einer Person, unabhängig wie viel oder was die Person im Vergleich zu mir hat. Ich kann es gerne mit Beispielen erklären wenn gewünscht.
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Jetzt fahr dich mal nicht so auf einen Lottogewinn fest. Ich habe weder von einem Lottogewinn noch von einer Erbschaft gesprochen. Ich habe noch nie jemanden um sein Geld beneidet (auch wenn ich selbst nichts habe). Wenn ich etwas beneide bedeutet das nicht das ich es dieser Person nicht gönne. Und andererseits, beneide ich nicht den Reichtum sondern verachte das Verhalten einer Person, unabhängig wie viel oder was die Person im Vergleich zu mir hat. Ich kann es gerne mit Beispielen erklären wenn gewünscht.
Ja bitte erkläre es anhand von Beispielen.
 
O

OhneSalz

Gast
Gibt nicht die ( deutsche ) Gesellschaft, jeder ist anders:
Die Gesellschaft verzeiht oft den Verbrechern, sie verzeiht nie den Träumern.
Ein gute Gesellschaft muß wie ein gutes Fernrohr zusammengesetzt sein, aus flachen und erhabenen Gläsern.
Die meisten jetzigen Gesellschaften sind bloß aus >vollen Gläsern zusammengesetzt.
Unsere Gesellschaft ist reich an Waren, aber arm an Wahrem.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Grapevine

Mitglied
Danke für das Eröffnen dieses Themas, find es ist eine spannende Frage.
Meines Erachtens gibt es keine deutsche Identität, vielleicht noch vereinzelt Brauchtum. Dass es keine deutsche Identität gibt liegt m.e daran, wie Deutschland historisch gewachsen ist.
Ich glaube am ehesten entwickeln die Deutschen ein wir-Gefühl, wenn es einen äußeren Feind gibt.
Mobbing an Schulen ist allgegenwärtig und am Arbeitsplatz gehts oft weiter... es geht nur um den eigenen Vorteil.

Eine Frau, die lange auf Reisen war erzählte mir, dass Deutsche, wenn sie sich im Ausland treffen, am liebsten voreinander flüchten. Bei anderen Nationen hat sie erlebt, wie diese dann zb einen spanischen Abend veranstaltet hätten.
Ganz im Ernst, ich wüsste nicht, wie ich ein deutschen Abend gestalten würde..

Hab früher Deutschland sehr gerne gemocht, aber jetzt erleb ich wie obrigkeitshörig die Deutschen sind und auch Denunziantentum weit verbreitet.. und das erschreckt mich schon arg.
 
Ja bitte erkläre es anhand von Beispielen.
Ich beneide zum Bsp. Astronauten die das Glück hatten unseren Planeten aus dem Weltall zu sehen. Es muss eine aussergewöhnliche Erfahrung sein und ein faszinierender Anblick. Was aber nicht bedeutet das ich es in irgendeiner Art und Weise denjenigen der diese Erfahrung machen durfte nicht gönne. Ich finde jeden der ein besonderes Talent hat, Zeuge eines besonderen Ereignis, das Glück hatte zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein oder Menschen die ein glückliches, sorgenfreies Leben und ihren Seelenverwanden gefunden haben, beneidenswert. Zum letzten fällt mir spontan The Bucket List Family (youtube) ein.
Andererseits verachte ich die Art wie manche Menschen mit ihren Reichtum umgehen. Wenn ich sehe das manche Menschen Champangerflaschen für 50 000 Euro ordern um sie sinnlos zu verspritzen.
Oder Manager die mit dem Kapital von Anlegern spekulieren nur um den eigenen Gewinn noch mehr zu maximieren und ihnen völlig egal ist das sie das Geld/Existenz von anderen verzocken.
Oder Stars die verlangen das keiner der Angestellten ihnen in die Augen sehen oder ansprechen darf. Jeder der nur anhand von Geld sich überall einkaufen kann oder sich von jeder Schuld freikaufen kann ist in meinen Augen nicht beneidenswert sondern verachtenswert.
Mir ist völlig egal wie viel Geld sie haben und ich bin auch nicht der Meinung das ich es mehr verdient hätte oder das ich mit ihnen tauschen möchte. Ich verachte lediglich ihr verhalten oder die Art wie rücksichtslos manche zu ihrem Reichtum gekommen sind.

Ich glaube was mein Vorredner meinte ist eher Missgunst....
 
G

Gelöscht 54649

Gast
Ich habe mich vor einigen Jahren mit einem US-Amerikaner unterhalten, in dessen Firma einige Deutsche gearbeitet haben.
Und er meinte, dass es zwei Dinge sind, die Deutsche erstmal unfassbar unfreundlich wirken lassen:
einerseits würde er jedes Mal zusammenzucken, wenn einer der Kollegen plötzlich beim Reden von Englisch zu Deutsch wechselt, weil es einfach eine sehr harte, eckige Sprache ist ("like someone's firing a machine gun!")
und wir sind direkt. Sehr direkt.
Amerikanische Vorgesetzte kommen ins Büro, fragen erstmal nach dem Wochenende, der Frau, den Kindern und mäandern sich dann smalltalkmäßig darauf hin, dass es total "awesome" wäre, wenn man eventuell die Zeit hätte, dieses und jenes zu tun... und hinter könnte man ja gemeinsam zum Lunch...
Deutscher Vorgesetzter düst am Büro vorbei, bremst, kommt zurück, steckt den Kopf zur Tür rein: "Mooorgen, gut dass ich Dich gerade sehe! Ich bräuchte bis Mittag mal die Aufstellung X, kannst Du das bitte machen? Suuuuuuuper, bis denn!" und weg.
In beiden Fällen möchte der Vorgesetzte die Aufstellung bis Mittag und das ist keine Frage, sondern eine Arbeitsanweisung.

