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Deutsche Gesellschaft

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MARKUS

Gast
Hallo zusammen,

ich bin Deutscher und wollte mal über unsere deutsche Gesellschaft einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben.
Ich war schon viel im Ausland, privat, beruflich und habe auch mal in Frankreich und Italien gelebt.
Ich stelle immer wieder mit entsetzen fest, wie sehr doch im Vergleich zu manchen anderen Ländern Deutschland teilweise von der Mentalität einfach schrecklich ist. Kenne kaum ein Volk, dass so überheblich, arrogant und unfreundlich rüberkommt.
Sehr großer Egoismus, großer Anteil an toxischen Menschen, immer mehr Nazismus . Zum einen glauben die Deutschen, wie sehr sie doch im Ausland beliebt sind und bilden sich noch etwas darauf ein. In Wirklichkeit sind sie eher verhasst, geliebt werden nicht die Menschen sondern ihr Geld. Ich habe schon in F, I, NL, Ä und in der Schweiz gearbeitet. Ich denke, nirgends wird so gemobbt, angegeben und sich auf den Titel eingebildet, als in Germany. Vielleicht noch teilweise so in den Staaten. Unglaublich diese Art an Besserwisserei und Nörgelei . Über Kollegen und Nachbarn sich das Maul zerreißen, Neid und Missgunst ohne Ende, wegen jeder Kleinigkeit, es gibt keine wirklichen Freunde, Beziehungen gehen sehr schnell in die Brüche, teils wegen Nichtigkeiten, in der Familie und Verwandschaft kaum Zusammenhalt, wenn es dann um das Erben geht, werden so manche Geschwister zu Feinden.
Dann immer top sauberes Auto, sterile Wohnungen und Häuser ohne Flair, einfach eiskalt...

War mal meine Erfahrung.

Markus
 

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Hallo zusammen,

ich bin Deutscher und wollte mal über unsere deutsche Gesellschaft einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben.
Ich war schon viel im Ausland, privat, beruflich und habe auch mal in Frankreich und Italien gelebt.
Ich stelle immer wieder mit entsetzen fest, wie sehr doch im Vergleich zu manchen anderen Ländern Deutschland teilweise von der Mentalität einfach schrecklich ist. Kenne kaum ein Volk, dass so überheblich, arrogant und unfreundlich rüberkommt.
Sehr großer Egoismus, großer Anteil an toxischen Menschen, immer mehr Nazismus . Zum einen glauben die Deutschen, wie sehr sie doch im Ausland beliebt sind und bilden sich noch etwas darauf ein. In Wirklichkeit sind sie eher verhasst, geliebt werden nicht die Menschen sondern ihr Geld. Ich habe schon in F, I, NL, Ä und in der Schweiz gearbeitet. Ich denke, nirgends wird so gemobbt, angegeben und sich auf den Titel eingebildet, als in Germany. Vielleicht noch teilweise so in den Staaten. Unglaublich diese Art an Besserwisserei und Nörgelei . Über Kollegen und Nachbarn sich das Maul zerreißen, Neid und Missgunst ohne Ende, wegen jeder Kleinigkeit, es gibt keine wirklichen Freunde, Beziehungen gehen sehr schnell in die Brüche, teils wegen Nichtigkeiten, in der Familie und Verwandschaft kaum Zusammenhalt, wenn es dann um das Erben geht, werden so manche Geschwister zu Feinden.
Dann immer top sauberes Auto, sterile Wohnungen und Häuser ohne Flair, einfach eiskalt...

War mal meine Erfahrung.

Markus
Deutschlands größtes Problem ist die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die von einer Regierung, die Politik für reiche Lobbyisten macht, noch unterstützt wird.
Hätten wir ein bedingungsloses Grundeinkommen und somit mehr soziale Gerechtigkeit, gäbe es auch nicht so viel Neid und Missgunst.
Es ist nur menschlich, dass all die Menschen in Deutschland, die sozial abgehängt in Armut leben, Neid und Missgunst empfinden, denn sie haben nichts was ihnen Hoffnung auf ein besseres Leben gibt.
Deutschland müsste zu einem Land werden, in dem jeder mitgenommen wird, jeder die Grundsicherung bekommt, wodurch jeder seine Lebensträume leichter verwirklichen könnte.
Solange das nicht geschieht, wird Deutschland ein verdammt kalter, herzloser Ort bleiben.
 