Er meinte, die ersten zwei Wochen mit dem deutschen Teamleiter habe er eigentlich durchgehend mit der Kinnlade auf dem Schreibtisch dagegessen, weil der Typ sooooooo unhöflich war.
Irgendwann übernahm dann wieder ein Landsmann das Team und er erwischte sich dabei, dass er nach zwei Minuten Arbeitsabweisungsanbahnung innerlich mit den Augen gerollt hat und sich gedacht hat "nun sag halt endlich, was ich machen soll und nimm Deinen Hintern von meinem Tisch... 'Weihnachtin wir essen zeitlish!!!''"
(ich hab Tränen gelacht!)
 
G

Gelöscht 54649

Gast
Ich habe mich vor einigen Jahren mit einem US-Amerikaner unterhalten, in dessen Firma einige Deutsche gearbeitet haben.
Und er meinte, dass es zwei Dinge sind, die Deutsche erstmal unfassbar unfreundlich wirken lassen:
einerseits würde er jedes Mal zusammenzucken, wenn einer der Kollegen plötzlich beim Reden von Englisch zu Deutsch wechselt, weil es einfach eine sehr harte, eckige Sprache ist ("like someone's firing a machine gun!")
und wir sind direkt. Sehr direkt.
Amerikanische Vorgesetzte kommen ins Büro, fragen erstmal nach dem Wochenende, der Frau, den Kindern und mäandern sich dann smalltalkmäßig darauf hin, dass es total "awesome" wäre, wenn man eventuell die Zeit hätte, dieses und jenes zu tun... und hinter könnte man ja gemeinsam zum Lunch...
Deutscher Vorgesetzter düst am Büro vorbei, bremst, kommt zurück, steckt den Kopf zur Tür rein: "Mooorgen, gut dass ich Dich gerade sehe! Ich bräuchte bis Mittag mal die Aufstellung X, kannst Du das bitte machen? Suuuuuuuper, bis denn!" und weg.
In beiden Fällen möchte der Vorgesetzte die Aufstellung bis Mittag und das ist keine Frage, sondern eine Arbeitsanweisung.

Er meinte, die ersten zwei Wochen mit dem deutschen Teamleiter habe er eigentlich durchgehend mit der Kinnlade auf dem Schreibtisch dagegessen, weil der Typ sooooooo unhöflich war.
Irgendwann übernahm dann wieder ein Landsmann das Team und er erwischte sich dabei, dass er nach zwei Minuten Arbeitsabweisungsanbahnung innerlich mit den Augen gerollt hat und sich gedacht hat "nun sag halt endlich, was ich machen soll und nimm Deinen Hintern von meinem Tisch... 'Weihnachtin wir essen zeitlish!!!''"
(ich hab Tränen gelacht!)
 
G

Gelöscht 54649

Gast
Ich habe mich vor einigen Jahren mit einem US-Amerikaner unterhalten, in dessen Firma einige Deutsche gearbeitet haben.
Und er meinte, dass es zwei Dinge sind, die Deutsche erstmal unfassbar unfreundlich wirken lassen:
einerseits würde er jedes Mal zusammenzucken, wenn einer der Kollegen plötzlich beim Reden von Englisch zu Deutsch wechselt, weil es einfach eine sehr harte, eckige Sprache ist ("like someone's firing a machine gun!")
und wir sind direkt. Sehr direkt.
Amerikanische Vorgesetzte kommen ins Büro, fragen erstmal nach dem Wochenende, der Frau, den Kindern und mäandern sich dann smalltalkmäßig darauf hin, dass es total "awesome" wäre, wenn man eventuell die Zeit hätte, dieses und jenes zu tun... und hinter könnte man ja gemeinsam zum Lunch...
Deutscher Vorgesetzter düst am Büro vorbei, bremst, kommt zurück, steckt den Kopf zur Tür rein: "Mooorgen, gut dass ich Dich gerade sehe! Ich bräuchte bis Mittag mal die Aufstellung X, kannst Du das bitte machen? Suuuuuuuper, bis denn!" und weg.
In beiden Fällen möchte der Vorgesetzte die Aufstellung bis Mittag und das ist keine Frage, sondern eine Arbeitsanweisung.

Er meinte, die ersten zwei Wochen mit dem deutschen Teamleiter habe er eigentlich durchgehend mit der Kinnlade auf dem Schreibtisch dagegessen, weil der Typ sooooooo unhöflich war.
Irgendwann übernahm dann wieder ein Landsmann das Team und er erwischte sich dabei, dass er nach zwei Minuten Arbeitsabweisungsanbahnung innerlich mit den Augen gerollt hat und sich gedacht hat "nun sag halt endlich, was ich machen soll und nimm Deinen Hintern von meinem Tisch... 'Weihnachtin wir essen zeitlish!!!''"
(ich hab Tränen gelacht!)
 
S

Sascha

Gast
Ich habe schon Höhen und Tiefen erlebt.
Bei den Hõhen typisch deutscher Neid und bei den Tiefen absolute Miss-Gunst. Selbst von Leuten die man schon 20 Jahre kennt und sich Freunde nennen. Die deutsche Gesellschaft kann einen krank machen. Mich wundert nicht dass die deutschen Psychatrien überfüllt sind. Traurig aber die Realität.
 

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