Peter1968

Moderator
Teammitglied
Ich könnte hierzu sehr vieles sagen aber halte mich mal sehr kurz.
Da ich auch schon in sehr vielen Ländern weltweit gearbeitet, teils gelebt und teils besucht habe, ist mir auch schon vieles aufgefallen.
Ganz so schlimm sehe ich es aber nicht, da ich, gerade jetzt, Deutschland erst richtig kennen lerne, da ich auch hier noch sehr vieles sehen will.
Dann immer top sauberes Auto, sterile Wohnungen und Häuser ohne Flair, einfach eiskalt...
Was ist an einem sauberen Auto falsch? Ich kenne hier sehr viele Häuser mit sehr vielem Flair, großer Tradition, ich denke gerade da sollte man dies nicht pauschalisieren, es werden heute wieder neue Fachwerkhäuser gebaut, alles sowas sollte man nicht ausser Acht lassen. Gerade in den Dörfern und bei diesen Häusern habe ich eher wo anders den Flair vermissen lassen.
Überheblich und teils auch unfreundlich, da gebe ich dir schon recht, es wird hier zu sehr auf sehr hohem Niveau gejammert, am unfreundlichsten sind die Deutschen aber gerade im Ausland wo ich mich schon hier und da sehr schämen musste.
Beziehungen gehen aber eher auch weltweit in die Brüche, gerade in den Industrieländern ist es gang und gäbe also da würde ich das auch nicht direkt auf unser Land beziehen.
Das was mir am meisten, eigentlich überall aufgefallen ist, ist die Gastfreundlichkeit in anderen Ländern, diese lässt hier tatsächlich sehr zu wünschen über.
Vieles sehe ich aber nicht so schwarz und bis auf ein Land fühlte ich mich in der ganzen Welt (immerhin bis dato 84 Länder) herzlich Willkommen als Deutscher, habe mich aber auch immer versucht sehr anzupassen und das örtliche so anzunehmen und mitzumachen wie es nun mal ist.

Das schlechte was hier so auffällt sollte man nicht so pauschalisieren, das ist ganz wichtig, vieles hat auch in Deutschland lediglich mit bestimmten Gegenden zu tun.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Deutschlands größtes Problem ist die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die von einer Regierung, die Politik für reiche Lobbyisten macht, noch unterstützt wird.
Hätten wir ein bedingungsloses Grundeinkommen und somit mehr soziale Gerechtigkeit, gäbe es auch nicht so viel Neid und Missgunst.
Es ist nur menschlich, dass all die Menschen in Deutschland, die sozial abgehängt in Armut leben, Neid und Missgunst empfinden, denn sie haben nichts was ihnen Hoffnung auf ein besseres Leben gibt.
Deutschland müsste zu einem Land werden, in dem jeder mitgenommen wird, jeder die Grundsicherung bekommt, wodurch jeder seine Lebensträume leichter verwirklichen könnte.
Solange das nicht geschieht, wird Deutschland ein verdammt kalter, herzloser Ort bleiben.
Die deutsche Mentalität ist das Ergebnis der deutschen Vergangenheit, die Kleinstaaterei vor Gründung des heutigen Deutschland wirkt bis heute nach, viele dieser Kleinstaaten waren regelrechte Polizeistaaten oder unter der strengen Fuchtel von Monarchen, dazu kam noch die unheilvolle Herrschaft der Kirchen über das Denken der Menschen damals. Auch Deutschland hatte einen kurzen "Frühling" (Weimarer Republik) bevor es stracks wieder in die Diktatur ging, und die Diktatur im Osten ist ja noch nicht so lange her. Wer da keinen psychischen Knacks davongetragen hat, der ist tatsächlich sehr resilient. Unser heutiges Neid-Denken ist direktes Produkt des noch nicht so lange überwundenen früheren Klassendenkens, bis in den 2. Weltkrieg, als die Reichen und der Adel eben immer noch was besonderes waren gegenüber den selbstbewußten bürgerlichen Städtischen und der überwiegend konservativen, gläubigen und meist sehr armen Landbevölkerung.
 
Die deutsche Mentalität ist das Ergebnis der deutschen Vergangenheit, die Kleinstaaterei vor Gründung des heutigen Deutschland wirkt bis heute nach, viele dieser Kleinstaaten waren regelrechte Polizeistaaten oder unter der strengen Fuchtel von Monarchen, dazu kam noch die unheilvolle Herrschaft der Kirchen über das Denken der Menschen damals. Auch Deutschland hatte einen kurzen "Frühling" (Weimarer Republik) bevor es stracks wieder in die Diktatur ging, und die Diktatur im Osten ist ja noch nicht so lange her. Wer da keinen psychischen Knacks davongetragen hat, der ist tatsächlich sehr resilient. Unser heutiges Neid-Denken ist direktes Produkt des noch nicht so lange überwundenen früheren Klassendenkens, bis in den 2. Weltkrieg, als die Reichen und der Adel eben immer noch was besonderes waren gegenüber den selbstbewußten bürgerlichen Städtischen und der überwiegend konservativen, gläubigen und meist sehr armen Landbevölkerung.
Heute ist es doch nicht anders als vor hundert Jahren:
Die Reichen führen ein vergnügliches Leben im Überfluss und verschwenden dabei Unsummen an Geld für Partys und anderen Kram, während die Armen schon Mitte des Monats nicht mehr wissen, wo sie Geld für dein Einkauf von Lebensmitteln hernehmen sollen.
Armut ist heute genauso schlimm wie damals, nur ist sie für diejenigen, die nicht selbst davon betroffen sind, heute nicht mehr so sichtbar wie damals.
Aber es gibt viel Armut und viel Leid in Deutschland, auch heute noch.
Und leider auch viele Superreiche, die keine Ahnung vom realen Leben haben und die oft von Beruf nur Sohn oder Tochter sind.
Die Klassenunterschiede sind heute genauso gravierend wie damals, wer als Arbeiterkind geboren wird, wird später meistens selbst Arbeiter, während die Kinder reicher Akademiker studieren können weil ihre Eltern ihnen das Studium finanzieren können.
Nichts hat sich gebessert in den letzten 100 Jahren, die Armut ist heute noch genauso schlimm wie damals.
Solange es keine soziale Gerechtigkeit auf der Welt gibt ist Frieden eine Illuision.
Dauerhafter Frieden ist ohne soziale Gerechtigkeit nicht zu haben.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Hätten wir ein bedingungsloses Grundeinkommen und somit mehr soziale Gerechtigkeit, gäbe es auch nicht so viel Neid und Missgunst.
Es ist nur menschlich, dass all die Menschen in Deutschland, die sozial abgehängt in Armut leben, Neid und Missgunst empfinden, denn sie haben nichts was ihnen Hoffnung auf ein besseres Leben gibt.
Deutschland müsste zu einem Land werden, in dem jeder mitgenommen wird, jeder die Grundsicherung bekommt, wodurch jeder seine Lebensträume leichter verwirklichen könnte.
Solange das nicht geschieht, wird Deutschland ein verdammt kalter, herzloser Ort bleiben.
Glaubst Du im Ernst an ein BGE als Lösung aller Probleme? Das tun nur Traumtänzer, in diversen BGE-Threads wurde das schon tausendmal zerpflückt.
Selbst in USA, wo es sehr viel mehr Arme gibt als in Deutschland, gibt es nicht diese extreme Neidkultur wie bei uns. Warum? Weil dort das althergebrachte Klassendenken nicht nachwirkt, die USA waren von Anfang darauf ausgerichtet, eine Gesellschaft von Gleichen zu sein. (Das mit den Sklaven kam erst später.)
Und noch heute werden jedem amerikanischen Kind in der Schule zwei ur-amerikanische Regeln eingetrichtert: a) daß es jeder Tellerwäscher mit harter Arbeit zum Millionär bringen kann (aber daß er den Weg auch retour gehen kann, wenn er sich gehen läßt) und b) daß jede(r) (rein theoretisch) sogar Präsident werden könnte.
Das heißt im wesentlichen, daß es keine "Klassengrenzen" geben darf. Oder sollte, die Realität sieht ja häufig anders aus, siehe Farbige (Nachkommen der Sklaven) und spätere Immigranten (insbesondere Hispanics).
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Heute ist es doch nicht anders als vor hundert Jahren:
Die Reichen führen ein vergnügliches Leben im Überfluss und verschwenden dabei Unsummen an Geld für Partys und anderen Kram, während die Armen schon Mitte des Monats nicht mehr wissen, wo sie Geld für dein Einkauf von Lebensmitteln hernehmen sollen.
Und leider auch viele Superreiche, die keine Ahnung vom realen Leben haben und die oft von Beruf nur Sohn oder Tochter sind.
Glaubst Du das im Ernst, daß die Reichen auf ihren Geldsäcken schlafen und nicht wissen, was jenseits der Mauern ihre Luxusvillen vorgeht? Dann siehst Du zu viel schlechte Filme. Reichtum erben ist leicht, ihn zu erhalten aber ziemlich schwierig, da muß einiges an Leistung investiert werden. Sonst fließt das Geld ziemlich schnell auf Nimmerwiedersehen davon. Die Reichen haben dazu nur bessere Möglichkeiten, da ihnen bessere Bildungsmöglichkeiten und ganz andere Vernetzungen in Wirtschaft und Gesellschaft zur Verfügung stehen.
 

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